Schwanzwedeln, Schwanzschlagen oder einfach nur ein bisschen mit dem Schwanz wackeln, weil der da einfach so hintendran rumhängt?

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NanSam

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  • #41
Wenn Nanju auf meinem Schoß kuschelt, tretelt er mit den Vorderpfoten und peitscht dabei manchmal mit dem Schwanz. Quasi vorne gut drauf und hinten schlecht gelaunt. Bisher durfte ich trotzdem weiter kraulen.
 
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Vyshr

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  • #42
Wobei Ohren auch auf die Seite und nach hinten gehen nur um zu lauschen 😅
Am einfachsten ist es doch die Katze als ganzes zu betrachten 😉 und die Situation, so dass man dann auch verschiedene Situationen in denen die Körpersprache gleich war vergleichen kann 😊
 
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  • #43
Ist halt wie sonst wo auch, klar gibt es Regeln und Ansatzpünkte, aber Ausnahmen gibts doch auch immer. Ich kenne einen Menschen, der wirkt immer total wütend, fast schon aggressiv, wenn er glücklich ist. Lebewesen sind komplex, dafür auch faszinierend 😁
 
Black Perser

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  • #44
Ich hab mich am Anfang auch unsicher gefühlt, weil Madame ständig mit dem Schwanz schlägt.. aber mit der Zeit lernt man echt, die Katze „zu lesen“. Man erkennt es an der Haltung, dem Gesichtsausdruck, der Körperspannung.. wenn sie entspannt auf mir liegt und Schwänzelt.. soll sie machen.. och denk mor nichts mehr dabei..😊
 
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  • #45
Ich glaube auch, daß es von der Art des Schwanzschlagens abhängt. Kräftiges Peitschen läßt eher auf eine baldige Schelle schließen, lockeres und lässiges Wedeln auf positive Anspannung oder Interesse.
So wie hier bei meinen beiden im Kino 😉:

JAAAA, genau so sieht das "Gewedel" bei meinem aus!
 
Ioli

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  • #46
Hallo, soannendes Thema!
Ich versuche mal etwas komplex zu antworten, auch auf die Gefahr hin, daß ich wiederhole, was andere schon gesagt haben:

Der Schwanz ist bei Katzen ein ungeheuer differenziertes Kommunikationsorgan. Katzen haben neben der Ohrensprache auch 'Schwanzsprache', und die zu kapieren, finde ich, ist eine richtige Herausforderung. Zwar gibt es, wie bei jeder Sprache, sogenannte Universalien – also das, was bei jedem Katztier gleich funktioniert (was ja zur Gefahrenabwehr- und Revierkommunikation auch essentiell und ggf. überlebenswichtig ist), und die kann man auch nachlesen, wie die funktionieren. Aber es gibt eben auch sozusagen Dialekte (katzengruppenbezogene Elemente der Schwanzsprache) und Idiolekte (individuelle Ausdrucksnuancen der Schwanzsprache). Bei unserem Duman z.B. kann ich seinen Dialekt und Idiolekt inzwischen einigermaßen verstehen, bei unserer Damla rätsele ich an Elementen ihres Idiolekts immer noch rum.

Was Du da beschreibst, scheint mir aber weder Wedeln, noch Schlagen oder Wackeln zu sein, sondern Schlenkern. Das ist auf jeden Fall konflikt- und agressionsfrei und wäre m. E. entweder gespannte Aufmerksamkeit oder wahrscheinlich sogar eher entspanntes Interesse – je nach dem, wie viel Muskeltonus dabei im Schwanz spürbar ist.
Überhaupt scheint mir der Muskeltonus im Schwanz ein bedeutendes Indiz zu sein. Beim Schlagen oder gar Peitschen ist der ganze Schwanz hart. Beim Wedeln weniger, und beim Schlenkern gar nicht, weswegen man wieder beim Schlenkern die Position differenzieren muss, denn entspannt-interessiertes Schlenkern geht ja nur mit herabhängendem Schwanz, wenn Katz steht oder gar läuft, kann das schon wieder anders aussehen …

So weit mal meine katzenschwanzlinguistischen Überlegungen :LOL:
"Entspannt-interessiertes Schlenkern" ja, das würde passen! Er kommt ja FREIWILLIG zu mir, schmeißt sich eindeutig an mich ran, macht sich dann mit seinen Vorderpfoten auf meinem Unterarm vor (bzw. AUF) der Tastatur breit (vorzugsweise rechts, wo ich die Maus bedienen muss), will offensichtlich kuscheln und "schlenkert" dabei mit dem Schwanz.
Ich beschmuse ihn dann auch ein Weile (er muss ja neben seiner Kumpeline auch mal zu seinem Recht kommen, die mich nachts mit extremen Leck- und Ankuschelattacken überfällt), halte ihn dabei aber immer so, dass er jederzeit weg kann, wenn er nicht mehr will. Bisher hab ich auch noch keine gewischt bekommen, lediglich sanfte "Knabberbisse" in die Hand. Er guckt mich dabei auch irgendwie immer ganz "lieb" an und schnurrt...
 
Ioli

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  • #47
Ohja..😅
Steil nach oben: Juhu.. ich bin glücklich, mir gehts gut, lass uns spielen.. kraulen.. fein.. 😍
Leicht nach aussen gestellt: Mädl, leg dich nicht mit mir an, ich bin grad grantig.. ein Schritt näher und du bist tot..😬
Ganz angelegt samt Fauchen: Ich habs dir gesagt, jetzt musst du fühlen.. du bekommst meine gesamte Aggression zu spüren.. 😅
Bisher hatte ich in der Kommunikation und Interaktion mit mir zum Glück immer nur steil nach oben und vorne gerichtete Ohren, Toi, Toi Toi! Liegt aber möglicherweise nur daran, dass ich - wie gesagt - aus "Angst, eine gewischt zu kriegen", immer warte, bis die beiden von sich aus zu mir kommen. Dann reagiere ich (und hoffentlich immer richtig).
Nur einmal hab ich eine vom Kater "gewischt gekriegt", das war aber, als er versuchte, im Bad über den Heizkörper aufs Fensterbrett zu springen. Er war noch klein, ist dabei abgerutscht und hat sich mit einer Kralle seiner Vorderpfote in dem Spalt zwischen den Heizkörperelementen verfangen (habe hier so Alu-Heizkörper, die es in D nicht gibt). Wollte ihm helfen und ihn befreien, hat er aber nicht verstanden und mich gebissen (nur oberflächlich) und gekratzt. Hab dann irgendwie geistesgegenwärtig ein Handtuch über ihn geschmissen und ihn dann am Pöter nach oben geschoben, um seine Pfote bzw. Kralle aus der misslichen Lage zu befreien.
Danach war auch alles gut, ich glaube, er hat begriffen, dass ich ihm da geholfen habe und nichts Böses wollte. Seitdem haben allerdings BEIDE Respekt vorm Heizkörper...
Was nur noch ab und an passiert, ist dass sie (katzenlogischerweise!) immer nach dem Geschirrhandtuch angeln müssen, dass ich über dem Backofengriff gehängt aufbewahre, und dabei mit einer Kralle in einer Ecke der Edelstahlverkleidung hängen bleiben und nicht mehr loskommen... Aber Dosi hilft dann natürlich ganz spontan und unkompliziert :giggle:
 
Ioli

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  • #48
Ich hab mich am Anfang auch unsicher gefühlt, weil Madame ständig mit dem Schwanz schlägt.. aber mit der Zeit lernt man echt, die Katze „zu lesen“. Man erkennt es an der Haltung, dem Gesichtsausdruck, der Körperspannung.. wenn sie entspannt auf mir liegt und Schwänzelt.. soll sie machen.. och denk mor nichts mehr dabei..😊
Ich lerne da als absolut Katzenunerfahrene auch gerade viel und versuche, mich einfach auf meine "normale Intuition" bei der Interaktion zu verlassen (sonst würde ich bei dem, was bei der Körpersprache einer Katze alles zu beachten ist, wohl verzweifeln). Soll heißen: ich warte und reagiere auf meiner Meinung nach eindeutig interpretierbare Kommunikationsversuche der Katze, erzwinge selbst aber nichts.
Momentan sind wir da in der Phase der Lautäußerungen: "Fifty Shades of Miau" - und gurren tun sie auch noch :LOL:
 
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Rennratte

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  • #49

Meine Sternchen Mohrli und Paula, Mutter und Tochter, zu dem Zeitpunkt 6 und 5 Jahre
ein Beispiel für sehr angespanntes Wedeln, kam aber sehr selten vor
 
Black Perser

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  • #50
Aber hier sieht man auch deutlich die Körperhaltung.. alles ist quasi im Angriffsmodus.. 😬
 
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  • #51
Aber hier sieht man auch deutlich die Körperhaltung.. alles ist quasi im Angriffsmodus.. 😬
Trotzdem wars nicht wirklich ernst und auch völlig lautlos, zwischendurch auch einmal blinzeln und Putzen als Übersprungshandlung. Es war auch gleich darauf vorbei (Video ist gekürzt).
 
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