Sollen wir es noch einmal probieren?

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Werna

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Hallo Zusammen,

Ich war bisher nur stiller Mitleser, doch jetzt brauche ich auch mal Euren Rat!
Es geht um die Frage, ob wir es noch einmal mit einer zweiten Katze versuchen sollten. Hier aber nun die ganze Geschichte:

Vor fast 4 Jahren habe ich mir meinen Traum erfüllt und zwei Katzen aus dem Tierheim adoptiert. Bis vor 4 Wochen lebten wir Drei glücklich und zufrieden zusammen, bis ich eines Tages die Nachricht erhielt, dass meine Katze Mimi durch einen Auto-Unfall ums Leben kam.:reallysad: Seitdem leben Manni (Kater, kastriert, ca 6 Jahre) und ich alleine zusammen.
Da Manni damals von Tierschützern befreit worden war, weil er angeblich misshandelt wurde, ist er ein kleiner Psychopath (ich hab ihn trotzdem lieb ;)). Dies äußert sich darin, dass er sehr misstrauisch ist – verständlicherweise. Vor Fremden nimmt er sofort Reißaus, ich kann ihn zwar ohne Probleme streicheln, aber wehe ich tropfe ihm z.B. Frontline auf den Nacken. Dann denkt er (jedes Mal), ich wollte ihn umbringen, ist völlig entsetzt und lässt sich 2 Tage nicht mehr blicken. Auf den Arm nehmen findet er ebenfalls sehr doof! Da Mimi äußerst unerschrocken war, konnte sie ihm in der ein- oder anderen Situation ein wenig die Angst nehmen. Er hat sich, obwohl sie jünger war, doch recht stark an ihr orientiert.

Daher dachte ich, als Mimi uns verlassen hatte, dass wir ja nun wieder ein Plätzchen für eine Mieze aus dem Tierschutz frei hätten. Für Manni wünschte ich mir eine Katze, die Ruhe ausstrahlt, die ihm etwas Sicherheit gibt und die einfach nett zu ihm ist. Für mich wünschte ich mir eine Schmusekatze, die abends mit mir ins Bettchen kommt und mich in den Schlaf schnurrt…

So bin ich guten Mutes zum Tierheim gefahren, hab mich beraten lassen und habe mich nach ein paar Besuchen für eine 9-jährige Katze entschieden.

Diese Katze hatte absolut 'die Ruhe weg' und fühlte sich gleich am ersten Tag absolut heimisch, fand Manni aber offensichtlich nicht so doll und hat ihn immer wieder gejagt. Da Manni ein Schisser ist, ist er dem Konflikt aus dem Weg gegangen und wohnte fortan nur noch unter Bett. Nachts ist er meistens einmal rausgekommen, um aufs Klo zu gehen. Gefressen oder getrunken hat er kaum mehr (er frisst normalerweise, wie ein Scheunendrescher), nahm nicht einmal mehr Leckerchen an. Ich hab ihm einmal täglich etwas zu essen im wahrsten Sinne des Wortes ins Maul gestopft, da ich ihm Zylkene geben wollte und er ja freiwillig nicht fraß. Einen Feliway Stecker gab es übrigens auch.
So verging ein Tag auf den anderen, ich war total unglücklich mit der Situation, aber was ich hier schon gelernt hatte, ist, dass man Geduld haben muss… Nach etwa 10 Tagen aber stellte sich dann plötzlich heraus, dass die „Neue“ von Ihrem alten Frauchen schon länger vermisst wurde. Somit zog sie bei uns aus und bei ihrem alten Frauchen ein.

Kaum war sie eine Stunde aus dem Haus, kam Manni aus seinem Versteck und benahm sich so normal wie immer, als wäre nie etwas gewesen. :confused:

Daher lautet Meine Frage: Meint ihr, mein Kater ist ein hoffnungsloser Fall von Einzeltier, oder kann ich es noch einmal wagen? Worauf muss ich achten? Wäre es vielleicht klüger, eine nicht ganz so sichere Katze zu nehmen, damit die beiden sich einfach ähnlicher sind? Oder wäre es besser, ein Kitten zu nehmen, da er vor diesem möglicherweise nicht soviel Angst hat (auch wenn ich das eigentlich nicht will…)?

Einerseits möchte ich meinen Kater nicht quälen, andererseits habe ich hier noch en Plätzchen frei und das TH quillt über vor Katzen… da fänd ich es schon schön, wenn wir das irgendwie hinbekommen würden…

Was denkt ihr? Sollen wir es noch einmal versuchen?
Danke schon mal vorab für Eure Antworten!

VG Werna und Manni
 
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Hallo Werna,

zunächst einmal tut es mir wirklich sehr leid, dass Du Mimi durch einen Autounfall verloren hast.

Daher lautet Meine Frage: Meint ihr, mein Kater ist ein hoffnungsloser Fall von Einzeltier, oder kann ich es noch einmal wagen?
VG Werna und Manni

Manni ist kein Einzeltier, sonst hättet ihr drei doch nicht glücklich miteinander gelebt :)

Die Katze aus dem TH war wohl einfach nicht der richtige Partner für Manni.

Je ähnlicher die beiden sich sind, desto besser wird es vermutlich klappen.
Ich denke Manni wäre mit einem ausgeglichenen Kater in seinem Alter am glücklichsten, nicht zu scheu, aber auch nicht zu dominant.
Kater sind anders als Katzen, das hast Du selbst vermutlich 4 Jahre erlebt.
Vielleicht wäre das eh eine bessere Konstellation, was meinst Du?
 
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Werna

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Hallo Nicole,

erst einmal danke für Deine Antwort und für die aufmunternden Worte.

Ja, vielleicht hast Du Recht und es würde mit einem Kater eher klappen. Zwischen Mimi und Manni lief es auch nicht immer gut. Die hatten Ihre Krisen, wo sie sich nur aus dem Weg gegangen sind. Und irgendwann plötzlich waren sie wieder ein Herz und eine Seele...:confused: Wobei ich sagen muss, dass Manni immer sehr liebevoll zu Mimi war (er hat sie geputzt - sie dankte es ihm mit einem abfälligen Schulterblick und stolzierte von dannen... Weiber :rolleyes:)
Die Mitarbeiter des Tierheims rieten mir wieder zu einer Katze, weil Manni das ja schon kenne und dann die Chancen größer wären, dass es klappt. Das klang für mich zunächst mal logisch. Aber wahrscheinlich kommt man mit Logik in manchen Fällen einfach nicht aus...
 
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Werna

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Hallo Zusammen,

mittlerweile bin ich ein Stückchen weiter gekommen und mich dazu entschlossen, es noch einmal zu probieren.
Da stellt sich mir aber jetzt die nächste Frage: nach was für einem Kandidaten soll ich als Gefährten für Manni Ausschau halten?

Katze - weil er das schon kennt?
Kater - weil sie sich möglicherweise mehr zu sagen haben?
Jungtier - weil er davor nicht so große Angst haben könnte?
älteres Tier - weil es Ruhe austrahlt?
etwa gleichaltes Tier - weil das einfach am besten passt?
Ruhiger Schmuser - weil die Ruhe auf Manni abstrahlen könnte?
schüchternes, ängstliches Tier - weil die Gefahr, dass Manni untergebuttert wird nicht so groß ist?

Bitte bitte, ich brauche Rat! Ist doch meine erste "Familienerweiterung"...
Danke schonmal und viele Grüße von

Werna und Manni
 
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osa

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Hi,
zu Deinem ängstlichen Katerchen würde ich Dir ein sehr soziales, aber nicht ängstliches Katzentier empfehlen. Und für Dich was schmusiges.

Ob Katze oder Kater ist - denke ich - weniger wichtig, der Charakter muß passen. Wobei ich schon öfter erlebt habe, daß die Mädels die Jungs gerne unterdrücken...

Und ich würde die beiden sehr langsam zusammenführen, mit ner Gittertür, damit Deiner nicht Angst haben muß, sondern neugierig sein kann.

Alter eher ähnlich. Falls Du Kitten willst, dann zwei.

lg,
 
tiedsche

tiedsche

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Ich würde nach einem seehr souveränen (d.h. in sich ruhenden, katzengewohnten) Zweittier Ausschau halten. Am besten eins, dass schon ein paar Jährchen auf dem Buckel hat :) Welches Geschlecht ist sicher nicht soo ausschlaggebend, sondern eher die pazifistische Ader :p. Aber ich würde eher nach einem Kater schauen, die sind meist umgänglicher :stumm::D - und das sag ich als eingeschworene Katzendosi:cool: Falls eine passende Kätzin deinen Weg kreuzt würd ich sie mir aber genauer anschauen.
Da dein Kater leicht zu verunsichern ist, würd ich auch zu einer langsamen Zusammenführung raten, damit er die Chance hat sich an das Neue heran zu tasten.
Eine "private" Pflegestelle wär in deinem Fall sicher eine gute Wahl, da dort das kätzische Miteinander im Alltag meist besser bekannt ist.
 
Nolle

Nolle

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Hallo Werna,

es freut mich sehr, dass Du Manni einen Fellpopo an die Seite stellen möchtest :pink-heart:

Ich finde die Idee mit der Pflegestelle von Tiedsche sehr gut!
Hier kann man Dir sicher weiterhelfen einen passenden Kanditaten zu suchen.
Einfach ist es nie, was theoretisch super passt muss sich in der Praxis natürlich erst beweisen.

Du machst Dir vorher schon Gedanken und willst das Beste für Manni, ihr werdet sicher eine Katze/Kater finden mit der Manni gut auskommt.

Ich drück Dir die Daumen und bin gespannt wer bei Euch einziehen darf!
 
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