Radiojodtherapie in Belgien

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
P

Pamina65

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Hallo,

ich bin gestern mit meinem 6 jährigen Simba aus Gent/Belgien zurück gekommen. Ich habe dort eine Radiojodtherapie machen lassen. Ich habe die SDÜ vor ca 1,5 Jahren entdeckt und wir haben sie anfangs auch gut in den Griff bekommen mit Medikamenten, aber Ende 2015 war klar, dass er mit den Medikamenten auf Dauer nicht mehr einzustellen ist und die SD war/ist auch schon echt groß.
Mir wurde schon von Anfang an die Radiojodtherapie empfohlen und ich habe mich damals schon schlau gemacht, aber mich haben z.T. der Preis und die Dauer des Aufenthalts abgeschreckt.
Uni Giessen nimmt mittlerweile 1700 !!! Euro mit 14 Tg Aufenthalt. In Hamburg wären es max 1000 Euro mit 10 Tg Aufenthalt.
ich habe mich dann für Belgien entschieden, da ich aus dem Raum Frankfurt komme und Hamburg und Gent da keinen Unterschied machen...
Ich bin letzten Sonntag hingefahren und habe ihn dort abgegeben, 1 Nacht in einem B&B in Gent übernachtet und dann am Montag noch ein Gespräch mit der Ärztin Dr. Eva Vandermeulen gehabt. Vorher hatten wir auch schon mail-Kontakt, bzgl. Untersuchungsergebnisse usw. Die Ärztin und auch alle anderen dort sind soooooo nett und freundlich!! Ich war echt sehr angetan!!
Dann bin ich nach Hause gefahren, da ich keine Woche Urlaub bekommen habe, nur 2 Tg. Am Freitag durfte ich ihn schon wieder abholen. Dazwischen hat die Ärztin mich angerufen und mir mails geschickt und mich auf dem Laufenden gehalten. Sehr, sehr nett! Sehr guter Service muss ich einfach sagen.
Am Freitag hatten wir wieder ein Abschlussgespräch und dann konnte ich ihn wieder miitnehmen. Das ganze hat mich noch nicht mal 700 Euro gekostet. Die Spritkosten und 1 Übernachtung in Gent kommen noch dazu, ok... dann ca 900 Euro. Also viiiiiell günstiger als Giessen!! Da lohnt sich die Fahrerei allemal...
Ich hätte es gerne im Frühling gemacht und mir dann die ganze Woche frei genommen und etwas Gent, Brugge und Antwerpen angeschaut, aber ich musste es jetzt Zeitnah machen, da die Medis nicht mehr angeschlagen haben...
Ich wollte euch SDÜ-Katzen-Besitzern, gerade auch von jüngeren Katzen mit dieser Krankheit, diese Klinik mit gutem Gewissen empfehlen!! Sprechen halt englisch.

http://www.orsami.com
http://www.orsami.com/details.asp?language=en&productID=611046

dr. Eva Vandermeulen, DVM, PhD
Department of Veterinary Medical Imaging and Small Animal Orthopaedics
Faculty of Veterinary Medicine
Ghent University
Salisburylaan 133
9820 Merelbeke

Belgium

0032-(0)9-264 7700

Fax: 0032-(0)9-264 7793

E.Vandermeulen@Ugent.be

Für weitere fragen kann man mich auch direkt anschreiben. :)

Viele Grüße

Annette
 
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diddly

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Rjt

Hallo, auch in war mit unserem Seppi im September 2013 zur Rjt in Gent.
Auch wir waren bei der o.g. Ärztin und können nur positives berichten.
Im April 2013 war unsere Nelly in Gießen zur RJT, damals hatten wir dort noch 1000€ bezahlt, der Preis jetzt, ist ja der Hammee.
Seppi macht nach 2,5 Jahren keine Problem, ihm geht es gut, der Schilddrüsenwert ist in Ordnung.
Nur unserer Nelly geht es knapp 3 Jahre danach nicht sehr gut. Eine genaue Diagnose gibt es noch nicht.

Fazit für mich bisher, ich würde eine Rjt jeder Zeit wieder machen lassen.
 
Maiglöckchen

Maiglöckchen

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Allen, deren Katze eine RJT hinter sich haben, möchte ich noch folgendes ans Herz legen:

http://www.endocrinevet.info/

Da geht es darum, dass Katzen schon in einer Unterfunktion sein können, wenn T4 noch normal erscheint, aber im unteren Referenzbereich liegt. In dem Fall sollte man also unbedingt TSH testen lassen und zwar in einem Labor, dass über das canine TSH-Testkit verfügt (ein felines Testkit gibt es nicht). Ansonsten läuft man Gefahr, dass Katze im Anschluss eine CNI entwickelt.

Und aufgrund meiner eigenen Erfahrung mit der RJT würde ich, sobald Katze sich vom Verhalten her auffällig zeigt oder sonst etwas im Busch ist, auch mal durch einen erfahrenen Internisten die SD schallen lassen.

Sollte ich mich noch einmal für eine RJT entscheiden, würde ich auch Gent den Vorzug geben. Noch weniger wegen der Kosten, aber Gießen hat meinen Dicken sogar 16 (!!!) Tage da behalten und im Nachhinein würde ich das einer Katze nicht mehr antun wollen.
 
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christinem

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Und aufgrund meiner eigenen Erfahrung mit der RJT würde ich, sobald Katze sich vom Verhalten her auffällig zeigt oder sonst etwas im Busch ist, auch mal durch einen erfahrenen Internisten die SD schallen lassen....
darf ich fragen was deine Erfahrung da war, was ist passiert?
Ich lese grad quer durch die Foren-suche nach Erfahrungen mit Radiojodtherapie, du bist bisher eine eher kritische Stimme wenn ich das richtg interpretiere?

lg Christine
 
Maiglöckchen

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darf ich fragen was deine Erfahrung da war, was ist passiert?
Ich lese grad quer durch die Foren-suche nach Erfahrungen mit Radiojodtherapie, du bist bisher eine eher kritische Stimme wenn ich das richtg interpretiere?

lg Christine

Mein Dicker ist 15 Monate nach der RJT an einem Schilddrüsenkarzinom gestorben. Ob es da einen Zusammenhang gibt, kann ich nicht sagen. Vielleicht hatte es auch etwas damit zu tun, dass er nach der RJT in die Unterfunktion gerutscht ist und leider kein TA in der Lage war, das entsprechend zu erkennen und zu behandeln....

Aber Dickie ist der einzige Fall, den ich da kenne. Häufiger kommt es wohl vor, dass die Nieren Schaden nehmen, wenn anschließend eine Unterfunktion auftritt. Aber da kann man auch gegensteuern, indem man z.B. L-Thyroxin gibt. Die meisten Katzen, von denen ich weiß, hatten nach der RJT noch eine lange, gute Zeit bzw. leben auch heute noch.
 
christinem

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das tut mir ehr leid für deinen Kater!
danke für deine Antworten!

lg Christine
 
Maiglöckchen

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Es ist mittlerweile vier Jahre her, da ist der Schmerz schon deutlich milder geworden. Natürlich hätte ich meine Jungs gerne zurück, aber wir alle müssen ja diese Verluste irgendwann verpacken.

Danke Dir.
 
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Allen, deren Katze eine RJT hinter sich haben, möchte ich noch folgendes ans Herz legen:

http://www.endocrinevet.info/

Da geht es darum, dass Katzen schon in einer Unterfunktion sein können, wenn T4 noch normal erscheint, aber im unteren Referenzbereich liegt. In dem Fall sollte man also unbedingt TSH testen lassen und zwar in einem Labor, dass über das canine TSH-Testkit verfügt (ein felines Testkit gibt es nicht). Ansonsten läuft man Gefahr, dass Katze im Anschluss eine CNI entwickelt.

Und aufgrund meiner eigenen Erfahrung mit der RJT würde ich, sobald Katze sich vom Verhalten her auffällig zeigt oder sonst etwas im Busch ist, auch mal durch einen erfahrenen Internisten die SD schallen lassen.

Sollte ich mich noch einmal für eine RJT entscheiden, würde ich auch Gent den Vorzug geben. Noch weniger wegen der Kosten, aber Gießen hat meinen Dicken sogar 16 (!!!) Tage da behalten und im Nachhinein würde ich das einer Katze nicht mehr antun wollen.

Ich stehe gerade in der Situation, für meinen roten Kater die Entscheidung treffen zu müssen ob es eine RJT wird oder eine friedliche Einschläferung. Er verträgt die Medizin nicht und hat eine Anemie. Die Medizin wurde letzten Freitag, 17.09.2021 deswegen abgesetzt.
Es hat 7 Monate und eine ganze Menge Symptome gebraucht bis die Tierärzte die Diagnose Hyperthyreose gestellt haben und ich als Laie wusste auch nichts von dieser Krankheit. Ich habe leider keine Klinik oder TA hier denen ich vertraue, schnell zu erkennen was sich anbahnt und das was deinem Dicken widerfahren ist ist einer der Gründe auf der Contra-Liste, warum es vielleicht besser für ihn wäre einfach gehen zu dürfen.

Die Alternative wäre, dass ich diese Krankheit und die Zusammenhänge so verstehe, dass ich als Laie den TÄ sagen kann, worauf wir achten müssen und mit dem Finger draufzeigen kann wenn das passiert, was deinem Dicken passiert ist.
Also, dass der T4 noch normal war aber er eigentlich schon in die Unterfunktion gerutscht ist.
Und ich fühle mich da überhaupt nicht kompetent.

Ich muß diese Entscheidung RJT ja oder nein verdammt schnell treffen. Vor dem Einsetzen der medikamentösen Therapie bekam der rote Kater nicht genug Luft und lag auf kalten Fliesen ganz ganz still um genug Sauerstoff zu bekommen. Auf der 20minütigen Autofahrt zur Klinik dachte ich, er würde jetzt sterben.

Wenn es ihm jetzt nach dem Absetzen der Medikamente wieder so schlecht geht ist er nicht mehr transportfähig. Dann ist es vorbei.

Ich habe in der ersten Oltoberwoche einen Termin in Gießen. Norderstedt hat sich nie zurück gemeldet. Ghent hat mir einen Termin in der letzten Septemberwoche angeboten und scheint sich aber gar nicht mit seiner Akte auseinander gesetzt zu haben, bis jetzt. Ich warte dringlich auf Nachricht aus Ghent, versprochen war mir eine gestern. Gießen hat sich sehr gut mit der Akte auseinander gesetzt. In 2 langen ausführlichen Telefongesprächen bekam ich einen sehr guten Eindruck.

Es bleibt jedoch die große Sorge, ob die TÄ hier vor Ort in der Lage sind, die nachfolgenden Tests zu richtig zu deuten so daß man eine eventuelle Hypotyreose so schnell entdeckt, dass man es auffangen kann bevor es schlimm wird.

Mein roter Kater hat wirklich lange und schwer gelitten bis die Diagnose stand.
Mehr Leid zu vermeiden steht ganz oben auf der Liste der Prioritäten, die ich bei dieser Entscheidung habe.
Aber ich kann nicht in die Zukunft schauen.
Und es bringt mich um, nicht zu wissen was das Beste für mein Tier ist. Je mehr ich mich damit beschäftige desto weniger weiß ich, was richtig ist.

Wie geht es denn Katzen direkt nach der RJT?
 
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Chang

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Hallo,
das tut mir leid, dass es deinem Kater so schlecht geht. Meine Callisto macht auch einiges durch zur Zeit, daher weiß ich, wie hart das ist.
Bzgl. RJT kann ich sagen, dass Callisto danach wie gut auf Medis eingestellt bzw. wie vor der Erkrankung war - ihr ging es (wieder) gut. Ihre Nieren hat das Ganze aber wohl etwas belastet; waren die Werte vorher gut, waren sie danach deutlich im oberen Bereich, wobei sie aufgrund einer Infektion (unabhängig von der RJT) einige Zeit Antibiotika brauchte. Ka, inwiefern das da mit reinspielt.
Bekommt dein Kater denn zumindest noch Blutdrucksenker?
Callisto war übrigens in Norderstedt, ich habe mich dort sehr gut aufgehoben gefühlt. Dr. Franke ist für die Behandlungen zuständig und montags wohl immer im Haus. Ich würde noch mal anrufen (vorzugsweise am Montag), die sind wirklich alle sehr nett dort.
Ich hoffe, es findet sich doch noch eine Lösung.
 
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  • #10
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Dein Fall ist sehr speziell, gerade auch was die Anämie betrifft, ich z.B. kenne keine SDÜ-Katze, die aufgrund der SDÜ eine Anämie hat und gehe davon aus, dass da noch mehr ist. Deshalb diese Gruppe, die schauen sich das sehr genau an, du brauchst aber bitte das aktuelle Blutbild, lass dir das vom Tierarzt geben.

Wenn es nur die SD sein sollte, dann kannst du diese auch operieren lassen. Je nachdem wo du wohnst ... in Frechen (westlich von Köln) gibt es eine Tierärztin die das sehr häufig macht und sehr versiert darin ist.
 
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  • #11
Ich habe bereits beides machen lassen - sowohl die RJT in Gent als auch die OP und ich würde immer die OP bevorzugen, weil der Stress und Aufwand für das Tier geringer ist und der Organismus auch schneller darauf reagiert - d.h. wenn ein SD-Lappen weg ist (sie operiert aus Sicherheitsgründen immer nur einen, es ist aber kein Problem, später auch den Großteil des zweiten Lappens rauszumachen bei Notwendigkeit), ist er weg und es werden keine zusätzlichen Hormone produziert - bei der RJT wird ja das Gewebe zerstört und das braucht schon eine Weile. Aber das Tier muss natürlich narkosefähig sein in dem Fall.
 
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Bohne

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  • #12
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Ich habe glaube ich mein Passwort vergessen, ich war nur einmal für 4 Wochen auf Facebook und vorher nie und danach auch nicht. Vielleicht erinnert sich mein Browser noch an das Passwort.
Dein Fall ist sehr speziell, gerade auch was die Anämie betrifft, ich z.B. kenne keine SDÜ-Katze, die aufgrund der SDÜ eine Anämie hat

Nein, nicht aufgrund der SDÜ sondern aufgrund der Thyreostatika. Die Liste der Nebenwirkungen ist wirklich sehr lang und er hat einige davon mitgenommen. Die Medizin weiter zu geben hätte ihn umgebracht. Die SDÜ nicht zu behandeln bringt ihn auch um. Deswegen nun die Hoffnung der RJT.
Es sind nicht so viele Katzen, die unter den Nebenwirkungen leiden, aber auch nicht wenige. So speziell ist der Fall glaube ich gar nicht.

und gehe davon aus, dass da noch mehr ist. Deshalb diese Gruppe, die schauen sich das sehr genau an, du brauchst aber bitte das aktuelle Blutbild, lass dir das vom Tierarzt geben.
Blutbilder gibt's en masse, das letzte von vor 2 Tagen. Zusammen mit dem von vor 12 Tagen zeigt es die Entwicklung nach dem Absetzen der Thyreostatika vor 11 Tagen. Die Anemie ist wohl besser, Leberwerte aber erhöht. Wenn bei dem nächsten Blutbild die Leberwerte immernoch erhöht sind will man eine Biopsie machen.
Wenn es nur die SD sein sollte, dann kannst du diese auch operieren lassen. Je nachdem wo du wohnst ... in Frechen (westlich von Köln) gibt es eine Tierärztin die das sehr häufig macht und sehr versiert darin ist.

Davon habe ich gelesen, das kommt für mich gar nicht in Frage. Da bin ich gegen. Die einzige Situation in welcher ich das OK fände wäre wenn es nur einen einseitigen Tumor gibt und man nur eine Seite entfernen müsste. Das weiß ich aber erst nach einer szintografie.

Ich werde wohl den Termin in Gießen Anfang Oktober wahrnehmen- wenn der Kater bis dahin noch gut genug atmen kann. Ohne Medis steigt der T4 und die Symptomatik wird jeden Tag stärker.
 
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  • #13
Ja, die Nebenwirkungen sind nicht ohne bei den SDÜ-Medikameten. Allerdings gibt es diverse Medikamente und nicht jedes Tier reagiert auf jedes dieser Medikamente. Z.B. ist die Salbe sehr gut verträglich. Wie gesagt -> FB ... du bekommst nirgends, egal in welchem Katzenforum, so viele gute Infos und Hilfestellung in Sachen SDÜ wie in dieser Gruppe.

Dass die Leberwerte bei einer nicht gut eingestellten SDÜ höher sind, ist eigentlich normal. Wäre es mein Tier, würde ich die Leber in diesem Fall neverever biopsieren lassen, was für ein Unsinn.

Die OP war nur ein Vorschlag. Warum du da so vehemt reagierst, verstehe ich nicht, aber ich respektiere durchaus deine Entscheidung, es ist ja auch dein Tier. Genau genommen ist eine SDÜ idR eine Umfangsvermehrung der SD, also ein Adenom, sprich ein gutartiger Tumor. Und genau dort siedelt sich das radioaktive Jod an und zerstört es - dann kann ich es auch rausoperieren lassen *meineMeinung*. Ich persönlich finde radioaktives Jod inzwischen nicht mehr so prickelnd, nachdem mein Kater nach der RJT SDÜ-Krebs bekommen hat und das jetzt bereits die zweite Katze ist, die ich kenne und die das direkt nach der RJT bekommen hat. Im Gegensatz zu der langen Autofahrt für die RJT, dem langen Aufenthalt danach in der Klinik, der Radioaktivität ist diese OP ein Spatziergang für das Tier - meinen Tieren ging es nach jeder Zahn-OP schlechter als nach dieser OP.
 
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Bohne

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  • #14
Ja, die Nebenwirkungen sind nicht ohne bei den SDÜ-Medikameten. Allerdings gibt es diverse Medikamente und nicht jedes Tier reagiert auf jeden dieser Medikamente. Z.B. ist die Salbe sehr gut verträglich.

Wenn ich das richtig verstanden habe gibt es zwei Wirkstoffe. Der eine kommt körperverwertbar und der zweite kommt als Vorstufe und wird vom Körper umgewandelt im Laufe von nullkommanix. Die Wirkungsweise im Körper ist die gleiche weil es quasi der gleiche Wirkstoff ist.
Mir wurde stark davon abgeraten, es weiter zu probieren. Wenn er Nebenwirkungen von den Tabletten kriegt wird er die auch von der Ohrsalbe kriegen. Das zumindest haben TÄ mir so erklärt.
Und weil es eben keine "nebensächliche" Nebenwirkungen sind, wie z.b. vorübergehendes Gesichtsjucken sondern eine ziemlich ausgewachsene Anemie so würde ich da gerne nicht experimentieren. Außerdem war bei diesem zweiten Kontrolltest nach Einsetzen der Thyreostatika der T4 sowieso wieder auf 6,irgendwas. Beim ersten Kontrolltermin war der T4 auf 3,9. Also, trotz Medis und Nebenwirkungen ist der T4 angestiegen.
Ich glaube also nicht wirklich an einen positiven Effekt von mehr Thyreostatika, nur eben als Creme?
Ich mag da falsch liegen, na klar. Ich bin Laie und TÄs machen auch Fehler. Ich weiß es doch auch nicht.

Wie gesagt -> FB ... du bekommst nirgends, egal in welchem Katzenforum, so viele gute Infos und Hilfestellung in Sachen SDÜ wie in dieser Gruppe..
Ich war auf dem Weg da kam deine Antwort! Jetzt antworte ich dir doch noch schnell davor.

Dass die Leberwerte bei einer nicht gut eingestellten SDÜ höher sind, ist eigentlich normal. Wäre es mein Tier, würde ich die Leber in diesem Fall neverever biopsieren lassen, was für ein Unsinn.
Das ist eine interessante Information. Danke.


Die OP war nur ein Vorschlag. Warum du da so vehemt reagierst, verstehe ich nicht, aber ich respektiere durchaus deine Entscheidung, es ist ja auch dein Tier.

Wenn es ein einseitiger Tumor ist und die Katze die andere Seite behalten kann weil sie gesund ist - super.

Aber beidseitig entfernen oder erstmal irgendeine Seite entfernen ohne vorher mit der Szintografie geguckt zu haben würde ich persönlich nicht machen lassen weil es eben auch noch die Nebenschilddrüse gibt.
Und die wird dann mitrausgenommen und dann gibt es größere Probleme, nämlich Hypoparathyreodismus. Symptom ist ein Mangel an Parathormon, welcher zu einer Hypocalcämie mit Krämpfen (Tetanie) und Herzversagen führen kann. (Wikipedia).
Und das kann man behandeln aber wohl nicht super einfach sondern recht aufwendig und vor allen Dingen lebenslang. Und auch wenn man eine Hypothyreose einfacher medikamentös behandeln kann als Hyperthyreose, die hypopara-dingsi ist wohl nicht ohne.

Und ich bin da einfach raus, mein Kater hat genug gelitten. Wie immer, alle Angaben ohne Gewähr. Ich wünschte ich hätte tiermedizinische Ahnung, habe ich aber nicht. Ich habe das gelesen und dann gedacht: nö, da ist RJT besser.

Ich persönlich finde radioaktives Jod inzwischen nicht mehr so prickelnd, da mein Kater nach der RJT SDÜ-Krebs bekommen hat und das jetzt bereits die zweite Katze ist, die ich kenne und die das direkt nach der RJT bekommen hat.
Ich habe da durchaus Bedenken. Ich werde das Krebsrisiko noch einmal Googlen, vielleicht gibt es da Papers zu. Leichten Herzens mache ich die RJT auch nicht. Ich überlege wirklich immernoch, ob es für den Kater im Endeffekt besser wäre, jetzt in Frieden ohne weiteres Leid gehen zu dürfen. Ich finde diese Entscheidung wirklich sehr schwer. RJT kann ihm echt helfen - oder Leid nur verlängern. Und ich kann es nicht vorher wissen.
 
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  • #15
Wenn es ein einseitiger Tumor ist und die Katze die andere Seite behalten kann weil sie gesund ist - super.
Aber beidseitig entfernen oder erstmal irgendeine Seite entfernen ohne vorher mit der Szintografie geguckt zu haben würde ich persönlich nicht machen lassen weil es eben auch noch die Nebenschilddrüse gibt. Und die wird dann mitrausgenommen und dann gibt es größere Probleme, nämlich Hypoparathyreodismus. Symptom ist ein Mangel an Parathormon, welcher zu einer Hypocalcämie mit Krämpfen (Tetanie) und Herzversagen führen kann. (Wikipedia).
Und das kann man behandeln aber wohl nicht super einfach sondern recht aufwendig und vor allen Dingen lebenslang. Und auch wenn man eine Hypothyreose einfacher medikamentös behandeln kann als Hyperthyreose, die Parahypothyreose ist wohl nicht ohne.
Und ich bin da einfach raus, mein Kater hat genug gelitten. Wie immer, alle Angaben ohne Gewähr. Ich wünschte ich hätte tiermedizinische Ahnung, habe ich aber nicht. Ich habe das gelesen und dann gedacht: nö, da ist RJT besser.

Diese TÄin arbeitet aber anders. Du wirst dazu weiteren Infos bei FB bekommen - dort ist ein Brief mit ihrer Vorgehensweise hinterlegt. Das ist einfacher, als wenn ich es hier ausführlich erkläre.
Ich habe da durchaus Bedenken. Ich werde das Krebsrisiko noch einmal Googlen, vielleicht gibt es da Papers zu. Leichten Herzens mache ich die RJT auch nicht. Ich überlege wirklich immernoch, ob es für den Kater im Endeffekt besser wäre, jetzt in Frieden ohne weiteres Leid gehen zu dürfen. Ich finde diese Entscheidung wirklich sehr schwer. RJT kann ihm echt helfen - oder Leid nur verlängern. Und ich kann es nicht vorher wissen.

Du wirst da wahrscheinlich nichts oder nur ganz wenig zu finden und ich selber kann es auch nicht belegen. Es sind halt meine Erfahrungen und mir ist inzwischen nicht mehr wohl bei dem Gedanken an eine RJT - aber: hätte ich nicht dieses große Glück, genau diese o.g. TÄin hier zu haben, würde ich es wohl wieder machen lassen, denn für mich ist tatsächlich die letzte Option, dauerhaft SD-Medikamente geben zu müssen. Ein Tier wegen einer SDÜ einzuschläfern findet ich falsch, also richtig falsch, denn das tut nicht Not, es gibt ja genug Möglichkeiten, dagegen anzugehen.

Ich wünsch euch ganz viel Glück und bin zuversichtlich, dass dein Schatz noch eine Weile bleiben darf :)
 
rlm

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  • #16
Hallo. Sehr schön, wie du dich kümmerst.

War denn euer Termin in Gießen schon?
 
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Cassy Cat

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  • #17
Ein liebes Hallo an alle. Bin hier neu.
Ich habe einen 14 jährigen Kater der am 26.10. mit mir nach Gent fährt. Leider ist er medikamentös (vidalta) sehr schlecht einzustellen. Seine Werte schwanken zu stark. Jetzt habe ich mich für Gent entschieden.
Hier nun meine Frage komme ich durch Belgien ohne Kontrolle? Möchte im jetzigen Zustand von Niky nicht noch mit einer Tollwutimpfung stressen Er ist eine reine Wohnungskatze. Die Klinik in Gent hat mir von ihrer Seite auch grünes Licht gegeben und besteht nicht auf die Impfung. LG Cassy
 
tiha

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  • #18
Nein, die Tollwutimpfung ist eine MUSS-Impfung und in Zeiten von Corona hast du ggf. auch noch das Pech, dass mehr kontrolliert wird an den Grenzen, dann kommt er wochenlang in Quarantäne. Tu ihm das nicht an!
 
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Cassy Cat

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  • #19
Ich habe den Termin auf nächsten Monat verschoben. Ich hoffe das Niky die Tollwut Impfung gut verträgt. @tiha danke für deine ehrlichen Worte. Bin zur Zeit echt verunsichert was die RJT angeht. Möchte halt die beste Behandlung für meinen Baby.
 
Fellnase2009

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  • #20
Hallo Tiha,
ich habe nochmal ne Frage zur Operation. Ich hab gelesen, dass wohl meist beide SD-Lappen betroffen sind.
Wenn also nur einer entfernt wird, kann das dann schon dazu führen, dass die Katze evtl. ohne SD Medis auskommt?
LG
 
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