Suche Tipps für etwas schwierige Zusammenführung

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lara1978

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Hallo zusammen,
bei uns handelt es sich um folgende Situation:
Wir haben eine 4-jährige Katze (Lucy), Freigänger, kann mit Chip-Katzenklappe rein und raus wann sie will. Vom Charakter her ist sie Fremden gegenüber scheu, aber bei Leuten, die Sie kennt und denen sie verstraut ist sie sehr zutraulich und lässt sich auch gern streicheln. Das sind wir und unsere Nachbarn, die sich im Urlaub um sie kümmern.

Vor einer Woche ist ein 14 Wochen alter Kater bei uns eingezogen. Er ist natürlich noch verspielt und recht aktiv, aber auch sehr verschmust und schleckt uns gerne ab :)

Von Anfang an hat Timmy einem extra Raum.
Die erste Begegnung war durch den Türspalt, Kater Timmy war neugiereig, unsere Katze Lucy zuerst auch, hat dann aber recht schnell geknurrt und lief weg.

Mittlerweile darf Timmy auch kurzzeitig mal mit in unsere anderen Wohnräume, im sie zu erkunden. Lucy ist zu diesem Zeitpunkt nicht zu Hause, und die Tür ist geschlossen, damit es nicht zu einer unkontrollierten Begegnung kommt.

Bei Begegnungen beobachtet Lucy ihn mit Sicherheitsabstand recht neugierig und knurrt auch, sobald er ihr aber zu nahe kommt (Körperkontakt gab es bisher noch gar nicht), rennt sie aus Angst weg, meistens direkt nach draußen. Deswegen halten wir Timmy fest, bevor er auf Angriff gehen kann.

Nun wollte ich fragen, wie ich Lucy die Angst nehmen kann. Sie hält sich momentan recht viel draußen auf. Zum Schlafen kommt sie nachts zum Glück immer heim.

Die Begegnungen der beiden im Haus finden nur kontrolliert statt, wenn wir dabei sind, meistens 1x am Tag abends.

Gestern Abend haben wir mit Timmy gespielt, Lucy hat das Ganze aus sicherer Entfernung beobachtet, hat sich nebenzu geputzt, gegähnt und hat neugierig zugeschaut. Timmy hat sie nicht bemerkt. Nach ca. 5 Minuten ist sie dann langsam aufgestanden, hat mich kurz angemiaut als sie an mir vorbei ging und ist dann wieder nach draußen gegangen. Das war für mich ein positives Erlebnis. Vorgestern kam er ihr anscheinend zu nahe und sie lief dann wieder weg.

Was kann ich weiterhin tun? Über hilfreiche Tipps würde ich mich sehr freuen.

Liebe Grüße!
Lara
 
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Hallo !
Das ist fast die selbe Situationen, in der ich mich auch noch befinde(Jacky, Kater 4 Jahre und Sammy Kater 3 Monate)
Ich würde die Begegnung nicht erzwingen, also nicht die ganze Zeit versuchen sie zusammen zu bringen.

Vielleicht mal etwas länger trennen. Bis sich die Katze beruhigt. Vielleicht könnt ihr es auch mit Feliway Friends probieren, ist ein Duft, der von einem Fläschchen ausgestoßen wird, soll bei vielen Katzen helfen. Werden wir auch mal versuchen.
Und vieel Geduld haben, dass ganze geht nicht so schnell :)
 
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yellowkitty

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Naja die Konstellation Kitten zu erwachsener Katze ist nicht besonders glücklich gewählt.
Noch dazu hast du einen Kater zu einer Katze gesetzt, das kann, wenn der Kater in die Pubertät kommt, für die Katze richtig stressig werden, weil er dann sicher mit ihr raufen will und ihr das womöglich zu grob ist.
Noch ist sie ihm körperlich überlegen, aber das wird sich bald ändern.

In eurer Situation würde ich deshalb zu einem 2. kleinen Kater raten, mit dem Timmy seine "Katertriebe" ausleben kann, also nach Herzenslust raufen und durch die Gegend kugeln.
Die 2 können sich auch Gesellschaft leisten, wenn die ältere Katze draußen unterwegs ist, da sitzt Timmy ja alleine im Haus, bzw. in seinem Zimmer.
Wenn eure Katze dann heimkommt, will er natürlich spielen, er hat ja noch Energie, eure ältere Katze kommt aber eigentlich nach drinnen um zu chillen, sie hatte ja draußen schon "Action" - das sind völlig gegensätzliche Bedürfnisse, was auf Dauer zu Konflikten führen wird.
Kitten brauchen außerdem ganz viel Kontakt zu anderen Katzen, damit sie das richtige Verhalten mit Artgenossen lernen können, das ist bei euch ja jetzt auch nicht wirklich gegeben, deshalb noch mal der Vorschlag eines 2. Katerchens.
 
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lara1978

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Hallo !
Das ist fast die selbe Situationen, in der ich mich auch noch befinde(Jacky, Kater 4 Jahre und Sammy Kater 3 Monate)
Ich würde die Begegnung nicht erzwingen, also nicht die ganze Zeit versuchen sie zusammen zu bringen.

Vielleicht mal etwas länger trennen. Bis sich die Katze beruhigt. Vielleicht könnt ihr es auch mit Feliway Friends probieren, ist ein Duft, der von einem Fläschchen ausgestoßen wird, soll bei vielen Katzen helfen. Werden wir auch mal versuchen.
Und vieel Geduld haben, dass ganze geht nicht so schnell :)


Das ist ja interessant. Und wie läuft es bei euch? Seit wann habt ihr Sammy? Wir werden es jetzt mal mit einer Gittertür versuchen...
 
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Hey Lara :)
Wir haben Sammy seit etwa 1.5 Monaten dem kleinen geht es gut spielt viel. Und Jacky genießt weiterhin seinen Freigang. Ich glaube bei uns zieht es sich deswegen in die Länge, weil ja Jacky es mag lange draußen zu sein. Und Jacky knurrt nur, er würde nie angreifen.

Wie gesagt, wenn Jacky da ist, werden wir es mal mit feliway friends versuchen. Drücke dir die Daumen. Allerdings denke ich auch, dass der kleine deiner Dame zu viel werden könnte, weil er ja raufen möchte. Darf der kleine auch freigang haben, wenn er groß genug ist? Das würde ihn wirklich auslasten :)
 
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lara1978

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Ja natürlich, Timmy wird auch Freigänger :-D
 
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yellowkitty

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Ja natürlich, Timmy wird auch Freigänger :-D

Ich hoffe aber, dass er vorher kastriert wird und ihr wartet, bis er alt genug ist...

Was spricht denn bei euch gegen einen 2. Kater?
Nochmal, das Kitten braucht UNBEDINGT Kontakt zu anderen Katzen, durch die Gittertüre ist das nicht gegeben, da kann er maximal schauen, wenn die Katze halt mal zufällig da ist.
Und die Probleme, die sich bei Katze und Kater ergeben können, die löst ihr mit einer Gittertüre auch nicht.
Es hat schon einen Grund, dass im Forum, wenn es um Kitten geht, zu gleichgeschlechtlichen geraten wird, da ist die Chance, dass sie sich auch als Erwachsene noch verstehen, einfach größer.
Bei euch wäre natürlich eine Katze im passenden Alter und Charakter für eure Altkatze die bessere Wahl gewesen, warum man immer zum Kitten greift, verstehe ich echt nicht. :confused:
 
Margitsina

Margitsina

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Warum setzt du denn ein Katerkitten zu einer erwachenden Dame? Da passt eigentlich überhaupt nichts weder das Alter noch das Geschlecht.
Hole bitte umgehend ein zweites katerchen dazu, sonst kann es alles nach hinten los gehen und deine Altkatze hat nix mehr zu lachen.
 
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lara1978

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Hallo!
Ich wollte euch mal einen aktuellen Zwischenbericht geben:

Momentan sieht es ganz gut bei uns aus!
Nachdem sich Lucy anfangs oft nach draußen zurückgezogen hat, hat sich alles wieder normalisiert. Sie kommt regelmäßig nach Hause und hält sich auch ganz entspannt im Haus auf.
Letzten Donnerstag wurde Timmy kastriert. Ich hatte den Eindruck, Lucy hat das auch ziemlich schnell realisiert, da sie für meine Begriffe noch entspannter ist.
Seit Montag darf Timmy sich nun im ganzen Haus bewegen.
Wir müssen zwar aufpassen, wenn sich die beiden begegnen, da Timmy immer noch gerne auf Angriff geht. Wenn wir das aber rechtzeitig unterbinden, legt er sich ganz ruhig hin und sie beobachten sich beide. Lucy geht dann meistens als erste aus der Situation, Timmy lässt sie dann aber in Ruhe.

Ich habe momentan ein gutes Gefühl und denke, dass es gut enden wird.
Ich bin der Überzeugung, ohne die Gittertür hätte es nicht geklappt. Ich bin froh, hier davon gelesen zu haben!
 
tiedsche

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  • #10
Wir müssen zwar aufpassen, wenn sich die beiden begegnen, da Timmy immer noch gerne auf Angriff geht. Wenn wir das aber rechtzeitig unterbinden, legt er sich ganz ruhig hin und sie beobachten sich beide. Lucy geht dann meistens als erste aus der Situation, Timmy lässt sie dann aber in Ruhe.

Timmy greift deine Käötzin nicht an, sondern es handelt sich um typisches Jungkatzenverhalten. Jungkatzen brauchen Interaktion. Erwachsene Katzen finden das eher nicht so prickelnd.
Kater lieben Raufspiele und brauchen sie auch. Die meisten Kätzinnen hassen das.
Dieses unterschiedliche Verhalten wird sich eher noch verstärken, wenn der Kater älter wird.
Du verbietest und sanktionierst jetzt das NORMALE Verhalten eines Katers.;)
Das führt über kurz oder lang zu Frustration beim Kater und dann kann Spielverhalten ganz schnell in Mobbing und Angriff umschlagen.
Ihr solltet also den Kater auslasten und viel mit ihm spielen, damit er seine Energie altersgemäß los wird, um den Frust in Grenzen zu halten.

Wahrscheinlich werden die Zwei sich miteinander arrangieren, aber wenn du Pech hast wird der Kater sich zu einem typischen Kater entwickeln und dann kanns auch schon mal Zoff geben.

Damit du das Szenario einschätzen kannst hier mal ein guter Link dazu.
http://haustierwir.blogspot.com/2011/06/katzen-kater.html
Sollte es solche Probleme geben würde ich da nicht lange zuschauen, sondern handeln = 2ter Kater
 
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Margitsina

Margitsina

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  • #11
Das kann ich nur dick unterstreichen. Dringendst eben 2 Kater dazu holen. Du schätzt das Verhalten komplett falsch ein und die Katzen werden nicht glücklich miteinander.
Die Grundkonstellation ist völlig daneben.
 
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lara1978

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  • #12
Wir haben es geschafft! :)
Mit tierheilpraktischer Unterstützung und vieeel Geduld ist die Zusammenführung geglückt!
Bis auf gelegentliche kleinere Reibereien ist alles recht harmonisch geworden.
Wir freuen uns sehr :)
 
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  • #13
Das freut mich sehr für dich Lara! Wir hatten leider nicht so viel Glück. Jacky hatte schon angefangen sich von zuhause zu entfernen. Bei uns hald nur noch eine Dauerhafte Trennung. Und Jacky ist mittlerweile genauso wie früher, kommt sehr oft nachhause. :pink-heart:

LG
Katzen Engel
 
keeza

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  • #14
Da habt ihr ja scheinbar gute Arbeit geleistet.
Und wenn es weiterhin ruhig bleibt, obwohl der Kater jetzt mit ca 9 Monaten im perfekten Pöbelalter ist, habt ihr sicher gute Chancen, dass es langfristig klappt.

Wie ist denn der Umgang zwischen den 2 Katzen jetzt...rein interessehalber?
 
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lara1978

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  • #15
Es ist mittlerweile so, dass Timmy durch die Chipklappe rein und raus kann, wann er will. Er ist meistens Nachts unterwegs und Lucy untertags. Dadurch ist er viel ausgelasteter und schläft untertags sehr viel.
Durch die Globuli ist er nicht mehr so auf Krawall aus und kann auch neben Lucy sitzen ohne gleich auf sie loszugehen wie anfangs. Manchmal probiert er es schon, aber das ist ja normal und es kommt zu einer kleinen Rangelei. Wir haben in jedem Stockwerk im Gang einen Stuhl aufgestellt, darauf kann Lucy sich dann im "Notfall" flüchten und das gibt ihr zusätzlich Sicherheit.
Sie schlafen auch zeitweise zusammen in einem Raum, zwar nicht direkt nebeneinander, aber mit etwas Abstand ist es kein Problem.
 
keeza

keeza

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  • #16
Ah, danke für die Info.

Es ist also erwartungsgemäß weit weg von einem harmonischen Miteinander, was mich auch gewundert hätte - deshalb habe ich gefragt;)
Aber ihr habt Einsatz gezeigt und Lösungen gefunden den Beiden ein möglichst stressfreies Miteinander zu ermöglichen und das ist gut.:) Ohne Freigang würde das wahrscheinlich in die Hosen gehen.


Fazit: Für die, die mitlesen und solch eine Kombi auch in Erwägung ziehen: nicht wirklich empfehlenswert. Eigentlich soll eine Zweitkatze ja eine Bereicherung sein....
Hier ist der Jungkater ein Einzeltier und die Altkatze auch. Schade:)
 
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lara1978

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  • #17
Ok. Schade, dass du das so negativ siehst.
Für uns ist es so in Ordnung, weil wir zeitweise gar nicht mehr daran geglaubt haben, dass es überhaupt noch funktioniert.

Ich wollte auch anderen, die hier vielleicht nur mitlesen und in einer ähnlichen Situation sind, Hoffnung geben, dass es manchmal viel Zeit und Geduld braucht und man nicht so schnell aufgeben soll.

Hiermit ist der Threat für mich geschlossen und ich wünsche allen für ihre Zusammenführungen viel Erfolg!
 
keeza

keeza

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  • #18
Das ist überhaupt kein Angriff...deshalb hab ich euch für euren Einsatz auch gelobt:)


Aber sei mal ehrlich zu dir selbst: Würdest du nochmal einen Jungkater zu deiner Katze setzen oder würdest du mit deiner heutigen Erfahrung eine andere Zweitkatze wählen?
Das hat mit negativer Sicht nix zu tun, aber mit einer objektiven Sicht auf den Istzustand;) Für EUCH ist das natürlich jetzt akzeptabel, aber für die Katzen ist es kein Zugewinn, oder?
 

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