Schilddrüsenüberfunktion - Vidalta & Nebenwirkungen

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
KarenLeipzig

KarenLeipzig

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Hallo Ihr Katzenliebhaberinnen und -liebhaber!

Ich hab "ein komisches Gefühl" und brauche Rat... vielleicht habt Ihr ja ähnliche Erfahrungen gemacht (in anderen Threads habe ich nix 1:1 entsprechendes gefunden).

Mein Kater (15 Jahre) hat in letzter Zeit abgenommen (er kam mit 10 zu mir und war kräftig, jetzt wiegt er 5,6kg, was noch ok ist für ihn), so dass ich mit ihm beim Tierarzt war. Da er sich gar nicht (und zwar wirklich gar nicht...) untersuchen lässt (sobald wir das Untersuchungszimmer betreten, bricht die Hölle los), geht das nur sediert. Das Blutbild hat wohl eine "leichte Schilddrüsenüberfunktion" gezeigt, so dass er seit 2 Wochen 1x täglich Vidalta (10mg, Wirkstoff Carbimazol) bekommt. In der ersten Woche ging das super und die Tablette war ihm gut unterzujubeln. Seit der 2. Woche ist er wie ausgewechselt. Er hat gar keinen Appetit mehr (sonst frisst er nachts - aber wir sind da bei 5g (!) Trockenfutter... ich renne ihm den ganzen Tag hinterher und versuche ihn zu irgendwas zu überreden), ist sehr still, liegt vor allem immer auf dem Boden (statt im Bett oder auf seinem Kissen), schnurrt nicht, kuschelt nicht und seit ein paar Tagen kratzt er sich zig mal am Tag am Hals und Kopf, dass die Haare nur so fliegen. Gewicht ist bislang unverändert (Toilettengänge auch).

Die Tierärztin hab ich darauf angesprochen, aber sie meinte, dass
- Juckreiz keinesfalls von den Tabletten kommen kann, sondern es eine Nahrungsmittelunverträglichkeit sei
- er wahrscheinlich nicht appetitlos sei, sondern nur jetzt nur normalen Hunger habe
- er durch die Normalisierung der Werte einfach das normale Schlafbedürfnis einer Katze habe und manche TierhalterInnen das dann verwechseln.

Nun ist es aber so, dass gestern Abend kein Weg reinging, dass der Kater die Tablette frisst (ich hab ihn irgendwann nur noch heulend angebettelt). Nach Stunden konnte ich ihn dann überzeugen, aber da war er schon 6h "überfällig" (die Tablette soll ja immer im gleichen Abstand von 24h gegeben werden) und war wieder "mein Kater" - er kam kuscheln, hat geschnurrt und lag auf dem Rücken im Bett und hat sich dann irgendwann zur Tablette überzeugen lassen.

Ich find die Tierärztin eigentlich echt gut und hab auch nur Gutes zu ihr gehört, aber... es fühlt sich komisch an. Mein Kater hat doch nicht schon 5 Jahre an der Überfunktion gelitten und erst jetzt erkenne ich seinen "wahren Charakter"...? Also er war immer ein vergnügter, fauler, kuscheliger Kater (zumindest seit er bei mir ist, vorher hatte er's nicht immer ideal), der am liebsten den Tag über auf meinem Schreibtisch geschlafen hat.

Nächste Woche haben wir nochmal Termin für Blutbild (wieder mit Sedierung). Es bricht mir immer das Herz...

Also: Habt Ihr Erfahrungen mit Vidalta? Und vor allem zur Dosierung und Wirkung? Hat jemand einen Rat, was ich tun/abklären könnte? Und bin ich bescheuert oder sagt "das Internet" nicht an verschiedenen Stellen, dass Vidalta eben solche Nebenwirkungen haben kann (Appetitlosigkeit, Juckreiz)? Help...!

Lieben Dank im Voraus!
Karen
 
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Schwerelos

Schwerelos

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Boomer bekommt seit kurzem Vidalta, bis jetzt einmal täglich 15mg - und er hat sich auch viel gejuckt (so, dass das Fell richtig fliegt, genau wie du beschreibst), über den Augen schon richtig wund gekratzt. Mein TA hat aber direkt gesagt, dass das eine bekannte und häufige Nebenwirkung von den SD-Medis ist. Bei Boomer hat das Jucken inzwischen auch nachgelassen.

Zu den anderen Sachen kann ich leider nichts sagen, weil Boomer die letzten Wochen insgesamt sehr krank und in keinem guten Zustand war. Er wollte auch kaum fressen, aber ich kann nicht sagen, ob das von den Tabletten oder seinem allgemein schlechten Zustand kam.

Dass der Appetit abnimmt, wenn die Schilddrüse gedrosselt wird, ist allerdings normal.. ob sich das mit der Zeit wieder gibt, weiß ich nicht. Dass die ganze Wirkung von "nur" 6 Stunden zu spät sofort verschwindet, glaube ich aber nicht. Ich hab die Tabletten tagelang nicht reingekriegt, aber Boomer hat sich in der Zeit nur unmerklich verändert.. aber wie gesagt, er war allgemein nicht fit.
 
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ferufe

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Moin,

was heisst denn eine "leichte Überfunktion"? Wenn nur leichte Überfunktion ist die Dosierung 10 mg evtl. nicht richtig angepasst, vermutlich zu hoch? Man steigt immer klein ein, prüft nach 3-4 Wochen und regelt nach.
Alle von dir genannten Symptome seit Eingabe sprechen aus meiner Erfahrung für eine evtl. Überdosierung, deine TÄ darf sich gern stärker in das Thema einarbeiten.
Boxtraining geht auch nicht? Sedierung, vor allem zu Beginn der Therapie muss häufiger überprüft werden, ist da gar nicht schön. Könnt ihr nicht ins Zimmer und euch dort etwas länger in aller Ruhe aufhalten damit er runter kommt? Früher gab man gern Avena sativa, hat mehrere Tage vorher begonnen um zu sehen wie es wirkt und das hatte ganz gut geholfen. Seicht und hilfreich. Ich hatte es hier bei meinem damaligen alten unzugänglichen Kater auch angewendet und es hat zumindest viel Ruhe reingebracht. Er konnte sehr gut in diese Untersuchungstasche gesetzt werden.
VG
 
KarenLeipzig

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Moin,

was heisst denn eine "leichte Überfunktion"? Wenn nur leichte Überfunktion ist die Dosierung 10 mg evtl. nicht richtig angepasst, vermutlich zu hoch? Man steigt immer klein ein, prüft nach 3-4 Wochen und regelt nach.
Alle von dir genannten Symptome seit Eingabe sprechen aus meiner Erfahrung für eine evtl. Überdosierung, deine TÄ darf sich gern stärker in das Thema einarbeiten.
Boxtraining geht auch nicht? Sedierung, vor allem zu Beginn der Therapie muss häufiger überprüft werden, ist da gar nicht schön. Könnt ihr nicht ins Zimmer und euch dort etwas länger in aller Ruhe aufhalten damit er runter kommt? Früher gab man gern Avena sativa, hat mehrere Tage vorher begonnen um zu sehen wie es wirkt und das hatte ganz gut geholfen. Seicht und hilfreich. Ich hatte es hier bei meinem damaligen alten unzugänglichen Kater auch angewendet und es hat zumindest viel Ruhe reingebracht. Er konnte sehr gut in diese Untersuchungstasche gesetzt werden.
VG
Lieben Dank für die Antwort und die Tipps/Hinweise!

Ich hab das grundsätzliche Ergebnis des Blutbildes von der Tierärztin nur telefonisch bekommen und war, ehrlich gesagt, so aufgeregt, dass ich nicht nach einzelnen Werten gefragt habe. Werde ich mir aber geben lassen. Und ich werde wohl auch noch einen anderen Tierarzt aufsuchen, ich hab einfach kein so richtig gutes Gefühl mehr.

Diese leichte Sedierung werde ich auch mal erfragen. Er ist halt beim Transport ganz friedlich. Auch im Wartezimmer ist er eine freundliche, interessierte Katze. Aber sobald er auf dem Untersuchungstisch steht, knurrt und brüllt er unfassbar laut und besteht zu 100% aus Abwehr. 2x bin ich deswegen unverrichteter Dinge wieder abgezogen mit dem Kater. Und auch sobald wir wieder raus sind, ist alles in Butter. Seine Vorfamilie hat es genau so beschrieben - "wie ein Wolf", das trifft es total.

Bei den Tabletten habe ich das Gefühl, dass es langsam besser wird. Er kratzt sich weniger (bislang ist noch nichts blutig, aber am Hals fehlt schon Fell...) und ist ein bisschen mehr er selbst (wacher, schnurrt auch ab und an wieder). Schauen wir mal...

Auf jeden Fall: Danke! :)
 
F

ferufe

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Hallo,
ich würde mir angewöhnen grundsätzlich alle Dinge in schriftlicher Form sofort mitzunehmen bzw. eine Rechnung direkt mit der genauen Medikamentengabe zu ergänzen etc. Rufe dort an, sie sollen die Ergebnisse per mail schicken - so modern sollten inzwischen viele Praxen sein. Sollten sich geweigert werden ist ein Wechsel ganz sicher zu überdenken.
Hm, im Wartezimmer noch ganz ruhig? Ob man sich evtl. einen Termin vor oder nach der Sprechstunde geben lassen könnte und die erste Untersuchung im Wartezimmer durchführen? Die Wege sind ja meist sehr kurz wenn dann etwas benötigt wird. Könnte das Tier aber sicherer machen, TA braucht dafür schon einiges an Empathie. Aber: schwierige Tiere -ungewöhnliche Wege? Käme ja allen zugute.
Kinder reagieren ja manchmal auch auf einen weissen Arztkittel massiv. Wird er nicht getargen ist es viel einfacher und sie können relativ gut mitgehen.
Mit den Tabletten, die Reaktion kann besser werden/sein, aber du wirst überprüfen lassen müssen und ggf. die Dosierung anpassen.
Und du bist dir sicher, dass er nicht von dem Vidalte erbricht o.ä.? Auch das Jucken mit Fellverlust ist ja schon eine deutliche Nebenwirkung. Dann würde ich überlegen ob eine Umwidmung auf das humane Carbi sinnvoll sein könnte.
VG
 
KarenLeipzig

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Hello again!

Ich lass mir die Auswertung auf jeden Fall geben, da hast Du absolut Recht. Ich war einfach überfordert und mir schlug das Herz bis zum Hals bei dem ersten Telefonat. Dabei bin ich echt schon groß und sollte eigentlich denken können. :)

Zum Erbrechen: Das scheint etwas Gutes bei den Tabletten zu sein, denn Hannibal hat seit seit über einer Woche nicht mehr gebrochen. Im Sommer hat er manchmal mehrfach pro Woche erbrochen (vor allem Haare, Futter eigentlich nie) - das stimmt mich hoffnungsvoll.

Beim Juckreiz hat die Tierärztin 2x mit Bestimmtheit gesagt, es könne nicht an den Tabletten liegen. Aber wenn ich mich überall so umschaue, scheint das ja nun echt nicht so wahnsinnig selten zu sein bei Vidalta. Das ist mir echt unklar. Sprech ich nochmal vor Ort an.

Du hast mir echt tolle Ansätze gegeben. Lieben Dank!
 
Black Peaches

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Huhu, was kam den bei den Blutergebnissen raus? Meine Kleine hat zu Beginn Felidale (Wirkstoff: Thiamazol) bekommen. Das hat sie null vertragen und sich auch so irre gekratzt. Es war dann klar, dass wir auf den Wirkstoff Carbimazol umstellen. Vidalta ist leider nicht so gut verträglich, das kann man vielen Erfahrungsberichten entnehmen und es gibt auch eine Doktorarbeit der Uni München, aus der das hervorgeht (Nebenwirkungsrate Vidalta: 32-52%). Besser verträglich ist Carbimazol aus der Humanmedizin. Leider tun sich viele TAs schwer mit dem Verschreiben. Dass man Vidalta nicht teilen kann ist natürlich auch ein Nachteil, denn nicht alle Katzen brauchen täglich 10mg Carbimazol, gerade nicht, wenn nur eine geringe Überfunktion vorliegt.
 
KarenLeipzig

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Hallo Ihr!

Brauchte kurz, um mich zu sammeln, denn Dienstag waren wir wieder beim Tierarzt und diesmal hat das Röntgenbild zwei Tumore in der Lunge gezeigt (vor 4 Wochen war es nur "etwas unklares", das zu beobachten sei). :-( Aber ich habe Montag einen Termin (ohne Kater, aber mit den Röntgenbildern und Blutbildern) bei einem anderen Tierarzt, da ich mich/uns echt nicht mehr gut betreut fühle. Und Ende August hat die Tierklinik einen Termin frei, den hab ich erstmal "gebucht".

Mit der Schilddrüse ging's so weiter:
Der vor 4 Wochen gemessene T4 war 55.20 (im Referenzbereich 12.2 bis 46.4). Eigentlich sollte erst ANfang September wieder kontrolliert werden, aber ich hab den Termin vorverlegt. Ergebnis: Jetzt liegt der Wert bei 6.44
Heißt: Wir hatten alle Recht. :-( Die Dosierung war einfach zu hoch und sein Verhalten war eben nicht "normal". Jetzt soll ich aller 2 Tage eine Tablette geben.
Wenigstens hat sich sein Zustand aber verbessert. Das Jucken/Kratzen hat sehr, sehr nachgelassen (und zum Glück hat er sich auch nirgends richtig blutig gekratzt; die zwei kleinen kahleren Stellen verkraften wir) - er frisst wieder (noch nicht so richtig viel und auch mehrheitlich nur, wenn ich's ihm ans Bett bringe, aber dann ist das halt jetzt so) und heute Morgen gab's sogar mal wieder Kopfnüsse für mich und er ist "fröhlicher". Zugenommen hat er auch ein wenig. Und mit einer Tablette aller 2 Tage wird es sicherlich noch besser.

Der Befund für die Lunge entsetzt mich natürlich sehr. Eigentlich hab ich ihm die letzten 2 Tage nur ins Fell geheult. Die Tierärztin hat mir auch nur erklärt, dass es 2 Tumore (0,8 und 1,0cm Größe) seien und man da nix machen könnte, mittlere Überlebensdauer 8-12 Wochen. Dabei ist er nach meiner Wahrnehmung "ganz normal", also er hat keine Atemprobleme, keine Lähmungen etc. Ich brauche eine zweite Meinung. Ich möchte Hannibal natürlich nicht unnötig quälen, aber auch keine realistische Chance (zur Lebensverlängerung und/oder auch perspektivischen Erhaltung seiner Lebensqualität) verstreichen lassen. Zudem brauche ich für mich eine Einordnung, was ich zu "erwarten" habe und was ich wie tun kann.

Ich hatte der Tierärztin auch ein Video von Hannibal gezeigt, weil er manchmal (nicht immer, meistens nach dem Fressen, unabhängig davon, wie er sitzt/liegt) "zuckt" (also so Anspannungen hat... könnt Ihr das Video sehen hier?) - das sei ihres Erachtens auch ein klares Anzeichen für einen Tumor im Thorax. Ich lese aber auch immer wieder, dass auch Schilddrüsenüberfunktion "Zittern" verursachen kann bei Katzen (Videos dazu oder Konkreteres finde ich aber nicht) - hat Ihr schonmal vergleichbares gesehen?

Soweit dazu. Und ich muss nochmal danke sagen für den Rat hier. Ich kam mir bei der Tierärztin echt hysterisch vor, da hat es mir sehr geholfen, dass Ihr ähnliches erlebt/gesehen habt und solche Nebenwirkungen eben auftauchen können. <3
 
Black Peaches

Black Peaches

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Das tut mir sehr, sehr leid für euch! Selbstverständlich würde ich mir da auch eine zweite Meinung einholen! Meiner Katze ging es sehr schlecht und da hat die TÄ Fip Verdacht geäußert... Der sich dann nicht bewahrheitet hat. Daher ist es sehr gut, dass du dir eine weitere Meinung einholst! Ich drücke jedenfalls alle Daumen und Pfoten!

Gut, dass du Hannibal früher getestet hast, da war er ja schlimm in der Unterfunktion. Aktuell kannst du sicher bei Vidalta bleiben, bis sich das mit der Lunge geklärt hat. Mittelfristig würde ich dann aber schon über einen Wechsel nachdenken, wenn die 10mg täglich für ihn zu viel sind. Ich bin zwar kein TA, kann mir aber nicht vorstellen, dass selbst ein retardiertes Medikament über 48h gleichmäßig wirkt. Leider schreiben die Hersteller ja immer viel... Wenn der Medikamentenspiegel nicht gleichmäßig gehalten wird, fährt die SD ja Achterbahn, was für Katzen sehr unschön mit z.B. mit Angstzuständen verbunden sein kann. Ggf. kommt auch daher das Zucken. Damit kenne ich mich aber leider nicht aus.

Bei Facebook gibt es eine SDÜ Gruppe, da sind Experten, vielleicht kannst du auch mal dort nachfragen.

Alles Gute für deinen kleinen Mann! <3
 
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  • #10
So ein schöner Kater 🥰 Alles Gute 🍀♥️
 
KarenLeipzig

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  • #11
Hallo Ihr!

Ich schreib nochmal ein Update, denn ich war heute bei einem anderen Tierarzt für eine Zweitmeinung. Ohne den Kater, aber mit den Röntgenbildern und Blutwerten von letzter Woche und vor 4 Wochen.

Während mir die Tierärztin letzte Woche den Kater mit "alles Gute" und man könne nix machen wegen zwei "schnell wachsenden Lungentumoren" wieder mitgegeben hat, sah der Tierarzt es heute grundlegend anders.

Schilddrüse: Da Hannibal nie viel gefressen hat, findet er die Behandlung (T4 lag bei 55.20 im Referenzbereich 12.2 bis 46.4) eigentlich noch nicht angebracht und wenn überhaupt (denn positiv ist, dass er zugenommen hat und nicht mehr so viel erbricht), dann deutlich niedriger dosiert. Wir steigen jetzt um von 10mg Vidalta (zwei)täglich auf 2x 1,25mg Thyronorm täglich (in der Hoffnung, dass er es verträgt - von Nebenwirkungen hab ich hier ja auch schon gelesen). Die von mir beschriebenen Nebenwirkungen hat er auch mit Vidalta in Verbindung gebracht und versteht nicht, warum die andere Tierärztin da nicht mitgeht.

Lunge: Der Unterschied zwischen den Röntgenbildern von vor 4 Wochen und letzter Woche sei die "Belichtung". Man sähe "was auch immer" in der Lunge einfach besser, aber verändert hat sich da nix. Kann zwar ein Tumor sein, muss aber nicht. Ich solle mir erstmal keine Sorgen machen und wir schauen es uns nochmal an, wenn wir das nächste Blutbild machen, wobei er davon ausgeht, dass sich da nichts verändert wird.

Zucken: Dieses Zucken, das Hannibal mal mehr oder weniger hat, sei nicht auf einen Tumor im Thorax zurückzuführen. Es sei keine Pressatmung o. ä., sondern er tippt auf Spondylose, die man im Röntgenbild auch schon gut erkennen könne. Der Kater bekommt jetzt ein Schmerzmittel. Die Diagnose ist mir insoweit auch nachvollziehbar, dass sich Hannibal in letzter Zeit "umständlich" hinlegt und auch nicht mehr so richtig mit Schwung ins Bett springt.

Ansonsten sähe das Blutbild gut aus, Hannibal soll (weiter) zunehmen und in ein paar Wochen kontrollieren wir nochmal.
Was für eine Achterbahnfahrt. Die Beurteilung heute ist mir natürlich nicht nur deutlich lieber, sondern auch um Längen nachvollziehbarer bzw. passt sie zu dem, wie ich das Katzentier hier erlebe. Zumindest werde ich ihm heute Nacht mal ausnahmsweise nicht ins Fell heulen... :)

Liebe Grüße
Karen
 
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ferufe

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  • #12
Hallo Karen,
ich finde die Aussagen des TAs auch deutlich positiver aber auch deutlich fachlicher. Ich denke, die Umstellung auf geringere Dosierung zur SDÜ ist sehr gut, Thyronorm wird meist gut vetragen. Und nachjustieren kann man dann immer noch, ist sowieso besser quasi einschleichend zu arbeiten. Immerhin ist es ein Hormonpräparat.
Auch die Interpretation der Röntgenbilder erscheint mir genauer, er schaut auch wohl über den Tellerrand was man sicher positiv bewerten kann.
Von mir auf jeden Fall Daumen, dass es weiter besser wird!!
VG
 

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