Tattoo zur Kennzeichnung sinnvoll trotz gekappter Ohrspitze?

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pussinboots

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Hallo,

Ich mache mir Gedanken um die Kennzeichnung meiner Freigänger. Einen Chip haben sie alle drei, tättowiert ist keine. Halsbänder tragen sie auch nie wegen der Strangulationsgefahr.

Es war jetzt so, dass einer der drei von Leuten in eine Tierklinik gebracht wurde, weil sie ihn wohl für einen Streuner gehalten haben. Leider waren sie dann den ganzen Tag nicht zu erreichen und mein Kater kam abends irgendwann wieder nach Hause. Anscheinend hatten sie ihn einfach wieder rausgelassen. Ich hatte mir den ganzen Tag Sorgen gemacht und überlege halt, ob ein Tattoo einen Unterschied gemacht hätte. Mich stört aber eigentlich weniger, dass er in die TK gebracht wurde, sondern dass ich danach niemand erreichen konnte über Stunden.

Der Kater ist ein Langhaarmix, wird von mir regelmässig gebürstet und sieht definitiv nicht wie ein Streuner aus. Ausserdem kommt er aus dem Auslandstierschutz und deshalb wurde bei der Kastra gleich eine Ohrspitze gekappt. Es ist ein horizontaler Schnitt, der eindeutig nicht wie eine Kampfverletzung o.ä. aussieht. Das lässt sich auch auf Entfernung gut erkennen. Würde da ein Tattoo überhaupt noch einen zusätzlichen Nutzen bringen? Eine Narkose ist nicht geplant in nächster Zeit, das würde auch noch dagegen sprechen.

Meint ihr, dass ein Tattoo einen zusätzlichen Nutzen hätte für ihn? Ich tendiere im Moment dazu, es nur machen zu lassen, wenn eh mal eine Narkose anstünde, das kann aber wie gesagt dauern.
Danke schon mal, pussinboots
 
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Miomomo

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Es hat mich damals geärgert, dass ich Mo bei der Kastra nicht gleich habe tätowieren lassen. Beim TA meinten sie damals, dass das heute bei ihnen kaum noch gemacht würde und ich ja eh chippen lassen wolle. Und ich habe ärgerlicherweise nicht darauf bestanden, obwohl ich es ursprünglich vor gehabt hätte.

Das Problem ist, dass wirklich viele Leute noch nichts von einem Chip gehört haben. Und das nicht jeder deshalb darauf kommt, den Chip auch beim TA auslesen zu lassen, wenn er eine Katze findet.

Und ein Tätoo ist eben auf den ersten Blick erkennbar und das ist auch - jedenfalls nach meinem Empfinden - besser bekannt.



Ich denke, dass ein Tättoo in deinem Fall nichts geändert hätte. Eigentlich haben die Finder ja auch ganz gut reagiert, weil sie mit dem Fundtier zum TA sind und so der Chip ausgelesen werden konnte.
Was gründlich schief gelaufen ist, dass sie dann nicht erreichbar waren und du so lange auf die Rückkehr/Rückgabe des Katers warten musstest.

Hier hätte der Kater auch nicht zwangsläufig direkt eingesammelt und zur Tierklinik gefahren werden müssen - aber das weiß man nur hinterher und ich gehe davon aus, dass die Finder in guter Absicht gehandelt haben und helfen wollten. Die Ausführung war dann nicht (mehr) optimal.
 
Bea

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Meint ihr, dass ein Tattoo einen zusätzlichen Nutzen hätte für ihn? Ich tendiere im Moment dazu, es nur machen zu lassen, wenn eh mal eine Narkose anstünde, das kann aber wie gesagt dauern.
Danke schon mal, pussinboots

So eine Tätowierung zeigt halt auch nach aussen gleich an, dass die Katze zu wem gehört.
Würde ich aber auch nur machen lassen wenn sowieso mal eine Narkose ansteht. Extra nur wegen einer Tätowierung eine Narkose machen zu lassen halte ich für übertrieben.

Denke mal du hast die Chipnummern auch alle bei Tasson registrieren lassen?
Wenn ein Fundtier gebracht wird, sollte die Klinik schon kontrollieren ob ein Chip vorhanden ist.
Dann hättest du gleich von Tasso benachrichtigt werden können.
 
pussinboots

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Ja, sie sind alle registriert. Die TK hat Tasso angerufen, die Leute haben meinen Kater aber erstmal wieder mitgenommen. Als Tasso mich 30 Minuten später erreicht hat, war das Handy der Finder ausgestellt und sie waren nicht zu erreichen über Stunden. Sie selbst haben sich auch nicht bei mir gemeldet.

Mein Kater ist dann abends plötzlich wieder aufgetaucht, die Leute hatte ich bis dahin immer noch nicht erreicht. Sie haben ihn anscheinend wieder rausgelassen. Wie gesagt stört mich nicht das Einsammeln und in die TK Bringen, sondern die Funkstille danach. Aber daran hätte wohl ein Tattoo auch nichts geändert. Und eine Narkose nur für das Tattoo finde ich auch schwierig, vor allem weil es durch das gepflegte Fell und die Ohrspitze aus meiner Sicht ja Hinweise gibt, dass er versorgt wird.
 
Bea

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Das sie das Handy ausgestellt haben ( vielleicht ja auch das Akku leer ;)) ist natürlich doof gewesen für dich; eine Tätowierung hätte aber nicht geändert.

Versuche es mal anders rum zu sehen: immerhin haben die Leute ihn zur Klinik gebracht und der Chip wurde ausgelesen.
Es gibt Leute die behalten einfach Fundtiere - ohne abklären zu lassen ob das Tier Besitzer hat; auch wenn gekennzeichnet.
 
pussinboots

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Ja, ich weiss, eigentlich ist es ja der richtige Weg gewesen. Aber mein anderer Freigängerkater ist vor vier Wochen verschwunden und ich habe ihn nach gut einer Woche tot gefunden, der Schock sitzt immer noch so tief. Deshalb bin ich im Moment sehr angefasst, wenn etwas ist. Bis ich herausgefunden hatte, dass sie in der TK waren und ihn dann wieder mitgenommen hatten, dachte ich erstmal, dass er vielleicht verletzt oder tot ist und sie sich deshalb nicht trauen, mit mir zu reden. Solche Sachen gingen mir den ganzen Tag durch den Kopf... Da können die Leute natürlich auch nichts zu, aber für mich ist es grade schwere Arbeit, meine Katzen wie immer in den Freigang zu lassen und meine Ängste als mein Problem anzuerkennen (das sie nicht ausbaden sollen). Ich lasse ihnen natürlich den Freigang aber es ist wirklich schlimm, wenn dann etwas ausser der Norm passiert.
 
Bea

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OK, tut mir leid mit deinem anderen Kater.:(

Verständlich, dass du da besonders nervös bist.
 
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Ich würde auch immer tatowieren lassen. Gerade alte Leute die "Streuner" draussen füttern kommen ja oft gar nicht auf die Idee, dass die Katze einen Besitzer haben könnte, geschweige, dass sie mit ihnen zum TA gehen. Ein Tatoo sieht man aber schon, wenn man die Katze mal streichelt.
 
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willy11

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Meine Paula wurde auch 2 mal im Tierheim abgegeben und die haben den Chip gefunden und Sie hier in Ihrem Revier wieder ausgesetzt so konnte Sie alleine wieder nach Hause.Ich hatte nur einen Anruf auf dem AB um Rückmeldung das Sie auch wohlbehalten wieder angekommen ist.Was ich auch tat.Sie sagten da das Sie das immer so machen finde ich auch in Ordnung.
 
Rickie

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  • #10
Wegen Deines anderen Katers, das tut mir leid.
Und mit dem Kappohr ist leider einiges auf einmal schief gelaufen.
Nur wegen Tatoo wuerde ich kein Tier extra in Narkose legen.
Ich selber habe auch 3 Kappohren (horizontaler Schnitt), zwei davon waren noch lange Zeit halbe Strassenkatzen mit Kappohr, aber halt im Ausland, wo das bekannter ist, als in D. Da war auch nie was passiert.
Bruno durfte nach der Ohrkappung nicht mehr 'raus, weil er dann blind war (Narkose, Kastra, Impfen).

Auf der anderen Seite wurde halt alles richtig gemacht; Chip, registriert, Chip ausgelesen und Tasso benachrichtigt. Eine 100 %-ige Sicherheit wird es wohl nie geben.
 

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