Plötzliche, starke Gleichgewichtsstörungen

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
J

Janoschdreifuss

Neuer Benutzer
Mitglied seit
26. Januar 2015
Beiträge
3
Unsere Katze (ca. 13 Jahre) hatte vor 1 Woche morgens plötzlich Probleme, sich aufzurichten und schwankte dabei leicht auf den Hinterbeinen - im Laufe des Tages wurde es schlimmer...sie schwankte immer stärker und hielt den Kopf schief. Als sie gegen Abend den Kopf schüttelte fiel sie dabei um :eek:

Auch wollte sie nichts fressen oder trinken, war sehr still und apathisch.
Normalerweise ist sie sehr geschwätzig und eher hyperaktiv - besonders, wenn es Fressen gibt...

Also am nächsten Tag zu unserem TA: Herz hört sich normal und regelmäßig an, Pupillen reagierten normal, in den Ohren war nichts zu erkennen. TA schloss einen Schlaganfall eher aus und tippte auf Probleme mit dem Gleichgewichtssinn.
Sie bekam eine Vitamin- sowie eine Aufbauspritze und Tabletten zur Verbesserung der allgemeinen Durchblutung.

Leider wurde es in der Folgezeit nicht besser, sie fraß weiterhin nicht und torkelte sehr stark, so dass wir sie nachts im Bad lassen mußten, damit sie nicht irgendwo runterfällt beim hochspringen o.a. - auch hatte sie Abends, beim Versuch sich seitlich hinzulegen, panisch hochgeschreckt und ängstlich geschaut.

Also am Folgetag zu einem anderen TA (Empfehlung eines Bekannten): der schaut sie sich kurz an, hört zu was gewesen ist und schaut auch in die Ohren. Schließt ebenfalls Schlaganfall aus (kein hecheln am Anfang oder blutige Pupillen). Tipt auf ein Problem mit dem Innenohr (HINTER dem Trommelfell, ggf. Entzündung des Knochens) und spritzt eine Kombination aus Cortison (Langzeitpräparat für 10 Tage) und Schmerzmittel (damit sie sich wohler fühlt und entspannt). Außerdem sollen wir täglich in beide Ohren ein entzündungshemmendes Mittel tropfen.

UND ES HALF :D

Seit dem WE ist sie fast wieder die alte Katze - springt hoch&runter, läuft die Treppe hoch ohne Probleme, frißt wieder wie ein Scheunendrescher und miaut und schnurrt wie zuvor. Nur noch ganz leicht hält sie den Kopf schief...

Gehen heute noch einmal zur Nachuntersuchung zu dem zweiten TA - ist ein eher unorthodoxer Typ mit einem chaotischen Behandlungszimmer...aber scheinbar der richtigen Diagnose/Behandlung - damit sie ggf. noch einmal Cortison bekommt (wegen der Entzündung und auch als Appetitanreger, da sie sehr zart ist und zulegen muss).

Manchmal ist eine zweite/andere Meinung Gold wert für unsere Fellnasen..
 
Werbung:
S

Sera_alicia

Erfahrener Benutzer
Mitglied seit
1. April 2014
Beiträge
136
ich freu mich für sehr für Euch, dass das blinde Mediverabreichung des zweiten TAs wohl die richtige "Glücksdiagnose" war.

Nichts gegen euch selbst! Wirklich! aber ich hasse TAs die blind herumdoktoren und "mal probieren ob es mit Cortison weggeht" Behandlungen machen.

Mindestens ein Blutbild hätte drin sein müssen in meinen Augen :mad:
(Was bei Ihrem Alter eh regelmäßig gemacht werden sollte, allein um früh die ersten Alterswehwehchen an Niere, Schilddrüse und Co zu erkennen)

Aber genug gemeckert!

Deine Info für alle hier lesenden ist auf jedenfall goldrichtig: Bei unklaren Dingen oder größeren Problemen immer eine zweite Meinung einholen!

Gute Besserung deiner Süßen!
 
WütenderWookie

WütenderWookie

Forenprofi
Mitglied seit
5. Februar 2014
Beiträge
2.308
Natürlich sollte man sich eine zweite Meinung anhören.
Ganz besonders, wenn es der Miez nicht besser geht.

Nur zum Verständnis:

Da wurde jetzt Cortison gespritzt und Ohrentropfen verabreicht ohne gesicherte Diagnose?
Nur durch anschauen?

Ich hab mir mal sagen lassen, daß Cortison immer eine Verbesserung der Symptome hervorbringt, aber die Ursache nicht immer ausgeschaltet wird.

Vielleicht bin ich auch nur falsch informiert.......
 
Maiglöckchen

Maiglöckchen

Forenprofi
Mitglied seit
23. Oktober 2006
Beiträge
54.335
Ort
NRW
Ich hab mir mal sagen lassen, daß Cortison immer eine Verbesserung der Symptome hervorbringt, aber die Ursache nicht immer ausgeschaltet wird.

Vielleicht bin ich auch nur falsch informiert.......

Bist Du nicht. Cortison kann durchaus aufputschende Wirkung haben und eine Besserung nach Cortison heißt nicht, dass sie auch von Dauer ist. Ich hoffe es in diesem Fall, falls aber nicht, würde ich empfehlen einen Tierarzt aufzusuchen, der tatsächlich mal Diagnostik betreibt.
 
WütenderWookie

WütenderWookie

Forenprofi
Mitglied seit
5. Februar 2014
Beiträge
2.308
Bist Du nicht. Cortison kann durchaus aufputschende Wirkung haben und eine Besserung nach Cortison heißt nicht, dass sie auch von Dauer ist. Ich hoffe es in diesem Fall, falls aber nicht, würde ich empfehlen einen Tierarzt aufzusuchen, der tatsächlich mal Diagnostik betreibt.

Danke.:)

Da war dann doch was richtig in meinem Kleinhirn abgespeichert.
 
Lausemaus&Lucyibär

Lausemaus&Lucyibär

Erfahrener Benutzer
Mitglied seit
24. November 2012
Beiträge
466
Ich hab mir mal sagen lassen, daß Cortison immer eine Verbesserung der Symptome hervorbringt, aber die Ursache nicht immer ausgeschaltet wird.
......


Das dachte ich mir beim lesen auch zu aller erst. Cortison hilft meistens.

Ich finde die Diagnosestellung auch etwas schwammig, leider :(
 

Ähnliche Themen

littleMonster
Antworten
13
Aufrufe
631
F
S
Antworten
9
Aufrufe
136
S
B
Antworten
16
Aufrufe
804
tigerlili
tigerlili
E
Antworten
14
Aufrufe
692
biveli john
biveli john

Über uns

Seit 2006 stehen dir in unserem großen Katzenforum erfahrene Katzenhalter bei Notfällen, Fragen oder Problemen mit deinem Tier zur Verfügung und unterstützen dich mit ihrem umfangreichen Wissen und wertvollen Ratschlägen.
Oben