Pankreatitis-Diagnose — Prognose?

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Lotta_Baldu

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Liebes Forum,

Unser Kater (12, Norw. Waldkatze) hatte nach mehrtägiger Futterverweigerung von Tierärzten aus der Tierklinik die Diagnose Gallenstau bekommen. Unsere Ärztin wollte es konservativ behandeln (Antibiotikum und Gallenmedikament). Da hatte er schon stark abgenommen und musste daher an sofort von uns Zwangsernährung mit Spritze erhalten.

Es ging einige Tage deutlich besser, dann wieder schlechter. Erneute Blutuntersuchung ergab, dass er erhöhte Pankreaswerte (10) hat: Diagnose Pankreatitis. Nun haben wir, wie schon bei der Gallengeschichte, sehr viel gelesen zu Chancen und der Schwere seiner Diagnose (Hinweis: er frisst noch immer nichts, nur mit Spritze in sog. "Assistenzfütterung" sowie zwei Sheba Creamy Snack am Tag).

Unsere Tierärztin will mit Infusionen behandeln. Wir würden unheimlich gerne verstehen, wie schwer die Diagnose wiegt aber ich finde im Netz einfach keine Info:
- chronisch oder akut
- leicht oder schwer
Wie wird das differenziert?

Ich weiß, dass hier sowohl die Galle von der Pankreas gekommen sein kann, als auch umgekehrt. Aber ich würde wirklich gerne besser verstehen, womit wir hier zu tun haben. Leider hasst unser lieber Balduin es, zum Tierarzt zu gehen und intensive Behandlungen mit vielen Terminen sind für ihn eine starke zusätzliche Belastung. Er versteckt sich nach jedem Arztbesuch stundenlang unter dem Bett und hat sicher viel Stress, der der Genesung (so er denn eine Chance hat) sicherlich nicht zuträglich ist. Für uns wieder ist die Situation seit nunmehr 4 Wochen echt herausfodernd; wir leben ohne Auto in Berlin so dass jeder TA-Besuch schon organisatorisch nicht ohne ist und arbeiten beide Vollzeit (aktuell zum Glück noch im Home Office). Auch die Kosten für Diagnose und Behandlung sind inzwischen schon ziemlich in die Höhe geschossen (über 1000 Euro allein für mehrere "nichtssagende" Diagnosen und es steht noch einiges aus). Unserem Kater geht es leider kaum besser, soweit wir es eben "von außen" sagen können. Er ist, wie die ganze Zeit relativ "gut drauf", aber verweigert konstant jedes Futter (haben echt alle Methoden durch, jede Sorte probiert,...) bis auf die besagten Creamy Snacks (die er sonst nie bekommen würde; hier gab's bisher nur hochwertiges Futter). Zwangsfüttern ist eine echte Qual für ihn...

So gar nicht zu wissen, mit welchen Aussichten wir ihm das alles tun, ist gerade echt schwer. Zur Info nochmal: Er war bei vier Tierärzten, bis der Gallenstau überhaupt diagnostiziert wurde und zwei Mal stundenlang in der Tierklinik, hatten da leider wirklich Pech. Erst seit kurzem sind wir bei der Tierärztin einer Bekannten, die sehr engagiert ist und sich gut kümmert, aber sich eben arg bedeckt hält mit den Aussichten der Therapie.

Wenn hier jemand Erfahrung hat und / oder ohne Panikmache einschätzen kann, wie schwer diese Diagnose wiegt, freuen wir uns sehr über eine kurze Rückmeldung. Ich weiß nicht, wie lange wir weiter herum probieren sollen und unsere Tierärztin sagt nichts dazu, ob es hier im Tage, Wochen, Monate geht...

Viele Grüße,
Lotta
 
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ferufe

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Hallo Lotta,
eine Pankreatitis ist behandelbar, es sollte dabei entsprechende Diagnostik erfolgen die bei euch ja schon größtenteils vorliegt. Prognose kann niemand einschätzen, jedes Tier ist anders. Und es kostet auch etwas Geduld.
Empfehlen kann ich dir gute Hilfe zu bekommen: siebenkatzenleben groups.io Group
Ich glube, es gibt keine Katze ide gern zum TA geht. Dies aber als Grund zu nehmen Stress "ersparen" zu wollen ist der falsche Ansatz. Wichtig ist ja, soviel wie nötig, sowenig wie möglich. Es geht um das Tier und nicht um euer Empfinden, wobei ein krankes Tier sehr belastend ist. Gallestau ist übrigens eine kleine Besonderheit und hier ist sicher abzuklären warum dieser entstanden ist und damit eine Pankreatitis ausgelöst hat.
VG
 
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Lotta_Baldu

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Hallo Lotta,
eine Pankreatitis ist behandelbar, es sollte dabei entsprechende Diagnostik erfolgen die bei euch ja schon größtenteils vorliegt. Prognose kann niemand einschätzen, jedes Tier ist anders. Und es kostet auch etwas Geduld.
Empfehlen kann ich dir gute Hilfe zu bekommen: siebenkatzenleben groups.io Group
Ich glube, es gibt keine Katze ide gern zum TA geht. Dies aber als Grund zu nehmen Stress "ersparen" zu wollen ist der falsche Ansatz. Wichtig ist ja, soviel wie nötig, sowenig wie möglich. Es geht um das Tier und nicht um euer Empfinden, wobei ein krankes Tier sehr belastend ist. Gallestau ist übrigens eine kleine Besonderheit und hier ist sicher abzuklären warum dieser entstanden ist und damit eine Pankreatitis ausgelöst hat.
VG
Hallo und vielen Dank für deine Nachricht! Ich meine nicht, dass wir aus Stress nicht unseren Kater gesund pflegen wollen. Ich meine nur, dass ich auch vielfach lese, dass Tiere mit Pankreatitis nur eine Chance haben, wenn rechtzeitig behandelt wird, und eben richtig. Ich möchte unseren Kater gerne ersparen, zwangsernähert zu werden usw., wenn es keinen Sinn mehr macht und hätte dafür gerne eine Perspektive, nach welcher Dauer erfolgloser Behandlung man es entscheiden kann und muss?

Zu deiner Frage: Die Diagnose Pankreatitis haben wir ausgehend vom Blutbild erhalten (Sonographie war unspezifisch, was aber ja bei der Pankreas leider normal ist). Zum (unter AB-Gabs schon besser gewordenen) Gallenstau sagte eine Spezialistin nach Blutbild und Sono, dass sie weder Gallensteine noch Karzinome usw erkenne und daher vom "banalen" Fall aufsteigender Darmbakterien ausgehe. Man könne das nur konservativ behandeln.
 

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