Schüchtern, ängstlich oder schlechte Erfahrungen?

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hobgoblin

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Moin Moin,

ich hoffe, dass mir hier jemand einen Rat geben kann :( .

Im Juni habe ich meine kleine Stine bekommen:muhaha:. Sie war damals 10 Wochen jung, und hat mit acht oder zehn anderen kleinen Katzen, ihrer Mutter und ihrer Tante im Pferdestall einer Bekannten gelebt.
Alles war wirklich total super :D . Sie ist offen, anhänglich und super lieb. Sie spielt viel und ist eine kleine wilde Hummel, die aber auch total gern kuschelt.

Anfang September habe ich dann ihre Schwester Fenja zu uns geholt. Niemand wollte sie, und bevor sie im Stall total verwildert und verkommt, dachte ich dass sie Stine Gesellschaft leisten kann während ich Arbeite.

Leider lässt Fenja sich nicht anfassen :hmm: . Im Stall haben wir sie mit Futter, das es dort nur selten gibt, weil die Katzen ja Mäuse jagen sollen, in den Transportkorb gelockt. Dabei haben wir sie gleich entfloht. Jetzt lebt sie seit 21/2 Wochen mit Stine und mir zusammen, leistet Stine ganz toll Gesellschaft und fühlt sich, glaube ich, wohl bei uns. Sie hat gelernt zu spielen, frisst nicht mehr alles was ihr vors Maul kommt, weil sie weiß, das es immer wieder etwas gibt, sie geht in den Garten und kommt wieder rein, sie geht aufs Klo, sie schläft mit Stine und mir im Bett, sie lässt sich Nachts im Bett streicheln, leckt mir dann sogar die Hand oder schläft auf meinem Bauch .

Aber wehe es ist Tag :eek: . Dann geht sie mir aus dem Weg, läuft weg wenn sie mich sieht oder wenn ich meine Hand nach ihr ausstrecke um sie zu streicheln. Und ich bin ein wenig ratlos. Fenja sieht Stine und mir zu, wenn wir kuscheln. Sie sitzt auch vor der Couch und sieht mich an, als ob sie auch gern kuscheln würde. Aber irgendwas hindert sie über ihren Schatten zu springen.

Versteht mich nicht falsch. Wenn sie nicht möchte werde ich mich ihr nicht aufdrängen, aber sie muss bald wieder entfloht werden, ich war noch nicht zum Impfen mit ihr und demnächst sollen beide Katzen kastriert werden.

Wie bekomme ich das Finchen handzahm?

Hoffentlich habt ihr Tipps für mich.
 
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Alannah

Alannah

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Ich glaube,das wird schon noch! Fenja ist ja höchstens 2 Wochen bei euch. Im Pferdestall war sie wohl schon etwas verwildert, weil sich die Menschen nicht um sie kümmerten. Je älter, desto schwieriger wird es. Aber Fenja ist noch jung genug, und daß sie sich nachts streicheln läßt, ist ein gutes Zeichen, du mußt ihr einfach noch etwas Zeit lassen.
 
Ally

Ally

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Aber das hört sich doch eigentlich ganz gut an, oder? Dass sie nach der kurzen Zeit schon so zutraulich ist, ist ja schon ein wahnsinns Schritt. Ich denke daher, dass sich das auch noch weiter verbessern wird.
Unser scheuer Kater lebt jetzt schon seit 2 Monaten bei uns (hat ein Jahr gedauert, bis wir ihn überhaupt anfassen durften) und lässt sich auch schon von uns knuddeln. Aber wehen jemand fremdes kommt. Und ins Haus macht er keinen Schritt. Also, verglichen damit ist deine Katze ja schon viel "weiter".

Ja, und das Problem mit den Tierarztbesuchen kenn ich. Man möchte die Kleinen ja nicht wieder total schocken indem man sie einfängt und dorthin bringt.

Also, nicht aufgeben!

Ally
 
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gisisami

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Das wird, gib ihr und Dir Zeit!!
Nicht ungeduldig werden, immerhin hast Du ja schon Nachts das Privileg!!
Sie wird sehen wie Du mit ihrem Schwesterchen umgehst und lernen....

LG
 
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mio

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bei so einer katze würde ich den transportkorb in betthöhe neben dich stellen ,und ein leckerli reingeben.
ebenso einen korb an eine andre stelle,wo ihr euch tagsüber aufhaltet,und ihr den durch leckerli attraktiv machen.
beim spielen das ding mit einbeziehen.
mal ,wenn sie nicht drin sind ,ein tuch halb überwerfen,damit sie sich auch an einen "verschlossenen"transportkoffer gewöhnen.
falls die katzen das annnehmen ,hast du es trotz tagesscheu der kleinen leichter,sie gegebenenfalls zum arzt zu bringen.
mios teilzeitdosi
 
sitzwurst

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hallo !

schön, dass stine geschwisterliche gesellschaft bekommen hat.

katzen sind im grunde fluchttiere !
ich habe hier auch eine katze, die habe ich seit sie 3 monate alt ist ( inzw. 8 j.), sie hat bisher nie was schlechtes erfahren oder ein böses vorleben gehabt und dennoch ist sie die personifizierte angst und scheu.

raschelt ne tüte, haut sie ab. klingelt es an der tür, haut sie ab. liegt sie aufm dem teppich und ich muss nur mal vorbei, haut sie ab. beweg ich mich mal hektischer ..tabby ist weg !

allerdings seit sie die gesellschaft hat, die ihr vorleben, dass alles halb so schlimm ist... bleibt sie auch mal da wenn ne tüte raschelt.
nur beim sauger, da hörts im grunde bei allen auf ;-)

ich würd der kleinen auch noch zeit geben.
es kann sich noch gaaanz viel ändern.
es kann aber auch sein, das sie im grunde immer ne kleine schissbüchs bleibt.

aber ich wünsch euch natürlich, dass sich die kleine soweit entwickelt und vertrauen fasst, das ihr sie wenigstens halbwegs problemlos in den kennel bekommt.

gruß nicole :)
 
Birdie

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Ich kann mich sitzwurst anschliessen. Ich hatte auch einen Kater von klein an, war vorher nur auf dem Hof gewesen, auf dem er geboren wurde, hat nie was Schlimmes erfahren und war der Schisser vor dem Herrn. Ich war die einzige Person, vor der er keine angst hatte und wenn Besuch regelmäßiger kam, verlor er auch da die Scheu aber im Grunde seines Herzens erschreckte ihn alles, was nicht die Norm war.
Er war einfach so.
Dann kam er zu Bekannten von mir. Dort wurde er mit der Zeit Freigänger. Und das nächste, was ich von ihm hörte, war dass er zum King der Straße mutiert war, ein Prügelknabe, der keiner Knofrontation aus dem Wege ging.
:)
 
hobgoblin

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Ich möchte mich bei euch für die Durchhalteparolen bedanken. Heute morgen (ich habe heute einen Tag frei gehabt) durfte ich Fenja im hellen über den Kopf streicheln:D. Aber sobald das Bett verlassen wird, wird sie leider wieder schüchtern :confused:. Ich hoffe, ihr habt recht und ich kann Fenni bald zu jeder Tageszeit und an jedem Ort im Haus streicheln.
 
Birdie

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Das ist schön, dass sich erste Erfolge zeigen :)
Bei meinem jetzigen Kater durfte / darf ich auch jeden Tag mehr die Erfahrung machen, dass sich Geduld und Freundlichkeit auszahlen. Er kam zu mir und lebte vor Angst auf dem Küchenschrank. Irgendwann entdeckte er das Bett für sich. Dann lag er nachts zusammen mit mit im Bett. Inzwischen steigt er mir auf die Brust, tretelt und schnurrt, als wäre es niemals anders gewesen, wenn ich auf dem Sofa liege.
Und auch er hat die Angewohnheit, zwischendurch (obwohl) nichts passiert ist (jedenfalls nichts, was ICH mitbekommen hätte), mit großen, verschreckten Augen vor mir davonzuhoppeln, obwohl wir 5 Minuten vorher eine Kuschelsession im Bett hatten...
So sind sie :)
 

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