Streuner im Revier meines Freigängers

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Jacky2017

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Vor 3 Jahren ist mir mein Kater Jacky zugelaufen. Er hat nur ein Auge. Fremden Menschen und auch Katzen gegenüber ist er sehr scheu. Ich bin seine Bezugsperson, und er ist tief traurig - nicht bösartig- sobald ich eine andere Katze streichel.
Da mein Mann und ich beruflich sehr viel unterwegs sind, stand immer Trockenfutter für Jacky draußen. Er war von Anfang an ein sehr braves Tier. Als er dann Vertrauen zu mir fasste, kam er auch mit rein. Manchmal schläft/übernachtet er auch drinnen. Er muss vorher schon jemandem gehört haben, denn er war kastriert, stubenrein und kannte auch einen Kratzbaum - nur registriert war er nicht.
Unser Garten wurde in den letzten 3 Jahren Jackys Revier. Viel weiter geht er auch nicht weg. Durch das Futter wurden auch Streuner angelockt. Vor ca. 5-6 Wochen lag dann plötzlich ein Streuner unter unserer Terrasse und ging nicht mehr weg. Jackys Hūtte steht auch dort, wurde aber nie vom Besucher - jetzt Bruno - benutzt. Bruno tat alles, um sich mit Jacky anzufreunden. Ich dachte nach ein paar Wochen, die zwei könnten Freunde werden. Ich hab Bruno dann kastrieren, impfen und entwurmen lassen. Bruno hat nun seinen festen Platz unter der Terrasse eingenommen. Anfangs schlief Jacky nicht weit von ihm in seiner Hütte. Nun ist es aber so, dass Bruno Jacky jagt. Und trotz körperlicher Überlegenheit ist Angsthase Jacky nur noch auf der Flucht, kommt kaum noch nach Hause. Ich weiß aber, dass er sich ganz in der Nähe verkriecht. Was kann ich nur tun, dass beide endlich Freunde werden?
 
Razielle

Razielle

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Das ist jetzt nur meine Meinung - und ich war mit so einer Situation noch nie konfrontiert. Alles, was man in so einer Situation normalerweise raten würde - langsame Vergesellschaftung, Clickern,... - zieht in dieser Situation nicht. Wenn euch an Jacky so viel liegt, und er in euren Augen besonders schützenswert ist, weil gehandicapt und scheu, dann könnt ihr eigentlich nur Bruno einfangen und beim lokalen Tierschutz abliefern, glaube ich...
 
Irmi_

Irmi_

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Ich sehe das leider ähnlich wie Razielle.

Wenn die Kater nicht selber auf einen grünen Zweig kommen mit einander und ihr nicht Mittel und Wege findet Jacky draußen einen "Freiraum" zu schaffen, wo er sich sicher fühlt, dann bleibt leider nur die Abgabe von Bruno. :-/

Man kann natürlich Bruno einfangen und ein, zwei Monate zur
Zusammenführung In einem Separaten Zimmer halten und Jacky mit Leckerli dazu bringen, mit Bruno hoffentlich positiv zu interagieren, aber bei der Konstellation zweier Kater, die kaum bis garnicht ein Haus betreten ist das eine Aufgabe die nur wenige bewältigen können.
 
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Jacky2017

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Ich hab es fast befürchtet, wollte es aber nicht wahrhaben. Das ist keine leichte Entscheidung, aber mein Jacky kommt mit der Situation nicht klar. Bruno ist ein lieber Schatz. Ich denke, er wird schnell vermittelt. Vielen herzlichen Dank für eure Antworten
 
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