Trümmerbruch im Beckenbereich bei 16jähriger Mieze

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
Kinteeah

Kinteeah

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Hallo,

jetzt muss ich mich doch mal dringend austauschen.

Am Montag Abend um 22 Uhr - ich wollte gerade ins Bett - klingelte (Gottseidank!!) meine Nachbarin und sagte, dass sie meine Leonie oben am Straßenrand halb unter dem Gebüsch entdeckt hätte und sie würde jämmerlich schreien.

Das Szenario brauche ich wohl nicht näher beschreiben. Jedenfalls hatte sie einen Schock, war starkt unterkühlt und hinten gelähmt - ohne jegliche Tiefensensibilität - null Reaktion an den Hinterpfoten.
Der Tierarzt sagte, dass er sie erstmal stabilisieren und aus dem Schock holen müßte. Schmerzmittel, Tropf und Wärmeplatte - ich solle am nächsten Morgen anrufen. Es war haarscharf. Eine halbe Stunde länger hätte sie nicht überstanden. :dead:

Am nächsten Morgen rief ich an und der Tierarzt sagte, dass sie schon besser dran sei - aber immer noch komplett gelähmt. Er würde erstmal ein Röntgenbild usw. machen.

Wieder stundenlanges Warten....Ergebnis: Angefahren - Trümmerbruch im Beckenbereich. Die eine Seite glatter Durchbruch - das könnte gut heilen. Die andere Seite - Beckenpfanne beschädigt und komplizierter Mehrfachbruch. Sehr schwierig und unsicher wie das ausgeht. OP - großes Fragezeichen wegen ihres Alters. Konventionelle Heilung unter Schmerzmitteln und mit wenig/kaum Bewegung....auch Fragezeichen... Ein Pluspunkt - Tiefensensibilität wieder da. Sie reagierte auf Berührung der Hinterpfoten. Ich sehe auch dass sie die Beine bißchen anzieht. Aber laufen oder so geht gar nicht. Sie robbt sich mit den Vorderpfoten vorwärts. Und wenn sie sich umdreht schreit sie und knurrt, weil es wohl ganz ganz fürchterlich weh tun muss :grr::sad:

Ich durfte sie gestern mit heimnehmen, weil er auch sehen wollte wie es ihr so geht. Ob sie frisst etc. Sie ist nie eine große Esserin gewesen (3 kg Kätzle)...aber sie hat gleich was gefressen was ich ihr hingehalten habe. Auch heute früh hat sie was genommen und 3 x an der Katzenmilch geschlabbert. Wenn man sie streichelt schnurrt sie wie immer und ist ganz entspannt. Überhaupt...wenn sie auf ihrem Lieblingskissen an der Heizung liegt, ist sie ganz zufrieden. Nur wehe sie muss ich drehen...dann kippt sie und kugelt rum und weiß vor Schmerz nicht wohin. Sie bekommt Kortison und bei Bedarf kann ich noch etwas Metacam geben.

Hat jemand von Euch Erfahrungen mit solchen traurigen Geschichten und wie ist das bei Euch und Euren Katzen ausgegangen?

Ich möchte nicht die Flinte ins Korn werfen so lange noch Hoffnung besteht. Genauso wenig möchte ich meine Katze quälen weil ich nicht fähig bin loszulassen.

Der Tierarzt sagt so "fifty-fifty"...

Liebe Grüße
Stefanie
 
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Kuschelkatze0

Kuschelkatze0

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Hallo, Stefanie!
Die arme Miez! Gut, dass deine Nachbarin sie gefunden hat.
Wenn sie kreislaufmässig fit ist, würde ich die Trümmerseite operieren lassen. Knochentrümmer, die sich bei Bewegung verschieben tun sauweh. Wenn die Bruchstücke fixiert sind, sind die Schmerzen geringer. Natürlich mußt du sie dann auch eingige Wochen ruhig halten, aber dass muß ja ohne OP auch. Und mit dem Metacam würde ich nicht sparen. Die Nebenwirkungen sollten bei ihrem Alter nicht mehr so eine große Rolle spielen. Vielleicht kannst du ihr zusätzlich noch Arnika oder Traumeel geben?
Alles Gute für euch von
Susanne
 
Nessarose

Nessarose

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Ach, das arme Schätzchen! :(
Ich würde auch zur OP tendieren. Denn mit dem aktuellen Schmerzstatus kann sie ja nicht weiterleben. Das ist ja kein Dauerzustand.
Der 17 Jahre alte Kater-Opi meiner Eltern hat dieses Jahr auch noch eine OP gut überstanden und ist seit dem viel fitter. Wenn sie keine Probleme hat, die eine OP unmöglich machen, dann würde ich es glaube ich riskieren. Stell dir vor, dir täte bei jeder Bewegung etwas so weh, dass du laut schreist - wie lange würdest du das ertragen wollen?
Ich drücke euch fest die Daumen! (und lieben Dank an die aufmerksame Nachbarin - die hat sich echt ein Blümchen verdient).
 

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