Ständiges grundloses[?] Schreien

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Grüße!

Mein Kater treibt mich langsam in den Wahnsinn.

Wir haben unsere Beiden ja noch nicht so lange [ein Jahr dürfte es jetzt sein] aber der Kater[~5 Jahre] war schon immer sehr eigen. Er spielte anfangs weder mit mir noch mit der Katze [~2 Jahre], war aber sehr anhänglich und menschenbezogen. Jedoch musste - und muss - man beim streicheln sehr aufpassen, da er zwischenzeitlich grundlos beißt und kratzt.
Auch hatte er immer wieder Phasen, in denen er grundlos schrie - aber das hielt sich im Rahmen des Erträglichen.

Seit ungefähr zwei Wochen jedoch steigert sich dieses Verhalten in nahezu unerträglichem Maße.

Das fängt schon morgens an: um ~6 Uhr will er sein Essen. Dafür kommt er jedoch nicht zu uns, nein, er stellt sich vor die Wohnungstür [!] am anderen Ende der Wohnung, und schreit so lange, bis einer von uns aufsteht. Ignorieren bringt nichts, er hat einen langen Atem.
Wenn wir uns dann wieder hinlegen gibt er auch wieder Ruhe, selbiges, wenn wir zur Arbeit müssen, und uns fertig machen. Setze ich mich jedoch einfach ruhig ins Wohnzimmer, stellt er sich wieder vor die Wohnungstür und schreit.
Wenn ich mit ihm spiele [geht inzwischen, doch er reagiert nur auf zwei Dinge: Federangel oder Leckerli] spielt er eine Weile mit, doch dann geht's zurück zur Tür und zum Schreien.
So geht das den ganzen Tag weiter. Sobald man sich entspannen möchte und er grade nicht schläft, schreit er.

Wenn ich essen mache, schreit er.
Wenn ich einen Film sehen möchte, schreit er.
Wenn ich auf dem Sofa ein Buch lese, schreit er.

Manchmal beobachte ich ihn dabei, wie er vom Wohnzimmer zur direkt gegenüberliegenden Küche gehen möchte, kurz vor der Küchentür unschlüssig im Flur stehen bleibt, und nach einer Weile wieder nach rechts zur Haustür abdreht und anfängt zu schreien. So, als wäre ihm gerade eingefallen, dass er das ja auch mal wieder machen könnte.

Ich weiß einfach nicht mehr, was ich mit ihm machen soll.
Er hat alle Zimmer zur Verfügung, einen großen - gesicherten - Balkon, so wie einen großen und einen kleinen Kratzbaum. Er frisst normal, geht regelmäßig aufs Klo und hat eine liebe, verspielte Gefährtin, die er aber konsequent ignoriert - mit der Ausnahme, dass er sie ab und an attackiert und selten mal putzt.
Er ist kastriert, sie auch.

Was mir noch einfällt:
  • Er reagiert sehr extrem auf Leckerli und wenn er grade nicht schreiend vor der Tür sitzt, kratzt er am Lebensmittelschrank, in dem sie aufbewahrt werden. Aber selbst dann habe ich das Gefühl, dass er sie nicht wirklich haben möchte, sondern einfach generell unzufrieden ist.
    Denn wenn er welche bekommt, geht er danach wieder schreien.
  • Zudem habe ich ihn noch nie trinken sehen, aber er pinkelt ganz normal, und ich mische immer Wasser mit dem Naßfutter, damit die Beiden genug Flüssigkeit zu sich nehmen. Trockenfutter bekommen sie keines.
  • Seit Kurzem ignoriert er konsequent seinen alten Lieblingsplatz.

Es wäre ja kein Problem, wenn er mit mir kommunizieren würde, aber er schreit einfach nur und scheint nichts zu wollen.

Hat vielleicht jemand einen Rat?

Alles Liebe,
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War er früher Freigänger?
 
Maiglöckchen

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Wie viel fütterst Du? Kann es vielleicht sein, dass er einfach Hunger hat?
 
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Danke für die Antworten!

Leider waren die Umstände, unter denen wir die Beiden übernommen haben, nicht perfekt. Die Vorbesitzer wollten sie möglichst schnell "loswerden" und nichts mehr mit ihnen zu tun haben; deshalb haben wir leider denkbar wenig Informationen über die Vorgeschichte.
Laut Vorbesitzer waren Beide bei ihnen nur in der Wohnung, der Kater habe sich allerdings ab und an ins Treppenhaus geschlichen.
Ich persönlich könnte mir vorstellen, dass der Kater vor den Vorbesitzern noch einen Vor-vorbesitzer hatte, aber sicher bin ich mir dessen nicht. Zumindest die letzten drei Jahre hat er als Wohnungskater verbracht.

Dazu sei auch zu sagen, dass der Balkon ihn nicht sonderlich interessiert. Ab und an sitzt er mal auf seinem Tischchen in der Sonne, aber es scheint ihm nicht so wichtig zu sein.
Es gelang ihm bisher ~zwei Mal, sich an meinen Beinen vorbei insTreppenhaus zu quetschen. Da stand er dann total angespannt, und rannte direkt wieder zurück in die Wohnung, um nach kurzer Zeit wieder zu schreien.

Bezüglich des Hungers
: er schreit unabhängig davon, ob in seinem Napf Futter ist, oder nicht.
Wir füttern nach der Empfehlung auf den Futterdosen so um die 250 Gramm pro Katze pro Tag.
 
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Upserle

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Versuche doch einfach mal ihm mehr hinzustellen, also wenn nach einer Mahlzeit alles leer ist und er noch maunzt, dann wieder ihm etwas geben und schauen ob er es frisst und dannn Ruhe gibt, nicht immer sind die Angaben ideal oder für jede Katze geeignet.

Meinte fressen mal richtig viel und dann mäckel sie und fressen kaum noch was.
 
Maiglöckchen

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Nach Fütterungsempfehlungen sollte man nicht unbedingt gehen, weil der Hunger bei Katzen individuell sehr unterschiedlich sein kann. Aber wenn immer noch was im Napf ist, dürfte es daran nicht liegen.

Vielleicht ist er tatsächlich nicht ausgelastet genug. Wenn er wegen Leckerchen bettelt, hast Du mal versucht, mit ihm Such-und Jagdspiele zu machen? Clickern wäre auch noch eine Möglichkeit, ihn mehr auszulasten und zu beschäftigen.

Habt Ihr gecheckt, ob gesundheitlich alles mit ihm in Ordnung ist?

@Edit: Dass er nicht trinkt, ist völlig normal. Ich mache das so wie Du, füttere Nassfutter mit einem ordentlichen Schuss Wasser darin und sehe hier nie eine Katze trinken. Die Wassernäpfe stehen hier nur herum, damit ich darüber stolpern kann :) Wenn eine meiner Katzen mal trinkt, dann hat das immer gesundheitliche Gründe, z.B. nach einem Magendarm-Infekt mit heftigen Kotzattacken, da gleicht Katze dann am Wassernapf den Flüssigkeitsverlust aus.
 
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Versuche doch einfach mal ihm mehr hinzustellen, also wenn nach einer Mahlzeit alles leer ist und er noch maunzt, dann wieder ihm etwas geben und schauen ob er es frisst und dannn Ruhe gibt, nicht immer sind die Angaben ideal oder für jede Katze geeignet.

Meinte fressen mal richtig viel und dann mäckel sie und fressen kaum noch was.

Ich achte darauf, dass den Beiden immer etwas zu Essen zur Verfügung steht [in angemessenem Maße, natürlich], mitunter muss ich Essen weg kippen, weil es schal geworden ist, da die Beiden nicht genug Hunger hatten.
Ich glaube nicht, dass es daran liegt - aber ich werde noch genauer darauf achten, danke! :)

Maiglöckchen hat gesagt.:
Nach Fütterungsempfehlungen sollte man nicht unbedingt gehen, weil der Hunger bei Katzen individuell sehr unterschiedlich sein kann. Aber wenn immer noch was im Napf ist, dürfte es daran nicht liegen.

Vielleicht ist er tatsächlich nicht ausgelastet genug. Wenn er wegen Leckerchen bettelt, hast Du mal versucht, mit ihm Such-und Jagdspiele zu machen? Clickern wäre auch noch eine Möglichkeit, ihn mehr auszulasten und zu beschäftigen.

Habt Ihr gecheckt, ob gesundheitlich alles mit ihm in Ordnung ist?

@Edit: Dass er nicht trinkt, ist völlig normal. Ich mache das so wie Du, füttere Nassfutter mit einem ordentlichen Schuss Wasser darin und sehe hier nie eine Katze trinken. Die Wassernäpfe stehen hier nur herum, damit ich darüber stolpern kann Wenn eine meiner Katzen mal trinkt, dann hat das immer gesundheitliche Gründe, z.B. nach einem Magendarm-Infekt mit heftigen Kotzattacken, da gleicht Katze dann am Wassernapf den Flüssigkeitsverlust aus.

Für die Leckerli habe ich ein recht nettes Fummelbrett, aber der Kater ignoriert es weitestgehend. Er rennt den Leckerli gerne nach, ist dabei ganz hektisch - kann davon aber nie genug bekommen. Und ich will ihn ja nicht überfüttern...
Mit clickern habe ich gerade anfangen - problematisch ist nur, dass er beinahe durchdreht, wenn er sieht/riecht/hört dass ich Leckerli habe und sich dann auf nichts mehr konzentriert. Zudem befürchte ich öfter mal, dass er überhaupt nicht versteht, was/dass man was von ihm will.

Tierarztbesuch steht noch aus. Er hat ja sonst keinerlei Beschwerden/Anzeichen von Krankheit, da wollte ich ihm den Stress erstmal ersparen. Vor einem halben Jahr war er das letzte Mal da.

Beruhigend, dass nicht nur Meine nicht trinken ^^
Die Wassernäpfe stehen hier zwar rum, doch normalerweise passiert damit nichts, außer, dass ich 'reintrete...
 
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Wäre Freigang denn überhaupt eine Option? Unser Gary war am Anfang auch erstmal eher ängstlich, aber wenn sich die Katzentiere dran gewöhnt haben, gibt es nichts Schöneres. Es ist toll zu sehen, wie er megastolz die erste Maus heimbringt - und das obwohl er am Anfang so gar nicht wusste, was zu tun ist. :)
 
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Wäre Freigang denn überhaupt eine Option? Unser Gary war am Anfang auch erstmal eher ängstlich, aber wenn sich die Katzentiere dran gewöhnt haben, gibt es nichts Schöneres. Es ist toll zu sehen, wie er megastolz die erste Maus heimbringt - und das obwohl er am Anfang so gar nicht wusste, was zu tun ist. :)

Leider ist Freigang keine Option. Wir wohnen im zweiten Stock.
Zwar ist hinterm Haus ein schöner Garten, vorne raus ist es allerdings nicht weit bis zu einer großen Straße mit Straßenbahn.
Zudem sind die Rheinwiesen ganz in der Nähe mit massig freilaufenden Hunden.
Und in unsrer näheren Umgebung wurde jetzt leider schon öfters vergiftete/präparierte Wurst/etc gefunden.

Es wäre mir zu gefährlich den Kater hier rauszulassen, selbst wenn die Möglichkeit bestünde.
Natürlich ist es wirklich schade, Freigang ist eine tolle Sache, aber die Umgebung eignet sich m.E. wirklich gar nicht...
 
Maiglöckchen

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  • #10
Was für Leckerchen sind das denn?
 
Mohya

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  • #11
Unsere Katze hat auch eine Weile oft an der Tür gesessen und gemaunzt und auch an der Tür gekratzt. Allerdings nicht so extrem wie eurer.
Bei uns war es tatsächlich so, dass sie nicht ausgelastet war, obwohl sie an Spielzeug kaum Interesse gezeigt hat. Leckerlis jagen war auch so ziemlich das Einzige, was sie gemacht hat. Irgendwann hat sie dann die Schachtel mit den Ohropax gefunden und die zu ihrem neuen Spielzeug erkoren. Jetzt ist es echt extrem, wie viel sie Spielen fordert, aber sie sitzt nicht mehr vor der Wohnungstür und jammert. Inzwischen kann ich sie auch besser für anderes Spielzeug interessieren. Das mit den Ohropax ist ja schließlich nicht optimal.

Vielleicht habt ihr auch noch nicht das richtige Spielzeug für euren Kater gefunden?

Was das Schreien angeht, hilft nur, es wirklich konsequent zu ignorieren, egal wie lang er es macht. Wenn er merkt, dass er dadurch Aufmerksamkeit bekommt, macht er es nur noch mehr.
 
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Winy

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  • #12
Hallo,

mir würde jetzt als erstes einfallen, ihn vorsichtshalber doch mal beim TA durchchecken zu lassen, ob er nicht doch etwas hat.

Und zweitens würde ich ( vielleicht wurde das hier schon empfohlen, habs nur überlesen - dann sorry) Clickern empfehlen.

http://www.katzen-forum.net/spiel-und-spass/38632-clickern.html

http://www.katzen-forum.net/verhalten-und-erziehung/80148-clickern.html

http://www.amazon.de/Katzen-Clicker...1378287665&sr=8-2&keywords=clickern+mit+katze

Gerade Wohnungskatzen sind oft unausgelastet, benötigen viele Anregungen, für sie ist Clickern eine gute Herausforderung.

Zu verschiedenen Spielzeugen, Fummelbrettern, Catwalks usw. wurde ja hier schon etwas geschrieben.

Lies Dich doch hier noch mal rein, vielleicht findest Du noch Anregungen:

http://www.katzen-forum.net/spiel-und-spass/

Liebe Grüße,
Winy
 
Sanya

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  • #13
Er rennt den Leckerli gerne nach, ist dabei ganz hektisch - kann davon aber nie genug bekommen. Und ich will ihn ja nicht überfüttern...
Mit clickern habe ich gerade anfangen - problematisch ist nur, dass er beinahe durchdreht, wenn er sieht/riecht/hört dass ich Leckerli habe und sich dann auf nichts mehr konzentriert.

huhu du,

sollte man eine körperliche Erkrankung ausschließen können, wofür ich mit ihm unbedingt zum TA gehen würde, wäre meine Idee, den Bub mal richtig auszupowern.

Wenn er derart auf Leckerchen abfährt, könntest du diese saftigen Knabberstängchen (wegen Feuchtigkeitsanteil) mal in ganz kleine Stücke schneiden, und ihm diese dann durch die Wohnung (Flur? wegen Raumlänge) werfen, damit er hinterher jagen kann, bis er von selbst keine Lust mehr hat. Ruhig täglich 2-3 x vor den Mahlzeiten am besten.

Die dadurch aufgenommenen Kalorien könntest du bei der Mahlzeit vom Nassfutter abziehen, falls du Sorge hast, dass er zu fett wird. Glaube ich aber gar nicht, weil wenn er durchs Zimmer jagt, um die Leckerchen zu fangen, verbraucht er ja auch Energie.

Dies würde ich mal einige Tage, ruhig 1-2 Wochen am Stück durchziehen, und schauen, wie es sich dann mit dem Schreien verhält. Abgesehen vom Auspowern und beschäftigen würdest du dem Kater damit ein Ritual bieten.

Vielleicht möchte der Bub einfach nur für ihn ansprechend beschäftigt werden.

Da gibt es natürlich noch andere Möglichkeiten, aber wenn er schon so auf Leckerlies abfährt, wäre dies mein erster Ansatz.

Liebe Grüße
 
Sanya

Sanya

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  • #14

Bezüglich des Hungers
: er schreit unabhängig davon, ob in seinem Napf Futter ist, oder nicht.
Wir füttern nach der Empfehlung auf den Futterdosen so um die 250 Gramm pro Katze pro Tag.

dann ist mir noch gerade das Thema Taurin eingefallen.

Ich würde feststellen, ob die beiden über das von euch gewählte Futter genügend mit Taurin versorgt werden. Viele Katzenhalter füttern Taurin zu, damit Katze optimal damit versorgt ist, das gibt es auch als Pulver, das man in Wasser auflösen muss, oder zb in Hühnerherzen ist viel Taurin. Taurin ist ua auch wichtig für die Nervenfunktionen der Katze. Über die Suchfunktion findet man dazu einiges zu lesen hier im Forum.
 
CookieCo

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  • #15
Ich kenne mich da zwar nicht wirklich aus, und Panik machen möchte ich auch nicht, aber kann solches Schreien nicht auch ein Anzeichen für Taubheit seit...? :hmm:
 
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DaisyPuppe

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  • #16
Ich kenne mich da zwar nicht wirklich aus, und Panik machen möchte ich auch nicht, aber kann solches Schreien nicht auch ein Anzeichen für Taubheit seit...? :hmm:

Ich hatte eine taube Katze und das Schreien war unabhängig vom Ort wo sie sich aufgehalten hat. Wenn der Kater immer vor der Tür schreit will er wohl raus - er war es scheinbar gewohnt im Stiegenhaus rumzulaufen und findet das Eingesperrtsein nicht gut. Ich würde den Kater auf lange Sicht betrachtet lieber ein Zuhause mit Freigang gönnen.
Für die 2jährige Katze dann bitte ein gleichaltes Katzenmädel suchen.
 
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Aine

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  • #17
Das erinnert mich total an meinen Sternenkater Tiger, mein Sohn, damals 6, war schon völlig verzweifelt "warum müssen wir so einen Schreikater haben". Tiger kam immer schreiend angelaufen, er war Freigänger, man konnte ihn schon lange hören, bis er endlich zu Hause ankam. Auch im Haus schrie er gerne, irgendwann hatte er sich das angewöhnt und er war sehr ausdauernd.
Er kam auch zu mir und wollte gestreichelt werden, da war ich immer extrem vorsichtig, er biss dann auch gerne zu. Mich hat er auch nie gebissen,nur gekniffen, aber Nachbarskinder, auch meine Mutter. Ich war dabei, er kam zu ihr auf die Couch, sie hat ihn gestreichelt und plötzlich biss er ziemlich fest zu.

Im Alter wurde er dann immer netter und umgänglicher. Der Tierarzt hatte ihn auch untersucht und nichts gefunden. Taub war er nicht! Heute würde ich woanders hingehen, es könnte sein, er hatte ein neurologisches Problem.

Aine schreit auch gerne wenn sie denkt, sie könne doch jetzt mal was essen.
So lange sie schreit, reagiere ich nicht, bzw ich setze mich einfach wieder. hin oder ich stelle die Dose wieder hin. Wenn sie aufhört zu schreien, nehme ich die Dose wieder, sie fängt sofort an zu schreien, ich stelle die Dose wieder hin und warte, bis sie mal aufhört. Nach einer gefühlten Ewigkeit ist sie dann mal ruhig, ich nehme die Dose, sie schreit, ich stelle die Dose wieder hin. Never ending story.....

Es war stressig, aber es hat sich gelohnt, inzwischen sitzt sie ganz still und versucht mich zu hyptonisieren und dann mache ich auch was sie will.

Sie sitzt vor der Terrassentür und will raus oder rein, vor dem Fummelbrett, ich weiß fast immer was sie will und sie hat gelernt mit Schreien erreicht sie nichts, allerdings fängt sie sofort an zu kommentieren, da kann sie wohl nicht anders, wenn ich komme. So in etwa, wird ja endlich mal Zeit, das du dich um mich kümmerst, nun mach mal schneller......
 
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  • #18
So viele Anregungen, vielen Dank!

Was für Leckerchen sind das denn?
Er ist da nicht so wählerisch.
Angefangen hatten wir mit Trockenfutterstückchen, da er das Zeug so gerne mochte [höchstens 10 Stückchen pro Tag]
Momentan habe ich diese Stangen, die reiße ich in kleine Stücke.

@ Mohya: Das ist ja ein Zufall, unsere andere Katze steht auch total auf Oropax - da muss man richtig aufpassen, dass sie die Dinger nicht in die Finger kriegt. Sie will die dann nämlich auch fressen...

Wir haben so eine Masse Spielkram für die Beiden.
Aber das Einzige, was beim Kater wirklich klappt, ist die Federangel. Aber ich suche weiter. Die Katze ist viel unkomplizierter.

Was das Ignorieren angeht, das fällt mir wirklich schwer.
Er steigert sich dann auch in der Lautstärke, und grade, wenn er das Nachts macht, habe ich echt Angst, dass die Nachbarn das nicht mehr tolerieren wollen...
Aber um den Versuch führt wohl kein Weg herum. Ich will ihn ja auch nicht in dieser Unart bestätigen.

@ Winy:

Danke für die Links, ich werde mich da mal durchclicken!
Hm, ich habe auch schon über den TA nachgedacht. Allerdings war ich noch unschlüssig, da der Kater das sehr hasst und ja sonst ganz normal & gesund wirkt. Aber es stimmt schon: besser zu vorsichtig sein.

Clickern habe ich grade angefangen, mit sehr mäßigem Erfolg. Wie gesagt, der Kater scheint überhaupt nicht zu verstehen, was ich von ihm will.
Ich werde mich aber noch genauer in das Thema einlesen, wahrscheinlich liegt das Problem diesbezüglich bei mir.

Es ist nur schwierig ihn zu beschäftigen, weil er den Kontakt von selbst nicht sucht. Es ist jedes Mal ein Akt, ihn dazu zu bringen, zu spielen und sich zu betätigen. Er ist ziemlich schwerfällig.
Aber ich versuch' es natürlich weiter. :)

@Sanya:
Ja, TA steht anscheinend wirklich an. Werde mich baldigst darum kümmern.

Genau das machen wir mit den Leckerli. :) Klein schneiden, und 'rumwerfen. Das mag er sehr - aber wie gesagt, er findet dabei kein Ende. Und wenn man nach einer Stange aufhört wird er wieder ungehalten...

Das ritualisieren dieser Sache klingt nach einer tollen Idee, das hatte ich bisher nicht versucht. Vielleicht wird es besser, wenn er sich an feste Zeiten gewöhnen kann.

Ich werd' einfach nicht schlau aus ihm. Manchmal denke ich, dass er selbst nicht weiß, was ihm eigentlich fehlt - nur dass etwas fehlt.

Ah, Taurin zum untermischen habe ich zu Hause. Normalerweise kommt das ins Frühstück - nur in der letzten Zeit hatte ich es auf Grund von persönlichem Stress ganz vergessen. Kann das kurzfristige Folgen haben?


@CookieCo:

Er scheint mir sonst ganz gut zu hören - besonders, da er noch immer bei vielen Geräuschen erschrickt; aber ich weiß nicht, wie gut Katzen dabei kompensieren können. Werde den TA mal drauf ansprechen.

@DaisyPuppe:
Den Kater auf Grund einer diffusen Annahme abzugeben steht nicht zur Debatte. Wie bereits gesagt weiß ich nicht, ob er jemals draußen war - ich könnte es mir nur vorstellen.
Der arme Kerl ist meines Erachtens oft genug rumgereicht worden und hat eventuell gerade deswegen einen Knack weg. Er hat nach dem Umzug zu uns recht lange gebraucht, um nicht bei jedem Geräusch panisch zu werden.
Zudem, bei dem Katzenüberschuss der ja leider herrscht, wo zauber ich ein gutes Zuhause mit gesichertem Freigang für mein Kerlchen her?
Natürlich sollte das Wohlergehen des Katers im Vordergrund stehen, aber ich sehe nicht, wie ein Ortswechsel seine Probleme lösen sollte.

EDIT:
@Aine:
Oh, deine Antwort stand gar nicht in meinem Vorschau-fenster; ich antworte dir, sobald ich von der Arbeit zurück bin :)

Danke noch mal an alle für die guten Ratschläge!
Liebe Grüße,
Andrej
 
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  • #19
Vielleicht hast Du ihn "falsch" konditioniert. Er schreit, er bekommt ein Leckerchen, ein guter Grund, um weiter zu schreien.

Vielleicht könntest Du das Pferd andersherum aufzäumen. Lecker gibt es nur noch, wenn er nicht schreit. Wenn er sich zum Beispiel mit der Spieleangel beschäftigt.

Hast Du eine vernünftige Anleitung für das Clickern? In guten Büchern darüber steht auch, wie man damit umgehen sollte, wenn Katze beim Clickern zu gierig auf die Leckerchen wird.
 
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  • #20
Stimmt Maiglöckhen könnte recht haben.

Vielleicht ja auch die Vorbesitzer und die Katzen haben gelernt, wenn ich schreie bekomme ich Aufmerksamkeit. Clickern ist immer eine gute Idee, aber auch eine körperliche Auspowerung mit Ball, Angel, Gerte,... ist gut. Ich bevorzuge bei meinen dies hier:
https://www.catzs.de/4cats-baldrian-katzenangel-wurm#/491258/boinks-bamboozler

Ein Spiel von 15 Minuten kann da sehr auspowernd sein für die Katzen, aber meine lieben auch dem Teil hinterher zu jagen, springen,...
 
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