Scheu vor Männern

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april_sky

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Unsere Duna lebt jetzt seit knapp 3 Monaten bei uns - wir haben sie mit 9 Monaten aus Spanien von einem Tierheim übernommen, sie hat aber nie auf der Strasse gelebt, sondern ist in Spanien von einem deutschen Ehepaar, das ausgewandert ist und unerwartet wieder zurück nach Deutschland musste, in diesem Tierheim abgegeben worden (damals war sie wohl ca. 4 bis 5 Monate alt).
Die ersten paar Tage hat sie sich natürlich nur verkrochen, unter dem Sofa, unter unserer Bühne, usw... Ich habe mir wahnsinnig Mühe mit ihr gegeben, um ihr Vertrauen zu gewinnen und ihre Angst zu nehmen. DAzu beigetragen hat sicher auch unser kleiner Sonnenschein Mephisto ;), der am selben Tag wie Duna mit 3 Monaten bei uns eingezogen ist und nach anfänglicher gegenseitiger Scheu haben die beiden sich angenähert und inzwischen sind sie dicke Freunde, die oft miteinander kuscheln, spielen und einfach auch zusammen liegen und Unsinn machen.
Sie ist aber immer noch sehr sehr vorsichtig, und obwohl sie sich noch nie mit Kratzen oder Beissen gewehrt hat, merkt man, dass sie es nicht mag, aufgehoben zu werden (ich respektiere das und hebe sie nur hoch, wenn es absolut notwendig ist). Sie lässt sich von mir inzwischen streicheln, intensiv (über eine halbe Stunde!), sie schnurrt dann auch ganz laut und sie kommt auch von selber zu mir ins Zimmer und streicht um meine Beine, begrüsst mich wenn ich nach Hause kommen mit Gurrlauten und streicht ihr Köpfchen an meiner Nase etc...

Ihre Fortschritte sind somit riesig - vom ängstlichen, apathischen Tier unter dem Sofa ist die Wandlung schon gross in 3 Monaten!

So weit so gut: an mich hat sie sich auf jeden Fall gewöhnt, ich habe ihr Vertrauen gewonnen. leider verhält sie sich meinem Freund (mit dem ich zusammenwohne) gegenüber eher abweisend und ängstlich; sie lässt sich zwar manchmal anfassen von ihm, aber nur, wenn sie im Halbschlaf ist und zu faul, um wegzurennen :rolleyes: wenn sie z.b. auf dem Balkon liegt und er kommt auch raus, rennt sie ängstlich weg, oder sie macht einen möglichst grossen Bogen um ihn... dabei ist er so ein Katzenliebhaber, ich versteh' das nicht... klar, ich bin viel öfter zu Hause und füttere die 2 auch mehr, aber ich hätte halt gerne, wenn auch mein Freund sie mal knuddeln kann und nicht immer von ihr abgewiesen oder geflohen wird... er tut mir manchmal richtig leid... :(
habt ihr einen Tipp, wie er ihr Vertrauen gewinnen kann oder was man in so einer Situation am besten tun sollte? vielleicht sollte ich ihr keine leckerli mehr geben, sondern nur noch er? da er oft schicht arbeitet, bleibt das füttern wohl oder übel öfters an mir hängen...
oder kann es sein, dass Duna einfach keine Männer mag? im Tierheim wurde sie von einer Frau betreut, und wenn sie mit Männern in Kontakt kam, war es wohl beim Tierarzt....
 
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Marlek

Gast
Hallo,

ich hab hier so einen Rühr-Mich-Nicht-An-Kauz, bei dem hat es ein halbes Jahr gedauert, bis er mir vertraut hat.
Jetzt kommt er auch, wenn er Kuschelbedarf hat, bzw. schmeißt sich mir einfach vor die Füße.

Allen anderen, auch meinem Freund gegenüber ist er sehr reserviert.
Ihn kennt er auch noch nicht lange, aber ob er jemals zu ihm Vertrauen gewinnen wird :confused:

Was könnte Dein Freund machen?
Erst einmal fände ich es wichtig, dass er sich bewußt wird: Dunas abweisendes Verhalten gilt nicht ihm persönlich.
Manchmal ist das ja echt frustrierend (schreibst Du ja auch) und Mensch fühlt sich dann persönlich abgelehnt.
Das führt dann zu negativen Gefühlen gegenüber der Katze und wird zu einem kleinen Teufelskreis.

Wenn sie panisch an ihm vorbei läuft könnte er jedes Mal ganz beruhigend auf sie einreden.
Katzen gewöhnen sich schnell an bestimmte Worte, verbunden mit einer freundlich-beruhigenden Tonlage.
Und Katzen sind auch "Gewohnheitstiere".
"Rituale" oder gleiche, in bestimmter Tonlage gesprochene Sätze geben ihnen Sicherheit. Vielleicht verschwindet ihre Panik da ein wenig.

Er könnte auch mal versuchen, sie mit einem Gegenstand zu streicheln.
Wenn sie mit Männerhänden schlechte Erfahrung gemacht hat, dann kann dieser Gegenstand als "Brücke" ganz hilfreich sein.
Aber wenn sie Anzeichen macht, dass es ihr nicht gefällt, sollte er damit aufhören. Duna sollte sich nicht bedrängt fühlen.

Dein Freund könnte sich auch ganz gezielt mit ihr beschäftigen.
Sich in ihrer Nähe auf den Boden setzen und ganz beiläufig mit einer Spielangel oder anderem Spielzeug wedeln.
Hin und wieder ein Leckerli zufällig in ihre Richtung fallen lassen. Wichtig ist halt, dass er nichts von ihr erwartet.
Vielleicht wird sie am Anfang nicht reagieren oder sogar weggehen. Da muss MANN halt Geduld haben. Immer wieder probieren ohne zu drängeln.
Und wenns frustig wird sich immer wieder sagen: "ich bin ja ein ganz netter - mich meint sie eigentlich gar nicht mit ihrer Abweisung" :D
Aber wenn er das öfter und immer wieder macht, dann wird Duna vielleicht doch neugierig und merkt mit der Zeit, dass MANN ganz ungefährlich ist.
 
april_sky

april_sky

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vielen Dank für deine Antwort - wir werden uns auf jeden Fall bemühen! :) mein Freund ist zum Glück einer, der sich kaum aus der Ruhe bringen lässt und das Ganze auch nicht so persönlich nimmt, sondern oft mit Humor... oft sagt er auch "wenn sie nicht will, kann man nichts machen"... aber ich möchte, dass es sich zwischen den beiden "bessert", weil ich so eine Art Zusammenleben nicht so toll finde... es kann ja nicht sein dass sie ständig vor ihm flüchtet.... aber eben, Geduld braucht es sicher... erzwingen lässt sich nichts.

Was ich aber denke ist, dass er öfter mit ihr sprechen sollte, damit sie sich an seine Stimme gewöhnt, so wie sie das bei mir bereits hat...

auf jeden Fall danke für die Tipps! :)
 

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