Streuner ohne Falle einfangen?

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Hallo,

ich bräuchte Mal wieder einen Tipp:
Derzeit besteht ja unsere Katzen-Gemeinschaft aus dem 10-jährigen Klaus und den 1,5-jährigen Kätzinnen Tinka und Moisha, die seit ca. einem halbe Jahr bei uns sind.

Und dann ist da noch unser 8-jähriger Streuner Flitzi, der so „halb“ zu uns gehört. Hier muss ich etwas ausholen:
In unserer Nachbarschaft ist ein Bauernhof von dem Klaus und Flitzi stammen. Die Katzen dort wurden eher geduldet, zum Essen haben sie so gut wie nichts bekommen, Geld wurde in sie nicht rein gesteckt. Dem entsprechend haben die Kätzinnen zwei Mal im Jahr Junge bekommen. Um der „Plage“ Herr zu werden wurde eine Lebendfalle aufgestellt und die gefangenen Tiere irgendwo hin gebracht. Am Ende waren dann nur noch Flitzi und seine Mutter übrig – beide sehr scheu (der Name „Flitzi“ kommt nicht von ungefähr). Nachdem wir das Elend nicht mehr sehen konnten, haben wir die beiden gefüttert, so dass sie eher bei uns waren. Die Mutterkatze lag dann eines Tages tot bei uns im Wintergarten, so dass Flitzi von da an alleine war. Flitzi war irgendwann ein halbes bis dreiviertel Jahr verschwunden und wir haben uns sehr gefreut, als er dann wieder aufgetaucht ist. Ich kann nur vermuten, dass er auch in der Falle gefangen und ausgesetzt wurde, allerdings seinen Weg zurück gefunden hat.

Schon mehrmals haben wir versucht, Flitzi "zutraulich zu machen", aber er ist einfach zu scheu und als wir ihn anfänglichen ins Haus gelockt haben, ist er total ausgerastet und schier die Wände hoch gegangen. Allerdings haben wir es geschafft, dass wir ihn draußen streicheln und sogar ca. 30 Sekunden auf den Schoß heben durften.
Irgendwann hat er sich tatsächlich durch unsere Katzenklappe getraut und hat dann hier gegessen und geschlafen. In seine Nähe durfte man aber nicht kommen, da ist er sofort abgehauen. Vor ca. 2-3 Jahren kam er dann humpelnd mit einer total dicken Pfote an. Das war der Moment, an dem ich ihn unbedingt fangen und zum Tierarzt bringen wollte. Wegen seiner Pfote, aber auch um ihn (endlich) kastrieren und durchchecken zu lassen. Also haben wir beim Tierheim um Rat gefragt und uns wurde gesagt, dass die einzige Möglichkeit eine Falle wäre, aber dass eine Katze da nur einmal rein geht, weil sich ihnen der Schreck ins Gedächtnis einprägt. Wir haben die Falle geholt, sie mit Flitzis Lieblingsfutter befüllt und dorthin gestellt, wo er immer vorbei kommt. Nach einer Woche haben wir die Falle unverrichteter Dinge wieder zurück gebracht – Flitzi ist da einfach nicht rein gegangen.

Seit Tinka und Moisha da sind hat sich die Situation wieder geändert:
Unsere Katzenklappe ist so eingestellt, dass sie nur nach innen geöffnet werden kann (4-Wege-Klappe ohne Chipsteuerung). Raus geht es nur unter unserer Kontrolle und nachts nicht mehr. Allerdings kann Tinka die Klappe nach Innen aufziehen und lässt sich somit selbst raus. Nun standen wir vor der Wahl, Tinka kommen und gehen zu lassen wie sie will oder die Tür zu dem Zimmer mit der Katzenklappe nachts zu zumachen. Was aber auch bedeutet, dass Flitzi, wenn er rein kommt, in einem verschlossenen Zimmer steht.
Ich habe dort einen Futterplatz, ein Katzenklo und ein Sofa hingestellt und ich habe eine Kamera installiert, damit ich sofort sehe, wann er rein kommt, um ihn weiter ins Haus zu lassen. Aber wenn ich schlafe merke ich das natürlich nicht und dann war Flitzi eingesperrt. Und das hat ihm trotz aller Annehmlichkeiten nicht gefallen. Mit der Kamera habe ich gesehen, dass er jetzt erst immer nur halb durch die Katzenklappe kommt, schaut, ob die Türe ins Haus offen ist und wenn nicht, zieht er sich wieder zurück.

Nun ist es so, dass der Weg zur Katzenklappe durch unseren immer geöffneten Wintergarten führt. Dort steht erhöht ein Katzenhaus und ein Katzenkorb. Da schläft Flitzi jetzt meisten. Wenn er überhaupt kommt, denn seine Besuche werden immer seltener. Was mich ziemlich belastet, weil ich das Gefühl habe, in weggeekelt zu haben. Allerdings haben wir seit letzten Sommer neue katzenliebe Nachbarn, die auch eine Futterstation für Flitzi draußen haben.
Wenn Flitzi in diesem Katzenhaus schläft, darf ich ihn sogar streicheln. Ich habe zwar das Gefühl, es gefällt ihm, aber sobald ich mich umdrehe, haut er ab und versteckt sich. Beim Streicheln habe ich gemerkt, dass er ziemlich heftige Schrammen am Hals hat und auch einige Zecken. Überhaupt kommt er mir irgendwie krank vor.

Langer Rede kurzer Sinn: Ich würde gerne Flitzi zu uns holen, zum Tierarzt bringen, in versorgen, kastrieren, chippen (wegen einer chipgesteuerten Katzenklappe) und durchchecken lassen, um dann zu versuchen, dass er irgendwie Vertrauen zu uns fasst. Diese Woche habe ich mit unseren Tierarzt gesprochen und er hat zugesagt, dass wir ihn Flitzi jederzeit bringen können, damit er ihn versorgt.
Aber wie bekommen wir ihn in die Transportbox? Lebendfalle scheidet aus. Einmal, weil er da ja anscheinend eh nicht rein geht. Und dann möchte ich ihm auch nicht in der nicht scharf gestellten Falle füttern, auf die Gefahr hin, dass er dann gar nicht mehr kommt. Ich will auch nicht sein letztes Vertrauen zunichtemachen, indem ich ihn rum hetze. Mit einem Cacher? Oder eine Decke drüber schmeißen? Ich habe auch nach „Katzenfang-Diensten“ geschaut, bin aber bei uns (Großraum München) nicht fündig geworden.

Gibt es vielleicht noch andere Methoden?
 
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Amalie

Amalie

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Ich hatte mal ein ähnliches Problem mit einem Streunerkater, 6kg schwer. Es ist mir gelungen, ihn zu überrumpeln und in eine Box zu stecken. Hier die Vorgehensweise:

Box an günstigem Ort hochkant stellen, Gitter öffnen
Kater zur Box locken
Kater von oben hinter den Vorderpfoten um die Brust fassen
und mit dem Po voran in die Box plumsen lassen.
Gittertüre schnell schließen

Durch das von hinten umfassen kann der Kater nicht beißen oder kratzen
Wenn du ihn mit Po voran in die Box plumpsen kann, sieht der die Box nicht richtig und kann sich daher mit den Hinterpfoten nicht abspreizen. Dann plumpst der Kater in die Box und bevor er wieder nach oben springen kann, muß die Gittertüre zu sein.

Du kannst das auch mal bei deinen eigenen Katzen probieren. Es ist sogar gut, wenn man schon ein bißchen Übung hat. Du hast den Kater in 5 Sekunden festgesetzt.
 
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CheKaMiLi

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Ich habe gerade einen Streuner eingefangen, der auch nicht in die Falle ging bzw. nicht weit genug reinging als das das Türchen hinter ihm geschlossen wäre. Ich habe ihn dann ca. 2 Wochen in der Falle angefüttert. Erst in der Mitte das Futter hingestellt, dann auf einem Ende geschlossen und das Futter immer weiter zum geschlossenen Ende verschoben. Und vorgestern habe ich scharf gemacht und lecker Barf mit Schinken reingestellt.
Jetzt sitzt er kastriert bei mir im Bad.
Du solltest nur mit deinen Nachbarn reden, dass sie nicht parallel füttern.
 
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Vielen Dank für eure Tipps :)

Ich glaube, die Methode kenne ich, weil die Dame von der Pflegestelle so Moisha in unsere Box bugsiert hat, als wir sie dort abgeholt haben:
Ich hatte mal ein ähnliches Problem mit einem Streunerkater, 6kg schwer. Es ist mir gelungen, ihn zu überrumpeln und in eine Box zu stecken. Hier die Vorgehensweise:

Box an günstigem Ort hochkant stellen, Gitter öffnen
Kater zur Box locken
Kater von oben hinter den Vorderpfoten um die Brust fassen
und mit dem Po voran in die Box plumsen lassen.
Gittertüre schnell schließen

Durch das von hinten umfassen kann der Kater nicht beißen oder kratzen
Wenn du ihn mit Po voran in die Box plumpsen kann, sieht der die Box nicht richtig und kann sich daher mit den Hinterpfoten nicht abspreizen. Dann plumpst der Kater in die Box und bevor er wieder nach oben springen kann, muß die Gittertüre zu sein.

Du kannst das auch mal bei deinen eigenen Katzen probieren. Es ist sogar gut, wenn man schon ein bißchen Übung hat. Du hast den Kater in 5 Sekunden festgesetzt.
Das Problem ist halt, wie ich es schaffe, Flitzi anzufassen. Er kennt uns zwar, aber ich nehme an, dass er schon so viel erlebt hat, dass er keinen mehr traut und total ängstlich ist. Sobald ich auch nur ein bisschen näher als zwei Armlängen an ihn dran gehe, versteckt er sich.

Ich habe gerade einen Streuner eingefangen, der auch nicht in die Falle ging bzw. nicht weit genug reinging als das das Türchen hinter ihm geschlossen wäre. Ich habe ihn dann ca. 2 Wochen in der Falle angefüttert. Erst in der Mitte das Futter hingestellt, dann auf einem Ende geschlossen und das Futter immer weiter zum geschlossenen Ende verschoben. Und vorgestern habe ich scharf gemacht und lecker Barf mit Schinken reingestellt.
Jetzt sitzt er kastriert bei mir im Bad.
Du solltest nur mit deinen Nachbarn reden, dass sie nicht parallel füttern.
Ich glaube das Problem bei Flitzi ist, dass er diesen langen, engen und vor allen niedrigen Schlauch der Falle nicht mehr traut. Ich weiß jetzt nicht, ob er lieber hungern würde, als seinen Kopf auch nur in die Nähe der Falle zu bringen, aber nachdem er das Ganze ja wohl schon kennt und er sehr darunter gelitten hat, kann das sehr schwierig werden.

Ich habe dann gestern auch nochmal überlegt und bin auf die Idee gekommen - weil er ja in dem Katzenhaus in unserem Wintergarten schläft - dass ich ihn einen großen Weiden-Transportkorb mit einer Öffnung mit Gitter besorge in der Hoffnung, dass Flitzi da rein geht und ich schnell das Gitter schließen kann.
Allerdings hat sich Flitzi die letzten zwei Tage nicht blicken lassen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass der Dackel unseres Nachbarn, der tagsüber frei rum läuft, durch unseren Garten in unseren Wintergarten gekommen ist und dort Flitzis Futter frißt.
Darum bin ich auf die Idee gekommen, dass es vielleicht was bringt, wenn ich in den neuen Korb zusätzlich zum Futter noch einen Katzen-Lockstoff besorge, um den Anreiz zu erhöhen.
Weil ja bei uns auf dem Land alles so schwer zu bekommen ist, habe ich dann letzte Nacht noch einen großen, rechteckigen Korb, Barf-Futter und Lockstoff bestellt.

Aber weil sich ja Katzen nie an die Regeln halt, hatte ich folgende Situation, als ich zufällig in unser "kleines Katzeneingewöhnungszimmer" gegangen bin, in dem ich Flitzi dann zum Vertraut-machen letztendlich haben wollte:

Flitzi-Bett.jpg

D.h. ich habe jetzt Flitzi genau da, wo er hin sollte. Ich habe die Tür schnell zu gemacht und ihn Futter und Wasser hingestellt, Katzenklos sind da eh drin.

Wenn ich näher komme, flüchtet er. Viele Verkriech-Möglichkeiten gibt es nicht, aber da ist schon ein Schreibtisch mit Schränkchen zum drunter bzw. dahinter verstecken.

Was mache ich denn jetzt mit ihm? Vertrauen aufbauen, bis er sich anfassen und ich ihn in der von @Amalie beschriebenen Weise in die Box verfrachten kann? Allerdings macht er mir schon etwas Sorgen - ich habe das Gefühl, dass er nicht ganz gesund ist.
Oder schauen, dass ich ihn jetzt schon mit viel Hetzen in die Box bekomme, damit er noch vor dem Wochenende zum Tierarzt kommt? Oder doch eine Decke über ihn werfen und dann versuchen, ihn in die Box zu bekommen?
Wobei ich befürchte, dass ich bei jeder Methode nur eine Chance habe und dann das klein bisschen Vertrauen dahin ist, das er noch zu mir hat.

Puh, bin gerade echt etwas überfordert....
 
Poldi

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Ich würde für eine wilde Katze auf keinen Fall einen Weidenkorb nehmen 😱.
Wie soll der TA da an die panische, uU um sich beissende Katze kommen?
Am besten eignen sich von oben zu öffnende Transportboxen.
Und Räume, zB Bad, wo der Kater nicht hoch auf und hinter Schränke kommen kann.
 
sMuaterl

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Oh, ich habe mich falsch ausgedrückt - der "Korb" den ich bestellt habe, ist der hier:
1232234_8838623286997.jpg

Den kann man schon von oben öffnen. Ich hätte natürlich auch eine der Plastik-Transportboxen, die ich hier habe, nehmen können. Aber ich habe das Gefühl, dass Flitzi eher an Schlafplätze aus "natürlichen" Materialen gewohnt ist und einer Plastik-Box misstraut.
In dem Zimmer jetzt ist eigentlich nur ein Bett, zwei Schreibtische und ein hoher Schrank drin. Dahinterkriechen kann er nirgends, das ist noch von Moisha her alles abgedichtet.
Das ist momentan, neben dem Bad, das beste Zimmer hier. Ich bekomme ihn jetzt auch nicht wo anders hin.
 
bohemian muse

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Oh, ich habe mich falsch ausgedrückt - der "Korb" den ich bestellt habe, ist der hier:
Anhang anzeigen 181236

Den kann man schon von oben öffnen. Ich hätte natürlich auch eine der Plastik-Transportboxen, die ich hier habe, nehmen können. Aber ich habe das Gefühl, dass Flitzi eher an Schlafplätze aus "natürlichen" Materialen gewohnt ist und einer Plastik-Box misstraut.
In dem Zimmer jetzt ist eigentlich nur ein Bett, zwei Schreibtische und ein hoher Schrank drin. Dahinterkriechen kann er nirgends, das ist noch von Moisha her alles abgedichtet.
Das ist momentan, neben dem Bad, das beste Zimmer hier. Ich bekomme ihn jetzt auch nicht wo anders hin.

Diesen Korb würde ich auf gar keinen Fall benutzen. Da bekommst du einen panischen, sich festkrallenden Kater nie wieder raus und besonders stabil sind diese Körbe in der Regel auch nicht.

Ich würde dir stattdessen eher sowas empfehlen: AniOne Transportbox Top Door Schwarz S | FRESSNAPF

Je schneller du ihn zum Tierarzt bringen kannst, desto besser. Am Vertrauen kann man im Anschluss arbeiten. Die Gesundheit steht immer an erster Stelle.

Ich würde ihn entweder mit einer großen Decke einfangen (Decke über Katze schmeißen, packen und mitsamt Decke in Box stecken) oder die Box im Raum aufstellen und ihn dort hinein scheuchen. Das funktioniert in kleinen Räumen ohne Versteckmöglichkeiten oft recht gut, weil die Box am Ende weniger gruselig ist als die Menschen und freiwillig als Zufluchtsort gewählt wird. Bissfeste Handschuhe nicht vergessen.
 
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Diesen Korb würde ich auf gar keinen Fall benutzen. Da bekommst du einen panischen, sich festkrallenden Kater nie wieder raus und besonders stabil sind diese Körbe in der Regel auch nicht.
Stimmt, das leuchtet ein. Ich hätte den Korb jetzt auch nur das eine Mal verwendet, um Flitzi zum TA zu bringen. Anschließend würde ich ihn als Schlafhöhle verwendet. Aber nachdem er ja jetzt eh schon im richtigen Zimmer ist, werde ich so eine Plastik-Box verwenden.

Ich werde jetzt dann meinen TA anrufen und ihn fragen, ob heute gut ist. Dann werde ich das mit der Decke versuchen und wenn das schief geht, probiere ich ihn mit meinen Mann in die Box zu scheuchen
 
sMuaterl

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Ach ja, ich habe - von Moisha her - noch Calma-Tropfen da. Sind aber noch zngeöffnet. Soll ich ihm die unters Futter mischen?
Wobei er gerade eher müde als hungrig ist. Und genau das bereitet mir Sorgen...
 
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CheKaMiLi

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  • #10
es gibt Threats u.a. von Taskali wo das Einfangen von Scheuchen genau beschrieben ist. Les die am Besten vorher nochmal durch und spiel den Ablauf in Gedanken öfter durch.
 
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  • #11
Dank eurer Tipps habe ich es heute relativ schnell geschafft, ihn in die Box zu bekommen :)
Mit der von Taskali hier Pflegis by Taskali (Beitrag #1510) beschrieben Decken-Methode in Kombination mit der hochkant stehenden Box ging es dann ganz gut.

Ist jetzt leider sehr unscharf:
Flitzi_Box.jpg

Mein Mann ist gerade mit ihm unterwegs zum Tierarzt - gestern Nachmittag war es bei ihm schlecht,

Bin jetzt ziemlich erleichtert - ich warte schon ewig darauf, dass er endlich kastriert wird, aber ich habe mich bisher nicht so getraut, ihn zu fangen bzw. die Gelegenheit war noch nie so günstig - habe aber auch ein bisschen Angst, was bei unserem fast 9-jährigen Streuner für Baustellen gefunden werden.
 
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CheKaMiLi

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  • #12
Freue mich und hoffe auf wenig Baustellen. Aber so gut schaut er nicht aus. Denke da gleich an Zähne und Zahnschmerzen.
Aber erstmal muss er draussen nicht mehr kämpfen und ihr könnt ihn auffüttern.

Erwarte nicht, das er die nächsten Tage aus seinem Versteck rauskommt. Meiner vom Mittwoch sitzt noch hinter der WaMa und Nachts im Waschbecken.
 
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  • #13
Er ist zurück und ist wirklich sehr verschreckt. Ich hatte gestern noch die letzen Verkriech-Möglichkeiten verstopft, damit ich ihn leichter in die Box bekomme. Aber das mache ich jetzt wieder frei - jetzt hat er ja alles Recht, sich zu verkriechen. Bin froh zu wissen, dass das normal ist und wir kein schlechtes Gewissen haben müssen. Ich lass ihn jetzt erst mal in Ruhe.
Ich habe mit dem TA noch kurz gesprochen - soweit scheint alles gut zu sein. Aber das Ergebnis des Blutbilds fehlt halt noch.
Ich muss später eh nochmal mit Klaus dorthin wegen seiner Solensium-Spritze. Dann kann ich nochmal genauer nachfragen.
 
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  • #14
Hallo,
ich wollte noch einen Update geben:
Der TA hat Flitzi kastriert, untersucht, gechipt, entwurmt und gegen Ungeziefer behandelt. Am Nachmittag nach der Op meinte er schon, dass Flitzi für einen knapp 9 Jahre alten Streuner erstaunlich fit wäre. Selbst die Zähne sähen - bis auf Zahnstein, den er entfernt hat - sehr gut aus. Dentalröntgen haben wir jetzt nicht machen lassen, dazu hätten wir auch nochmal zu einem anderen TA müssen. Aber das Zahnfleisch war nicht entzündet.

Flitzi hat das eingesperrt sein in dem kleinem Zimmer nicht gut gefallen und er hat anfangs sehr geweint und mir auch furchtbar leid getan. Aber unsere anderen Katzen, vor allem sein (Halb-)Bruder Klaus, waren oft bei ihm
Flitzi_Klaus.jpg

Ich habe ihm viel erzählt und schließlich hat er sich auch streicheln lassen, ich hatte sogar das Gefühl, dass es ihm gefallen hat:
Flitzi_Streicheln.jpg

Die Herausforderung war dann noch, ihn bei der neuen Katzenklappe mit Chipsteuerung (ich habe eine Sureflap Connect genommen) zu registrieren. Er wollte nämlich partout seinen Kopf nicht in den Tunnel stecken. Da haben auch die Dreamies und die Paste, mit dem ich ihn rein locken wollte, nichts geholfen, so dass ich ihn den Kopf da eher rein drücken musste. Das hat mir sehr leid getan und hat auch das Vertrauen wieder zunichte gemacht :confused: Aber mit viel Zureden und Katzenpaste hat er sich wieder streicheln lassen, wir konnten die Katzenklappe einbauen und er ist auch schon einmal durch gegangen. Ich hoffe nur, dass ich nicht nochmal die Katzen mit den Chips an der Klappe registrieren muss...

Ich habe dann noch das Ergebnis des großen Blutbilds abgewartet. Auch hier war bis auf einen erhöhten Natriumwert (anscheinend hat ihn jemand mit Essensresten gefüttert, bevor wir ihn gefangen haben :confused:) alles im grünen Bereich. Kein FIV, kein FIP, kein FelV - der Tierarzt meinte, dass er ein "richtig gesunder Bursch" wäre.

Weil er mir inzwischen schon sehr leid getan hat und er immer sehnsüchtig zum Fenster raus geschaut hat, habe ich ihn dann gestern Vormittag wieder raus gelassen. Ich habe ihn dann erst Mal nicht mehr gesehen. Heute hat er sich immer in der Nähe des Hauses rum getrieben. Ich habe ihn gefüttert und er hat sich, wenn er das Futter entgegen genommen hat, streicheln lassen. Aber rein kommen wollte er erst Mal nicht mehr.

Aber ich bin jetzt froh, dass er versorgt ist und er jederzeit, wenn er will, wieder bei uns rein kommen kann.
 
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Amalie

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  • #15
Super gemacht.

Außerdem ist der Kater an Futter bei euch gewöhnt und wird deshalb sicher bleiben. Das wird.
 
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