TA-Besuch und die Katze mutiert zum Monster?

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Mondsüchtig

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Hallo,

ich habe hier desöfteren schon gelesen, das einige Katzen zu wahren Bestien werden, sobald sie zum TA müssen/sollen. Eigentlich schon, wenn sie nur die Transportbox sehen. Auch werde ich privat immer wieder angesprochen, wie ich das schaffen würde, die Katze zum TA zu bringen.

Ich kenne dieses Problem gar nicht! Ich mache da aber auch keine große Sache draus. Ich nehme die sie und stecke sie in die Box. Gut, Begeisterung sieht bei den Katzen anders aus. Aber ich habe noch nie eine Geknallt bekommen.

Bei TA selber bleibt Toska immer und grundsätzlich in der Box, wenn sie könnte würde sie uns einen Vogel zeigen. Ich baue dann stets die gesamte Box auseinander. Während der Untersuchung, ist grade Toska sehr unkooperativ, das äußert sich bisher in der Form, das sie rumstrampelt wie doof. Meine TÄ meint, soetwas hätte sie noch nie erlebt, es wäre als hätte Toska mindestens 8 Beine. Sie haut schon mal mit der Pfote, einmal hat sie die Helferin erwischt. Allerdings hatte ich sie gewarnt, Toska nicht im Nackenfell zu fixieren. Sie meinte sie wüsste es besser, worauf Toska wirklich stinkig wurde, denn das kann sie gar nicht ab.

Ginger ist immer ängstlich aber nicht panisch und läßt es einfach geschehen.

Ich kenne diese Dr. Jekyll und Mr. Hyde - Nr. nur von einem meiner Tiere. Einer Meerschweinchen-Dame, die wirklich auf dem Behandlungstisch mutierte und um sich biss, sie hatte aber auch nachweislich sehr schlechter Erfahrungen mit einem TA gemacht. Ansonsten nicht, auch nicht von unserem Familienhund, mit dem ich groß geworden bin.
Woran liegt es das manche Katzen so allergisch auf dem TA reagieren.
Liegt es an dem TA an sich? Daran das der an denen rummanipuliert und weil es unangenehm ist? Oder vielleicht an den Haltern? Überträgt sich die Angespanntheit oder vielleicht auch die Angst der Halter?

Und wie reagiert Ihr? Dürft Ihr Eure Katzen dann noch anfassen?
 
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F

fressbienchen

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ich habe 2 Jahre beim TA gearbeitet und meiner Erfahrung nach liegt es zu mindestens 80 % am Halter.

wenn man den mal aus dem Behandlungszimmer schickt um z.B. Blut zu nehmen ist es meistens direckt enstspannter.

Ein souveräner Halter hat meistens auch ein gut zu händelndes Tier dabei.
Aussnahmen gibt es natürlich immer. Grad halbwilde Tierschutzkatzen lassen sich so oder so nicht "entspannt" untersuchen auch wenn die Begleitperson total relaxt ist. Hier hilft nur mit viel Zeit und Ruhe mit dem tier umzugehen und ggf einmal richitg zupacken statt 10 x nachzugreifen!

Aber wo noch kein Vertrauen ist, lässt sich auch schwer sicherheit vermitteln.
 
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Nicht registriert

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Ich halte meine Tiere meistens selber fest (also, soweit ich vom Tierarzt aus darf - bei manchen Behandlungen ist das einfach unsinnig). Eigentlich sind zumindest zwei von dreien sehr kooperativ, die dritte muss man gut fixieren, weil sie einfach nicht gerne an sich herummanipulieren lässt. Beißen etc. habe ich aber auch bei ihr noch nicht erlebt.

Hinterher flüchten sie sich dann eigentlich eher immer zu mir (meistens laut schimpfend :D) als mich links liegen zu lassen.

Ich denke, das ist eine Mischung aus allem. Nervöser Halter, deswegen nervöses Tier, ungewohnte Umgebung und so weiter. Man kann das aber gut trainieren.
 
Famiras Püppi

Famiras Püppi

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Haha! Ich bin souverän, ganz bestimmt. Ich bringe zwei große Hunde dazu ordentlich beim TA zu sein. Ich bringe Katzen zum TA und halte sie. Wat mut dat mut.

Meiner Püppi, alte Türkisch-Van-Dame, absolutes Vertrauensverhältnis, schließlich kannten und liebten wir uns 18 Jahre, war das alles schnurz.

Sie mutierte zur Kampfhenne. Durchgebissener Fingernagel gehörte dazu. Nicht meiner, ich kannte die Kleine ja, aber die TÄ hat meine Warnung für Lalala gehalten.:yeah:

Es hat nicht immer was mit den Haltern zu tun. Es kommt auf das Temperament und die Erfahrungen die Katzen mit TÄ gemacht haben an. Meine Meinung.

Die Kleine ist in ihrer Prägephase, schon als Kitten im Wurf, sehr krank gewesen und ständig beim Arzt gewesen. Ich denke das wars. Und natürlich das Türkisch-Van-Temperament, das ja nicht zu verachten ist.:pink-heart:
 
Catlady1969

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Wir sind da völlig entspannt :)
Einzig Thais ist ein wenig umständlich in die Box zu packen, sie wehrt sich ziemlich, wenn auch eher halbherzig.
Lilly und Tigris kann ich ohne Probleme eintüten.
Allerdings muß ich vorher ganz genau drauf achten, mir die jeweilige Katze im richtigen Moment zu schnappen.
Wenn ich daneben greife folgt eine fiese Einfangaktion, aber bisher klappte es fast immer gut.

Beim TA selber ist Thais total relaxt, erkundet lieber den Behandlungsraum und die Bespringbarkeit der Wandschränke :rolleyes:
Aber sie hält nicht still und zampelt rum, springt mit Vorliebe wahlweise auf die Schultern der TA-Helferin, der TÄ oder auch bei mir.
Sie wird bestimmt fünfmal abgepflückt.

Lilly verfällt in Schockstarre und läßt alles mit sich machen, faucht nur gefährlich und flüchtet sich bei jeder Gelegenheit in meine Armbeuge oder an meinen Bauch...

Tigris mutiert auch zu einem Tausendfüßler und strampelt wie blöd herum, ist aber immer recht lieb dabei.

Wenn wir dann wieder nachhause kommen, sind alle drei zum Glück super entspannt.
Keine verkriecht sich, eigentlich rennen alle erstmal zum Fressnapf - Frustessen ?
 
luisewinter

luisewinter

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Hallo,

ich habe hier desöfteren schon gelesen, das einige Katzen zu wahren Bestien werden, sobald sie zum TA müssen/sollen. Eigentlich schon, wenn sie nur die Transportbox sehen. Auch werde ich privat immer wieder angesprochen, wie ich das schaffen würde, die Katze zum TA zu bringen.

Ich kenne dieses Problem gar nicht! Ich mache da aber auch keine große Sache draus. Ich nehme die sie und stecke sie in die Box. Gut, Begeisterung sieht bei den Katzen anders aus. Aber ich habe noch nie eine Geknallt bekommen.

Das geht bei uns gar nicht. Kira lässt sich zwar streicheln, aber nicht hochnehmen oder ähnliches. Wir sind schon froh, dass es inzwischen soweit ist, am Anfang ging gar nichts ...

Und sie wird mitunter echt biestig beim TA.

LuLu ist da recht entspannt, bei Pepe weiß ichs bisher (toi toi toi) nur von der Tierschutzdame - er soll auch recht entspannt sein.

Nur Kira ist da leider so ängstlich, dass sie zur Furie wird :(
 
Fibo

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Hier ist es genau andersrum. Beim TA sind sie wahre Engel, sogar Zahnstein konnte ohne Sedierung entfernt werden. Lassen sich toll untersuchen und halten still. Die TÄ ist immer ganz begeistert :)

Aber wehe ich muss ihnen Augentropfen oder sonst was geben. Dann wird hier gebockt und gejault wie blöd. Mit mir kann man es ja machen....beim TA ist das alles gar kein Problem, nicht mal ein Mauzer geben sie von sich.
 
Jubo

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Bolle wird regelmäßig "Patient des Jahres"! Zuhause geht er gesenkten Hauptes freiwillig in die Box, manchmal habe ich die Tür noch gar nicht ganz geöffnet. Beim TA benimmt er sich vorbildlich und hat noch NIE auch nur einen Muckser oder Zucker von sich gegeben. Gestern hat er sich mal wieder anstandslos Blut abnehmen lassen, die Tränenkanäle wurden auch schon ohne Sedierung gespült.

Jule verhält sich nach Tagesform. Sie geht auch freiwillig in die Box, aber sie faucht schon mal bei einer Spritze oder fängt an zu knurren, wenn ihr was nicht passt. Gebissen oder gekratzt hat sie aber noch nie. Trotzdem lasse ich sie lieber von der Helferin festhalten, mir ist das zu *ähhh*!

Tabletten und Augentropfen sind zuhause inzwischen auch kein Problem mehr. Bei Bolle noch nie, der ist echt ein Schaf. Bei Jule braucht's eine konsequente Hand und Schnelligkeit, das muß zackzack gehen!

Das einzige, das nervt, ist, daß Jule seit längerer Zeit rumzickt, wenn einer von beiden beim TA war. Dann hängt erst mal 1-2 Tage der Haussegen schief und Bolle darf ihr nicht zu nahe kommen. Gestern abend hat sie ihn ordentlich angefaucht. Heute morgen war sie auch noch etwas verstimmt, ging aber schon besser. Nächsten Dienstag muß Bolle zur Zahn-OP. Das wird lustig. GsD habe ich Urlaub und kann den Ringrichter spielen!

Gruß
Jubo
 
Fibo

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Das einzige, das nervt, ist, daß Jule seit längerer Zeit rumzickt, wenn einer von beiden beim TA war. Dann hängt erst mal 1-2 Tage der Haussegen schief und Bolle darf ihr nicht zu nahe kommen. Gestern abend hat sie ihn ordentlich angefaucht. Heute morgen war sie auch noch etwas verstimmt, ging aber schon besser. Nächsten Dienstag muß Bolle zur Zahn-OP. Das wird lustig. GsD habe ich Urlaub und kann den Ringrichter spielen!
Jubo

Das kenn ich auch :D Seit dem letzten Mal gehen sie grds. beide. Bei mir steht aber auch noch ein kleinerer Eingriff am Auge an, da muss der Kater über Mittag noch zur Beobachtung bleiben, kann die Katze also nicht mitnehmen...Ich freu mich schon auf das Theater :massaker:
 
Jubo

Jubo

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  • #10
*seufz* Das Problem ist, Jule zickt immer: egal ob beide gleichzeitig, nur sie oder nur Bolle beim TA waren :mad:. Früher war das nie so. Erst seit einem guten Jahr...ist vllt. erster Altersstarrsinn...:D!

Gruß
Jubo
 
Piano

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  • #11
Denke mal das liegt nicht nur an Erfahrung mit Tierarzt, sondern so insgesamt am Wesen und den Erfahrungen der Katzen - meine haben mit Menschen noch nie schlechte Erfahrungen gemacht und sind fremde Leute seit Kittenalter an gewöhnt - da wird jeder angeschnuffelt der zur Tür reinkommt, und beim Tierarzt wird Köpfchen gegeben und so laut geschnurrt, dass der das Herz kaum abhören kann :)
Wobei ich auch aber sagen muss, dass sie bis auf die Kastration und das Impfen noch keinen Grund hatten, beim Tierarzt zu sein und haben entsprechend wenig wirklich schlechte Erfahrungen. Wer weiß wie das wird sollte mal jemand wirklich krank werden (hoffentlich nicht).

Bei der Transportbox hat bei uns geholfen, dass wir die jeden Tag in der Wohnung am Fensterbrett stehen haben. Flausch-Mikrofaserdecke rein, und dann haben die zwei das als Schlafplatz benutzt. Deswegen ist das für die nicht schlimm, in so eine Box zu gehen. Evtl. hilft das die Angst vor der Box zu nehmen.
 
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TinTin

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  • #12
Nu ja, ich hab zwei Kater und zwei völlig unterschiedliche Erfahrungen.

Darko (der Große) passt eh in keine Box mehr. Also geht nur Kater tragen und ihn seine vier Füße benutzen lassen. Aber...obwohl er eigentlich ein kleiner Schisser ist hat er den gestrigen TA-Besuch (mit Geschirr und Leine) super gemeistert.

Leon (den Kurzen) krieg ich problemlos in die Box. Der liegt da völlig relaxt drin und harrt der Dinge die da kommen sollen. Und beim TA hab ich den liebsten Kater von der Welt. Der lässt sich anfassen, der lässt sich piksen, der lässt sich im Mäulchen rumfummeln - alles super. Er zeigt zwar dass es ihm nicht passt und er am liebsten in der Boxenecke verschwinden will, aber mehr auch nicht. Und zu Hause? da kriegt der schon einen Anfall wenn ich bloß mal nach dem Auge sehen will - Verräter!!! :muhaha:
 
balulutiti

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  • #13
Ich muss beide mehr oder weniger in die Kennels "stopfen" und am Weg zum TA (zum Glück nur 5 Minuten) brüllen sie um die Wette.....

Beim TA angekommen benimmt sich Paco wie überall: er schaut sich um, schnurrt den TA an, gibt Köpfchen usw. - wenn der TA ihm weh tut (also BA oder Impfung oder sowas) flüchtet er in meine Arme.
Satchmo spielt den Gefährlichen, dabei hat er viel mehr Angst. Er läßt sich nicht ohne Gegenwehr in die Ohren schauen, dafür streckt er das Pfötchen vor, wenn eine BA ansteht. Etwas, das der TA jedes Mal aufs neue zum Lachen findet :) Aber auch Satchmo hängt dann bei der Besprechung wie ein Baby ganz fest an mich gedrückt.

Das Schlimmste war heuer in Griechenland die kleine Wildkatze, die wir zum TA gebracht haben. Die Kleine war nur eine Handvoll Katze und sehr scheu. Sie hat sich bei der wirklich sehr lieben TÄ vorbildlich benommen, alles anschauen lassen und ist dann beim Versuch, ihr eine Wurmtablette zu verpassen, regelrecht explodiert! Die TÄ war danach blutüberströmt :eek:
So ein kleiner Mutz und so eine Kraft!!
 
Zwillingsmami

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  • #14
Mein Kater Garfield, der jetzt leider schon seit fast 3 Jahren tot ist, war ein ganz lieber, sanfter und schmusiger Kerl! Auch beim Tierarzt hat er sich immer vorbildlich verhalten, nie gebissen oder gekratzt.

Vor ca. 6 Jahren, als er 14 war, musste ich ihn für einen Tag und eine Nacht in der Tierklinik lassen, weil er eine schlimm entzündete Zahnwurzel hatte und der Zahn operativ entfernt werden musste. Als ich Garfield am nächsten Tag abholte, wurde ich ziemlich wütend empfangen! Man sagte mir, dass ich verpflichtet sei, im Aufnahmeformular darauf hinzuweisen, was für eine "Bestie" mein Kater sei. Laut Tierärztin und Pflegern hatte Garfield sich in der Klinik benommen wie ein Wilder! Er hatte Ärzte und Pfleger angefallen, geknurrt, gekratzt und gebissen. Ein Pfleger hatte sogar einen Verband am Unterarm! Ich konnte gar nicht glauben, was ich da hörte, und konnte nur immer wieder versichern, dass sich mein Garfield in den vielen Jahren nicht ein einziges Mal so benommen hatte. Aber niemand glaubte mir!

Ungefähr 3 Jahre später, als Garfield fast 17 war, musste er wieder in diese Klinik, da er an einer schweren Atemwegserkrankung litt. Als der Pfleger Garfield sah, erkannte er ihn sofort wieder und meinte: "Nein, nicht der schon wieder!" Garfield musste insgesamt 3 Tage in der Klinik bleiben! Am Abend des zweiten Tages wurde ich angerufen. Man bat mich vorbeizukommen, da Garfield nicht fraß, jegliche Behandlung verweigerte und jeden attackierte, der sich ihm näherte. Ich fuhr sofort hin.

Als ich in die Klinik kam, brachte man mir eine mit einer Decke umwickelte Gitterbox. Aus dem Inneren hörte ich ein lautes Knurren. Aber für einen Rottweiler war die Box eigentlich viel zu klein! Die Ärztin und der Pfleger rieten mir, dicke Handschuhe anzuziehen, bevor ich die Box öffnete, und begaben sich in sichere Entfernung! Natürlich zog ich keine Handschuhe an. Ich entfernte die Decke von der Box, wobei sich das Knurren aus dem Inneren in die Kategorie Deutsche Dogge steigerte. Als die Decke runter war, sah ich einen riesig aufgeplusterten roten Kater mit wild aufgerissenen Augen, der sich gerade zum Angriff bereit machte. Aber sobald mich Garfield erkannte, legte er sein Fell wieder an und schrumpfte auf Normalgröße. Die Augen verloren sofort den wilden Ausdruck, und ich wurde mit einem glücklichen Schnurren begrüßt.

Ich nahm Garfield aus der Box und setzte ihn auf den Untersuchungstisch. Man hatte ihm eine Halskrause angelegt, er war voller Kot und Urin. Ich konnte gar nicht glauben, was in dieser kurzen Zeit aus ihm geworden war! Zuerst machte ich dem armen Kater die Halskrause ab. Dann gab ich ihm was zu Futtern. Er war total ausgehungert!

Als die Ärztin und der Pfleger sahen, dass Garfield plötzlich ganz ruhig geworden war, kamen sie an den Untersuchungstisch. Garfield war total lieb und gab bei beiden Köpfchen! Sie konnten das gar nicht glauben und meinten nur, dass Garfield ein völlig anderer Kater wurde, sobald ich in der Nähe war.

Bei der Röntgenuntersuchung musste ich dann dabeisein. Der Pfleger weigerte sich, Garfield anzufassen! Ich legte Garfield auf die Seite und zog ihn, so wie der Pfleger es sagte, an den Vorder- und Hinterbeinchen ein bisschen lang. Garfield blieb total ruhig liegen und war völlig entspannt. Aber nachdem die Röntgenaufnahme fertig war, sprang Garfield plötzlich mit einen Satz auf den Pfleger zu, zerkratzte mit den Vorderpfoten seinen Unterarm und biss herzhaft hinein! Dann kam er zu mir zurück und kuschelte sich an mich, als wäre nichts gewesen.

Tja, so lernte ich meinen Garfield mal von einer ganz anderen Seite kennen. Allerdings frage ich mich seitdem, wie es sein kann, dass man in dieser Tierklinik, die u. a. auch große und gefährliche Zootiere behandelt, nicht mal einen fast 17 Jahre alten, kranken Hauskater bändigen kann.

Nach dieser Erfahrung war für mich klar, dass ich Garfield niemals wieder in eine Tierklinik bringen würde! Das war einfach zu schrecklich und zu stressig für ihn. Das wollte ich ihm vor allem in seinem Alter nicht mehr zumuten. Als es Garfield dann einige Wochen später wieder sehr schlecht ging und der Tierarzt nichts mehr für ihn tun konnte, entschloss ich mich schweren Herzens dazu, ihn einschläfern zu lassen. Der Tierarzt kam zu uns nach Hause, und alles lief für Garfield sehr entspannt und ohne Angst und Stress ab. Vielleicht hätte ein erneuter Aufenthalt in der Tierklinik Garfields Leben ja um einige Wochen verlängert; aber ich brachte es nicht übers Herz, Garfield noch mal einer für ihn so traumatischen Situation auszusetzen.
 
Hime

Hime

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  • #15
Hallo,

ich habe dauerhaft die Transportbox hier stehen, die 3 Damen nutzen diesen manchmal als Rückzugsort. Daher habe ich kein Problem wenn wir zum TA müssen.

Bei der Gesamtuntersuchung waren alle friedlich, jede hat sich in die Ohren schauen lassen und auch in den Mund. Bei der Impfung hat nur mein Minimi (Willow) gezuckt, die beiden Großen haben alles reibungslos über sich ergehen lassen.

Aber als wir wegen etwas anderem bei der TA waren (alle hatten Chlostridien) war echte Randale los. Mau (Gringer) hat sich festgehakt wie Klettverschluss und ließ sich kaum beruhigen. Unsere Ta (die bis dahin die 3 nicht kannte) fragte ob die immer so kratzbürstig sei.

Wenn hier etwas gemacht werden muß wie Tabletten oder Augensalbe ist immer nur mit der Kleinen die Hölle los.

Zum Thema Angespanntheit: Da ich meiner TA vertraue und sie alle unsere Tiere versorgt, habe ich keinerlei Stress den ich auf die Tiere übertragen könnte. Zumal ich weiß das viele Dinge nötig sind. UND trotzdem schießt immer mal wer quer.

Liebe Grüße
Saskia
 
K

Kimber

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  • #16
Zum Glück sind meine beim TA absolut brav. Nur hin wollen sie natürlich nie. Da kann die Box hier rumstehen, wie sie will - interessiert nicht. Aber wenn sie dann dort auf dem Tisch sitzen, sind sie sehr lieb.
Ich versuche nach Möglichkeit auch immer, sie selber zu halten.

Nikita ist ja sehr freundlich und knutscht den TA und die Helferinnen gerne ab :pink-heart: Nur beim Fieber messen strampelt er wie 10 Katzen, das findet er total blöd - verständlicherweise.

Ich versuche immer, mich zusammen zu reißen und ruhig zu bleiben. Es klappt leider nur bedingt, aber die Kater vertrauen mir offenbar so sehr, dass sie trotzdem ruhig bleiben, so lange ich dabei bin und sie halte. Darüber bin ich sehr froh, ich würde wohl wirklich damit zu kämpfen haben, wenn die sich wie verrückt gegen den Arzt wehren würden.
 
luisewinter

luisewinter

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  • #17
Moah - ich beneid euch um die braven Miezen ...

Wir bekommen Kira nichtmal in die Box, ohne dass sie ausflippt.

Und die steht auch da als Rückzugsmöglichkeit - die nutzt sie auch ... aber im Ernstfall - keine Chance. Nicht mit Leckerlies oder oder :(
 
Jorun

Jorun

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Irgendwo im Nirgendwo
  • #18
Naja meine müssen ständig in die Box .... zu Übungszwecken.
Auch fahren wir öfters im Jahr zu meinen Eltern in ihr 2. Zuhause und da müssen sie auch den Boxenstopp einlegen.

Quiky ist was das angeht seit dem letzten TA Besuch recht ängstlich geworden (er bekam nen Abszess gespalten und das tat weh).
Aber sobald er in der Box liegt, macht er sich lang und pennt. Aber bis man ihn drin hat .... ich muss immer so tun als wäre nix und dann ganz kurz vor knapp den Kater in den Flur sperren, Box holen und rein damit. Da gibts bei mir dann auch kein Hätzschel, sondern das geht dann zackzack.

Al geht freiwillig in die Box, zum TA kein Problem, aber längere Fahrt, da braucht er in der Box ein Klo - warumauchimmer, er bekommt regelmäßig DF und muss in 3h Fahrt mindestens einmal den Pumakäfig geben. Das müffelt dermaßen, dass ich ranfahren muss und die Hinterlassenschaft aus dem Klo pflücken und in eine Tüte luftdicht verschließen muss.

Die 2 anderen haben mit langen Fahrten kein Problem.

Beim TA sind eigentlich alle brav. Ich halte meine Katzen meistens selbst und greife durchaus auch mal beherzt ins Nackenfell wenns sein muss.
Hat mir gottlob bisher keiner meiner Lütten übel genommen .... ich glaube, die bevorzugen es, von ihrer Dosi gehalten zu werden, anstatt von irgend einem Fremden.
Quiky hat beim Abszess spalten noch ganz stille gehalten, das ging noch und er entspannte sichtlich, als der Druck nachliess als der schmodder rauslief.
Aber danach das Spühlen war schlimm, das tat ihm weh. Er hat gejault zum erbarmen, aber nicht gebissen, nicht gekrallt, nur ein bisschen gezappelt.

TA hat ihm noch ein schmerzstillendes Medi gespritzt und dann gings auch wieder.

Glaube wirklich, die Tiere spühren das, wenn Dosi gelassen bleibt und das 'Helfen wollen' ausstrahlt.

auch mein Merlin, den ich als 6 Moante alten Kater aus dem Tierheim bekam und der 1.5 Monate nachdem er bei mir eingezogen ist, FIP bekam, hat alle Untersuchungen etc. brav machen lassen - er hat wohl auch gemerkt, dass ich ihm nur helfen wollte.
Bauch punktiere ist ka nicht schön oder Infusionen bekommen.
Ging aber auch alles problemlos.
 
cindy1991

cindy1991

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  • #19
Das Thema kenn wir hier auch zu gut....
Mit Muffin, Mila und Minty klappt alles prima beim Tierarzt, sie sind tapfer, hauen nicht ab, fauchen mal etwas, aber schmiegen sich immer an mich, damit ich sie beschützen kann^^und die Ärzte haben gutes Spiel.

Bei unser Ältesten, Miesi, ist das alles seeeeehhhhrrr problematisch. >Es hat noch nie beim TA geklappt mit ihr. Ich und mein Freund, sind die einzigen zu denen sie Vertrauen hat und wir sind auch die einzigen, die sie anfassen dürfen. Mit den anderen Katzen gibts keine Probleme. Naja jedenfalls hatten wir hier vor kurzer Zeit einen echten Notfall mit ihr, sie hat aufgeschrieen, sich verzogen und hatte starke Schmerzen....

Wir mussten den TA wechseln, da unser vorherige nicht mehr kompetent war und einiges vorgefallen ist:mad:

Wir also in die Tierklinik. Wir sagten schon so: Sie ist sehr aggressiv, lässt sich nicht anfassen. Die TA meinte, sie guckt erstmal. Naja das Ende vom Lied war, Miesi musste in der Klinik bleiben, alle Untersuchungen und Therapien waren nur unter Narkose möglich. Am nächsten Tag rief ich an, um mich nach ihr zu erkundigen, die TA meinte, wir können sie abholen, obwohl es eigentlich nötig wäre sie dazubehalten, wegen Entzündungen an Gallenblase und Bauchspeicheldrüse. Es würde aber nichts bringen, da sie extrem unkooperativ sei und wir sie zu Hause weiterbehandeln müssen. Gut, haben wir gemacht, Miesi gehts wieder besser. Zum Glück.

Zu unseren Elend aber, haben wir in letzter Zeit eine Pechsträhne und nachdem wir eine Krankheit überstanden haben, kommt die nächste bzw. die nächste Katze wieder dran. Jedes Mal wenn wir dort dann auftauchen heißt es: "Ach sie waren das, mit der aggressiven, unkooperativen Katze"

Mmmhhh Miesi hat schon bei unseren neuen Tierarzt einen bleibenden Eindruck hinterlassen:wow::omg:

Mit der Transportbox gibts bei uns keine Probleme, die stehen auch immer offen rum und die Damen kredenzien regelmäßig da drin:)
 
MioLeo

MioLeo

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  • #20
also hier ist auch alles easy. ich habe seit sie 12 wochen alt sind box und autofahren geübt, immer wieder - sowas muss gehen - wenn möglich und wenn nötig, man weiss nie!?, auch mal ruckzuck in 2sec, es kann mal brennen, es kann mal weiss ich was sein, das MUSSMUSSMUSS gehen.

und bitte in aller ruhe. ja. und auch TA. alles easy. üben eben, viel lob. bei uns gottlob daher alles locker, kleiner familyausflug zum TA und wieder heim, auch beim TA alles easy, röntgen, punktieren, meist ohne festhalten, locker bzw. einfach streicheln.
sie haben das alles sehr gut gelernt. :)
 
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