Overcrowding bei Hauskatzen

E

Ela

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  • #21
Hm - Tja
 
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Plum

Plum

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  • #22
Ich habe noch niemals gesehen oder gehört das Katzen zu mehreren durch ihr Revier streifen.
Das habe ich schon erlebt, bei Hobbes und Plum. Von mehreren Nachbarn wurde mir berichtet, dass die beiden zusammen in deren Gärten auftauchten. Ich hatte sie auch oft in unserem Garten gemeinsam gesehen, manchmal jagten sie sogar gemeinsam eine Maus.

...so ist mir nicht einmal wirklich klar geworden, wer von den Beiden nun wirklich die Hosen an hat...
Vermutlich noch keiner der beiden. Bei Hobbes und Plum habe ich ähnliches erlebt und die beiden waren Wurfbrüder. Bis sie ca. anderthalb waren, ging es genau so. Dann kristallisierte sich eine Art Patt-Situation heraus: Hobbes war der eigentliche Chef, wenn es ums Denken ging. Plum war aber etwas, wenn auch nur wenig, größer, und war somit der "Muskel-Chef". Ich denke, wenn Hobbes noch leben würde, hätte er am Schluss die Oberhand behalten, allerdings nur in geringem Maße. Nach Hobbes Tod hat Plum keinen weiteren Kumpel akzeptiert und ich versuche es auch kein weiteres Mal mehr.

Die Vorstellung, dass Katzen Rudeltiere sind, hängt wohl auch von der Wunschvorstellung vieler Dosis ab. Ich finde nach wie vor ein Duo oder Trio - Platz wäre mehr als genug - interessanter, aber ich akzeptiere auch Plums Verweigerung.
 
S

sabine_neu

Gast
  • #23
Wenn es wirklich ein Einzelgänger wäre, dann würde sich die Katze doch generell zurückziehen ? Der anderen aus dem Weg gehen. Und bei manchen Situationen eben kämpfen.....

(...)

Aber mal ne doofe Frage: freilebende Großkatzen wie Löwen etc. leben doch auch im Rudel ? Das sind doch auch keine Einzelgänger ? :confused:
Ich habe gelesen, dass sie eher selten kämpfen, sondern eher subtile Mittel des Einschüchterns nutzen: scheinbar friedlich dasitzen und mit dem individuellen Distanz-Raum für andere Katzen z.B. den Zugang zum Katzenklo, zum Futternapf, zu Lieblingsplätzen blockieren usw. Vor allem das Spielchen: "Ich lass' Dich nicht auf's Katzenklo" scheint sehr häufig vorzukommen und ist für die schwächere Katze ein echter Horror. Das geht ganz ohne Kampf - einfach nur dasitzen - der andere weiß, dass er nicht vorbeigehen darf... Man kann es sich vorstellen.

Ich glaube, nur Löwen leben im Rudel, oder?
 
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Walldorf

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  • #24
Aber mal ne doofe Frage: freilebende Großkatzen wie Löwen etc. leben doch auch im Rudel ? Das sind doch auch keine Einzelgänger ? :confused:
In der wissenschaftlichen Literatur kannst Du lesen, dass die einzig echten Rudeltiere die Löwen sind. Die Hauskatze ist das was ich oben schon geschrieben habe... aber sie ist es (so meint man) erst durch Domestikation geworden. Die Urmutter der Hauskatze, die Falbkatze, ist Einzelgänger.
 
W

Walldorf

Gast
  • #25
Ich habe gelesen, dass sie eher selten kämpfen, sondern eher subtile Mittel des Einschüchterns nutzen:
Genau so ist es, denn Katzen und vor allem Kater können getrost als Faulpelze bezeichnet werden. Warum unnötig Energie verpulvern, wenn es anders auch geht? Die meisten Meinungsverschiedenheiten werden nonverbal und ohne Kampf geregelt.

Deshalb ist es ja nicht einfach zu sehen, was Zuhause abgeht.
 
E

Ela

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  • #26
Ich habe gelesen, dass sie eher selten kämpfen, sondern eher subtile Mittel des Einschüchterns nutzen: scheinbar friedlich dasitzen und mit dem individuellen Distanz-Raum für andere Katzen z.B. den Zugang zum Katzenklo, zum Futternapf, zu Lieblingsplätzen blockieren usw. Vor allem das Spielchen: "Ich lass' Dich nicht auf's Katzenklo" scheint sehr häufig vorzukommen und ist für die schwächere Katze ein echter Horror. Das geht ganz ohne Kampf - einfach nur dasitzen - der andere weiß, dass er nicht vorbeigehen darf... Man kann es sich vorstellen.

Ich glaube, nur Löwen leben im Rudel, oder?

Hm - so ein Verhalten hab ich bei meinen noch nie erlebt :eek: Vielleicht hab ich auch einfach nur Glück.....

Ok, dann hab ich mir halt genau DIE Großkatze ausgesucht, die ein Rudeltier ist :D :oops:

Edit: Aber so ne Umfrage hier im Forum zu dem Thema wär doch wirklich interessant, oder ?
Oder kommt da nix bei raus, weil wir eh alle nur das "positive" sehen wollen ?
 
W

Walldorf

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  • #27
Huhu All,

also ich habe endlich das Buch 'Die domestizierte Katze - eine wissenschaftliche Betrachtung ihres Verhaltens' von Turner und Bateson bekommen. Es hieß immer in Deutsch ausverkauft und äh... so einen wissenschaftlichen Schinken in Englisch so weit geht die Liebe dann doch nicht :eek: .

Wenn ich es gelesen (und verstanden habe) dann sage ich Euch ob es neue Erkenntnisse gibt, aber da Dr. Brunner diese Buch in ‚die unverstandene Katze’ dauernd zitiert, hätte er geschrieben, wenn die Katze nun doch ein strikter Einzelgänger ist und genau das Gegenteil ist der Fall ;) .
 
S

sabine_neu

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  • #28
Mich interessiert dieses Thema wirklich sehr und ich habe auch vor, mich mal durch die Publikationen aus dem englischen/amerikanischen Forschung zu lesen; mein Eindruck ist, dass es da mehr und vor allem Neueres gibt. Vielleicht schaffen wir es hier ja mal, eine kleine Literaturdatenbank aufzubauen?
 
aLuckyGuy

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  • #29
Ich habe gelesen, dass sie eher selten kämpfen, sondern eher subtile Mittel des Einschüchterns nutzen: scheinbar friedlich dasitzen und mit dem individuellen Distanz-Raum für andere Katzen z.B. den Zugang zum Katzenklo, zum Futternapf, zu Lieblingsplätzen blockieren usw.
Hm - so ein Verhalten hab ich bei meinen noch nie erlebt :eek: Vielleicht hab ich auch einfach nur Glück.....
Ich glaube das man so ein Verhalten vor allem im Freien bei völlig fremden Katzen beobachten kann. Wir konnten das früher öfters beobachten als unser Alex noch lebte und dieses Spielchen mit einer Nachbarskatze trieb. Sie sassen sehr oft über Stunden nur einen Meter auseinander, scheinbar völlig teilnahmslos. Aber irgendwann hatten sie dann wohl herausgefunden das sie leider überhaupt keine Sympathie füreinander empfinden.
 
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Walldorf

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  • #30
Huhu,

das Buch ‚die domestizierte Katze’ von Turner (Dozent am Zoologischen Institut der Uni Zürich) und Bateson (Prof. für Ethologie an der Uni Cambridge) ist nun in Deutsch bei mir angekommen.

Es handelt sich um eine wissenschaftliche Betrachtung des Katzenverhaltens – aber all diese Info ist nicht alleine auf dem Mist von Turner und Bateson gewachsen. Das Buch ist eine Zusammenfassung eines Symposiums das 86 in Zürich stattfand . Alles Kapazitäten auf dem Gebiet der Katzenforschung waren anwesend und deren Beiträge sind zu einem gut lesbaren Bucht zusammengefasst.

In der Einleitung ist mir natürlich Kapitel 6 im Zusammenhang mit diesem Beitrag ins Auge gestochen ‚Katzengemeinschaften und die Auswirkung der Koloniegröße’ von Kerby und MacDonald. Ich habe das Kapitel noch nicht gelesen, werde Euch aber eine Zusammenfassung geben. In der Einleitung von Turner ist aber schon das zu lesen: ‚Moderne Feldstudien im Kap. 6 zusammengefasst, lassen vermuten das die domestizierte Katze geselliger ist, als die Legenden wahrhaben will, obschon sie in dieser Hinsicht stark variiert’............. Na dann dürfen wir gespannt sein was da alles geschrieben steht. Ich mutmaße mal, dass es wie schon hier im Beitrag erwähnt stark auf die Sozialisierung und die Lebensumstände der Katze ankommt ob sie einzelgängerisch veranlagt ist oder zum Gruppentier taugt.
 
NellasMiriel

NellasMiriel

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  • #31
Na dann dürfen wir gespannt sein was da alles geschrieben steht. Ich mutmaße mal, dass es wie schon hier im Beitrag erwähnt stark auf die Sozialisierung und die Lebensumstände der Katze ankommt ob sie einzelgängerisch veranlagt ist oder zum Gruppentier taugt.
Liebe Mignon,
da bin ich natürlich sehr sehr gespannt drauf und mir fallen dazu natürlich die Katzen der Eremitage in Russland ein.
Das ist ja wohl eine ziemlich große Katzengemeinschaft, die da schon seit vielen Jahren (eigentlich doch seit Zarin Katharina...) zusammen lebt.
Da die Tiere kastriert sind, ist es ja irgendwas wie eine gehobene Fassung eines Tierheims....also nicht eine gewachsene und so vermehrte Form von Katzensozialität....
lg Heidi
 
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Howea

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  • #32
Das Buch klingt sehr spannend.

Mal sehen, was Du uns dann erzählst.

LG Howea
 
annamaria

annamaria

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  • #33
Hallo Foris,

Das ist ja alles sehr spannend und uns ist immer gehofen, wenn wir was Klar einordnen Können.
Laienmäßig seh ich das so.
Von ihrer Ernährung her ist für mich klar, daß sich unsere Katzen vor langer Zeit zum Einzelgänger entwickelt haben. Oder könnt ihr euch vorstellen, daß zwei Katzen sich eine Maus teilen und sattwerden. Also ist es besser jede Katze erlegt ihre Maus selbst. Von der der Menge der Beute hängt Verhalten und Population ab.
Freiwillig schloß sich die Katze den Menschen, und hat ihr Verhalten dabei nicht aufgegeben, denn sie kann sich immer noch selbst ernähren, wenn sie den "Menschen" nicht in die Schußlinie kommt.
Wegen leichter Beute, sprich ERnährung folget die Katze den Menschen, also wir sehen einen Lernprozess.
Durch unsere Umwelt und unsere Einstellung haben sich die Haltungsbedinungen unserer Katzen sehr verändert und die Tiere reagieren darauf

Wir wissen, daß sich Katzenrudel bilden können und wenn die Kitten in ihrer Pträgephase das Rudelleben erlernen, können sie sie sehr wohl im Rudel leben.

In der Haushaltung, wenn die Katzen nicht so große Möglichkeit haben sich aus dem Weg zu gehen,müssen wir Halter eben darauf achten, daß das Familienleben unsere Katzen harmisch bleibt, das heißt für mich ganz klar, daß ich mich immer, wenn auch schweren Herzen, von einer Katze trennen werde, sollte ich und das Rudel ihr nicht mehr gerecht werden. Im Vorfeld heißt das aber auch darauf zu achten, daß wir unseren Katzen auch genügend Ausweichmöglichkeigten zur Verfügung stellen und daß ich viel über ihr Verhalten lernen sollte, deshalb bin ich auch mächtig an dieser Studie interessiert
 
Plum

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  • #34
also ich habe endlich das Buch 'Die domestizierte Katze - eine wissenschaftliche Betrachtung ihres Verhaltens' von Turner und Bateson bekommen. Es hieß immer in Deutsch ausverkauft und äh... so einen wissenschaftlichen Schinken in Englisch so weit geht die Liebe dann doch nicht :eek: .
Nur mal ein Tip, was ausverkaufte oder schwer erhältliche Bücher angeht. Über diese Seite sfb.at bzw. eurobuch.com http://www.eurobuch.com/ bekommt man fast alles. Für "Die domestizierte Katze" bekommt man diese Ergebnisse: http://www.eurobuch.com/meta/result...7&y=5&search_id=2425791&sortIdx=1&printView=1
 
annamaria

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  • #35
hab mal recherchiert... nach dem Zechmann.
Leider nichts in deutschen Hochschulbibliotheken. Er hat die Diplomarbeit ja in Innsbruck geschrieben. Im Moment sucht er einen Job.
http://www.jobvector.com/eng_detail_req.php3?jobid=3502

Über Fernleihe hab ich auch geguckt ... also alles was über das HEBIS-Portal zu kriegen ist - da war nix.

Dummerweise sind an den hessischen Bibliotheken auch nicht die Jahreshefte der Deutschen Ethologischen Gesellschaft im Vorrat - dort hat er einen Auszug seiner Diplomarbeit veröffentlicht.

Zechmann hat oder die Uni hat möglicherweise die Rechte an so nen Onlineverlag abgetreten oder vielleicht ist das ja auch eine Raubkopie

Mann müßte ihm selber mal fragen : michael@zechmann.info
Hat jemand Interesse?
 
aLuckyGuy

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  • #36
Von ihrer Ernährung her ist für mich klar, daß sich unsere Katzen vor langer Zeit zum Einzelgänger entwickelt haben. Oder könnt ihr euch vorstellen, daß zwei Katzen sich eine Maus teilen und sattwerden. Also ist es besser jede Katze erlegt ihre Maus selbst. Von der der Menge der Beute hängt Verhalten und Population ab.
Freiwillig schloß sich die Katze den Menschen, und hat ihr Verhalten dabei nicht aufgegeben, denn sie kann sich immer noch selbst ernähren, wenn sie den "Menschen" nicht in die Schußlinie kommt.
Wegen leichter Beute, sprich ERnährung folget die Katze den Menschen, also wir sehen einen Lernprozess.
Durch unsere Umwelt und unsere Einstellung haben sich die Haltungsbedinungen unserer Katzen sehr verändert und die Tiere reagieren darauf

Wir wissen, daß sich Katzenrudel bilden können und wenn die Kitten in ihrer Pträgephase das Rudelleben erlernen, können sie sie sehr wohl im Rudel leben.

In der Haushaltung, wenn die Katzen nicht so große Möglichkeit haben sich aus dem Weg zu gehen,müssen wir Halter eben darauf achten, daß das Familienleben unsere Katzen harmisch bleibt, das heißt für mich ganz klar, daß ich mich immer, wenn auch schweren Herzen, von einer Katze trennen werde, sollte ich und das Rudel ihr nicht mehr gerecht werden. Im Vorfeld heißt das aber auch darauf zu achten, daß wir unseren Katzen auch genügend Ausweichmöglichkeigten zur Verfügung stellen und daß ich viel über ihr Verhalten lernen sollte, deshalb bin ich auch mächtig an dieser Studie interessiert
Ja, das sehe ich ganz genau so. Auf jeden Fall ist es ein enorm wichtiges Thema weil seit einigen Jahren die allgemeine Meinung im Umlauf ist, Katzen wären von Natur aus Gruppen- oder gar Rudeltiere, sie würden sich immer freuen Gesellschaft von anderen Katzen zu haben und je mehr man davon gemeinsam hält desto besser wäre das.

Das man seinen Katzen genügend Ausweichmöglichkeiten geben sollte, sehen wir fast tagtäglich an Salem und Floyd. Klar spielen sie tagsüber stundenlang miteinander und ab und an wird auch schon mal gekuschelt. Aber sie brauchen genauso ihren Freiraum den sie, wenn es sein muss, auch ziemlich energisch einfordern. Dann liegt auch schon mal eine Miez im Obergeschoss im Schlafzimmer während die andere sich im Wohnzimmer aufhält.
 
NellasMiriel

NellasMiriel

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  • #37
...wenn ein Lebewesen gern in Gesellschaft lebt, heißt das doch nicht zwangsläufig 24 Stunden am Tag, oder?

es gibt auch Lebewesen, die immer wieder ihre Rückzugsmöglichkeiten brauchen, trotzdem lieber mit anderen zusammen sind oder leben.....
warum sollten da Katzen eine Ausnahme sein......und ob mich das mit der Maus als Begründung für das Einzeltier reicht?...da bräuchte ich jetzt einen Biologen, der hätte bestimmt einige Gegenbeispiele.
:D Heidi
 
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Walldorf

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  • #38
Katzen wären von Natur aus Gruppen- oder gar Rudeltiere
Autsch... wer denkt den so was :confused: - also meines Wissen war davon nie die Rede, denn Katzen sind KEINE Rudeltiere. Sie kennen zwar in ihren Gruppen so etwas wie eine lockerere, wechselnde Hierarchie, aber keine strikte wie für Rudeltiere übliche.

Also wir müssen schon dabei bleiben, dass Katzen in vielen Bereichen ihres Lebens Einzelgänger sind, die aber die Gesellschaft von Artgenossen in der Regel sehr schätzen. Da wir von Katzen nicht als Artgenossen gesehen werden, können wir das nicht bringen. Übrigens gibt es Rassen wie z.B. die Orientalen die im ‚Rudel’ auftreten und auch gerne und oft Massenkuscheln – auch hier bestätigen Ausnahmen die Regel.


Das man seinen Katzen genügend Ausweichmöglichkeiten geben sollte, sehen wir fast tagtäglich an Salem und Floyd. Klar spielen sie tagsüber stundenlang miteinander und ab und an wird auch schon mal gekuschelt. Aber sie brauchen genauso ihren Freiraum den sie, wenn es sein muss, auch ziemlich energisch einfordern. Dann liegt auch schon mal eine Miez im Obergeschoss im Schlafzimmer während die andere sich im Wohnzimmer aufhält.
Genau so ist es! Da kann man nicht strikt sagen, dass sie Einzelgänger sind, denn hättest Du eine Einzelkatze mit Freigang, dann würde sie sich eben draußen ihre sozialen Kontakte suchen. Diese Kontakte zu Artgenossen brauchen Katzen und da gibt es nix dran zu drehen. Bräuchten sie diese nicht, dann würden sie nicht ihre seltsamen nächtlichen Zusammenkünfte pflegen (von Prof. Leyhausen in Paris schon vor langer Zeit beobachtet und gut dokumentiert) und sich gegenseitig putzen, usw.
 
NellasMiriel

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  • #39
Genau so ist es! Da kann man nicht strikt sagen, dass sie Einzelgänger sind, denn hättest Du eine Einzelkatze mit Freigang, dann würde sie sich eben draußen ihre sozialen Kontakte suchen. Diese Kontakte zu Artgenossen brauchen Katzen und da gibt es nix dran zu drehen. Bräuchten sie diese nicht, dann würden sie nicht ihre seltsamen nächtlichen Zusammenkünfte pflegen (von Prof. Leyhausen in Paris schon vor langer Zeit beobachtet und gut dokumentiert) und sich gegenseitig putzen, usw.

Genau dieses kann ich nur bestätigen!
Der Mengo (Bärle) meiner Eltern kam im Schlepptau von zwei Katzen aus der Umgebung vor einem Jahr zu ihnen.
Die 3 sind immer noch ein unschlagbares Team, sie holen sich gegenseitig ab, sie gehen jeweils in die Wohnungen des/der anderen, putzen, zoffen und jagen sich gegenseitig.
Sie suchen sich regelrecht.......finde ich sehr spannend das zu beobachten.
Ein weiteres Freigängerpäärchen aus einer meiner Wohngruppen kommt und geht fast nur im Doppelpack! In der Wohnung allerdings bevorzugen sie absolut getrennte Orte und Plätze um zu schlafen und sich auszuruhen....
Unter Rudeltieren allerdings verstehe ich Affen, Hunde etc......und wie gesagt bei den Neigungen der Katzen fällt mir dann auch noch die Eremitage in Russland ein, da leben meist so zwischen 80 und 100 Katzen im lockeren Verbund zusammen......:eek: :eek: (das scheint so aber auch einzigartig zu sein...)

lg Heidi
 
Plum

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  • #40
Genau so ist es! Da kann man nicht strikt sagen, dass sie Einzelgänger sind, denn hättest Du eine Einzelkatze mit Freigang, dann würde sie sich eben draußen ihre sozialen Kontakte suchen. Diese Kontakte zu Artgenossen brauchen Katzen und da gibt es nix dran zu drehen. Bräuchten sie diese nicht, dann würden sie nicht ihre seltsamen nächtlichen Zusammenkünfte pflegen (von Prof. Leyhausen in Paris schon vor langer Zeit beobachtet und gut dokumentiert) und sich gegenseitig putzen, usw.
Das interessiert mich jetzt auch mal. Plum ist seit dem Tod seines Bruders Hobbes Einzelkatze, einen neuen Kumpel hat er nicht akzeptiert. Draußen sehe ich ihn nie in irgendeiner Form sozialen Kontakts mit anderen Katzen und die regelmäßigen Prügelleien mit Nachbarskater Fidel gehören ja nicht dazu? Er kann auch nachts keine Kontakte pflegen, da er nachts drin ist ... Grundsätzlich habe ich ihn nie mit fremden Katzen friedlich herumsitzen gesehen, im Gegenteil, er hält sich für eine Reinkarnation von Claude van Damme (auch wenn der noch lebt ;) ), wenn eine fremde Katze in unsere Nähe kommt.
 
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