Schuldgefühle - Unser neues 6 Wochen altes Kätzchen

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    6 wochen einsam gesellschaft kitten zu jung
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Corey

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Guten Tag,

Seit 4 Tagen haben wir einen neuen Mitbewohner: Ein 6 Wochen altes Kätzchen (m). Ich weiß, dass es zu jung ist, um von der Mutter getrennt zu werden. Diese ist aber leider schon gestorben und im Tierheim hatten sie mir versichert, dass ich das Kitten gleich mitnehmen könne, wenn ich es denn selbst impfen lasse (das werde ich in seiner 8. Woche auch tun). Das schlechte Gewissen habe ich da wohl verdrängt. Denn ich habe nun Angst, dass ich dem Kitten nicht alles geben kann, was es für eine gesunde Entwicklung braucht.

Seit es hier ist (ich habe Urlaub für 1,5 Wochen) kümmere ich mich hingebungsvoll um das Kätzchen. Alle 2 Stunden schläft es und ist dann für 2 Stunden wach. Es frisst gut (bekommt auch noch Ersatz-Muttermilch) und benutzt seit dem ersten Tag das Katzenklo.
Ich mache mir jetzt aber schon Sorgen, was sein wird, wenn mein Freund und ich wieder arbeiten. Wir sind dann 8 Stunden weg und das Kätzchen wäre alleine, bis auf meine Mutter, die zwischendurch mal nach ihm schaut für 1 - 2 Stunden. Ab 6 Monaten darf es dann raus tagsüber (womit ich das Einsamkeits-Problem eigentlich als gelöst ansehe, aber was ist bis dahin...?!).

Nach Recherche im Internet (nach Infos darüber, wie lange man ein Kätzchen alleine lassen kann) bin ich jetzt immer mehr auf die Aussage gestoßen, dass man Katzen nur zu 2. halten soll. Und dass sich das Kätzchen in dem Alter langweilen wird. Habe jetzt ein richtig schlechtes Gewissen und weiß nicht was ich tun soll.

Heute Abend will ich auf jeden Fall mit meinem Freund sprechen. Ich vermute aber dass er gegen eine 2. Katze sein wird, da er Katzen zwar akzeptiert, aber sonst nicht sonderlich viel mit ihnen zu tun haben muss. Eine war für ihn immer ok, aber 2 wären für ihn sicher zu viel (er findet auch jetzt schon, dass das Katzenfutter und das Katzenklo stinkt...und das dann alles doppelt?!). Ich mache das Ganze etwas abhängig von seinem Entgegenkommen. Ansonsten sehe ich nur noch die Notlösung, das Kitten wieder ins Tierheim zu bringen (wo ich natürlich auch nicht weiß, was aus ihm wird und ich würde es schrecklich vermissen). Ich will halt auch nicht, dass es mal einen Knacks bekommt, nur weil es am Anfang seines Lebens so viel alleine war.
Was sagt ihr dazu? Seht ihr hier vielleicht noch eine 3. Lösung? Oder sollte ich evtl. noch Rat des Tierarztes einholen, wie er die Situation einschätzt?
Und wenn eine 2. Katze, sollte es eine ältere sein, damit sie dem Kitten noch als "Vorbild/ Lehrer" dienen kann?

Danke für Eure Hilfe. Und sorry für den langen Text.
Und drückt mir die Daumen, dass mein Freund sein ok für eine 2. Katze gibt.

Grüße
Corey
 
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Hallo und willkommen,

Dein Bauchgefühl ist schon ganz richtig, alleine sollte das Kleine auf gar keinen Fall bleiben. (Ich kann auch nicht wirklich das Tierheim verstehen, das so kleine Kätzchen in Einzelhaltung vermittelt.) Gerade bei so einem kleinen Zwerg sind Verhaltensstörungen ansonsten fast vorprogrammiert.

Das Kurze mit 6 Monaten schon in den Freigang zu lassen, ist leider auch kein guter Plan, denn bis sie 12 Monate alt sind, sollten sie eigentlich in der Wohnung bleiben. Davor sind sie einfach noch zu ungeschickt und unerfahren und haben schneller Unfälle. Auch andere Raubtiere wie z.B. Füchse machen auf kleine Kätzchen durchaus Jagd.

Die einzige praktikable Lösung, wenn das Kätzchen bei euch bleiben soll, wäre tatsächlich, noch ein zweites dazuzuholen - gleiches Geschlecht und mindestens 12 Wochen alt, damit es eurem die fehlende Sozialisation vermitteln kann.

Katzenklos müssen übrigens nicht stinken, wenn man das richtige Streu benutzt. Wir haben immer ganz feines Klumpstreu von Lidl oder Aldi, das bindet den Geruch sehr gut. Da stinkt es nur, wenn gerade eine frisch was abgelassen hat, aber sobald es verbuddelt ist, ist alles gut.

Welches Futter habt ihr denn? Auch da gibt es noch Unterschiede beim Geruch. Und wenn alles nichts hilft, gibt es auch geschlossene Näpfe, die sich nur öffnen, wenn eine Katze in die Nähe kommt.
 
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Corey

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Katzenklos müssen übrigens nicht stinken, wenn man das richtige Streu benutzt. Wir haben immer ganz feines Klumpstreu von Lidl oder Aldi, das bindet den Geruch sehr gut. Da stinkt es nur, wenn gerade eine frisch was abgelassen hat, aber sobald es verbuddelt ist, ist alles gut.

Welches Futter habt ihr denn? Auch da gibt es noch Unterschiede beim Geruch. Und wenn alles nichts hilft, gibt es auch geschlossene Näpfe, die sich nur öffnen, wenn eine Katze in die Nähe kommt.

Hallo HappyNess, danke für deine Antwort. Unser Katzenklo stinkt grundsätzlich auch nicht (eben nur wenn die Katze gerade drauf war), aber einen etwas anderen Geruch hinterlässt so etwas in einem ungelüfteten Zimmer schon (Katzenliebhaber stört das halt nicht, aber mein Freund riecht das, da wir in einer neu renovierten Wohnung leben). Er ist da einfach empfindlich. Ist jetzt auch nicht soo ein großes Problem, ich denke nur, dass er ein 2. Katzenklo in der Wohnung nicht unbedingt "braucht". :omg:

Und das Futter haben wir von "Fressnapf", nach eingehender Beratung. es heißt "Premiere. I love my cat." Ich habe das für Kitten. Er verträgt es gut (keine Blähungen mehr). Aber es riecht halt wie Katzenfutter, nicht gerade das leckerste Parfüm.
Der schließbare Napf wäre eine Option, danke!
 
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Corey

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Die einzige praktikable Lösung, wenn das Kätzchen bei euch bleiben soll, wäre tatsächlich, noch ein zweites dazuzuholen - gleiches Geschlecht und mindestens 12 Wochen alt, damit es eurem die fehlende Sozialisation vermitteln kann.

Und es wäre dann also besser, wenn es 2 gleichgeschlechtliche Katzen sind? Kämpfen die dann nicht, wenn sie ausgewachsen sind, oder gibt es da nicht eher Eifersüchteleien als bei Männlein und Weiblein?
 
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Kuba

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Gleiches Geschlecht ist normalerweise günstiger, da Kater und Katzen ein unterschiedliches Spielverhalten zeigen.
Die Herren sind häufig etwas rüpeliger. ;)
 
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Hier ist ein Artikel, der die Unterschiede zwischen Katzen und Katern sehr gut beschreibt.

Es trifft nicht auf alle Katzen zu - es gibt rüpelige Mädels und sanfte Jungs - aber die Erfahrung zeigt, dass man mit der gleichgeschlechtlichen Kombi meist besser fährt.

Solange sie noch klein sind, ist es egal, weil eh alle Kitten gleich spielen. Aber ab dem frühen Erwachsenenalter zeigen sich meist die Unterschiede, und da hat schon so mancher User hier im Forum plötzlich noch einen zweiten Kater anschaffen müssen, um die Situation zu entspannen und die Dame zu entlasten. Dann hättet ihr auf einmal drei Katzen und ob das dann so im Sinne deines Freundes ist ... ;)

Wie man sich schon alleine am Geruch von Katzenstreu stören kann ... Naja. Dein Freund weiß aber schon, dass Katzen auch mal in die Bude kotzen, Dünnpfiff durch die Wohnung verteilen, Deko runterschmeißen usw.? Nicht böse gemeint, aber was Haustierhaltung angeht, sollten schon alle Parteien an einem Strang ziehen.
 
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Mikesch1

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Hallo und herzlich Willkommen im Forum :)

(Ich kann auch nicht wirklich das Tierheim verstehen, das so kleine Kätzchen in Einzelhaltung vermittelt.) Gerade bei so einem kleinen Zwerg sind Verhaltensstörungen ansonsten fast vorprogrammiert.

:( Das verstehe ich auch nicht. Ich finde es unverantwortlich.

Die Maus braucht in jedem Fall einen Katzenkumpel. Und ich würde auch einen kleinen Kater dazu holen (ist doch ein Kater, nicht?). Der sollte aber mindestens 12 Wochen alt sein. Lies doch bitte einmal hier: http://www.katzen-fieber.de/einzelhaltung-katzen.php

Und Freigang vor dem 12. Monat ist meiner Ansicht nach auch zu riskant. Es sind noch Kinder. Sie sind so unbedarft und rennen allem und jedem einfach hinterher. Und sie können sich, wenn sie noch so jung sind, auch nicht gegen Nachbarskatzen durchsetzen, haben ihnen nichts entgegen zu setzen und werden oftmals schwer verprügelt.

Wenn Du ein vernünftiges Streu nimmst, riecht es auch nicht. Natürlich kurz danach schon, wie bei uns Menschen auch ;)

Ich verlinke Dir hier noch einmal unser Begrüssungspäckchen für Forums- und Katzenanfänger

Bitte versuche Deinen Freund zu überzeugen, dass der Kleine ohne Kumpel Verhaltensauffälligkeiten aufzeigen wird und vor allem ist es nicht katzengerecht und er wird unglücklich sein.
 
Ayleen

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Willkommen Corey!

Schön, dass du dir Gedanken machst wegen dem Kleinen. Kann mich den Vorschreibenden in allem nur anschliessen (und finde das Verhalten des TH seeehr verantwortungslos).

Wegen dem Geschlecht für das 2. Kätzchen kann ich nur zu einem Gleichgeschlechtlichen raten. Viele Weibchen sind von raufenden Katern genervt, werden unglücklich und können aus Not Markieren. Es kann gut gehen wenn sich z.B. ein erwachsenes Pärchen im TH gefunden hat oder man bei einem bereits etwas älteres Kitten seinen Umgang mit Artgenossen kennt.

Ich hoffe, dein Freund kann echt dahinter stehen. Ansonsten wäre der Winzling in einem verantwortungsbewussten TH besser aufgehoben (weitere Kitten, weitere Mutterkatzen).
 
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Noch ein kleines Wort zum Futter, wenn die Katzis aus dem Kittenalter erstmal raus sind, füttert ihr ja eh nicht mehr nonstop, dann riecht das auch nicht ständig.
Auch machen die Großen Katzen nicht mehr Ganz so häufig :D

Also hier steht dauerhaft Nassfutter rum, obwohl meine drei alle erwachsen sind :)
 
Schnurr13

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  • #10
Wenn das keine Probleme bereitet, ist das ja auch ok!

Nur werden einige davon zu dick und es fördert auch das soziale Miteinander, wenn alle immer gemeinsam essen.
Falls es Streitigkeiten gibt, kann das helfen den anderen positiv zu konnotieren.

Also dass Katzen von gutem Nassfutter zu dick werden ist eher nicht der Fall. Bei uns steht immer Futter rum und zur Zeit sogar neben meinem Bett. Die Meißten dicken Katzen fressen Trofu oder Menschenfutter. Aber genug OT

Versuch mal den Freund zu einem passenden Kumpelchen zu überreden. Denn dass sich das kleine erst an Möbeln oder Menschen vergreift, muss ja nicht sein.
 
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Corey

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  • #11
Danke an alle, die so schnell geantwortet haben. :)
Gerade habe ich mit meiner Mutter telefoniert und ihr die missliche Lage geschildert und auch angedeutet, dass ich das Kätzchen zurückgeben werde, wenn wir kein 2. nehmen.
Sie hatte (wie ich finde) eine ganz gute Alternativlösung. Auch weil sie sich selbst schon in das Kitten verliebt hat.
Sie selbst hat bereits eine ausgewachsene Katze, für die sie schon seit längerem überlegt einen Spielgefährten zu holen. Ist aber nicht ganz so zwingend wie bei mir, weil es 1. schon eine alte Katze ist und 2. täglich draußen ist, mit vielen Katzen in der Nachbarschaft.
Sie hat mir angeboten, das Kätzchen erstmal zu ihr zu bringen. Meine Eltern sind ganztägig zuhause, es wohnen auch Kinder im Haus, die gerne damit spielen würden. Und: Es ist viel Platz, drinnen wie draußen (überdachter Balkon).
So lange ich Urlaub habe, bleibt das Kätzchen noch bei uns und danach bringe ich sie mal rüber (ist nichtmal weit von hier) und wir schauen, wie sich die beiden riechen können.
Ein Versuch ists wert. Und wenn sie dann irgendwann mal raus kann, kann sie wieder bei mir sein, denn dann hat sie den ganzen Tag um viele Weiden, Gärten, Kühe, Bäume und Nachbarskatzen zu entdecken.

Von mir aus hätte ich meinen Eltern natürlich nie ein kätzchen aufgedrängt, ich wollte es ja haben und ist ja meine Verantwortung. Aber meine Mutter würde sich total freuen, das hab ich gleich rausgehört. :zufrieden:

Das hört sich doch ganz gut an, oder? :yeah:


Grüße,
Corey
 
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Mikesch1

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  • #12
Nein, das hört sich leider nicht gut an. :(

Was soll eine Babykatze mit einer Oma-Katze anfangen, die zudem auch noch viel draußen ist? Die Kleine ist dann genauso allein wie bei Dir. Und bevor man eine Katze in den Freigang lässt, sollte mind. 12 Monate alt sein. Es ist keine gute Lösung, weil keine Alternative.

Ich denke, das Beste würde sein, ihr ein anderes Zuhause zu suchen, wo bereits ein bzw. zwei Kitten sind.

Tut mir leid, aber das passt leider auch gar nicht, weil es an der grundsätzlichen Situation einfach nichts ändert. :(
 
Mikesch1

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  • #13
Eine Option wäre es, wenn dann Deine Mutter ein zweites Kitten noch mit dazu holt.
 
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Corey

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  • #14
Wenn das keine Probleme bereitet, ist das ja auch ok!

Nur werden einige davon zu dick und es fördert auch das soziale Miteinander, wenn alle immer gemeinsam essen.
Falls es Streitigkeiten gibt, kann das helfen den anderen positiv zu konnotieren.

Ich denke, hier ist es auch ein Unterschied, ob es sich um eine Hauskatze oder eine Draußen-Katze handelt. Wenn sie draußen ist, ist es nicht ganz so einfach, dass sie dick wird bei dem Sportpensum, dass die da draußen hat.
Ist sie drinnen, muss man da sicherlich drauf achten.
 
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Corey

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  • #15
Nein, das hört sich leider nicht gut an. :(

Was soll eine Babykatze mit einer Oma-Katze anfangen, die zudem auch noch viel draußen ist? Die Kleine ist dann genauso allein wie bei Dir. Und bevor man eine Katze in den Freigang lässt, sollte mind. 12 Monate alt sein. Es ist keine gute Lösung, weil keine Alternative.

Ich denke, das Beste würde sein, ihr ein anderes Zuhause zu suchen, wo bereits ein bzw. zwei Kitten sind.

Tut mir leid, aber das passt leider auch gar nicht, weil es an der grundsätzlichen Situation einfach nichts ändert. :(

Nunja, ein Unterschied ist natürlich, dass IMMER jemand da ist. Und raus würde ich sie schon mit 6 Monaten lassen, es würde also nicht mehr so lange dauern. Das Einsamkeitsproblem wäre viel geringer, eben weil immer jemand da und vielleicht ist die andere Katze nicht immer ein Spielpartner, aber dennoch ein gutes Vorbild. Ich habe natürlich auch die Hoffnung, dass die große Katze sie etwas ans Draußen gewöhnen kann, einfach weil die Kleine es nachmacht.

Und eins ist mir auch wichtig zu sagen: ich mache mir viele Gedanken um meine Katze und will auf jeden Fall, dass sie es gut hat. Aber genauso wie bei Kindern, finde ich, dass man sie auch nicht in Watte packen sollte. Sie nicht rauszulassen, nur weil sie draußen auf andere Katzen trifft, mit denen es zu Konflikten kommen kann, finde ich falsch. Eine Katze gehört nach draußen, so wie es von der Natur vorgesehen ist. Am Anfang natürlich mit Aufsicht und Schritt für Schritt immer mehr. Sie MUSS lernen sich draußen zu behaupten. Und solte sie diesen Drang bereits früher als mit 12 Monaten verpüren (schon alleine, weil sie es bei anderen Katzen sieht), dann werde ich in diesen Naturtrieb nicht eingreifen wollen. Letztendlich ist es ein Tier, das einen Instinkt hat und den will ich ihm nicht nehmen.

Sollte das mit der älteren Katze nicht klappen, haben wir natürlich nach wie vor die Option, die Katze weiterzuvermitteln, dann ist sie immer noch so jung, dass sie leicht vermittelbar ist. Aber ein Versuch ist es mir wert.


Danke trotzdem an alle eure Tipps und Rückmeldungen. Ich verspüre etwas Hoffnung. :)
Und das mit dem Futterspender war ne super Idee! :pink-heart:

Grüße
Corey
 
Latifa

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  • #16
Ich denke, hier ist es auch ein Unterschied, ob es sich um eine Hauskatze oder eine Draußen-Katze handelt. Wenn sie draußen ist, ist es nicht ganz so einfach, dass sie dick wird bei dem Sportpensum, dass die da draußen hat.
Ist sie drinnen, muss man da sicherlich drauf achten.

Wenn man gut und richtig füttert, dann kann man den Katzen rund um die Uhr was hinstellen - davon werden die in der Regel nicht dick. Dick werden sie von zuckerhaltigem Futter und von Trockenfutter.

Bitte setz das kleine auf keinen Fall zu der alten Katzen Dame dazu. Das ist zwar lieb gedacht aber eben nicht ganz bis zu Ende. Was sollen die denn miteinander anfangen? Das Kleine wird damit zu einem Leben in Einsamkeit verdammt werden, so hart es auch klingt. Und die ältere Katze findet das gewiss auch nicht so prickelnd, ein Baby vor die Nase gesetzt zu bekommen. Die beiden befinden sich doch in einem völlig verschiedenen Stadium der Sozialisation und des Spielverhaltens. Und falls die ältere Katzendame ihr Leben lang allein gehalten wurde, duldet sie eventuell gar keine Zweitkatze mehr in ihrem Revier bzw. könnte die Zusammenführung sehr kompliziert werden und womöglich scheitern. Eventuell reagiert die Katzendame auch aggressiv, vor allem, wenn ihr die beiden nur "zusammenschmeißt" und dann hätte doch das Kleine Wesen gar nichts entgegenzusetzen...
Lass dir das nochmal durch den Kopf gehen. Wenn deine Mama sich so über das Kitten freuen würde, dann würde sie vllt. ja auch wirklich noch ein zweites (mind. 12 Wochen alt) mit dazu nehmen. Das fände zwar die Ältere wahrscheinlich auch nicht so pralle, plötzlich zwei Babys vor die Nase gesetzt zu bekommen, aber somit wäre die Kleine wenigstens nicht einsam und die beiden hätten immerhin sich. :)

Lg
 
Schnurr13

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  • #17
Sorry, dein letzter post macht mich traurig.
Ja man muss Lebewesen nicht in Watte packen, aber da du schon mit dem Vergleich gekommen bist, ich würde ein Kind auch nicht quer ducht die Stadt allein in die Kita schicken. Von daher lass die Katz doch bitte ein wenig geistige Reife bekommen, kastriert sein und mit dem Kumpel ein Jahr im Haus bevor du die Gefahren der Zivilisation auf das Tier loslässt. Bitte.
 
Grobi

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  • #18
Schade Corey,
Mikesch hat dir nicht nur eine Lösung für dein Kitten genannt.
Unter Anderem diese:
Eine Option wäre es, wenn dann Deine Mutter ein zweites Kitten noch mit dazu holt.

Warum hast du denn gefragt, wenn du dir die Antworten schon zurecht gelegt hast und ignorierst, was dein Kitten braucht.

Alles gute für dein Kleines!
 
Latifa

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  • #19
Die Faustregel: gleiches Geschlecht, gleiches Alter und ungefähr gleicher Charakter gibt es ja nicht umsonst. Und bei dir würde schon zwei Aspekte (Alter und Geschlecht) nicht stimmen.

Kurzer Erfahrungsbericht:
Wir waren vor vielen Jahren auch noch ein wenig, ich sag mal "dumm bzw. unwissend". Wir haben zu einer 8 Jährigen Einzelkatze (Freigang) ein Kitten von 14 Wochen (Candy) dazu gesetzt. Machten und keine Gedanken drum und dachten das wird schon gut gehen. Von der ersten Sekunde war die ältere genervt und die Kleine hat immer versucht den Kontakt zu suchen und zu spielen, wurde aber immer nur zurückgewiesen. So hat die Kleine dann vor allem Kontakt bei Menschen gesucht und mit denen gespielt. Aber eigentlich wollte sie immer nur die Freundin von der älteren werden, die das aber nur halbherzig zuließ.
Inzwischen ist die Kleine 8 Jahre und die ältere 16 Jahre und sie verstehen sich ganz gut (Streit o. so gab es auch nicht aber eben Distanz von der Älteren ausgehend). Man kann aber heute IMMERNOCH erkennen, dass die Kleiner immernoch versucht Nähe von der Größeren zu bekommen und diese das eben nur manchmal erwidert, wenn überhaupt. Da gibt's schon mal Küsschen und es wird auch mal über den Kopf geleckt, und mal durch den Garten Fanger gespielt, aber viel mehr auch nicht und das auch erst nach Jahren der "Einsamkeit" für die Kleine.
Jetzt, durchs Forum, sehen wir das ganze mit anderen Augen und uns wurde bewusst, dass wir es niemals wieder so machen würden. Es kamen dann noch 4 andere Katzen dazu, die alle Jünger sind (jetzt 5 Jahre alt) und Candy ist die einzige, die ab und zu Disharmonie verbreitet, indem sie jüngeren mal anfaucht und auch mal eine klebt (gegenüber der Älteren nie). Klar, kann auch zum Teil der Charakter sein, aber ich denke da steckt auch vieles aus ihrer Vergangenheit drinnen.
Also sie ist jetzt nicht eine total verstörte Katze, aber wenn man drauf achtet kann man eben so n paar Verhaltensweisen erkennen, die wahrscheinlich, wäre es anders gelaufen damals, so nicht da wären.
Du hast jetzt das Glück, dass du den Weg ins Forum gefunden hast, also musst du den Fehler ja nicht auch machen und kannst vielleicht aus den Erfahrungen von anderen lernen :)
 
HappyNess

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  • #20
Danke trotzdem an alle eure Tipps und Rückmeldungen. Ich verspüre etwas Hoffnung.
Und das mit dem Futterspender war ne super Idee!

Klar, die trägt ja auch zu eurer persönlichen Bequemlichkeit bei, weil ihr dann das fiese Katzenfutter nicht mehr riechen müsst.

Alle anderen Anregungen, die sich vor allem auf das Wohl des Kätzchens beziehen, kann man getrost ignorieren.

Sechs Monate ist für Freigang zu jung. Punkt.
Es wäre nicht das erste Kätzchen in dem Alter, bei dem der Besitzer dann später unströstlich hier auftaucht, weil das Kleine spurlos verschwunden ist. Das hat mit in Watte packen nichts zu tun.

Eine erwachsene Einzelkatze mit einem 6 Wochen alten Kätzchen vergesellschaften wollen ist eine schlechte Idee. Punkt. Das wird weder den Bedürfnissen des Kleinen noch denen der großen Katze gerecht.

Wenn ihr kein zweites Kätzchen dazu setzen wollt oder könnt, dann vermittelt das Kleine in einen Haushalt mit einem zweiten Kätzchen oder gebt es an ein gescheites Tierheim ab, wo es eine Chance auf artgerechte Vermittlung hat.

Irgendwie glaube ich dann am Ende doch nicht, dass es mit dem schlechten Gewissen dem Kleinen gegenüber so weit her war.

Und das IST jetzt böse gemeint. :mad:
 
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