Tumor an Schulter, Bein amputieren?

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Lady11

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Hallo zusammen!
Meine Katze heißt Lady, ist 11 Jahre alt und bis vor kurzem immer recht gesund.
Gestern waren wir in der Tierklinik und bekamen die niederschmetternde Diganose, Tumor wahrscheinlich bösartig an der linken Schulter. Der Arzt meinte es gebe nur zwei Möglichkeiten, entweder das linke Vorderbein zu amputieren oder zu warten bis die Schmerzen größer werden und dann einschläfern. Ich lasse meine Katze auf keinen Fall leiden, aber eine Beinamputation mit elf Jahren? Ich bin total verzweifelt und weiss nicht was ich tun soll. Hat hier jemand schon Erfahrung und kann mir einen Rat geben? Ich wäre im Moment für jeden Zuspruch dankbar. lg Maria:confused::reallysad:
 
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Eifelkater

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hmmm, was soll denn die Beinamputation bringen, wenn die Schulter betroofen ist? Handelt es sich denn um Knochenkrebs oder um Weichteilgewebe?
 
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Lady11

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...nun ja es ist so seitlich am Schultergelenk, ich denke er will da alles weg nehmen. Welcher Tumor das ist sieht er erst bei der OP meinte er. Er könne schon noch vorher Proben entnehmen usw. aber es würde nichts an der Diagnose ändern und nur unnötig an Zeit und Geld kosten wurde mir gesagt.
 
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Eifelkater

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Ist die Katze denn komplett gerängt worden um Metastasen auszuschließen?

Ich denke ich würde mir in einer Tierklinik noch eine Zweitmeinung einholen.
 
Miausüchtel

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Das verstehe ich nicht ganz. Er kann ja amputieren wollen, aber was wenn sich danach heraustellt das es kein bösartiger Tumor war?

Wenn es aber ein absolut bösartiger ist, bei dem man davon ausgehen kann das er sowieso gestreut hat, also nach einer genauen Untersuchung so wie es dir Eifelkater schreibt, dann würde ich es dem Tier auch nicht mehr antun wollen das Bein zu amputieren.

Dann noch so schöne Zeiten machen wie nur möglich und wenns nicht mehr geht ihn über die Regenbogenbrücke gehen zu lassen.

Auch wenn es dann unsagbar schlimm für dich ist. Aber es wäre eine gute Entscheidung für deinen Schatz.
 
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Lady11

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Nein kein Röngten, hat sie nur kurz angefasst und sofort diese Diagnose gestellt. Er meinte egal ob gutartig oder bösartig es muss so und so operiert werden. Und falls er dann bei der OP feststellt das gestreut oder anderes schlimmes würde er sie nicht mehr aufwachen lassen. Das war die Tierklinik.
 
Miausüchtel

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Nein kein Röngten, hat sie nur kurz angefasst und sofort diese Diagnose gestellt. Er meinte egal ob gutartig oder bösartig es muss so und so operiert werden. Und falls er dann bei der OP feststellt das gestreut oder anderes schlimmes würde er sie nicht mehr aufwachen lassen. Das war die Tierklinik.

such dir eine andere Klinik. Es gibt gutartige Tumore in dem Bereich.
 
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Eifelkater

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Und falls er dann bei der OP feststellt das gestreut oder anderes schlimmes würde er sie nicht mehr aufwachen lassen. Das war die Tierklinik.

Wie wollen sie das denn bei einer Op feststellen?

Was sagt denn dein HausTA?
 
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Lady11

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  • #11
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  • #12
Keine Ahnung wie die das feststellen. Wir waren gleich in der Klinik.

Dann würde ich auf jeden Fall nochmal Rücksprache mit deinem TA halten. alleine schon das aus der Narkose nicht mehr aufwachen lassen, finde ich :stumm:
 
Miausüchtel

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  • #13
wie also wirst du dich entscheiden? Mag sein deine Tierärztin hat recht. Aber was wenn nicht?
Dann würdest du dir ewig Vorwürfe machen.

Ich kann dir nur schreiben wie ich es machen würde. Eine Biopsie des Tumores. Wenn bösartig dann schauen lassen ob es möglich ist nur den zu entfernen, nach einer Untersuchung ob er schon gestreut hat.

Wenn ja, also er hat gestreut, dann muss man genau überlegen was man noch machen kann.
Es hat sich auch hier in den Foren gezeigt das es oft genug besser war sich nicht nur auf eine Aussage eines Tierarztes zu verlassen.
 
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Miausüchtel

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  • #14
Das ist nicht so einfach hier auf dem Land gibts da nicht so viele. Das ist die einzige im Umkreis von 100km

dann veranlasse deinen TA eine Probe zu entnehmen um diese in einem Labor untersuchen zu lassen.

Ansonsten muss du halt einen längeren Weg in Kauf nehmen und mit deinem Schatz in eine andere Klinik zu fahren.

Wo wohnst du denn?
 
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Lady11

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  • #15
Also ich bin aus Österreich. Ja er hat schon gesagt er könne da etwas entnehmen und einschicken. Aber es würde nichts ändern. Er wüsste dann nur welcher Tumor das wäre, aber an DIESER Stelle kann man nicht einfach mal nur das Ding da raus schneiden das ginge da nicht. Egal ob gutartig oder bösartig.
Und er war so überzeutgt von dieser OP und ich so verwirrt. Ich werde wohl wirklich noch eine zweite Meinung holen.........das ist alle sooooo ........
 
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Birgitt

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  • #16
Also für mich hört sich das nicht grade vertrauenserweckend an.
(ehr so als wenn da jemand wild aufs Schnippeln ist:stumm::mad:)

Laß eine Biobsie machen und hol dir eine zweite Meinung ein.
Eine Amputation sollte wohl überlegt sein und auch immer der letzte Schritt,wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft wurden.

Sollte eine Amputation aber unumgänglich sein,wird deine Katze auch damit zurechtkommen.
Zumal sie mit 11 Jahren ja noch nicht so alt ist.
 
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Jessue

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  • #17
Huhu!

Wenn der Tumor wirklcih vom Gelenk/Knochen ausgeht, dann hat der TA aber doch vollkommen recht, dann muss das betroffene Gewebe mit weg.. sonst kommt der Tumor schneller wieder, als das zuheilt. Und da ist es dann tatsächlich relativ egal an der Stelle, ob gut- oder bösartig. Wenn der Knoten zu groß wird ist er dann ein Todesurteil, wenn man ihn nicht operieren will.

Ich würde trotzdem auf weitere Diagnostik bestehen, zumidnest sollte vorher geröntgt und geschallt werden um Metastasen auszuschließen. Ich würde aber auch eine Biopsie nehmen lassen.

Wie schnell wächst der Tumor denn? Hat man die Zeit wirklich nichtmehr?
Und hat der TA keinen da, der zumindest mal drüberschauen kann? Eigentlich lernen auch TÄ Labordiagnotik im Studium und sollten zumidnest eine grobe Einschätzung abgeben können, wenn die Zeit fürs Labor wirklcih nicht bleibt.

Und wenn das tatsächlich die einzige Möglichkeit ist würde ich auch die Amputation wagen. Unter Umständen kann sie dann ja nochmal 10 Jahre glücklich leben.
 
Lakritzetaze

Lakritzetaze

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  • #18
Aus der Krebserfahrung beim Menschen: Durch Röntgen können keine Metastasen sichtbar gemacht werden, nicht in den Knochen und schon gar nicht in den Weichteilen. Da sollte man dann mindestens mit einem CT/MRT ran. Ob bei Tieren auch ein Knochenszintigramm gemacht wird - keine Ahnung.
Ich stimme auch zu, dass eine Biopsie sinnvoll wäre, wenn auch das Verfahren Kritiker hat, die auf dem Standpunkt stehen, dadurch würde man manche Tumore erst zum Streuen animieren. Durch Biopsie kann man aber feststellen, wie teilungsfreudig/aggressiv der Tumor ist. Das zumindest beim Menschen, ich weiß nicht, ob auch in der Tiermedizin. Würde ich aber mal erfragen.

Wie sieht es mit Lymphknoten aus? Beim Menschen werden diese bei der OP entfernt und wenn diese nicht betroffen sind, ist das schon mal ein gutes Zeichen dafür, dass nichts gestreut hat.

Metastasensuche: Knochenszintigramm und Ultraschall. Das zumindest beim Menschen.
Unterm Strich würde ich mir schon ne zweite Meinung bei ner anderen Tierklinik einholen und wenigstens Ultraschall machen lassen. Ist ja ein wichtiger Gesichtspunkt, denn wenn der Tumor schon gestreut haben sollte ist die Frage durchaus berechtigt, ob man einer 11 jährigen Katze noch eine Amputation zumuten soll.

Alles Gute für Euch!
 
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nicker

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  • #19
Aus der Erfahrung mit Sternchen Jeannie her (Mammakarzinom) kann ich sagen, dass vor einer OP bei Krebsverdacht immer das Röntgen der Lunge stehen sollte (Metastasierung): wenn ein bösartiger Tumor in die Lunge gestreut hat, ist es weit weit überwiegend Zeit für die Palliativmedizin.

Aus der Erfahrung mit Knochenkrebs aus der Humanmedizin (mein Cousin, v. a. aber meine Schwiegermama): wenn es sich um primären Knochenkrebs handelt (= es hat nie vorher Krebs gegeben und der Knochenkrebs entwickelt sich im jüngeren Alter), bestehen durchaus gute und dauerhafte Heilungschancen, da der primäre Knochenkrebs offenbar nicht sooooo aggressiv ist wie viele andere Krebsarten.
Anders (meine Schwiegi seligen Angedenkens) bei sekundärem Knochenkrebs: das ist eine richtig bitterböse Sache, wo man im Grunde dann nur froh sein kann, wenn es möglichst schmerzarm und schnell zuende geht (meine Schwiegi hat sich sehr lange, mehrere Jahre, elend gequält mit den Schmerzen, bevor der befallene Knochen brach und klar wurde, dass es weder die Wirbelsäule noch das Hüftgelenk ist, sondern Metastasen des zuvor überlebten Nierenkrebses). Es gab dann noch einige Versuche mit Chemotherapie, aber das eigentliche Sterben dauerte dann auch mehrere Monate :reallysad:.

Ich weiß nicht, wie weit die Forschung bei Katzen ist; beim Menschen kann man die Krebsmarker auch aus dem Blut bewerten, soweit ich es mitbekommen habe. Danach könntest du den TA noch fragen.
Ansonsten: eine Biopsie ist eine gute Sache und kann sagen, ob das Gewebe gutartig oder bösartig ist, aber das muss dann auch nicht zwingend die 100% genaue Vorhersage sein. Deswegen kurz zu der Bezaubernden Jeannie:
Bei Jeannie hatte ich einen ca. haselnussgroßen Knoten in der Leiste getastet, ging zur Haus-TÄin und ließ sie auch tasten. Sie vermutete - auch aufgrund der vergrößerten Lymphknoten in dem Bereich - etwas Bösartiges und schickte uns erstmal Lunge röntgen. Lunge war ok, Blutbild insofern auch (Jeannie war ca. 15 Jahre alt, ausgediente und ausgebeutete ehem. Zuchtkatze), also haben wir Jeannie aufgemacht und die betroffene Milchleiste nebst Lymphknoten entfernen lassen. Hatte sie gut weggesteckt, die pathologische Untersuchung (FU Berlin) ergab, dass das Gewebe dermaßen verkrebst sei, dass Jeannie nur noch einige Wochen hätte. Daraufhin wurde Jeannie krebstechnisch nicht mehr therapiert, sondern nur noch palliativ (das große Verwöhnen ;)). Die palliative Phase dauerte dann - statt weniger Wochen - noch fast ein Jahr, und unsere Süße konnte es sich richtig gut gehen lassen.... ;)

Zurück zu deiner Lady:
Du kennst deine Katze selbst am besten und kannst abwägen, was geht und was nicht.
Die eigentliche Amputation steckt die Süße auch mit 13 Jahren noch gut weg, wenn Narkose usw. nicht problematisch ist (anderweitige Erkrankungen, Alter usw.). Das Thema Amputation ist nur für uns Menschen "schlimm", weil wir eben an den Verlust an "Lebensqualität" denken. Katzen "denken" da total anders; sie adaptieren sich sehr schnell und gut an die neue Situation!!!
Lies mal über Alma, im Bereich "Krankheiten - Sonstiges", ein Kitten, dem gerade der Arm amputiert wurde! Super, wie die Kleine das macht! Und auch unser eigenes Dreirädchen (Frau Pfote), beinamputiert mit ca. 1/2 Jahr, ist jetzt, mit 3,5 Jahren, eine muntere (und herrschsüchtige *hüstel*) Katze, die gut zu Pfote ist, überall hinklettert und sich gerade auf die Gegenrevolution (sie wurde kürzlich als Chefin entthront) vorbereitet. ^^

Gerätediagnostik (Röntgen der Lunge, Ultraschall der Schulter) bei Lady würde ich auf jeden Fall für sinnvoll halten, dann das Mädel evtl. auch an der Schulter aufmachen, um zu gucken und ggf. dann nach Lage vor Ort zu entscheiden, ob operiert wird oder nicht. Auch bei gutartigem tumorösen Geschehen wird eine Entfernung des Tumors wahrscheinlich nicht vermeidbar sein, nehme ich an. Und: frag vorher bitte auch nach der Labordiagnostik aus dem Blut (Krebsmarker usw.)!

Wir drücken die Daumen für deine Maus!

LG
 
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