Royal Canin Urinary auf Dauer? Schon ca 2 Jahre

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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sky1980

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Hallo :)

Durch ein anderes Anliegen kam ich mit einer Userin hier ins Gespräch das man das Royal Canin urinary nicht auf Dauer geben sollte.
Mein Kater allerdings bekommt es schon ca 2 Jahre. Müsste genau nachsehen wann die OP war.

Er hatte damals eine Blasenentzündung und bekam ein Antibiotikim gespritzt.
Ca 1 Woche später fing er wieder an zu jauan wenn er auf die Toilette ging. Er machte ab und auf dem Boden.

Wir fuhren dann in die Tierklinik und er musste da bleiben. Die Nierenwerte waren ziemlich schlecht uns sie konnten ihn nicht operieren. Er bekam ein Tropfer ( Flüssigkeit) und wir haben nur auf den Tag gewartet wo die Werte besser waren.

Die Tierärzte rieten mir damals zu einer Penisamputation ( also nur die Penisspitze). Sie erklärten mir das so, dass die Harnröhre zur Penisspitze hin immer enger wird und diese Steine dort hängen geblieben sind. Nach einer Penisamputation könnte das nicht mehr passieren und ich hätte Ruhe ( und der Kater natürlich).

Er wurde also ein paar Tage später operiert und es ging ihm danach schnell besser. Sie gaben mir Royal Canin Urinary was ich geben sollten und schickten mich zu unsererm Tierarzt zur Kontrolle.

Dort war ich dan auch. Es wurden allerdings keine Werte ermittelt oder sonst etwas gemacht. Unser TA meinte wir sollten weiterhin das Futter geben.

Nachdem unser Kater zwishcenzeitlich extrem zugenommen hatte, fragten wir unseren TA ob man nicht das Futter wechseln könnte, irgendeine andere Firma, da er so extrem zugenommen hätte.

Er wird ca. 8 kg !

Der TA meinte nur das alles okay wäre. Solange es ihm gut geht wäre dies kein Problem. Es sollte nur nicht mehr werden. Zum Abnhemen sollten wir halt das Futter radikal reduzieren.

Laut Verpackung dürfte unser Kater ca 1 1/2 Becher bekommen und er bekommt gerade mal ein Becher. Manchmal auch ein bißchen mehr.
Weniger klappt nicht, da miaut er extrem rum wenn ich in der Küche bin und läuft mir laufend vor die Füße.

Nun hatte diese Userin ( weiß den Namen leider gerade nicht) gesagt, dass sie es komisch findet dass die Werte nicht mal ermittelt werden. Ich bin einmal im Jahr beim TA und lasse den Kater impfen und entwurmen. Er hat nie etwas gesagt.

Auch meinen die Userinen hier im Forum dass ich auf hochwertiges Futter umstellen sollte ( Naßfutter ).

Ich verstehe das nicht ganz, denn ich SOLL ja auf jeden Fall das Royal Canin auf Dauer geben,laut Tierarzt.
Möchte halt nicht das er wieder Schwierigkeiten mit den Steinen bekommt.

Ich habe also nur die Arztrechnungen von damals zum Vergleich. Was da alles drauf steht weiß ich gar nicht, müsste ich heute Abend mal raussuchen.

Auch hatte mir diese Userin verschiedene Links geschickt die ich mir in Ruhe durchlesen werde.

Nur kann man das Futter denn so einfach absetzen? Bekommt er dann nicht wieder Schwierigkeiten? Hat jemand Erfahrungen damit?
Wären diese Steine überhaupt so schlimm für ihn weil er schon eine Penisamputation hinter sich hat????

Ich freue mich auf eure Antworten.
 
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Hannibal

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Hier mal die Beschreibung, was das Urinary bewirken soll:

Die Diät hat die folgenden Zielsetzungen:

-> Einen moderat sauren Urin zu produzieren
-> Die Konzentration bestimmter Mineralstoffe im Urin zu kontrollieren
-> Die vom Tier produzierte Menge an Urin zu erhöhen

ROYAL CANIN URINARY hält den Säuregrad (pH-Wert) des Urins innerhalb des optimalen Bereiches, um die Bildung von Struvitsteinen zu verhindern oder diese auflösen zu können. Außerdem hält das Produkt den Wert der Sättigung mit Kalziumoxalatbildnern niedrig, um die Bildung von Harnsteinen dieser Zusammensetzung zu verhindern.

Die besonderen Eigenschaften von ROYAL CANIN URINARY:

-> Die Rezeptur ist dazu geeignet, eine mäßige Ansäuerung des Urins zu erzeugen
-> Hoher Feuchtigkeitsgehalt im Futter (nur in den Frischebeuteln)
-> Leicht erhöhter Kochsalzgehalt im Trockenfutter zur Erhöhung des Harnvolumens
-> Beschränkter Magnesiumgehalt
-> Kontrollierte Mengen an Kalzium und Oxalat
-> Antioxidanzienkomplex aus Vitamin E 6 C sowie Taurin und Lutein zum Schutz der Körperzellen

Antioxidanzien
ROYAL CANIN URINARY ist angereichert mit Antioxidanzien (Vitamin E & C, Taurin, Lutein), die dazu beitragen, die natürlichen Abwehrkräfte von Hund und Katze zu stärken. Als Antioxidanzien wirken verschiedene Arten von Nährstoffen wie Vitamine, Mineralstoffe und andere Nahrungsbestandteile, die natürlicherweise in vielen Futtermitteln vorkommen. Zunehmend wird anerkannt: Antioxidanzien sind eine wichtige Unterstützung der körpereigenen Abwehr gegen den alltäglichen „Verschleiß“. Sie haben eine Schlüsselfunktion im Körper, indem sie die Zellen aktiv vor z.B. Alterung und Krankheit schützen.

1. Die Notwendigkeit der Ansäuerung des Urins sollte regelmässig kontrolliert werden. Wenn der Urin zu sauer wird, können sich Oxalatsteine bilden, welche im Gegensatz zu Struvitsteinen nicht aufgelöst werden können. Durch das Urinary soll gemäss Hersteller der ideale PH-Wert erreicht werden. Ich persönlich kann mir das nur schwer vorstellen, da jede Katze anders auf Futter reagiert und somit auch der PH-Wert aufgrund der Verdauung unterschiedlich ist (sonst gäbe es ja diese Probleme mit den Steinen gar nicht).

2. Eine gewisse Ansäuerung kann auch schon durch eine entsprechende Ernährung erreicht werden.

3. Trockenfutter ist bei Problemen mit Harnblase und Niere absolut tabu. Es ist extrem wichtig, dass die Harnblase und die Nieren gut durchgespült werden, um Abfallstoffe, welche sich dann zu Griess/Steinen verklumpen können, regelmässig auszuspülen. Das ist mit TroFu nicht möglich, weil der Katze zuwenig Flüssigkeit zugeführt wird. Dadurch konzentriert sich der Harn stärker und als Folge davon wird er saurer, was wiederum die Gefahr für Oxalatsteine steigert.

4. Falls eine Ansäuerung wirklich nötig sein sollte (was allerdings nur beurteilt werden kann, wenn Dein Kater auf anständiges Nassfutter umgestellt wird und Du dann auch regelmässig den Harn kontrollierst), kann dies auch z.B. mit Guardacid-Tabletten erreicht werden. Diese in Kombination mit einem guten Futter sind in jedem Fall besser als ein Trockenfutter, das mehrheitlich aus Getreide besteht.

5. Mit TroFu wird der Katze in erster Linie Getreide zugeführt. Dieses kann aufgrund des kurzen Darms vom Katzenkörper überhaupt nicht verwertet werden und kommt unverdaut hinten wieder raus. Da der Kater dadurch nicht die für ihn notwendige Energie in Proteinform erhält, hat er dauernd Hunger und frisst entsprechend viel. Durch die Umstellung auf ein hochwertiges Nassfutter, das nur aus Fleisch besteht, kannst du diesen Teufelskreis durchbrechen. Er wird nach einiger Zeit automatisch weniger essen, weil er schneller satt ist. Der Körper kann das Futter besser verwerten, er wird muskulöser und baut Fett ab. Er pinkelt mehr, weil der Körper mehr Flüssigkeit aufnimmt und kotet weniger, weil die Verdauung das Futter zu praktisch 100% verwerten und aufnehmen kann.
Ich empfehl dir, mal diese Seite hier durchzulesen: Katzenernährung

6. Nach meiner Erfahrung neigen dicke Katzen mehr dazu, Harnsteine zu bilden als schlanke Katzen.
 
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Zugvogel

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Hättest Du die Möglichkeit, den Tierarzt zu wechseln?

Denn jahrelang Diätfutter zu empfehlen, ohne jede Untersuchung impfen und entwurmen - das entspricht nach meinem Ermessen nicht nach Sorgfalt.

Kranke Katzen sollen nicht geimpft werden, und Struvitkatzen sind krank.
Entwurmen sollte man nur dann, wenn tatsächlich Würmer nachgewiesen werden, das geht mit Kotprobe.

Zu Urinary: Auf der Verpackung steht, daß es nicht länger als 6 Monate gegeben werden soll, vor allem das Trockenfutter. Es wäre Zeit, jetzt mal 'Nägel mit Köpfen' zu machen.

Gib zuerst mal eine Harnprobe ab, laß alle wichtigen Werte im Zusammenhang mit Struvit und Blasenentzündung testen (Urinstick und zentrifugieren!).
Lies Dich gründlich ein in Futter bei Struvitkatzen. Man kann hochwertiges Naßfutter geben, das aber noch zusätzlich wässern (sehr langsam mit wenigen Tropfen beginnen, allmählich steigern).
Besorge Dir Teststreifchen, damit kannst Du den pH des Harns selber sehr intensiv testen, das wird sehr wichtig und notwenig sein.

Wie mäkelich ist Dein Kater mit neuem Futter? Bekommt er jetzt Trocken- oder Naßfutter? Nimmt er gern mal ein Stück rohes Fleisch?

Zugvogel
 
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sky1980

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Hier mal die Beschreibung, was das Urinary bewirken soll:



1. Die Notwendigkeit der Ansäuerung des Urins sollte regelmässig kontrolliert werden. Wenn der Urin zu sauer wird, können sich Oxalatsteine bilden, welche im Gegensatz zu Struvitsteinen nicht aufgelöst werden können. Durch das Urinary soll gemäss Hersteller der ideale PH-Wert erreicht werden. Ich persönlich kann mir das nur schwer vorstellen, da jede Katze anders auf Futter reagiert und somit auch der PH-Wert aufgrund der Verdauung unterschiedlich ist (sonst gäbe es ja diese Probleme mit den Steinen gar nicht).

2. Eine gewisse Ansäuerung kann auch schon durch eine entsprechende Ernährung erreicht werden.

3. Trockenfutter ist bei Problemen mit Harnblase und Niere absolut tabu. Es ist extrem wichtig, dass die Harnblase und die Nieren gut durchgespült werden, um Abfallstoffe, welche sich dann zu Griess/Steinen verklumpen können, regelmässig auszuspülen. Das ist mit TroFu nicht möglich, weil der Katze zuwenig Flüssigkeit zugeführt wird. Dadurch konzentriert sich der Harn stärker und als Folge davon wird er saurer, was wiederum die Gefahr für Oxalatsteine steigert.

4. Falls eine Ansäuerung wirklich nötig sein sollte (was allerdings nur beurteilt werden kann, wenn Dein Kater auf anständiges Nassfutter umgestellt wird und Du dann auch regelmässig den Harn kontrollierst), kann dies auch z.B. mit Guardacid-Tabletten erreicht werden. Diese in Kombination mit einem guten Futter sind in jedem Fall besser als ein Trockenfutter, das mehrheitlich aus Getreide besteht.

5. Mit TroFu wird der Katze in erster Linie Getreide zugeführt. Dieses kann aufgrund des kurzen Darms vom Katzenkörper überhaupt nicht verwertet werden und kommt unverdaut hinten wieder raus. Da der Kater dadurch nicht die für ihn notwendige Energie in Proteinform erhält, hat er dauernd Hunger und frisst entsprechend viel. Durch die Umstellung auf ein hochwertiges Nassfutter, das nur aus Fleisch besteht, kannst du diesen Teufelskreis durchbrechen. Er wird nach einiger Zeit automatisch weniger essen, weil er schneller satt ist. Der Körper kann das Futter besser verwerten, er wird muskulöser und baut Fett ab. Er pinkelt mehr, weil der Körper mehr Flüssigkeit aufnimmt und kotet weniger, weil die Verdauung das Futter zu praktisch 100% verwerten und aufnehmen kann.
Ich empfehl dir, mal diese Seite hier durchzulesen: Katzenernährung

6. Nach meiner Erfahrung neigen dicke Katzen mehr dazu, Harnsteine zu bilden als schlanke Katzen.



Hallo.

Danke auch die für den Link, werde sie alle in Ruhe durchlesen.
Nun gut, momentan bin ich echt am überlgen den TA zu wechseln :-(
Ich gehe wahrscheinlich gleich zu einem Zoogeschäft. Bekommt man diese PH-Streifen dort?
Jetzt bitte nicht lachen, aber wie soll ich das denn dann kontrollieren? Der wird mir ja kaum in einem Becher oder auf den Streifen urinieren :)
 
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valentinery

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Bärlin
die Teststreifen bekommst du in der Apo... aber nimm die preiswerten von Madaus Uralyt ;)

Auffangen des Urins gelingt gut mit einem Löffel, Deckel eines Marmeladenglases, Suppenkelle etc; kommt immer auf die Katze drauf an, was sie sich gefallen lässt! Ansonsten gibts auch spezielle Streu, die nicht saugt!
 
HappyKerky

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Hallo.

Danke auch die für den Link, werde sie alle in Ruhe durchlesen.
Nun gut, momentan bin ich echt am überlgen den TA zu wechseln :-(
Ich gehe wahrscheinlich gleich zu einem Zoogeschäft. Bekommt man diese PH-Streifen dort?
Jetzt bitte nicht lachen, aber wie soll ich das denn dann kontrollieren? Der wird mir ja kaum in einem Becher oder auf den Streifen urinieren :)

Urinproben kannst du mit einer alten Suppenkelle nehmen, der strullernden Katze unterlegen und fertig. Das habe ich zwar noch nie ausprobiert, soll aber funktionieren :)

Viel Erfolg!
 
Fietzefatze

Fietzefatze

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Das ist mit TroFu nicht möglich, weil der Katze zuwenig Flüssigkeit zugeführt wird. Dadurch konzentriert sich der Harn stärker und als Folge davon wird er saurer, was wiederum die Gefahr für Oxalatsteine steigert.

Da muss ich jetzt mal nachfragen... Ist das so richtig?

Struvitsteine entstehen bei zu alkalischem Harn. Trockenfutter kann zur Bildung dieser Steine führen. Würde Trockenfutter durch Konzentration des Harns diesen nun ansäuern, dann gäbe es das Problem ja gar nicht....
Oder stehe ich gerade auf'm Schlauch?
 
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Zugvogel

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Blasensteine entstehen dann, wenn der pH des Harns nicht in Ordnung ist, und der pH ist deswegen nicht in Ordnung, weil der Regelkreis nicht mehr richtig funktioniert.
Wenn wg. Trockenfutter zu wenig Flüssigkeit aufgenommen wird, ist der Harn so konzentriert, daß es es schneller zur Ausfällung von Kristallen kommen kann. Wenn dann noch angesäuert wird, ist die Wahrscheinlichkeit von Struvit etwas gebannt, bei zu tief gedrücktem pH (unter 6) drohen dann aber Oxalatkristalle.

Somit ist eines der drei 'Standbeine' bei Struvit, genügend Flüssigkeit in die Miez zu kriegen, mit Trockenfutter ist das aber fast unmöglich.
Der pH muß dann überwacht werden - entweder Harn auffangen wie oben beschrieben, oder Testblättchen in den Strahl halten. Ist er zu alkalisch, muß angesäuert werden, ist er zu sauer, muß mit dem Futter reguliert werden (evtl. eine Sorte mit höherem Rohaschegehalt, ich hab dafür Yarrah im Vorrat).



Die drei Säulen bei Harnkristallen:

1. pH testen

2. hochwertiges Futter

3. genügend Flüssigkeit


Jeder dieser drei Punkte kann noch näher erläutert werden.


Zugvogel (sehr struviterfahren)
 
Fietzefatze

Fietzefatze

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Wenn wg. Trockenfutter zu wenig Flüssigkeit aufgenommen wird, ist der Harn so konzentriert, daß es es schneller zur Ausfällung von Kristallen kommen kann. Wenn dann noch angesäuert wird, ist die Wahrscheinlichkeit von Struvit etwas gebannt, bei zu tief gedrücktem pH (unter 6) drohen dann aber Oxalatkristalle.

Ja, so hört sich das richtig an und so hab ich's auch gelernt.
Aber durch die Konzentration des Harns, wird er ja nicht automatisch saurer. Das hatte mich im oben zitierten Posting etwas irritiert...

Magst du mir noch schnell erklären, wie die Rohasche den pH-Wert senken kann? Durch die Mineralstoffe? Weil Rohasche kann ja theoretisch alles sein, auch Sand.

Ich kenne viele, die Struvit durch Barfen oder zumindest konsequente Fütterung von hochwertigem Protein ohne jegliche KH und Grünzeugs, in den Griff bekommen haben.
 
Nonsequitur

Nonsequitur

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  • #10
Da muss ich jetzt mal nachfragen... Ist das so richtig?

Struvitsteine entstehen bei zu alkalischem Harn. Trockenfutter kann zur Bildung dieser Steine führen. Würde Trockenfutter durch Konzentration des Harns diesen nun ansäuern, dann gäbe es das Problem ja gar nicht....
Oder stehe ich gerade auf'm Schlauch?

Urinary-Trockenfutter säuert nicht dadurch an, dass es den Harn konzentriert. Es säuert an, weil dem Futter ansäuernde Substanzen wie DL-Methionin oder Preiselbeerextrakt zugesetzt sind.
Diese Zusätze hat man deshalb erfunden, weil "naturbelassenes" Trofu ohne diese Zusätze den Harn zu alkalisch macht, vor allem durch das in großen Mengen enthaltene Getreide. Die natürliche Nahrung der Katze, Fleisch, macht dagegen eher sauren Urin.

Der geringe Wassergehalt des Trofus führt dazu, dass das pH-Gleichgewicht des Harns wesentlich leichter zu kippen ist. Sowohl in die saure wie auch in die alkalische Richtung. Deshalb wird hier von Trofu bei dieser Problematik so abgeraten. Es braucht nur ein relativ geringes Ungleichgewicht der Inhaltsstoffe, damit der Harn zu alkalisch (-> Struvit) oder zu sauer (-> Oxalat) wird.
Wenn man getreidefreies Nafu füttert, und das am besten noch zusätzlich anfeuchtet, dann hat man durch die zusätzliche Flüssigkeit viel mehr Toleranzbreite.
 
Fietzefatze

Fietzefatze

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  • #11
Hi Nadine,

danke, das weiß ich alles. ;) Mein Frage bezog sich auf das Posting von Hannibal und da war von Trockenfutter im Allgemeinen (wie du schreibst "naturbelassenes") die Rede. Nicht von dem Urinary. Vielleicht hab ich's auch einfach falsch verstanden, aber die Aussage, dass Trockenfutter den Harn konzentriert und der dadurch saurer wird, hat mich zum Stolpern gebracht.
 
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Zugvogel

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  • #12
Urinaryfutter kann man sozusagen in zwei Produkte teilen: das eine ist das trockne Futter, das andre sind die Ansäuermittel, die dem Futter beigefügt sind.
Daraus ergibt sich, daß man im Prinzip jedes Futter als Diät wählen kann, aber selber ansäuert mit entsprechenden Medikamenten. Dann ist man auch so frei und kann mit der Ansäuerung je nach pH variieren, geht bei fertigem Diätfutter leider nicht.


Ich halte jedes Trockenfutter bei Nieren- und Blasenproblemen für völlig ungeeignet, sogar schädlich allein schon auf Grund der Trockenheit, und daß alle Trockenfutter sehr denaturiert sind, spielt natürlich auch eine Rolle.
Auf 50 g Trockenfutter muß die Wassermenge von ca 150 ml täglich zusätzlich zum Grundbedarf gesüffelt werden, der Grundbedarf ist pro Tag ca 60 - 80 ml Wasser pro Katzenkilo.


Zugvogel
 
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Nonsequitur

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  • #13
Hi Nadine,

danke, das weiß ich alles. ;) Mein Frage bezog sich auf das Posting von Hannibal und da war von Trockenfutter im Allgemeinen (wie du schreibst "naturbelassenes") die Rede. Nicht von dem Urinary. Vielleicht hab ich's auch einfach falsch verstanden, aber die Aussage, dass Trockenfutter den Harn konzentriert und der dadurch saurer wird, hat mich zum Stolpern gebracht.

Du meinst das Zitat hier:?

Das ist mit TroFu nicht möglich, weil der Katze zuwenig Flüssigkeit zugeführt wird. Dadurch konzentriert sich der Harn stärker und als Folge davon wird er saurer, was wiederum die Gefahr für Oxalatsteine steigert.
Das hab ich anders als du verstanden, weil ich meine, dass in dem Beitrag die ganze Zeit von angesäuertem = Urinary-Trofu die Rede war. Also, gefährlich sauer wird der Harn durch Flüssigkeitsmangel plus Futteransäuerung, wobei die Futteransäuerung quasi im Kontext mitschwebte. ;)
 
Fereshte

Fereshte

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  • #14
Hi,

ich habe hier einen sehr hilfreichen und interessanten Link zu Struvit gefunden. Es lohnt sich, ihn durchzulesen! Eine echte Erfolgsstory.

http://www.cuxkatzen.de/html/harnverlegung.html

Trockenfutter sollte tabu sein.

LG, Fereshte
 
Fietzefatze

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  • #15
Du meinst das Zitat hier:?

Das hab ich anders als du verstanden, weil ich meine, dass in dem Beitrag die ganze Zeit von angesäuertem = Urinary-Trofu die Rede war.

Ja, genau das meinte ich. :)
Dann hab ich das nur falsch verstanden.

Wie gesagt, so wie ihr es jetzt erklärt habt, kenne ich es auch.
:)
 
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sky1980

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  • #16
Hättest Du die Möglichkeit, den Tierarzt zu wechseln?

Denn jahrelang Diätfutter zu empfehlen, ohne jede Untersuchung impfen und entwurmen - das entspricht nach meinem Ermessen nicht nach Sorgfalt.

Kranke Katzen sollen nicht geimpft werden, und Struvitkatzen sind krank.
Entwurmen sollte man nur dann, wenn tatsächlich Würmer nachgewiesen werden, das geht mit Kotprobe.

Zu Urinary: Auf der Verpackung steht, daß es nicht länger als 6 Monate gegeben werden soll, vor allem das Trockenfutter. Es wäre Zeit, jetzt mal 'Nägel mit Köpfen' zu machen.

Gib zuerst mal eine Harnprobe ab, laß alle wichtigen Werte im Zusammenhang mit Struvit und Blasenentzündung testen (Urinstick und zentrifugieren!).
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Wie mäkelich ist Dein Kater mit neuem Futter? Bekommt er jetzt Trocken- oder Naßfutter? Nimmt er gern mal ein Stück rohes Fleisch?

Zugvogel

Hallo.
Eigentlich wollte ich diese Woche noch mit dem Großen zum impfen. Der Kater wiegt übrigens mehr als 8kg :-(
Was wäre jetzt ratsam? Noch mal zum alten TA gehen und ihn impfen lassen und das mit dem Futter mal ansprechen? Oder direkt zu einem neuen gehen?

Der Kleine müsste ja auch bald geimpft werden.

Ich habe die Unterlagen gerade mal rausgesucht und schaue mal ob da auch irgendwelche Werte bei sind.

Auf die Frage mit dem Futte: Das weiß ich leider nicht.
Der Kater bekommt nur dieses Trockenfutter, das vom Kleinen scheint er ja zu mögen. Ansonsten bekommt er ja nichts. Er bekommt alle Jubeljahre mal ein Käserolli.Das war es dann aber schon. Es hieß damals er dürfte nichts anderes. Und Leckerlies sind bei dem Gewicht ja auch nicht so optimal
 
HappyKerky

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  • #17
Trockenfutter macht leider auch dick (wegen Getreide).

Ich würde einen anderen Tierarzt aufsuchen.
 
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sky1980

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  • #18
Hi,

ich habe hier einen sehr hilfreichen und interessanten Link zu Struvit gefunden. Es lohnt sich, ihn durchzulesen! Eine echte Erfolgsstory.

http://www.cuxkatzen.de/html/harnverlegung.html

Trockenfutter sollte tabu sein.

LG, Fereshte

Danke dir. Habe mir die Geschichte mal durchgelesen. Also wenn man es genau nimmt wurde ich kein bißchen aufgeklärt und wenn dann falsch.
Habe ja nur das gemacht was der TA gesagt hat.
Und als ich ja sogar nach einem Futterwechsel fragte, wollte er ja anscheindend nichts davon wissen.
Schade.

Ich habe mich gestern etwas umgsehen, wegen Nassfutter.
Ich habe so einige Marken gefunden. Eine hat sogar bis zu 97 % Fleischanteil.
Auf welche Inhaltstoffe sollte ich denn da noch so achten?

Und wiviel bekommt dann eine ausgewachsene Katze / ein ausgewachsener Kater davon?
Da steht meist nur wieviel Gramm in der Dose ist, aber wivil man geben sollte, stand da nicht.
 
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Zugvogel

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  • #19
Impfen ist i.d.R. nicht so dringend, daß es nicht auf einen späteren Termin verschoben werden könnte, also wäre das auch schon eine Behandlung eher bei einem andren Tierarzt.

Eine Struvitkatze sollte man nicht mehr impfen, denn bei den meisten Impfbeipackzetteln steht dabei, daß der Impfling gesund sein muß!

Meine Struvitkatze bekam damals vom Arzt auch Urinary, hats sieben Jahre lang bekommen und war doch hochgrad krank an Blasenentzündung, der pH entsetzlich hoch. :(

Ich habe dann so schnell wie möglich umgestellt auf normales Futter mit extra Ansäuerung, vor allem die Blasenentzündung so behandelt, daß sie nicht mehr aufgeflammt ist und jetzt ist die Katze kristallfrei, wird nicht angesäuert und der pH ist immer im guten Bereich.

Das 'so schnell wie möglich' ging aber eine ganze Weile, hab mich müssen zu Struvitkatzen erst kundig machen. Die Katze kam krank zu uns.


Zugvogel
 
HappyKerky

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  • #20
Achte darauf, dass das Futter als "Alleinfuttermittel" deklariert ist, und kein Getreide, kein Zucker (auch kein Karamell) enthält. Es sollte auch nicht immer das Gleiche gefüttert werden, damit verhindert man, dass Mangelerscheinungen auftreten.
 
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