Sparkonto statt Krankenversicherung: Kalkulation und Planung

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Leibeigener

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Tierarztkosten können schnell mal in den vierstelligen Bereich gehen und man sollte unbedingt abgesichert sein für den Notfall. Ich habe mich bewusst gegen die Krankenvollversicherung entschieden, da ich dort bei 20 Jahren Katzenleben mindestens 6000,00€ an Beiträgen zahle + Selbstbeteiligung usw. und schlimmstenfalls zahle ich jahrelang ein, die Katze verursacht plötzlich hohe Kosten und ich werde gekündigt oder in noch höhere Beiträge gedrängt. Schlimmstenfalls ist alles Eingezahlte futsch.

Ich habe bei meiner Hausbank ein zweites, reines Sparkonto ("Katzenkonto") angelegt. Es ist nur für Tierarztkosten da und auch nur für unerwartete Krankheiten.
Also keine Kleinbeträge wie jährliches Impfen, allg. Check usw. und natürlich nicht die monatlichen Kosten für Futter, Streu usw.

Als erstes habe ich 1000,00€ eingezahlt und einen Dauerauftrag von monatlich 100,00€ eingerichtet. So bin ich nach einem Jahr bei 2200,00€ und entsprechend später bei mehr.
Dass 1000,00€ Notgroschen erstmal im Ernstfall viel zu wenig sind, ist mir bewusst. Im "Worst Case" kann ich mir jederzeit größere Summen borgen oder einen Kredit aufnehmen.

Meine Kalkulation bezieht sich auf 2 Jungtiere (6 Monate & 10 Monate, Wohnungshaltung). Werden beide 20 Jahre alt, kostet die Versicherung min. 12.000€. Bei meinem Sparplan habe ich diese Summe nach etwa 9 Jahren erreicht. Natürlich könnte sie im Krankheitsfall zwischendurch auch schrumpfen.

Nun ist meine Frage, ob ein derart großes Polster (12.000€) wirklich nötig ist, selbst wenn die Behandlungskosten explodieren. Mit 5.000 - 7.000€ Notgroschen würde ich mich schon wesentlich besser fühlen und komme schneller an mein Sparziel. Und sollte es tatsächlich nicht reichen komme ich wie gesagt jederzeit ans nötige Geld.

Wie seht ihr das?

Danke für Tipps und Erfahrungswerte!

PS: bitte keine Diskussion Pro und Contra zur Tierkrankenversicherung dafür gibt es einen eigenen Thread. Ich habe oben nur beschrieben, warum ich mich fest dagegen entschieden habe, damit meine weiteren Gedankengänge / Kalkulationen besser nachvollziehbar sind, danke! :)
 
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consti

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Ich finde 12.000 schon sehr üppig.
Wenn man Freigänger hat, die vielleicht mal angefharen werden und dann tatsächlich aufwändige OPs + lange Klinikaufenthalte benötigen, dann kann es sicher sehr teuer werden.

Ich habe seit sehr langer Zeit Katzen und musste auch schon Not-OPs und aufwändige Diagnostik bei ungeklärten Krankheiten zahlen, aber 12.000 Euro kamen in 35 Jahren Katzenhaltung niemals zusammen.
 
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Leibeigener

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Ich finde 12.000 schon sehr üppig.
Wenn man Freigänger hat, die vielleicht mal angefharen werden und dann tatsächlich aufwändige OPs + lange Klinikaufenthalte benötigen, dann kann es sicher sehr teuer werden.

Ich habe seit sehr langer Zeit Katzen und musste auch schon Not-OPs und aufwändige Diagnostik bei ungeklärten Krankheiten zahlen, aber 12.000 Euro kamen in 35 Jahren Katzenhaltung niemals zusammen.

Danke dir consti!

Ich denke auch, dass 12.000€ Notgroschen nicht sein müssen.
5.000€ auf dem Notfallkonto scheinen mir eher realistisch. Sollte dieser Betrag durch Notfälle plötzlich schlagartig schrumpfen, kann ich ja immer noch die monatlichen Sparbeträge hochschrauben auf mehr als 100,00€ und mir notfalls was borgen. Davon abgesehen muss ich bei aufwendigen / sehr teuren Behandlungen sowieso in die Tierklinik und die bietet schon seit Jahren Ratenzahlung an.

Interessant wäre zu erfahren, ob hier schon mal jemand innerhalb kürzester Zeit mehr als 5.000€ aufbringen musste?
 
wilumi

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Interessant wäre zu erfahren, ob hier schon mal jemand innerhalb kürzester Zeit mehr als 5.000€ aufbringen musste?

Was heisst kürzeste Zeit? Meine drei Schätzchen haben mich die letzten 2,5 Jahre ca. 7.000 Euro gekostet :oops: Wenn es überhaupt reicht.
 
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Leibeigener

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Was heisst kürzeste Zeit? Meine drei Schätzchen haben mich die letzten 2,5 Jahre ca. 7.000 Euro gekostet :oops: Wenn es überhaupt reicht.

Das ist mal eine Ansage :eek:

Mit "innerhalb kürzester Zeit" meine ich wenige Monate.
Angenommen, ich habe "nur" 5.000€ Notgroschen und diese werden in 2 Monaten schlagartig verbraucht. Dann muss ich schleunigst meinen Finanzplan angleichen, um immer genügend Reserven zu haben.
Da ich überhaupt kein Freund von Abhängigkeiten wie Tierversicherung oder Geld borgen / Krediten usw. bin würde ich im akuten Notfall was verkaufen, das sich schnell zu Geld machen lässt wie z.B. mein Motorrad, auf ein kleineres Auto umsteigen, den Urlaub ausfallen lassen was auch immer.
 
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Katzenherzchen

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Bei uns ist das nach Lillie nun so geregelt das ich pro Katze 15€ im Monat zur Seite lege.

Zusätzlich habe ich für größere und direkte Rechnungen eine Kreditkarte mit einem Rahmen von 5000€, die wird auch NUR für TA genutzt wenn nötig.
 
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Leibeigener

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Zusätzlich habe ich für größere und direkte Rechnungen eine Kreditkarte mit einem Rahmen von 5000€, die wird auch NUR für TA genutzt wenn nötig.

Auch eine Möglichkeit.
Aber ist es bei Kreditkarten (habe selbst keine mehr da nie genutzt und da nach dem einen kostenlosen Jahr Gebühren anfielen habe ich sie gekündigt) nicht so, dass du sie z.B. mit 2.000€ beim TA - Besuch belastest, und einige Wochen später der gesamte Betrag auf einmal von deinem Girokonto eingezogen wird?
Wenn dann kein ausreichendes Guthaben auf dem Konto ist oder der Dispo zu klein, gibts doch Komplikationen?
 
Andali

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Ich lege für meine beiden 30€ im Monat weg, da will ich aber nur für höhere TA-Kosten dran gehen. Alles was unter 100€ ist, wird vom normalen Konto bezahlt. Da beide Freigänger sind, habe ich allerdings eine OP-Verischerung abgeschlossen, somit habe ich die teuren Operationen auf jeden Fall abgedeckt und die Op-Versicherung ist auch nicht so teuer.
 
Maiglöckchen

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Was heisst kürzeste Zeit? Meine drei Schätzchen haben mich die letzten 2,5 Jahre ca. 7.000 Euro gekostet :oops: Wenn es überhaupt reicht.

So ähnlich sah es bei uns auch aus. Es müssen auch nicht immer gleich die großen Operationen sein, aber wenn man drei Katzen hat und z.B. regelmäßig Blutbilder braucht, dann kommt alleine dadurch pro Jahr schon einiges zusammen.

Dann rechne noch ein paar US-Untersuchungen wie Herzschall etc. und FORL dazu, da sind 7000 Euro recht flott aufgebraucht.
 
Katzenherzchen

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  • #10
Leibeigener nein, bei meiner ist es so das 30% vom belasteten Betrag monatlich abgebucht werden, also höchstens 150€ im Monat.
 
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Leibeigener

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  • #11
Ich lege für meine beiden 30€ im Monat weg, da will ich aber nur für höhere TA-Kosten dran gehen. Alles was unter 100€ ist, wird vom normalen Konto bezahlt. Da beide Freigänger sind, habe ich allerdings eine OP-Verischerung abgeschlossen, somit habe ich die teuren Operationen auf jeden Fall abgedeckt und die Op-Versicherung ist auch nicht so teuer.

Also im Grunde planst du ähnlich wie ich, nur dass meine keine Freigänger sind / keine OP - Versicherung bekommen.

Ein weiterer, ganz wichtiger Aspekt beim Katzensparkonto ist für mich auch die eigene finanzielle Zukunft. Werde ich mal arbeitslos und rutsche in Hartz4 - Armut (kann ja jedem passieren) dann muss ich extrem sparsam leben und mich einschränken. Der Notgroschen für die Katzen aber wäre da und damit die tierärztliche Versorgung sichergestellt.
 
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steinhoefel

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  • #12
Ich habe hier kein spezielles Katzenkonto aber ein Sparkonto, das ich immer bei 10.000 € stehen lasse.
Wenn es weniger wird, fülle ich eben wieder auf.
Klingt jetzt vielleicht nach sehr viel allerdings hatten wir in einem "Horrorjahr"
6.500 € Tierarztkosten (1. Katze Autounfall,2. Katze
Augen-OP und Krebserkrankung,3. Katze CNI)
Ohne mein "Sparbuch" wäre ich da schon extrem ins schwimmen geraten.
Jetzt sind solche Jahre sicher nicht der Normalfall aber man sieht, es kann eben doch passieren.
Das Sparkonto ist nur für Notfälle reserviert und wurde eigentlich bisher auch nur für die Katzen benötigt.
 
Mautelix

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  • #13
Leibeigener nein, bei meiner ist es so das 30% vom belasteten Betrag monatlich abgebucht werden, also höchstens 150€ im Monat.

Ich hoffe, du rechnest nicht wirklich mit 150 €, denn 30% von 5.000 € sind in meiner Rechnung 1.500 €. :oops: Es sei denn du bist nicht von deinen eben erwähnten 5.000 € ausgegangen.
 
Katzenherzchen

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  • #14
Ich Honk...3% :oops:
 
Mautelix

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  • #15
3%? Die Kreditkarte will ich haben. :omg:
 
Katzenherzchen

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Bei Koblenz
  • #16
Das is Tatsache.

Die ziehen 3% von der Belastung monatlich ab und die bleibt dauerhaft gebührenfrei.

Wir hatten einen ziemlich teuren Staubsauger gekauft und bei der Finanzierung gab es die Karte quasi "dazu".

Schau mal bei Commerzfinanz fals es dich wirklich interessiert.
 
Mautelix

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  • #17
War auch nicht ironisch gemeint. :)

Unsere KK möchte bei Ratenzahlung 10% vom Saldo haben.
 
doppelpack

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  • #18
Ich denke immer, je mehr man sparen kann, desto besser.
Ein 1000er ist leider schneller weg, als man gucken kann.
Und wenn am Ende Geld übrig bleibt, schadet es ja nicht.
Allerdings würde ich auch sagen, dass 10.000 Euro bei zwei Katzen als Polster reichen sollte. Du schreibst ja, dass du jederzeit an mehr Geld kommen würdest.
 
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Peikko

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  • #19
Ich habe diverse Sparkonten. Ein Tagegeldkonto, wo jeden Monat recht viel drauf geht, dafür komm ich aber innerhalb von wenigen Tagen ans Geld dran. Dann noch nen Sparplan, wo jeden Monat 100 Euro draufwandern, der hat allerdings drei Monate Kündigungsfrist. Und dann noch Festgeld, das ich für drei Jahre angelegt habe.
Sprich ich verdiene nicht schlecht. Trotzdem hab ich für beide Kater eine Vollversicherung. Bin in der glücklichen Lage, daß ich von dem Betrag, der da monatlich abgeht nicht viel merke.
Mein Tagegeldkonto ist hauptsächlich für Urlaube und größere Anschaffungen da. Und ich bin eigentlich ganz froh drüber, daß ich das bedenkenlos leerräumen kann, ohne mir über evtl. anfallende Tierarztkosten Gedanken machen zu müssen.
Man weiß nie, was passiert.
 
nicker

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  • #20
Das is Tatsache.

Die ziehen 3% von der Belastung monatlich ab und die bleibt dauerhaft gebührenfrei.

Vor solchen Kreditkarten wird eigentlich seitens der Verbraucherschützer immer gewarnt.
Im Grunde ist es ähnlich wie beim Kontokorrent ("Überziehungskredit" des Girokontos): man hat einen Kreditrahmen, für den man natürlich auch (reichlich!) Zinsen zahlen muss.
Da der Kontoauszug für die Kreditkarte meist nur monatlich einmal kommt, verdrängt man dann die roten Zahlen wieder, während man beim Girokonto bei jedem Kontoauszug daran erinnert wird; dadurch bleibt die Überziehung präsenter und ist man besser motiviert, daran auch zu arbeiten und den Schuldensaldo abzuarbeiten.
Für meine Kreditkarte habe ich einen Kreditrahmen von 800 Euro vereinbart, und der Schuldsaldo wird auch monatlich auf einen Sitz eingezogen. So bleibe ich beim Kauf auf Kreditkarte (überwiegend Internet) diszipliniert, und es kommen nicht verdeckte und nicht mehr bewusst wahrgenommene Schulden auf mich zu.
Ich hatte auch schon einen Überziehungskreditrahmen im 5-stelligen Eurobereich, den ich für einen Neuwagenkauf fast vollständig ausgenutzt hatte, weil das Festgeld nicht rechtzeitig fällig war. Diesen Rahmen habe ich aber massiv zurück gefahren, obwohl es weiter möglich gewesen wäre seitens der Bank, eben weil ich einfach nicht will, dass der Anreiz so hoch ist, undiszipliniert Schulden zu machen.
Ich würde eher nach einem richtigen Ratenkredit bei der Bank nachfragen, wenn ich eine Anschaffung hätte, die ich weder vom laufenden Gehalt noch vom Sparbuch usw. bezahlen könnte.

@Katzenherzchen: wie hoch ist denn der Effektivzins für deine Kreditkarte aktuell? DAS ist doch das, was wichtig zu wissen ist, bevor du hier ungezügelte Schuldenaufnahme propagierst!

LG
 
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