Tierärztin bekommt Geldstrafe wegen Kastra

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nicimausi

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Hallo Leute!
Hier bei uns haben sie heute im Radio erzählt das eine Tierärztin bestraft wurde, da sie freilebende Katzen für einen Verein Kastriert hat, für einen geringeren Preis, wie in der Gebührenordnung steht.
2000 € Strafe muss sie zahlen...Ein Unding oder? Da hilft man und wird bestraft dafür... Was für ein Land...
Würde gerne eure Meinung dazu hören.
LG
 
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Wer hat das angezeigt?


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Ein Tierarzt hier im Ort hatte Streuner kostenfrei kastriert, auch um dem Elend der ungezügelten Vermehrung etwas Einhalt zu gebieten.
Von höherer Stelle hat er jetzt ein Verbot für diese Hilfsaktinen bekommen, daß er es kostenfrei macht, das sei 'unlauterer Wettbewerb'.
Die Beschwerde kam von andren Tierärzten im Kreis.


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Fietzefatze

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Ihr habt zwar Recht, sie wollte helfen und hat eigentlich was Gutes getan, doch trotzdem muss sie sich an die Gebührenordnung halten. Dafür gibt es sie nunmal... Für Streuner gibt's da keinen extra-Satz.

Eine Freundin lässt auch immer mal wieder Streuner kastrieren. Da zahlt sie die Hälfte und die andere Hälfte zahlt die TÄ aus eigener Tasche. So herum abgerechnet ist man auf der sicheren Seite und hat trotzdem geholfen.
 
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nicimausi

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Ich weiß nicht wer sie angezeigt hat...Und auch nicht genau wo das war ich such die ganzezeit schon den Artikel... Aber kein wunder das sich so wenig Tierärzte dafür engagieren...wenn das so geschrieben wird...:oops:
 
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Hallo Leute!
Hier bei uns haben sie heute im Radio erzählt das eine Tierärztin bestraft wurde, da sie freilebende Katzen für einen Verein Kastriert hat, für einen geringeren Preis, wie in der Gebührenordnung steht.
2000 € Strafe muss sie zahlen...Ein Unding oder? Da hilft man und wird bestraft dafür... Was für ein Land...
Würde gerne eure Meinung dazu hören.
LG

Das ist aber Rechtens. Deshalb finanzieren sich Vereine, die Obdachlosen helfen auch durch Spenden- es darf kein TA unter GOT oder gerade für umsonst arbeiten.
Moralisch vlt überdenkbar, aber an sich ist hier alles korrekt gelaufen. Andererseits soll ja so auch ein Preisdumping im Alltag verhindert werden (also Ta W macht Behandlung X für Y Euro weniger als Ta Z).
 
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nicimausi

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JA aber irgendwann kann man die ganzen kastrationen nicht mehr von Spendengeldern bezahlen...
 
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Ich finde es jammerschade, daß es speziell für Streunerkastrationen keine Extraregelung gibt.
Wem geht denn was verloren, wenn ein verantwortungsvoller TA das kostenfrei macht? Wenn ich mich recht erinnere, waren das durch die Bank vom Tierheim eingefangene Freigänger, nicht solche, die von Privatleuten gebracht wurden. Diese 'privaten' Streuner kosteten den halben Satz, so wollte der TA etwas vorbeugen, daß jeder sein Tier als Streuner deklariert, um eine kostenfreie Behandlung zu bekommen.

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Fietzefatze

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  • #10
Diese 'privaten' Streuner kosteten den halben Satz, so wollte der TA etwas vorbeugen, daß jeder sein Tier als Streuner deklariert, um eine kostenfreie Behandlung zu bekommen.

Und ich glaube, das ist der Punkt: Was meinst du, wie viele Leute dann mit ihren Katzen zum TA gehen und sagen, sie bringen einen Streuner zur Kastration. Der halbe Satz wäre ja immer noch besser als der 1fache... Wie soll der TA das kontrollieren?
Umgekehrt könnten TÄ dann auch Katzen "zum halben Satz" kastrieren und angeben, es wären Streuner gewesen, obwohl das Tier in Wirklichkeit den netten Bekannten gehört.

Schwierig. Leider.

Ich finde zwar schon, dass die GOT ihren Sinn hat, trotzdem müsste es für den Tierschutz eine andere Regelung geben, das sehe ich so wie ihr.

Viel schlimmer finde ich aber, dass es dann Kollegen gibt, die einem TA ans Bein pis*en, der sich nicht vom Katzenelend weg dreht und helfen will. Ich vermute, dass da schon im Vorfeld was gewesen sein muss. Vielleicht hat der betreffende TA nicht nur für die Streuner gute Preise gemacht....
 
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vlora

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  • #11
Deswegen gründet man - als kluger TA - ja auch einen Verein/ Projekt wie auch immer, denn dann sieht alles schon ganz anders aus.
So ist es sogar möglich, das Tierärzte die Tiere von Obdachlosen/ Bedürftigen kostenlos behandeln können - solche (ähnliche) Projekte gibt es schon - und kastrieren.
 
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  • #12
Deswegen gründet man - als kluger TA - ja auch einen Verein/ Projekt wie auch immer, denn dann sieht alles schon ganz anders aus.
So ist es sogar möglich, das Tierärzte die Tiere von Obdachlosen/ Bedürftigen kostenlos behandeln können - solche (ähnliche) Projekte gibt es schon - und kastrieren.

Also das ist mir neu. Die Obdachlosen zahlen zwar nichts, aber z.B. die Kastration an sich wird durch Spenden bezahlt- so bekommt der TA sein volles Honorar- nur so kenne ich das und halte es auch nicht anders für möglich. Über diese Thematik hatten sich nämlich schon diverse TA ausgelassen.
 
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vlora

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  • #13
In diesen Projekten/ Verreinen kann (darf) der Tierarzt seine reine Arbeitskraft kostenlos zur Verfügung stellen. Alles andere (unter Umständen auch ein Honorar für den Arzt - wenn er seine AK nicht kostenlos zur Verfügung stellen will) wird freilich über Spenden finanziert.
So läuft es in Berlin und Brandenburg.
 
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vlora

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  • #14
Achso - und noch ein Hinweis - wo es nicht so einfach möglich ist, nimmt der kluge und nette Arzt das Honorr an - und lässt es als Spende in den Verein/ das Projekt zurückfließen. Wäre das Problem auch gelöst.
 
catsgirl

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  • #15
So wie ASMN in Hamburg zum Beispiel!
http://www.asmn-hamburg.de/

Geht auf Aktuelles, dann gaaanz runter scrollen."Kastration freilebender Kater und Katzen
Wider das Katzenelend vor unserer Haustür"

Etwas weiter oben auf der Seite "Tierschutz, Tierärzte und die (Bundes)tierärztekammer(n)"
 
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gisisami

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  • #16
Kommt garnicht so selten vor...daher mein Rat: niemand sollte darüber ein Wort verlieren !
Jeder Tierarzt und es gibt sie, die sich im Tierschutz engagieren, wird von seinen
lieben Kollegen schäl angesehen....wie kann er nur!!:(

Also, machen lassen und Klappe halten lautet die Devise.

LG
 
Dana79

Dana79

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  • #17
So ist unsere Gesetzgebung... das ist beschissen.

Ärzte dürfen auch niemanden gratis behandeln... die berühmten IGeL Rechnungen müssen nach GOÄ erfolgen.

Wer beschwert sich, weil wo kein Kläger da kein Richter?

Na, die "Kollegen" weil sie damit dann nicht mehr konkurrenzfähig sind.
 
Ute

Ute

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"Tor zum Schwarzwald" ;-)
  • #18
Kommt garnicht so selten vor...daher mein Rat: niemand sollte darüber ein Wort verlieren !
Jeder Tierarzt und es gibt sie, die sich im Tierschutz engagieren, wird von seinen
lieben Kollegen schäl angesehen....wie kann er nur!!:(

Also, machen lassen und Klappe halten lautet die Devise.

LG

Der TA, der sich im Tierschutz engagiert, wird nicht nur schäl angesehen, er wird von seinen "netten" Kollegen (die um ihre Pfründe fürchten) sogar noch angezeigt!!
Da bleibt für diesen (netten, tierschutzengagierten) TA halt noch die Alternative: das habe ich nicht behandelt, also kann ich das nicht abrechnen.... ;)
 

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