Stubentiger (m/w, 5-7J) als Zweitkatze gesucht!

Tintenfisch

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Moinsen aus Pinneberg :) ich hoffe, ich hab nicht schon wieder zu viel geschrieben D:

Unsere kastrierte EKH-Dame Ruby, knapp 6 Jahre alt, wurde uns aus dem Tierheim als Einzelkatze für die Wohnung vermittelt. Aber nach meinen knapp 4 Jahren Beobachtungszeit und meiner Lektüre in diesem Forum hier, bin ich zu dem Schluss gekommen: Wer keinen Artgenossen kennt, kann doch nicht als Einzelkatze abgestempelt werden.

Ruby wurde als Fundtier ins TH gegeben und hatte vor uns drei Besitzer, die sie wieder zurückbrachten, da sie entweder zu aggressiv oder zu schmusig war. Sie wurde immer allein, und, nach ihren damals schon gelben Zähnen und den Manieren zu urteilen, nicht gut gehalten (ich habe auch den Verdacht, dass nach ihr geschlagen wurde). Im Tierheim war sie in einer ca. 0,5m² großen Box untergebracht und hat Katzen nur durch die Gitter ihres Kennels auf der anderen Seite des Raums gesehen.

Ich bin im Sommer bei meiner Mutter ausgezogen und möchte meiner Lütten zumindest anbieten, nicht in Einzelhaft zu leben, suche also einen Gefährten für sie, der ihr beibringt, was ihr in ihrer stark verkürzten Kindheit anscheinend nicht beigebracht wurde:

Gespielt wird bei uns z.B. kaum. Ruby hat zwar Lust und legt sich jedes Mal, wenn ich sie animiere, auf die Lauer, aber sie wirkt sehr unbeholfen, weiß nicht richtig, wie man sich anschleicht, und es ist sehr leicht, ihr das Spielzeug entwischen zu lassen. Sie ist dann oft schon nach dem ersten Mal, wo sie im Feuereifer einfach vorbeistürmt, frustriert und haut ab, und auf alle weiteren Versuche reagiert sie gar nicht.

Besonders gerne würden wir also eine gleichaltrige oder leicht ältere/jüngere Katze in unserem Haushalt begrüßen, die ausreichend sozialisiert ist und Ruby ein wenig zeigen kann, wie man den Tag verbringen kann. Da Ruby wirklich nicht faul ist, sollte der Neuzugang ein wenig verspielt sein und gerne durch die Wohnung toben und mit unserer Maus einfach mal richtig Katze sein.
Gut vorstellen könnte ich mir eine Katze mit mehr oder weniger Siam im Blut, da auch Ruby eine gesprächige und menschenbezogene Katze ist, die sich gern im gleichen Raum aufhält oder einem einfach durch die Wohnung folgt. Allerdings hat sie auch gerne mal ihre Ruhe, daher sollte ihr Gefährte nicht allzu anhänglich sein.

Da wir keine Ahnung haben, wie sie auf eine Katze reagiert, ist es natürlich notwendig, dass die Zweitkatze im Notfall in ihr Heim zurückkehren kann, sollte es wirklich so gar nicht klappen. Ich hasse es zwar, das schreiben zu müssen, aber da man durchaus davon ausgehen muss, dass eine Adoption nicht klappt, wollen wir niemandem falsche Hoffnungen machen…

Ruby wird mit Nassfutter gefüttert (u.A. Mac’s, Bozita, Catz Fine Food etc.). Sie frisst sehr vielseitig und bekommt als Leckerli gefriergetrocknete Snacks von Cosma/Thrive.
Da sie kein Fleisch frisst, versuche ich sie langsam daran zu gewöhnen. Für das neue Familienmitglied würden wir uns auch gerne mit BARFen vertraut machen und es ihm zumindest anbieten, einen eingefleischten (hihi) „Nur-BARFer“ könnte ich mir aber schwerer vorstellen, da wie gesagt unerfahren auf diesem Gebiet.

Zu den Dosis: Wir sind 21 und 28, beide Landschaftsgärtner und Tierhalter aus Leidenschaft. Mein Freund ist nun kein Raucher mehr, ich selber seit meinem 15. Lebensjahr Vegetarierin. Die Katzen gehören offiziell zwar mir, aber in allen Belangen (futtertechnisch, tierärztlich, finanziell, urlaubsmäßig usw.) habe ich die volle Unterstützung meines Partners. Ruby ist meine erste eigene Katze, weshalb ich ständig neue Bücher und Threads durchstöbere. Wir haben sehr ruhige Hobbies (lesen, malen, zeichnen, spazieren gehen und Videospiele oder Filme/Serien) und spielen weder laute Musik, noch haben wir oft Besuch von vielen Leuten. All unsere Besucher sind bisher Katzenfreunde gewesen =)

Der Sohn meines Freundes ist 7 Jahre alt und kommt jedes zweite Wochenende zu Besuch. Er ist ein ruhiger und erzogener Junge, der seine ersten Erfahrungen mit den Katzen seiner Tante gemacht hat – heißt, er weiß, was eine Katze durch kratzen zeigen möchte, und dass er sie nicht behandeln kann wie ein Stofftier. Katzen sind seine Lieblingstiere. Ruby hat vor ihm keine Kinder kennen gelernt und war anfänglich nicht so begeistert. Mittlerweile duldet sie ihn. Sollte die neue Mieze also kein Kinderfreund sein, wäre das nicht so schlimm, solange sie Kinder dulden kann.

Zu unserem Hamster:
Die kleine Kampfratte hockt in einem 150x60x60cm Holzterrarium und stört sich kein Stück daran, dass Ruby oft und gern vor seiner Scheibe hockt und ab und zu mal anklopft. Der Käfig ist ein- und ausbruchsicher und wird demnächst um ein kleines Penthouse erweitert. Miffi hat wie gesagt keine Angst vor Katzen, sollte sein Nachfolger aber ein Problem mit den Miezen haben, können wir die Tür zum Schlafzimmer tagsüber problemlos geschlossen lassen.

Was unser Neuzugang mitbringen sollte: Wir suchen eine männliche oder weibliche, etwa gleichaltrige „Mentor-Katze“, die unsere Ruby ein wenig an die Pfoten nimmt und ihr die Zweisamkeit beibringt. Die neue Mieze sollte verspielt, lebhaft, aber nicht zu quirlig sein. Behinderungen sind für uns absolut kein Problem, futterempfindliche Katzen würden wir nur nehmen, wenn der Charakter absolut passt, da wir mit solchen Tieren keine Erfahrung haben.
Den Katzen steht die komplette Wohnung (72qm), Küchenanrichten und Esstisch ausgenommen, zur Verfügung, ein gesicherter Balkon (ca. 5qm) gehört ihnen. Neben Kratzbäumen (1x 2m, 2x 1,2m) bieten wir auch den doppelten Gärtner-Bonus: Neue Gerüche und Mitbringsel, von Kräutern bis Baumscheiben ist alles dabei.
Wir haben derzeit zwei Toiletten, eine große im Gästezimmer, eine kleinere in der Küche, und werden diese um mindestens eine erweitern, je nachdem ob Ruby ihre Klos gerne teilt. Ich mache die Toiletten zweimal täglich sauber, allein deshalb, da im Gästezimmer die einzige Möglichkeit besteht, den Tieren einen ungestörten Futterplatz zu bieten.

Die tierärztliche Versorgung findet in einer SmartVet-Praxis 5 Minuten von hier, statt. Als Finanzpolster steht den Katzen ein eigenes Sparbuch zur Verfügung. Sollten alle Stricke reißen, steht mir auch noch mein Erspartes zur Verfügung.

Und zum Abschluss des Romans auch noch der Steckbrief:

Alter: Am besten um die 6 Jahre, 5 oder 7 aber auch in Ordnung
Geschlecht: bevorzugt weiblich, Kater aber auch vorstellbar

Haltung (Wohnung/(gesicherter) Freigang): Wohnung (72qm) mit gesichertem Balkon

gesuchter Charakter: verspielt und gut sozialisiert, um unserer armen Eremitin mal zu zeigen, wie katze heutzutage richtig lebt und tobt. Ein ausgeglichenes Gemüt wäre wünschenswert, quasi ein „Fels in der Brandung“

Behinderungen vorstellbar?: Auf jeden Fall
nach Möglichkeit nicht folgendes (z.B. Alter, Charakter, Farbe): Eine weitere Fundkatze, die viel zu früh in Einzelhaft gesteckt wurde und weder weiß wie man richtig spielt/jagt, noch wie man Katze sein kann

andere Tiere vorhanden?: Ein dsungarischer Zwerghamster im Nagarium (also kein Gitterkäfig)

Wohnung oder Haus?: Wohnung
bei Mietverhältnis: Erlaubnis für Tierhaltung vom Vermieter vorhanden?: Ja, ausdrücklich für mehrere Katzen erfragt und geregelt
Balkon/Terasse vorhanden? gesichert?: Balkon, gesichert, im Frühling folgt die katzengerechte Einrichtung (derzeit stehen dort nur die Wäscheständer und Übertöpfe)

Für weitere Fragen stehen wir natürlich gern Rede und Antwort :D

PS: Optimal wäre natürlich eine Katze aus der Nähe, mehr als 100km möchten wir der Maus aber nicht zumuten.
 
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realykee

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Hallo,

Willkommen hier im Forum :)

Wenn ihr nicht so richtig einschätzen könnt, wie eure Katze auf andere Katzen reagiert... käme dann eventuell auch ein eingespieltes Pärchen für euch in Frage? So dass eure Katze selbst entscheiden kann, ob sie sich mit der/den anderen Katze(n) beschäftigen möchte oder auch nicht.

Ein Pärchen hätte dann sich, wenn eure Katze keine Lust zum Spielen etc. hätte.

Weil es kann ja auch sein, dass eure Katze erstmal keine Lust auf andere Katzen hat und dann würde eventuell die gut sozialisierte Katze "leiden"...
 
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Tintenfisch

Tintenfisch

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Huhu!
Huch, war ich lang nicht mehr hier, werd sogar nochmal willkommen geheißen :)


Ich hätte Befürchtungen, dass drei Katzen sich hier ein bisschen eingeengt fühlen könnten. Die Wohnung ist zwar sehr offen geschnitten und man kann ordentlich durch die Gegend fetzen, aber zusätzlichen Raum durch einen Catwalk z.B. könnte man nur schlecht realisieren :/ ich will einfach nicht, dass sich jemand eingeengt fühlt hier.

Auch finanziell ist das doch eher was Anderes als zwei Miezen. Mein Tierarztpolster scheint mir für drei ein bisschen knapp und auch wenn ich noch gehaltstechnisch hochgestuft werde, müsste ich erstmal größtenteils Schmusy Nature und Animonda holen, damit es auch wirklich nicht knapp wird (ich bin finanziell sehr paranoid beim planen).

Klar hast du Recht, dann wäre die neue Mieze nicht allein, auf der anderen Seite würde ich sie auch nicht nehmen, wenn Ruby sie mit ihrem Plüschpo nicht anschaut. Wir wollen keine zweite Katze weil wir Katzen mögen, sondern weil es Ruby an nichts fehlen soll und wir ihr Zweisamkeit bieten wollen.

Hast du Erfahrungen bei Zusammenführungen mit einer Katze wie Ruby? Ich bin da für jeden Tipp offen!
 
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realykee

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Huhu Fisch,

Nee, ich habe keine Erfahrung mit Zusammenführungen etc. . Ich habe nur verschiedene Threads verfolgt, wo die es halt auch eine Einzelkatze in Wohnungshaltung gab und dann eine 2. Katze einziehen sollte. Bei der Erstkatze war auch nicht so klar, wie sie auf andere Katzen reagiert und dann wurde auch ein Pärchen empfohlen.

Man muss da halt ansonsten ganz genau schauen, um eine passende Katze zu finden.
 
Tintenfisch

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Ja, ich musste leider auch viele Mäuse aus der Auswahl werfen, weil etwas nicht gepasst hat :/

Ich hab mir gestern auch nochmal Gedanken über Rubys mögliche Reaktion gemacht und schätze sie eher passiv ein. Zwar mit Fauchen und meckern, aber als sie den Sohn meines Freundes kennen lernte, war sie auch eher passiv und hat ihn gemieden, bis er dann doch nicht so blöd war :)

Sehr gut passt auch, dass sie uns Menschen zwar liebt, sich auch gern bei jeder Gelegenheit kurz liebkosen lässt, aber gut und gerne auch mal den ganzen Abend in einem anderen Raum liegt und ihre Ruhe haben möchte. Um unsere Gunst buhlen muss der Neuling also wohl eher nicht, und manchmal gehe ich Ruby auch ein bisschen auf die Nerven mit meinem Schmusen-wollen. Wenn sich dann jemand "opfert", wäre ihr das sicher recht.

Aber egal wie viel man plant, am Ende kann ich mich eh nur auf mein Bauchgefühl verlassen und das beste hoffen...
 
Petra-01

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Tja, irgenwie habe ich auch sofort gedacht: zwei, sie sollte zwei nehmen. :)

Toll daß du alles so genau beschrieben hast.
Ein ganz ganz tolles Zuhause für Katzen finde ich.

Und ich wundere mich ein wenig daß dir noch niemand eine passende Katze angeboten hat.
Weihnachtsferien?

Kommt sicher noch.

Ach und ich finde toll daß ihr es wagt und wünsche viel Glück.
 
Tintenfisch

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Ich habe einen ganz tollen Kater entdeckt, der einen blinden Kumpel hat und sich wohl ganz toll mit ihm versteht. Würden die Pflegis ihn für geeignet halten, würd ich den Kleinen natürlich sofort mit einpacken, der ist doch so klein, der nimmt hier keinen Platz weg :pink-heart: Ich muss ihn aber noch anschreiben.

Zu blöd ist, dass ich mein Herz schon an eine bezaubernde Kätzin verschenkt habe, da fällt es mir schwer, rational zu bleiben. Ich habe bei ihr ein so gutes Gefühl und es scheint mir so richtig, dass sie herkommen und für immer bleiben soll.

Ich danke dir für deine lieben Worte. Ich bin so schrecklich aufgeregt und nervös und brech schon fast in Schweiß aus, wenn ich daran denke, dass hier vielleicht in nicht so ferner Zukunft vier Pfoten mehr rumtappeln; wenn man dann hört, dass man ein schönes Katzenheim hat, da geht man richtig auf :pink-heart:
 
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Hallo Tintenfisch,

Unsere kastrierte EKH-Dame Ruby, knapp 6 Jahre alt, wurde uns aus dem Tierheim als Einzelkatze für die Wohnung vermittelt. Aber nach meinen knapp 4 Jahren Beobachtungszeit und meiner Lektüre in diesem Forum hier, bin ich zu dem Schluss gekommen: Wer keinen Artgenossen kennt, kann doch nicht als Einzelkatze abgestempelt werden.

ich finde es immer wieder erstaunlich, dass Menschen erst eine Einzelkatze nehmen und diese dann vergesellschaften wollen.

Wenn Ihr es wirklich probieren möchtet, dann achtet bitte darauf, dass das neue Tier zwar sozial, aber keinen engen Körperkontakt zu Artgenossen wünscht.

Eine mögliche Einzelkatze zu vergesellschaften ist nicht immer einfach (manchmal unmöglich) und deshalb wird sie höchstwahrscheinlich eher keine Katzen-Kuschelkatze werden.

Viele südländisch Katzen mögen z.B. den engeren Kontakt zu Artgenossen und das kann auf Dauer für beide Tiere belastend werden, weil eins nicht viel Kontakt wünscht und das andere nicht ausreichend Kontakt bekommt.

Ich drücke Euch die Daumen, dass es sich so entwickelt, wie Ihr es Euch vorstellt.
 
Silverado

Silverado

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Viele südländisch Katzen mögen z.B. den engeren Kontakt zu Artgenossen und das kann auf Dauer für beide Tiere belastend werden, weil eins nicht viel Kontakt wünscht und das andere nicht ausreichend Kontakt bekommt.

Da schließe ich mich Claudia an und stelle Dir im gleichen Atemzug meine bezaubernde Maschka vor.
http://www.katzen-forum.net/freigae...aerin-maschka-sucht-kuschelplatz-23617-a.html

Die Schöne ist absolut tiefenentspannt, also DER Fels in der Brandung schlechthin. Der Haken ist, dass sie nicht unbedingt spielwütig ist. Aber vielleicht... :)
 
Tintenfisch

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  • #10
@Moment-a
Hallöle!

Na ja, ich war halt schön blöd und habe dem Tierheim blind geglaubt, dass Ruby alle Katzen voll doof findet. Aber nachdem ich jetzt schon ein ganzes Weilchen ihr Dosi sein durfte, will es mich einfach nicht loslassen. Sie ist in so vielen Bereichen eine unkomplizierte und aufgeschlossene Katze, dass ich einfach befürchte, sie ist im Tierheim ein bisschen untergegangen.
Das ist ein Grund, warum ich über PS und Notfellcheneinrichtungen einen Gefährten suche, da fühle ich mich einfach sicherer mit der Charaktereinschätzung.
Ich habe nun fast vier Jahre darüber nachgedacht, mich bewusst dafür entschieden, fast noch ein Jahr zu warten und NACH meinem Auszug zu suchen, und ich bin bereit das Risiko, das eine Mieze leider wieder in ihre PS muss, einzugehen, denn A) kann ich danach mit fast absoluter Gewissheit sagen, ob Ruby tatsächlich allein sein möchte, und B) ist es vielleicht DIE Chance für ein Fellchen, sein Heim für immer zu bekommen. Allein die Chance, ein Katzenleben schöner zu machen und ein anderes Fellchen nachrücken lassen zu können, ermutigt mich.

Danke für deine Worte. Ich habe bereits mit einer Pflegestelle gesprochen und warte bei meinem Favoriten seeeehnsüchtig auf eine Antwort. Ich hab mich auch schon darauf eingestellt, dass sich die Vergesellschaftung eventuell sehr lange ziehen wird, aber nach allem, was ich hier gelesen und auch von Bekannten gehört habe, ist man sowieso auf alles vorbereitet, nur nicht auf das, was kommt :)

Wir werden im neuen Jahr aber schon mit dem Bau der Gittertür beginnen und zwei Toiletten habe ich mir schon rausgesucht, nun muss ich nur noch ein nettes Körbchen finden, hihi!


@Silverado:

Wenn die neue Mieze etwas verspielt ist, wäre das super, ich glaube aber, Ruby wäre es auch wurscht wenn nicht. Ich würde es mir nur selbst für sie wünschen, ein wenig mehr Spaß am jagen und toben zu entwickeln, weshalb ich einer jüngeren Katze nicht ganz abgeneigt bin. So faul wie Ruby derzeit ist, ist es auch einfach schwer, sie fit zu halten, ohne sie hungern zu lassen, und wenn dann jemand da ist, mit dem man zusammen oder im Wettkampf toben kann, dann tut ihr das sicher gut.

Bei Maschka steht etwas von gesichertem Freigang; wir können nicht mehr als unseren Balkon bieten, da 1. Stock und Hauptstraße. Außerdem ist er auch noch etwas nackt, da kümmern wir uns im Frühling drum (ich plane einen outdoor-Kletterbaum, ein Geruchs- und Naschbeet und eine Liegewiese).
Ich werde Maschka mal auf meine Beobachtungsliste setzen und eine Nacht drüber schlafen. Vielen Dank, dass du sie mir vorgestellt hast :)
 
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  • #11
Hallo Tintenfisch,

Na ja, ich war halt schön blöd und habe dem Tierheim blind geglaubt, dass Ruby alle Katzen voll doof findet.

"Blind glauben" ist nie gut, aber grundsätzlich gehe ich davon aus, dass die TH-Mitarbeiter ihre Katzen gut einschätzen können.
Trotzdem kann es natürlich sein, dass Ruby im TH mit den vielen Tieren überfordert war.

A) kann ich danach mit fast absoluter Gewissheit sagen, ob Ruby tatsächlich allein sein möchte, und B) ist es vielleicht DIE Chance für ein Fellchen, sein Heim für immer zu bekommen. Allein die Chance, ein Katzenleben schöner zu machen und ein anderes Fellchen nachrücken lassen zu können, ermutigt mich.

Es ist gut, dass Du so überlegt und umsichtig die Situation einschätzt :)




Ich hab mich auch schon darauf eingestellt, dass sich die Vergesellschaftung eventuell sehr lange ziehen wird, aber nach allem, was ich hier gelesen und auch von Bekannten gehört habe, ist man sowieso auf alles vorbereitet, nur nicht auf das, was kommt :)

Ich sehr das anders. Sobald sich eine Zusammenführung sehr lange hinzieht, bedeutet es ja, dass sich eins der Tiere oder auch beide sehr anstrengen müssen, um miteinander auszukommen.
Das kann später im Alltag funktionieren, es kann aber auch bedeuten, dass die Katzen weit an ihre Grenzen gehen müssen, um sich halbwegs zu tolerieren.


Wenn die neue Mieze etwas verspielt ist, wäre das super, ich glaube aber, Ruby wäre es auch wurscht wenn nicht. Ich würde es mir nur selbst für sie wünschen, ein wenig mehr Spaß am jagen und toben zu entwickeln, weshalb ich einer jüngeren Katze nicht ganz abgeneigt bin. So faul wie Ruby derzeit ist, ist es auch einfach schwer, sie fit zu halten, ohne sie hungern zu lassen, und wenn dann jemand da ist, mit dem man zusammen oder im Wettkampf toben kann, dann tut ihr das sicher gut.

Erwachsene/ältere Katzen spielen ohnehin weniger und auch weniger mit ihren Artgenossen, deshalb denke ich nicht, dass jede erwachsene Einzelkatze das Spielen mit Artgenossen lernt.

Sie können von und miteinander lernen, auch das Spielen mit Angeln und Gegenständen, evt auch mal lauern und erschrecken, aber das Toben m.E. eher nicht.


Es geht mir nicht darum, es Dir madig zu machen, sondern nur darum, dich mehr zu sensibilisieren.

Ich habe eine Eher-Einzelkatze vergesellschaftet und mein sehr sozialer Kater hat gelitten, dass sie keinen engeren Kontakt wünschte.
Deshalb holte ich ihm eine spanische, sehr soziale Kätzin und mein sozialer Kater war mit der vielen Liebe so überfordert, dass ihm auch das nicht gut tat. Also zog Katze Nr. 4 ein.

Mein Kater ist mittlerweile verstorben und nun lebt meine deutsche Hauskatze in friedlicher, harmonischer Koexistenz mit drei spanischen Katzen.

Meine Lady hat niemals mit Artgenossen gespielt und legt auch keinen Wert darauf, regelmäßig engeren Kontakt zu haben.
Müsste eine der spanischen Katzen alleine mit meiner Hauskatze zusammenleben, würde sie sehr sehr unglücklich. Ein Heim allein reicht nicht immer und kann auch belastend werden, wenn die Bedürfnisse weit auseinander gehen.

Natürlich ist das alles sehr individuell, weil jede Katze anders ist. Manche mögen engen Kontakt, manche mögen ihn nicht. Wenn zwei ihn mögen oder zwei ihn nicht mögen, dann passt es ja.


Ich drücke Euch die Daumen, dass Ihr das passende Gegenstück findet :)
 
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  • #12
"Blind glauben" ist nie gut, aber grundsätzlich gehe ich davon aus, dass die TH-Mitarbeiter ihre Katzen gut einschätzen können.
Trotzdem kann es natürlich sein, dass Ruby im TH mit den vielen Tieren überfordert war.

Ich habe mich bewusst entschieden, erst hier nach einer Katze zu suchen. Wir waren zwar kurz nach Ostern da, was natürlich eine geschäftige Zeit ist, trotzdem hatten wir uns alle drei für Ruby entschieden, haben dann eine kurze Backstory gehört und dass sie halt in ihrem Geburtsjahr gefunden und dreimal allein vermittelt wurde. Dann wurde uns ein ja/nein Bogen auf den Tisch geklatscht, der wurde kurz überflogen und schwupps Katze da. Ich hatte das Gefühl, abgefrühstückt zu werden, Hauptsache wir machen wenigstens einen Kennel leer wenn wir gehen. Ich fand es komisch, dass man mit Hunden noch zigmal Gassi gehen musste, bevor man vermittelt wurde, und Ruby sollten wir am gleichen Nachmitag noch mitnehmen und mussten uns somit Futter, Toilette und Transportbox im Tierheim kaufen (wir wollten ja eeeigentlich nur unverbindlich gucken. Ruby nicht).

Natürlich kann ich verstehen, dass nicht jedes Tierheim so ist und der Tag stressig war, aber nachdem ich mein Wildkaninchen da abgegeben hab, das wirklich durch einen ganz doofen Zufall Mutter und Geschwister verloren hat, und von der entgegennehmenden Mitarbeiterin nur ein Augenrollen und "schon wieder so eins" kam, hatte sich das Tierheim lange Zeit für mich erledigt.
(Kleines OT: Morgen möchten wir das Tierheim ganz in der Nähe besuchen und ehrenamtliche Hilfe anbieten. Auf der Website klang es dort recht nett. Aber fast alle Katzen, die sie vermitteln, sind Freigänger)


Ich sehr das anders. Sobald sich eine Zusammenführung sehr lange hinzieht, bedeutet es ja, dass sich eins der Tiere oder auch beide sehr anstrengen müssen, um miteinander auszukommen.
Das kann später im Alltag funktionieren, es kann aber auch bedeuten, dass die Katzen weit an ihre Grenzen gehen müssen, um sich halbwegs zu tolerieren.

Da hast du auch recht. So hab ich das z.B. noch gar nicht betrachtet. In Korrespondenz mit einer Vermittlerin hatte sie nämlich erwähnt, dass die Vergesellschaftung sich durchaus ziehen kann. Ich habe mir schon einen netten Thread dazu durchgelesen und gestern schonmal gesichtet, was wir für eine Gittertür an Material brauchen.

Ich denke, gerade dadurch dass ich das erste Mal zwei Katzen zusammenführen muss, möchte ich es langsamer bis zum ersten Sichtkontakt angehen, damit ich mich auch ausreichend mit der neuen Mieze befassen kann und gut abschätzen kann, wann sie wirklich gestresst ist und nicht mehr möchte. Bei Ruby sieht man das durch ihre starke Mimik sehr gut, ich stelle mich aber darauf ein, dass die neue Mieze eventuell schwieriger zu lesen ist.

Erwachsene/ältere Katzen spielen ohnehin weniger und auch weniger mit ihren Artgenossen, deshalb denke ich nicht, dass jede erwachsene Einzelkatze das Spielen mit Artgenossen lernt.

Sie können von und miteinander lernen, auch das Spielen mit Angeln und Gegenständen, evt auch mal lauern und erschrecken, aber das Toben m.E. eher nicht.

Meine Lady hat niemals mit Artgenossen gespielt und legt auch keinen Wert darauf, regelmäßig engeren Kontakt zu haben.
Müsste eine der spanischen Katzen alleine mit meiner Hauskatze zusammenleben, würde sie sehr sehr unglücklich. Ein Heim allein reicht nicht immer und kann auch belastend werden, wenn die Bedürfnisse weit auseinander gehen.

Ich find gar nicht, dass du's mir madig machst :) ich lern ja sogar noch was. Und wenn man es mir in anständigem Ton vernünftig erklärt, dann hör ich mich gerne alles an.

Wenn Ruby und die Mieze nicht miteinander spielen, dann ist mir das recht. Solange bei uns eine friedliche Atmosphäre herrscht und keiner sich übergangen fühlt, denke ich, habe ich getan was ich konnte.
Da Ruby für ihre 6 Jahre aber noch recht gerne spielt, fänd ich halt eine Katze super, die das teilt und ihr einfach mal ein bisschen was beibringt. Wie erwähnt ist sie schnell gefrustet, und immer mit mir spielen ist ja auch blöd. Einer anderen Mieze das Bällchen oder Zopfgummi abjagen ist sicher viel lustiger. Deshalb käme jünger für mich eher in Frage als älter.

Dein Einwand, dass die neue Katze sich hier unglücklich fühlen könnte, weil ihre Bedürfnisse nicht erwidert werden, habe ich auch schon ein paar mal hier gelesen. Ich hab zwar Befürchtungen, dass es mit drei Miezen etwas eng hier wird, aber sollte unser Favorit einen Kumpel in der PS haben, mit der sie super klarkommt, würden wir auch beide Katzen aufnehmen. Ich habe lustigerweise gestern bescheid bekommen, dass ich ab Januar mehr Gehalt kriege, also würde es auch mit Futter und dem Tierarzt-Sparbuch gut hinhauen.
Eine der Katzen, die ich mir hier angeschaut habe, hat auch einen blinden Kumpel. Als ich gelesen habe, dass er sich ganz toll auf seinen Kumpel eingestellt hat, war für mich sofort klar: Wenn, dann beide!

Sollte sich unser Favorit (aus Spanien) melden, werde ich, glaube ich, den Vorschlag unterbreiten, einen Katzenfreund mitzubringen, wenn es einen gibt. Aber bis dahin heißt es erstmal Tee trinken.

Vielen Dank für deine ausführlichen Antworten! Ich freue mich immer über einen Gedankenaustausch und würde auch gerne wissen, was du davon hältst, gleich zwei zu nehmen.
 
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  • #13
Hallo Tintenfisch,

Hauptsache wir machen wenigstens einen Kennel leer wenn wir gehen. Ich fand es komisch, dass man mit Hunden noch zigmal Gassi gehen musste, bevor man vermittelt wurde, und Ruby sollten wir am gleichen Nachmitag noch mitnehmen und mussten uns somit Futter, Toilette und Transportbox im Tierheim kaufen (wir wollten ja eeeigentlich nur unverbindlich gucken. Ruby nicht).

So überstürzt sollte es natürlich nicht sein.
Andererseits ist vermutlich jedes Tierheim froh, wenn es (möglich/vermeintliche) Einzelkatzen zügig vermittelt, weil die Tiere oft sehr gestresst sind.
Man kann es also zum Vorteil des Tieres auslegen, genauso wie "Nimm einfach mit!"

(Kleines OT: Morgen möchten wir das Tierheim ganz in der Nähe besuchen und ehrenamtliche Hilfe anbieten. Auf der Website klang es dort recht nett. Aber fast alle Katzen, die sie vermitteln, sind Freigänger)

Das wäre für alle Beteiligten eine gute Sache :)



Da hast du auch recht. So hab ich das z.B. noch gar nicht betrachtet. In Korrespondenz mit einer Vermittlerin hatte sie nämlich erwähnt, dass die Vergesellschaftung sich durchaus ziehen kann.

Die sogenannten "Blitz-Zusammenführungen" sind selten, also sehr selten.
Anfangs rumpelt es immer, mehr oder weniger und wenn man dann eine mögliche Einzelkatze vergesellschaften möchte, sollte man sich auf jeden Fall bewusst machen, dass eine Zusammenführun länger dauern kann.
Und es ist gut, wenn eine Vermittlerin darauf hinweist :)


Ich habe mir schon einen netten Thread dazu durchgelesen und gestern schonmal gesichtet, was wir für eine Gittertür an Material brauchen.

Sehr gut :)


Ich denke, gerade dadurch dass ich das erste Mal zwei Katzen zusammenführen muss, möchte ich es langsamer bis zum ersten Sichtkontakt angehen, damit ich mich auch ausreichend mit der neuen Mieze befassen kann und gut abschätzen kann, wann sie wirklich gestresst ist und nicht mehr möchte. Bei Ruby sieht man das durch ihre starke Mimik sehr gut, ich stelle mich aber darauf ein, dass die neue Mieze eventuell schwieriger zu lesen ist.

So sollte es sein :)



Ich find gar nicht, dass du's mir madig machst :) ich lern ja sogar noch was. Und wenn man es mir in anständigem Ton vernünftig erklärt, dann hör ich mich gerne alles an.

Das ist eine nette Einstellung. Danke :)


Wenn Ruby und die Mieze nicht miteinander spielen, dann ist mir das recht. Solange bei uns eine friedliche Atmosphäre herrscht und keiner sich übergangen fühlt, denke ich, habe ich getan was ich konnte.

Wichtig ist m.E. zu wissen, dass man Katzen nicht gleich behandeln muss, in dem Sinne von "Kriegt die eine das, muss die andere es auch haben".

Katzen sind Individualisten. Die eine mag mehr Streicheleinheiten, die andere mehr spielen, die eine mehr kuscheln, die andere Action.

Zwei Katzen = zwei Individuen und wenn Du lernst die Katzen gut zu beobachten und ihre jeweiligen Bedürfnisse wahrzunehmen, dann seid Ihr auf einem guten Weg.


Da Ruby für ihre 6 Jahre aber noch recht gerne spielt, fänd ich halt eine Katze super, die das teilt und ihr einfach mal ein bisschen was beibringt. Wie erwähnt ist sie schnell gefrustet, und immer mit mir spielen ist ja auch blöd.

Und genau dort kann es haken.

Das Spielen mit dem Menschen ist anders als das Spiel mit Artgenossen bzw. das Zuschauen, wie die andere Katze spielt.

Katzen können durch Zuschauen lernen, aber es bedeutet nicht, dass sie davon auch selbst profitieren wollen ;)

Meine Lady käme im Traum nicht darauf, ein Spielzeug mit einem Artgenossen zu teilen. Der darf später damit spielen, aber sie teilt nicht und sie hat diesbezüglich auch sehr niedrige Toleranzgrenze :cool:


Einer anderen Mieze das Bällchen oder Zopfgummi abjagen ist sicher viel lustiger. Deshalb käme jünger für mich eher in Frage als älter.

Das Verhalten sieht man bei Kitten oder Jungkatzen, die immer mit Artgenossen gelebt haben, aber eher selten bei erwachsenen Katzen.



Sollte sich unser Favorit (aus Spanien) melden, werde ich, glaube ich, den Vorschlag unterbreiten, einen Katzenfreund mitzubringen, wenn es einen gibt. Aber bis dahin heißt es erstmal Tee trinken.

Vielen Dank für deine ausführlichen Antworten! Ich freue mich immer über einen Gedankenaustausch und würde auch gerne wissen, was du davon hältst, gleich zwei zu nehmen.

Wir haben viele Zusammenführung hinter uns, darunter auch gescheiterte.
Ich sehe heute vieles anders und bin sehr viel zurückhaltender geworden.

Meine Katzen kommen sehr gut miteinander klar und trotzdem würde ich meine Entscheidngen mit meinem heutigen Wissen nicht mehr wiederholen.
Ich würde keine Einzelkatze vergesellschaften und auch keine deutsche Katze mit einer südländischen Katze, wenn sie so ist, wie meine Lady.
Aber das ist meine ganz persönliche Sicht und die ist sicher nicht immer richtig. ;)


Ein paar Gedanken zu Ruby:

Wichtig ist zu berücksichtigen, dass sich zwei neue Katzen mehr bewegen als eine neue Katze. Damit wird Ruby anfangs mehr Stress haben (was nicht negativ gemeint ist!)

Zwei Katzen spielen und sie raufen u.U.. Das kann durchaus mal lauter und heftiger sein. Ruby muss lernen, dass das nicht bedrohlich ist, sondern ein ganz normales Katzenverhalten (was sie ja nicht kennt).

Die Idealvorstellung des Menschen ist, dass die zwei neuen Katzen miteinander spielen und die "Altkatze" ihre Ruhe hat. Das kann funktionieren, aber kann auch schwierig werden, weil Ruby evt. das Spielen der Anderen von sich aus stört oder unterbricht (aus Angst oder Aggression) oder aber die neuen Katzen möchten sie ins Spiel einbeziehen, was Ruby stressen kann.


Einfach mal einige kritische Gedanken von mir, die Dich trotzdem nicht von Deinem Weg abhalten sollen :)
 
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  • #14
Man kann es also zum Vorteil des Tieres auslegen, genauso wie "Nimm einfach mit!"

Ich würde es heute noch genauso machen und Ruby adoptieren. Sie ist meine Seelenverwandte und ich hätte mich selbst ohne sie schon aufgegeben. Und wenn Ruby haben bedeutet, eine aufreibende Zusammenführung zu erleben, die eventuell in die Hose, dann nehme ich das in Kauf; es ist doof für die neue Miezi, aber die Chance auf ein potentielles neues Heim überwiegt meiner ganz persönlichen Meinung nach.
Ich hätte sehr gerne schon viel früher damit angefangen, ihr einen Partner zu suchen, aber es haben einfach so viele Sachen im Weg gestanden, die es für alle nur schlimmer gemacht hätten (doof geschnittene Wohnung - zweite Miete hätte nur im Fensterlosen Mini-Bad hausen können, Ausbildung, Umzug etc). Sie ist so ein Unikat und überrascht mich immer wieder, ich schulde es ihr einfach, einen Versuch zu starten.


Wichtig ist m.E. zu wissen, dass man Katzen nicht gleich behandeln muss, in dem Sinne von "Kriegt die eine das, muss die andere es auch haben".

Katzen sind Individualisten. Die eine mag mehr Streicheleinheiten, die andere mehr spielen, die eine mehr kuscheln, die andere Action.

Zwei Katzen = zwei Individuen und wenn Du lernst die Katzen gut zu beobachten und ihre jeweiligen Bedürfnisse wahrzunehmen, dann seid Ihr auf einem guten Weg.

Diesen Tipp werde ich beherzigen. Ich denke mal, es hätte sich sowieso eingespielt, aber es von Anfang an so zu machen, ist sicher vorteilhaft.
Mir ist es letzten Endes wurscht, ob die neue Mieze eine Kuschel-/Spielmaus wird - ICH spreche ja nicht mal ihre Sprache, ich hab hier nix zu fordern :)
Nein, Spaß beiseite. Ich hätte natürlich gern eine freundliche, liebe Katze, die gerne schmust, aber solange sie sich für Tierarztbesuche einfangen lässt und uns Menschen nicht als Stressauslöser wahrnimmt und mit uns keine ruhige Minute hat, ist mir hier jede Katz willkommen. Solange Ruby glücklich ist.




Und genau dort kann es haken.

Das Spielen mit dem Menschen ist anders als das Spiel mit Artgenossen bzw. das Zuschauen, wie die andere Katze spielt.

Katzen können durch Zuschauen lernen, aber es bedeutet nicht, dass sie davon auch selbst profitieren wollen ;)

Meine Lady käme im Traum nicht darauf, ein Spielzeug mit einem Artgenossen zu teilen. Der darf später damit spielen, aber sie teilt nicht und sie hat diesbezüglich auch sehr niedrige Toleranzgrenze :cool:

Ich hab grad über eine Signatur die Seite katzen-fieber entdeckt und genau darüber auch grad was gelesen :p

Ruby ist in vielen Dingen, die ich als stressig für Katzen empfinden würde (bohren; komplettes Zimmer zugerümpelt und Kratzbaum mittendrin - das lädt doch ein zum zugucken; Tierarztbesuche, da brauchte ich sie erst einmal festhalten, als sie Zahnfleischentzündung hatte und die Tierärztin etwas zu doll getastet hat) wahnsinnig aufgeschlossen und mega unkompliziert. Es fällt einfach schwer, einzuschätzen, wie sie auf Katzen reagiert. Im Prinzip ist es ja auch nur eine völlig neue Situation, nur dass ausnahmsweise jemand beteiligt ist, der ihre Sprache spricht.
Ich stelle mich darauf ein, dass die Zusammenführung ein einziger, riesiger Kompromiss wird, und auch wenn sie klappen sollte, ich noch Monate beim vermitteln helfen muss. Das wird nicht leicht, aber ich bin Waage, ich bin für den Kompromiss geboren :)
(In Wahrheit kann ich aber an nix Anderes mehr denken als alle möglichen Szenarien, die mich mit den beiden erwarten, und wie ich handeln soll)


Wir haben viele Zusammenführung hinter uns, darunter auch gescheiterte.
Ich sehe heute vieles anders und bin sehr viel zurückhaltender geworden.

Meine Katzen kommen sehr gut miteinander klar und trotzdem würde ich meine Entscheidngen mit meinem heutigen Wissen nicht mehr wiederholen.
Ich würde keine Einzelkatze vergesellschaften und auch keine deutsche Katze mit einer südländischen Katze, wenn sie so ist, wie meine Lady.
Aber das ist meine ganz persönliche Sicht und die ist sicher nicht immer richtig. ;)

Ich finde es auch wichtig, sowas zu hören. Ich hatte ehrlich gesagt ein bisschen Angst davor, von einer gewissen Sorte User hier regelrecht gebasht zu werden, weil ich jetzt mit meiner Einzelmiez ankomme und irgendein armes Ding mit ihr zusammenwerfen will. Deshalb hab ich mich ca. seit Oktober immer mit Ausreden vertröstet, obwohl der Steckbrief schon im April geschrieben wurde.
Da freu ich mich natürlich über Ermutigungen, dass mein Zuhause nach einem schönen Ort für Katzen klingt und ich mir viele und richtige Gedanken mache, aber ich hab auch Angst, alles zu euphorisch zu sehen und in meiner Katze etwas zu sehen, was da nicht ist. Dass du deine Erfahrungen so mit mir teilst, dass ich mich nicht komplett entmutigt fühle (wie gesagt, hier könnte uns ja ein Happy End erwarten), finde ich sehr schön und ich halte viel von deiner Meinung - gerade, da du ja auch mal in meinen Schuhen gesteckt hast mit deiner Lady :)


Wichtig ist zu berücksichtigen, dass sich zwei neue Katzen mehr bewegen als eine neue Katze. Damit wird Ruby anfangs mehr Stress haben (was nicht negativ gemeint ist!)

Zwei Katzen spielen und sie raufen u.U.. Das kann durchaus mal lauter und heftiger sein. Ruby muss lernen, dass das nicht bedrohlich ist, sondern ein ganz normales Katzenverhalten (was sie ja nicht kennt).

Die Idealvorstellung des Menschen ist, dass die zwei neuen Katzen miteinander spielen und die "Altkatze" ihre Ruhe hat. Das kann funktionieren, aber kann auch schwierig werden, weil Ruby evt. das Spielen der Anderen von sich aus stört oder unterbricht (aus Angst oder Aggression) oder aber die neuen Katzen möchten sie ins Spiel einbeziehen, was Ruby stressen kann

Vielleicht kannst du mehr dazu sagen, wenn ich dir unseren Favoriten nenne. Es ist die kleine Mafalda, die zwar deutlich jünger ist, aber meine Sirenen klingeln und sagen "JAJAJAJA" (keine Anspielung auf Spanien ^^)
Natürlich müsste ich von der Vermittlerin nähere Details über ihren Charakter erfahren, die fallen ein bisschen spärlich aus, aber ich weiß nicht. Als ich das Foto gesehen hab (das nicht so schmeichelhaft ist, die arme Maus sieht so traurig aus), habe ich Herzklopfen bekommen und spontan ein Tränchen verdrückt. Und nein, nicht, weil sie eine ganz besonders Hübsche ist - ich finde aus Prinzip jede Katze schön und habe auch "gewöhnliche" Miezen in der Auswahl.
Mafalda hat mich wirklich berührt, noch bevor ich ihr Schicksal gelesen habe, aber vielleicht lasse ich mich auch nur blenden, und sie wäre nicht so gut für Ruby, wie ich meine. Ich warte immer noch sehnsüchtig auf eine Antwort der Vermittler, um ein wenig Klarheit zu bekommen.
 
N

Nicht registriert

Gast
  • #15
Hallo Tintenfisch,

Ich würde es heute noch genauso machen und Ruby adoptieren. Sie ist meine Seelenverwandte und ich hätte mich selbst ohne sie schon aufgegeben.

Schön, dass Ihr Euch gefunden habt :)



Ich hätte natürlich gern eine freundliche, liebe Katze, die gerne schmust, aber solange sie sich für Tierarztbesuche einfangen lässt und uns Menschen nicht als Stressauslöser wahrnimmt und mit uns keine ruhige Minute hat, ist mir hier jede Katz willkommen. Solange Ruby glücklich ist.

M.E. wäre es gut, wenn Du auch vor Ort nach einer passenden Katze schaust, eine die Du persönlich kennenlernen kannst.

Wenn Du persönlich ins TH oder zu einer Pflegestelle fährst, dann wirst Du für Dich ein Gespür entwickeln, welche Katze passen könnte.


Ruby ist in vielen Dingen, die ich als stressig für Katzen empfinden würde wahnsinnig aufgeschlossen und mega unkompliziert.

In diesen Situationen geht es aber auch nur um sie und ihre Erfahrungen, mit Menschen, mit Handlungen etc.


Es fällt einfach schwer, einzuschätzen, wie sie auf Katzen reagiert. Im Prinzip ist es ja auch nur eine völlig neue Situation, nur dass ausnahmsweise jemand beteiligt ist, der ihre Sprache spricht.

Nur weil es Katzen sind, sprechen sie nicht automatisch die gleiche Sprache und schon garnicht, wenn eine (mögliche) Katze lange Zeit keine Katzensprache sprechen musste, weil die Menschen viel einfacher zu manipulieren sind als Artgenossen. ;)


Ich finde es auch wichtig, sowas zu hören. Ich hatte ehrlich gesagt ein bisschen Angst davor, von einer gewissen Sorte User hier regelrecht gebasht zu werden, weil ich jetzt mit meiner Einzelmiez ankomme und irgendein armes Ding mit ihr zusammenwerfen will.

Auch wenn man immer wieder im Forum lesen kann oder muss, dass Anfänger angefeindet werden, so ist das i.d.R. nicht der Fall.
Wie man in den Wald hineinruft..... ;)

Den Gedanken eine (mögliche) Einzelkatze zu vergesellschaften ist ja nicht falsch, braucht aber viel Geduld, gute Vorauswahl und danach wieder Geduld und ein feines Händchen.
Eine Garantie bekommt man nie, aber es gibt eben bessere und weniger gute Voraussetzungen.


Dass du deine Erfahrungen so mit mir teilst, dass ich mich nicht komplett entmutigt fühle (wie gesagt, hier könnte uns ja ein Happy End erwarten), finde ich sehr schön und ich halte viel von deiner Meinung - gerade, da du ja auch mal in meinen Schuhen gesteckt hast mit deiner Lady :)

Die meisten User schreiben aus Erfahrungen und i.d.R. zeichnet sich dann schon ein Bild ab, wie sich viele Katzen in einer ähnlichen Situation verhalten. Trotzdem ist und bleibt eine Zusammenführung immer eine individuelle Sache.



Vielleicht kannst du mehr dazu sagen, wenn ich dir unseren Favoriten nenne. Es ist die kleine Mafalda, die zwar deutlich jünger ist, aber meine Sirenen klingeln und sagen "JAJAJAJA" (keine Anspielung auf Spanien ^^)

Wegen Mafalda habe ich mich in diesen Thread eingeklinkt ;)

Und wenn du mich so deutlich fragst, dann sage ich (aufgrund eigener Erfahrungen) dass ich genau so eine Katze nicht wählen würde, also nicht zu einer möglichen Einzelkatze, Hauskatze.


Natürlich müsste ich von der Vermittlerin nähere Details über ihren Charakter erfahren, die fallen ein bisschen spärlich aus, aber ich weiß nicht.

Das ist der wichtigste Punkt.
Die Vermittlerin sollte schon mehr über den Charakter sagen können. Wie sozial Mafalda ist, wie sie mit Artgenossen klarkommt, ob sie engen Kontakt zu Artgenossen mag, ob sie mehr für sich ist, wie sie auf Stress in der Gruppe reagiert etc. :)
 
Tintenfisch

Tintenfisch

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  • #16
M.E. wäre es gut, wenn Du auch vor Ort nach einer passenden Katze schaust, eine die Du persönlich kennenlernen kannst.

Wenn Du persönlich ins TH oder zu einer Pflegestelle fährst, dann wirst Du für Dich ein Gespür entwickeln, welche Katze passen könnte.

In unserem Tierheim gibt es leider nur Freigänger. Habe mich als "Beschmuser" angemeldet, aber leider noch keine Rückmeldung ob und wann. Außer dem TH, aus dem ich Ruby habe (und in das ich nicht mehr gehen möchte), gibt es meiner Recherche nach nur noch eins gaaanz unten unter Hamburg. Also schau ich jetzt mal, dass ich irgendwelche Pflegestellen in der Umgebung auftreibe. Weiter weg (min. 3 Stunden pro Tour) wäre auch okay wenn es einen echten Treffer gibt, aber "zum gucken" wäre mir das auf Dauer zu teuer, so ehrlich muss ich sein.


Nur weil es Katzen sind, sprechen sie nicht automatisch die gleiche Sprache und schon garnicht, wenn eine (mögliche) Katze lange Zeit keine Katzensprache sprechen musste, weil die Menschen viel einfacher zu manipulieren sind als Artgenossen. ;)
Ja, das wird als echtes Problem dazukommen. Da sie recht aufgeschlossen ist, tippe ich, dass sie sich wenigstens nicht verkriechen wird und auf jeden Fall mal an der Gittertür vorbeischaut, aber ob sie dann auch was mit dem Neuankömmling anfangen kann, da kann auch ich nichts Genaues sagen.


Auch wenn man immer wieder im Forum lesen kann oder muss, dass Anfänger angefeindet werden, so ist das i.d.R. nicht der Fall.
Wie man in den Wald hineinruft..... ;)
Ich bin eigentlich immer bemüht, mich höflich und verständlich auszudrücken, und wirklich "angefeindet" hab ich mich noch nicht gefühlt. Aber ich finde, einige User vertreten ihre Meinung etwas extrem, das hat mich verunsichert :(


Und wenn du mich so deutlich fragst, dann sage ich (aufgrund eigener Erfahrungen) dass ich genau so eine Katze nicht wählen würde, also nicht zu einer möglichen Einzelkatze, Hauskatze.
Ich weiß nicht, was es an ihr ist. Ich hoffe, nächste Woche bekomme ich eine Antwort. Ich rechne mit einer Absage, aber ein begründetes Nein hilft auch viel. Aber vor allem bräuchte ich halt mehr input.

Ich fand Peanuts noch toll, obwohl wieder eher wenig über den Charakter. Gut für ihn wäre, dass mein Freund und ich auch zwei Katzen adoptieren würden und finanziell könnten (72m² halte ich auch für eine gute Größe), denn er hat den kleinen Filos wohl gerne. Die beiden wären evtl. das Team, zu dem mir schon geraten wurde, denn es liest sich ja so, als wären beide schon dicke Kumpel (vielleicht bezieht sich das aber auch nur aufs Spielen, das muss man dann im Gespräch mit der PS sehen). UND Peanuts ist in HH, das ist natürlich super wegen kennen lernen und der Katz-Mensch-Chemie.
Doof ist nur, dass beide Kater sind. Viele berichten ja, dass Vergesellschaftungen mit gleichgeschlechtlichen besser klappen. Auch dass er leicht zu Dominanz neigt, macht mich skeptisch, denn uns gegenüber ist Ruby eine Ruhige und auf Stress reagiert sie zwar mit Fauchen, aber auch mit Rückzug, aber ich würde nicht drauf wetten, dass sie sich ihr Zepter einfach so abnehmen lässt, bzw. dass Peanuts ihr gegenüber den Gentleman auspackt.
Schön wäre zwar, dass Peanuts und Filos sich hätten und Ruby von einer sozialen Katze nicht genötigt wird, in Kontakt zu treten, aber ich weiß nicht. Ich schreibe die angegebene E-Mail mal an, vielleicht kann mir die PS mehr sagen.


Danke für deine ehrliche Meinung!
 
J

Jorya

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  • #17
Tintenfisch

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  • #18
Moin Jorya, danke für den Vorschlag!

Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich aufgrund von Rodrigos Krankenakte auch mit Hemmungen an eine Entscheidung herangehe - ich habe einfach keine Erfahrung mit chronisch kranken Katzen. Barfen steht bei mir eh auf der To-Do-List, und Tabletten geben und Proben sammeln krieg ich sicher auch noch hin - liest sich ja als würde Rodrigo sie ohne Murren einnehmen - aber gerade seine ärgerliche Lungenentzündung oder was es am Ende ist: Ich hab einfach Angst, ihm und seinen Bedürfnissen nicht gerecht zu werden.

So gern ich Lilykin die Belastung abnehmen würde, müssen die Miezen doch immer noch zu jemandem, der ihnen das Leben bieten kann, dass sie so sehr verdienen. Ich hatte mein bisheriges Leben lang das seltene Glück, nur mit "chronisch gesunden" Katzen in Kontakt zu stehen. Weiches NaFu für eine zahnlose Omi, Kratzer, Zahnstein, das war schon das Härteste, mit dem ich in Kontakt kam. Ich möchte nicht verantworten, dass es Rodrigo wegen meiner fehlenden Erfahrung an etwas fehlt.


Aber um auch mal gute Neuigkeiten zu verbreiten: Heute Nachmittag fahre ich zu einer PS in HH und schau mir ein Pärchen an, dass mir gestern vie E-Mail vorgeschlagen wurde :pink-heart:
 
Tintenfisch

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  • #20
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