Schreien nach Umzug- Zurückbringen?

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Leona87

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Hallo liebe Forenmitglieder,

ich habe ein sehr großes Problem und hoffe ihr könnt mir vielleicht einen Rat geben.

Vor acht Jahren ist Cäsar mein BKH-Kater bei mir eingezogen. Ich wohnte zu der Zeit im Haus meiner Eltern, in einer Wohnung zusammen mit meinem Bruder. Er konnte sich in beiden Wohnungen im Haus frei bewegen und auch in den Garten und Hinterhof gehen. Außerdem lebte ein anderer Kater bei meinen Eltern, mit dem er sich jedoch nie richtig verstand.

Vor einem Monat bin ich aus- und mit meinem Freund in eine neue Wohnung eingezogen. Nach einigen Tagen schien Cäsar sich zunächst eingewöhnt zu haben. Seit ein paar Wochen schreit er jedoch mehrmals täglich (auch nachts) ohne ersichtlichen Grund. Manchmal hört er auf wenn man ihn zu sich ruft oder mit ihm spielt, manchmal jedoch auch nicht. Er schreit nie sehr lange, höchstens ein paar Minuten.

Meine Bedenken ihn mitzunehmen waren von Anfang an Recht groß, da er in der neuen viel kleineren Wohnung keinen Freigang mehr hat und auch häufiger allein zuhause ist. Ich hab das Gefühl, dass er sich nicht wohl fühlt.

Ich überlege jetzt ihn zurück zu meinen Eltern zu bringen. In meiner alten Wohnung wohnt jetzt mein jüngerer Bruder der zuvor bei meinen Eltern wohnte zusammen mit meinem anderen Bruder. Vielleicht wäre aber auch eine zusätzliche Katze eine Alternative? Oder Felliway? Cäsar ist ein eher ruhiger Kater, der viel schläft und nicht viel (und wenn mit mir) schmusen will.

Ich bin hin- und hergerissen. Das wichtigste ist für mich, dass es Cäsar gut geht.

Entschuldigung für den langen Text. Ich freue mich sehr über eine Antwort!

Viele Grüße,
Leona
 
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An-Ka

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Eine Katze die 8 Jahre lang in kätzischer Gesellschaft gelebt hat (auch wenn es nicht die innige Liebe war) in Einzelhaft zu stecken kann Auslöser für das Problem sein.
Dein Kater ist schlicht und einfach einsam.
Er braucht dringend einen Kumpel, der vom Alter und vor allem vom Charakter her wirklich zu ihm passt.
Einen Freigänger nach Jahren plötzlich in Wohnungshaltung zu zwingen kann je nach Katze ziemlich heftig in die Hose gehen. Da ist Schreien erst der Anfang. Wenn du Pech hast gibt´s Wildpinkelei.

Kumpel und Freigang wäre meiner Meinung nach die beste Lösung. Wer das biete kann, ob du, Eltern oder Bruder ist letzendlich egal. ;)
 
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Leona87

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Vielen Dank für deine Antwort Anna. Ja ich finde auch, dass das Schreien ab und an noch milde ausfällt. Denke das hängt aber auch mit seinem sehr milden und ruhigem Wesen zusammen.

Für einen Katzenkumpel könnte ich sorgen, aber für Freigang leider nicht. Habe auch Angst nun noch ein Tier zu holen und am Ende wird es auch nicht besser oder schlimmer.

Ich weiss, dass Katzen mehr an ihr Territorium als an Menschen gebunden sind, aber da Cäsar von Beginn an mehr oder weniger nur zu mir die Nähe gesucht hat, in meinem Bett geschlafen hat und meine Zimmer als Haupt-Rückzugsorte nutzte, habe ich Angst, dass es auch im Haus meiner Eltern nicht so einfach für ihn wird.

Etwas ratlos
Leona
 
doppelpack

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Einen Freigänger kann man leider nichtmehr zur Wohnungskatze machen.
Also eindeutig zurückbringen. Noch ist es nur Schreien, aber sowas steigert sich mit der Zeit meistens.
 
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im Schwabenländle :)
Lass dich von nem guten Tierheim (Tierarzt,...) beraten. Die können dir helfen, den Charakter deiner Katze einzuschätzen und haben eventuell einen passenden Kumpel. Hat bei meinen Eltern prima funktioniert. Die zwei Katzen (Männchen und Weibchen) sind ein Herz und eine Seele. Ich habs damals selber versucht und es ist nicht wirklich ne innige Freundschaft. Aber sie sind dennoch nicht alleine den ganzen Tag.

Hast du einen Balkon?
 
CheerLady

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Einen Freigänger kann man leider nichtmehr zur Wohnungskatze machen.
Also eindeutig zurückbringen. Noch ist es nur Schreien, aber sowas steigert sich mit der Zeit meistens.

Also ich konnte meinen Kater damals vom Freigänger mit 12 Jahren zum Wohnungskater "umerziehen". Er konnte lediglich nach meinem Umzug noch auf den Balkon. Es gab keinerlei Probleme. :stumm:

Vielen Dank für deine Antwort Anna. Ja ich finde auch, dass das Schreien ab und an noch milde ausfällt. Denke das hängt aber auch mit seinem sehr milden und ruhigem Wesen zusammen.

Für einen Katzenkumpel könnte ich sorgen, aber für Freigang leider nicht. Habe auch Angst nun noch ein Tier zu holen und am Ende wird es auch nicht besser oder schlimmer.

Ich weiss, dass Katzen mehr an ihr Territorium als an Menschen gebunden sind, aber da Cäsar von Beginn an mehr oder weniger nur zu mir die Nähe gesucht hat, in meinem Bett geschlafen hat und meine Zimmer als Haupt-Rückzugsorte nutzte, habe ich Angst, dass es auch im Haus meiner Eltern nicht so einfach für ihn wird.

Etwas ratlos
Leona

Ich würde dir aber raten, einen Kumpel dazu zu holen. Hier ist nur wichtig, dass es passt und ihr bei der Zusammenführung alles richtig macht. Dann klappt das auch :oops:
 
doppelpack

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Also ich konnte meinen Kater damals vom Freigänger mit 12 Jahren zum Wohnungskater "umerziehen". Er konnte lediglich nach meinem Umzug noch auf den Balkon. Es gab keinerlei Probleme. :stumm:

(...)

Mir tun diese Tiere immer Leid. Nicht jedes Tier leidet ja merklich und schreit, holt die Tapete von den Wänden oder pieselt.
Ich habe Freigänger einfach immer so glücklich erlebt, dass ich mir nicht vorstellen könnte, so ein Tier dann in reine Wohnungshaltung zu verfrachten.
Anders kann es vielleicht noch sein, wenn das Tier etwas furchtbar traumatisches erlebt hat und von alleine gar nicht mehr raus will.
 
CheerLady

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Mir tun diese Tiere immer Leid. Nicht jedes Tier leidet ja merklich und schreit, holt die Tapete von den Wänden oder pieselt.
Ich habe Freigänger einfach immer so glücklich erlebt, dass ich mir nicht vorstellen könnte, so ein Tier dann in reine Wohnungshaltung zu verfrachten.
Anders kann es vielleicht noch sein, wenn das Tier etwas furchtbar traumatisches erlebt hat und von alleine gar nicht mehr raus will.

Ich wollte mit der Aussagen auch nicht "alle über einen Kamm scheren", nur erwähnen, dass es auch funktionieren kann. :oops:
Mein Katerchen hatte draußen sowieso kein schönes dasein. Ständig waren unkastrierte Kater da, ihm wurden Essensreste hingeschmissen wodurch er oft krank wurde und mit Steinen wurde auch nach ihm geworfen.
Ich war aber der Meinung: Er war auf mich fixiert, wenn ich ihn alleine bei meinen Eltern gelassen hätte, wäre er auch nicht glücklich geworden.
 
MarDie

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Ich schließe mich doppelpack an.

Einen Freigänger plötzlich in eine Wohnung zu stecken, das ist keine gute Idee. Ich würde es fast als Qual bezeichnen. Bitte bring ihn zurück zu deinen Eltern, dort hat er Freigang und seinen Kumpel, auch wenn es nicht die innige Liebe ist.

Wenn du ihm jetzt einen Kumpel dazu holst, dann wird das Problem nicht gelöst sein und er wird weiterhin nach seiner Freiheit schreien.

Also bitte handel im Interesse des Katers, auch wenn dir das weh tut. Du könntest dann natürlich darüber nachdenken, einem anderen Katzenpärchen ein schönes Zuhause bei dir zu geben. Natürlich eines, was keinen Freigang kennt. :)
 
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Leona87

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  • #10
Vielen Dank für eure zahlreichen Antworten!

Da ich leider auch keinen Balkon habe, bestärken mich eure Ansichten eher in dem Entschluss ihn zurückzubringen auch wenn es mir wirklich sehr weh tut. Er scharrt in letzter Zeit auch öfter an der Eingangstür und wirkt einfach nicht richtig glücklich.

Andere Katzen zu holen kann ich mir aktuell nicht vorstellen, dass käme mir irgendwie wie ein Ersatz vor. Irgendwann aber vielleicht.

Viele Grüße
Leona
 
hetappi

hetappi

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  • #11
Das ist echt traurig und tut mir sehr leid für Dich :(:( Aber ich denke Du hast die richtige Entscheidung getroffen. Er wird sich bei Deinen Eltern bestimmt wohler fühlen, wenn er da wieder raus darf. Und Du kannst ihn ja besuchen, da freut er sich sicher :)
 
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An-Ka

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  • #12
Da ich leider auch keinen Balkon habe, bestärken mich eure Ansichten eher in dem Entschluss ihn zurückzubringen auch wenn es mir wirklich sehr weh tut. Er scharrt in letzter Zeit auch öfter an der Eingangstür und wirkt einfach nicht richtig glücklich.

Hut ab vor deiner Entscheidung. Immer schön zu lesen, wenn das Wohl der Katze an oberster Stelle steht.:) Auch wenn das für den Menschen wie in deinem Fall schwer ist.:(

Manchmal heißt lieben auch loslassen - und du kannst ihn ja jederzeit besuchen.
 
Margitsina

Margitsina

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  • #13
Du hast sehr unüberlegt gehandelt. Bring den Kater umgehend zurück und gib ihm seine Freiheit wieder. Für das Tier ist es dramatisch in der kleinen Wohnung alleine eingesperrt zu werden.
Du brauchst darüber auch gar nicht mehr nachdenken. Eine andere Option gibt es nicht.
 
Mikesch1

Mikesch1

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Im Moin-Moin-Gebiet ;-)
  • #14
Du hast sehr unüberlegt gehandelt. Bring den Kater umgehend zurück und gib ihm seine Freiheit wieder. Für das Tier ist es dramatisch in der kleinen Wohnung alleine eingesperrt zu werden.
Du brauchst darüber auch gar nicht mehr nachdenken. Eine andere Option gibt es nicht.

Mal wieder sehr nett ausgedrückt :rolleyes:

Hattest Du diesen Beitrag von der TE gelesen?

Vielen Dank für eure zahlreichen Antworten!

Da ich leider auch keinen Balkon habe, bestärken mich eure Ansichten eher in dem Entschluss ihn zurückzubringen auch wenn es mir wirklich sehr weh tut. Er scharrt in letzter Zeit auch öfter an der Eingangstür und wirkt einfach nicht richtig glücklich.

Andere Katzen zu holen kann ich mir aktuell nicht vorstellen, dass käme mir irgendwie wie ein Ersatz vor. Irgendwann aber vielleicht.

Viele Grüße
Leona

Ich denke, nach diesem Beitrag muss man nicht noch einmal den Hammer rausholen.
 

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