Rat für Zusammenführung

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nozzy

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Guten Morgen liebes Forum, ich bin neu hier und brauche dringend einen Rat.
Gestern haben wir für unsere einjährige BKH endlich einen Spielgefährten bekommen, ein 12 Wochen alter Kater, ebenfalls BKH. Wir haben uns vorher über das Thema Zusammenführung belesen, es gibt da ja zwei Ansätze, direkte Konfrontation oder räumliche Trennung und langsames Aneinanderheranführen. Nun, die direkte Konfrontation hat schon mal nicht geklappt. Die Große fühlt sich offenbar massiv bedroht. Ich muss dazu sagen dass sie seinerzeit zu früh von der Mutter getrennt wurde und dadurch nicht gut sozialisiert ist und so ihre "Macken" hat.
Sie schaute gestern zwar neugierig in den Transporter, als der Kleine aber raus kam und auf sie zuging wurde - natürlich - gefaucht und sie ist stiften gegangen. Sie hat sich dann in die obere Etage zurückgezogen während er hier durchs Wohnzimmer gespeckert ist. Er ist neugierig und zutraulich, saß also auch mit auf der Couch, hat geschmust und schlief dann letztlich ein. Die Große kam irgendwann wieder, schnüffelte, rieb sich an den Möbeln und hat ihren Duft verteilt. Soweit alles normal, bis sie den Kleinen entdeckt hat. Er hat sich sehr ruhig verhalten, sie beobachtet und machen lassen.
Sie sah ihn, fauchte und schlich dann in geduckter, ängstlicher Haltung aus dem Zimmer.
Sie hat sich nicht mal mehr in den Keller getraut, und dort stehen ihre Toiletten und das Futter.
Das war für uns das Signal dass es besser ist ihn erstmal mit Ausstattung im Gästezimmer einzuquartieren.
Also hat mein Mann dort mit ihm geschlafen, ich mit der Großen im Schlafzimmer. Sie hat heute früh dann allmählich das Haus "zurückerobert".
Vorhin waren wir dann mit dem Kleinen zugange, da saß sie vor der Tür und maunzte weil sie herein wollte. Also haben wir sie gelassen. Sie kam freundlich miauend mit hochgestelltem Schwarz herein, ich habe sie sofort gestreichelt. Der kleine Kater fühlte sich auch ermutigt durch ihr offenes Verhalten und wollte direkt zu ihr (ich vermute sie hatte ihn noch gar nicht gesehen). Als sie ihn dann wahrnahm hat sie sich wohl mordsmäßig erschrocken und hat fauchend und spuckend das Weite gesucht.
Als sie sich beruhigt hatte und wieder im Wohnzimmer war, habe ich ihr das Stoffspielzeug das in seinem Starter-Kit war gezeigt. Damit hatte ich vorher mit ihm gespielt. Sobald sie seinen Geruch in die Nase bekommt, faucht sie und verschwindet.
Eben schon wieder. Ich sitze hier auf dem Sofa mit meinem Kaffee, sie kam zu mir um zu schmusen, sprang also hoch, und riecht ihn (er saß ja gestern hier) faucht, und zieht sich auf ihren Kratzbaum zurück.
Meine Frage (n): Wie gehen wir nun weiter vor? Sollen wir mit ihr heute noch mal ins Gästezimmer?
Sollten wir lieber das alte Türgitter von unserem Sohn umfunktionieren so dass die Tür vom Gästezimmer offen steht, aber dennoch eine räumliche Trennung gegeben ist? Ich mache mir Sorgen dass sich die Große dadurch dann nicht mehr traut sich oben zu bewegen.
Ist es normal dass sie schon auf seinen bloßen Duft so empfindlich reagiert?
Und vor allem: Woran merke ich, dass der richtige Zeitpunkt gekommen ist um ihn wieder in restliche Haus zu lassen?

Vielen lieben Dank schon mal!
 
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JeLiGo

JeLiGo

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Hallo und willkommen im Forum.
Leider habt ihr alles andere als eine geeignete Konstellation gewählt. Als Partner für eure Katze hätte besser eine gleichaltrige Katze gepasst statt ein Babykater. Kater und Katzen haben unterschiedliches Spiel- und Raufverhalten, das könnte also später evtl. zu einem Problem werden.

Im Moment würde ich euch dringend dazu raten, das Kleinchen mittels Gittertür zu separieren, damit sich eure Große langsam an ihn gewöhnen kann. Lasst ihnen vor allen Dingen ein paar Tage Zeit und zwingt ihnen nichts auf. Ihr könnt nach ein paar Tagen, wenn das Fauchen und Brummen nicht mehr ganz so arg ist, anfangen an der Gittertür mit beiden zu spielen oder auch eine Leckerchenrunde dort ausgeben, sodass sie sich automatisch annähern "müssen".

Hier ist noch was zum Nachlesen:

http://www.katzen-forum.net/eine-ka...ie-langsame-zusammenfuehrung.html#post2102618
 
krissi007

krissi007

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nein, bitte nicht............Kitten sollen nicht separiert werden!



@TE
alles was du schreibst klingt vollkommen normal ;)

Deine Katze ist verunsichert, da sie einen fremden Artgenossen in ihrem Revier hat.
Beschäftige dich viel mit ihr (bevorzuge deine "Altkatze"), biete beiden Spieleinheiten an, wenn sie friedlich in einem Zimmer sind, dann lobe sie viel und verteile großzügig Leckerlie.

Du könntest auch Pappkartons verteilen, damit deine Katze den "Eindringling" geschützt beobachten kann.

Kater und Katzen haben unterschiedliches Spiel- und Raufverhalten, das könnte also später evtl. zu einem Problem werden.

Das ist richtig..............es könnte evtl. später zu Problemen kommen...........muss aber nicht............und wenn, das dauert noch ;)
 
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nozzy

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Da haben wir es wieder....separieren oder nicht separieren. Ich weiß überhaupt nicht was jetzt zielführend ist:p:reallysad:
Ich möchte es für beide ruhig gestalten, soweit es geht. Der Kleine ist nicht das Problem, er kommt ja aus einem großen Familienverbund, aber meine Große ist extrem verunsichert.
 
Havanna=^^=

Havanna=^^=

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Habt ihr die Möglichkeit, dem kleinen Kater noch eins seiner Brüderchen oder ein anderes gleich altes männliches Kitten zur Seite zu stellen?

Deine große wird von dem baby schnell genervt sein und für ihn wäre es so viel besser einen Kumpel in seinem alter zu haben!
 
krissi007

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Dann zeige deiner Katze, dass sie keinen Grund zur Verunsicherung hat, lebe euer Leben wie bisher weiter............alles normal. ;)

Beschäftige dich viel mit ihr und lasse den Kleinen einfach laufen.
Wenn deine Katze zu dir auf die Couch kommen möchte, dann lobe sie dafür, locke sie sanft, bestätige ihr, dass es richtig ist und gebe ihr Leckerlie.
Versuche mit ihr zu spielen, der Kleine wird schon von alleine dazu kommen.
 
JeLiGo

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Da haben wir es wieder....separieren oder nicht separieren. Ich weiß überhaupt nicht was jetzt zielführend ist

Das kommt daher, dass man unterschiedliche Erfahrungen macht. ;)

Ich rudere insofern zurück, dass du zunächst erstmal weiter beobachten kannst, wie die Große mit dem Kleinen umgeht. Sollte es zu Beißereien bzw. heftigen Übergriffen von ihr kommen, kannst du immer noch separieren. Ansonsten hat Krissi ja schon Tipps gegeben, sich intensiv spielerisch und auch schmusetechnisch zu beschäftigen.

Nicht vergessen, der Kleine ist erst seit gestern da, Fauchen und Knurren ist da natürlich normal.

Du kannst noch Feliwaystecker besorgen, das hilft vielleicht, dass deine Große etwas gelassener wird.

Und zu meinem Hinweis hinsichtlich Katze + Kater: ich schrieb ja, es KANN evtl. Probleme wegen unterschiedlichen Verhaltens kommen, muss nicht unbedingt, kann auch sein, sie verstehen sich bestens. Wollte nur darauf hinweisen. :)
 
krissi007

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ach so.........was du noch machen kannst:
Reibe den Kleinen mit einem getragenen T-Shirt von dir ab, am besten öfter.
Er nimmt so euer Geruch an und riecht nicht mehr so fremd. ;)
 
bonzo

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Beschäftige dich viel mit ihr (bevorzuge deine "Altkatze"), biete beiden Spieleinheiten an, wenn sie friedlich in einem Zimmer sind, dann lobe sie viel und verteile großzügig Leckerlie.

Dann zeige deiner Katze, dass sie keinen Grund zur Verunsicherung hat, lebe euer Leben wie bisher weiter............alles normal. ;)

Beschäftige dich viel mit ihr und lasse den Kleinen einfach laufen.
Wenn deine Katze zu dir auf die Couch kommen möchte, dann lobe sie dafür, locke sie sanft, bestätige ihr, dass es richtig ist und gebe ihr Leckerlie.
Versuche mit ihr zu spielen, der Kleine wird schon von alleine dazu kommen.

.. so haben wir das ebenfalls bei vielen Zusammenführungen erfolgreich praktiziert ...

In der absoluten Ruhe und Gelassenheit lag die Kraft.

Gitter schaffen neue getrennte Reviere - das ist nur eine Lösung für den äußersten Notfall - da wäre dann aber eine Zusammenführung eher bereits gescheitert.
 
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nozzy

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  • #10
Also ein Wurfgeschwisterchen gibt es leider nicht mehr. Er war der vorletzte, sein Brüderchen wurde heute von den neuen Besitzern in Empfang genommen. Mein Bauch Gefühl sagt mir auch, dass ein drittes - völlig fremdes - Kitten jetzt zuviel des Guten wäre. Ich habe meine Große vorhin mit ins Katzenzimmer genommen, sie ist nicht aggressiv, nur verängstigt. Sie faucht und spuckt viel, und knurrt wie verrückt, aber sie wagt sich nicht in die Nähe des Kleinen. Sie hat sich in sicherer Entfernung hingehockt und ihn beobachtet.
Hier im Haus bewegt sie sich nun wieder frei, also werden wir nachher noch mal einen Versuch wagen. Vorher werde ich ihn mit unseren Schlafshirts "markieren", vielen Dank für den Tip.
Ich hoffe, dass sie sich an sein Spielverhalten gewöhnen wird. Sie ist selbst noch sehr wild, und bislang hatte unter den Kampf-und-Beißspielen immer mein Handgelenk zu leiden.
Der Kleine wird auch zeitnah kastriert damit es nicht noch dadurch zu Konflikten kommt.
Evtl ziehen wir noch dieses Jahr um, unser jetziges Haus ist an einer stark befahrenen Straße, daher ist kein Freigang möglich. Im neuen Haus sähe das besser aus.
Eine Frage noch: Ist es sinnvoll die Toiletten dauerhaft auf zwei Etagen zu deponieren?
Die Große ist furchtbar eigen, sie hat im Keller bereits zwei Klos in denen sie kleine und große Geschäfte trennt. Denke es wäre besser wenn der Kater sein eigenes stilles Örtchen behält.
Ansonsten Danke ich recht herzlich für die vielen Antworten!
 
krissi007

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  • #11
Ich habe meine Große vorhin mit ins Katzenzimmer genommen, sie ist nicht aggressiv, nur verängstigt. Sie faucht und spuckt viel, und knurrt wie verrückt, aber sie wagt sich nicht in die Nähe des Kleinen. Sie hat sich in sicherer Entfernung hingehockt und ihn beobachtet.
Hier im Haus bewegt sie sich nun wieder frei, also werden wir nachher noch mal einen Versuch wagen.

Bitte trage nirgendwohin deine Katze.
Mache einfach die Tür zu den Kleinen auf................und füttere deine Katze........oder spiele mit ihr..........was ihr halt immer so gemacht habt.

Wenn der Kleine kommt und spielen möchte, dann kannst du mit ihm spielen und lasse deine Katze einfach nur zugucken...........wie sie es halt möchte.

Eine Frage noch: Ist es sinnvoll die Toiletten dauerhaft auf zwei Etagen zu deponieren?

Ja, umso mehr Klos umso besser ;)
 
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nozzy

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  • #12
Der Kleine läuft nun frei herum. Die Große hält zwar immer noch Abstand und faucht und knurrt, aber sie halten sich jetzt immerhin beide im Wohnzimmer auf, er liegt auf meinem Arm und sie auf ihrem Kratzbaum. Mein Mann hat das Eis gebrochen, er hat mit der Großen angefangen zu spielen als der Kleine ins Zimmer durfte. So war sie abgelenkt und konnte sich auch richtig abreagieren und auspowern. Der Kleine hat alles beobachtet und am liebsten hätte er mitgemacht, aber sie hat ihm deutlich gezeigt dass er sich nicht näher wagen braucht. Zur Belohnung gab es ne Runde Leckerlis.
Danach lag sie recht friedfertig auf dem Boden und hat ihn angestiert, und er sie.
Meint ihr, wir können es nachts auch wagen beide frei laufen zu lassen? Ich würde schon gerne, soviel Normalität wie möglich.
 
krissi007

krissi007

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  • #13
Das hat dein Mann gut gemacht. :)

Ich hoffe, der gestrige Tag sowie die Nächte sind auch gut verlaufen.

Viel Spaß noch mit den Beiden.
 

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