Obduktion bei Liebhabertieren

N

Nicht registriert

Gast
Das ist auch bei weißen/hellen Katzen MIT Falle der Fall, das wissen nur viele Besitzer nicht. Ich hoffe aber doch sehr, dass die Tiere auf dem Balkon die Möglichkeit haben, einen Schattenplatz zu finden, denn eigentlich braucht man das nicht, weil das Tier sich instinktiv meist nicht zu lange in der Sonne aufhält.
Mein weißroter Opi ist tödlich beleidigt, wenn er bei 35° nicht in der Sonne liegen darf, weil ich die Markise rausgefahren habe. Dann steht er entnervt auf und geht in die Ecke, die ich nicht abschatten kann und legt sich so hin, dass er möglichst lange brutzeln kann :rolleyes:
 

saurier

Forenprofi
Mitglied seit
2 August 2016
Beiträge
1.491
Krankheiten werden nicht mutwillig gezüchtet, sondern sind Schwächen des Körpers. Und diese Schwächen lassen sich nicht alle ausmerzen.

Seriöse Züchter lassen ihre Tiere untersuchen, auf unterschiedlichste Erkrankungen, aber eine Hüftfehlstellung kann passieren, genauso wie ein zu kleines Herz, genauso wie ein fliehendes Kinn etc.

Das sind m.E. "nicht kontrollierbare" Risiken, die geschehen können.
Da bin ich ganz bei dir, aber wieso KÖNNEN Züchter ihre Tiere inzwischen auf vieles untersuchen lassen? EBEN WEIL viel mit Hilfe anderer Tiere geforscht wurde und man kann eben bei weitem noch nicht alles testen, aber wäre es nicht prima, NOCH mehr ausschließen zu können, als man das heute schon kann?
 

saurier

Forenprofi
Mitglied seit
2 August 2016
Beiträge
1.491
Mein weißroter Opi ist tödlich beleidigt, wenn er bei 35° nicht in der Sonne liegen darf, weil ich die Markise rausgefahren habe. Dann steht er entnervt auf und geht in die Ecke, die ich nicht abschatten kann und legt sich so hin, dass er möglichst lange brutzeln kann :rolleyes:
Ok, so Menschen gibt es ja auch :D, wenn er weiße Ohren oder eine helle Nase hat, dann beobachte ihn gut (was du aber sicher schon machst), denn Sonnenbrand und Hautkrebs machen auch vor Katzen nicht halt.
 
N

Nicht registriert

Gast
aber wäre es nicht prima, NOCH mehr ausschließen zu können, als man das heute schon kann?
Die Frage ist evt. berechtigt, aber habe ich mir ehrlich gesagt noch nie gestellt.
Für mich sind nur ältere gebrauchte Modelle ;) interessant und die sind alle krank, die einen weniger, die andere mehr.

Ok, so Menschen gibt es ja auch :D, wenn er weiße Ohren oder eine helle Nase hat, dann beobachte ihn gut (was du aber sicher schon machst), denn Sonnenbrand und Hautkrebs machen auch vor Katzen nicht halt.
Wenn ich dem Opi (geschätzte 18 Jahre) mit Sonnencreme käme, würde er mir nen Vogel zeigen.

Meine damalige Gartenkatzen (ausrangierte BKH-MIX-Vermehrerkatze) war schneeweiß mit orangefarbenen Augen und hat ihr ganzes Leben (16+ Jahre) in der Sonne gechillt. Die Ohren waren bis zu ihrem Tod tiptop, keine Verbrennung, keine Narben, keine Knubbel, feine weiße Öhrchen.
Sonnencreme habe ich aber auch nicht versucht, sie hätte meine Hände filetiert.
 
Zuletzt bearbeitet:

balulutiti

Forenprofi
Mitglied seit
4 Februar 2008
Beiträge
32.212
Ort
Wien
Aber ist das neben der emotionalen Belastung nicht auch zusätzlich eine finanzielle? Ich kann mir vorstellen, dass ich, wenn ich gerade hohe TA Kosten hatte - und meistens sterben ja Tiere nicht aus bester Gesundheit - nicht auch noch eine Obduktion bezahlen möchte, die mir und meiner Katze ja nicht wirklich hilft.
 

nicker

Forenprofi
Mitglied seit
28 Dezember 2013
Beiträge
15.156
Ort
Klein-Sibirien
Wenn ich mich recht erinnere, hatte ich für Nines Obduktion etwa 140 oder 150 Euro bezahlt. Das finde ich für so eine umfassende Untersuchung ok. ;)
 

balulutiti

Forenprofi
Mitglied seit
4 Februar 2008
Beiträge
32.212
Ort
Wien
Wenn ich mich recht erinnere, hatte ich für Nines Obduktion etwa 140 oder 150 Euro bezahlt. Das finde ich für so eine umfassende Untersuchung ok. ;)
Ja, möglich. Aber wenn du gerade 700€ ausgegeben hast, sind 150 zusätzliche doch auch eine hübsche Stange Geld. Und helfen dem Züchter, nicht mir, um es krass zu sagen.
 

saurier

Forenprofi
Mitglied seit
2 August 2016
Beiträge
1.491
Ja, möglich. Aber wenn du gerade 700€ ausgegeben hast, sind 150 zusätzliche doch auch eine hübsche Stange Geld. Und helfen dem Züchter, nicht mir, um es krass zu sagen.
Das kann man so sehen, aber was, wenn DEINE Katze gerettet werden könnte, wenn nur 50 andere vorher nicht auch so reagiert hätten - was dann?
 

balulutiti

Forenprofi
Mitglied seit
4 Februar 2008
Beiträge
32.212
Ort
Wien
Das kann man so sehen, aber was, wenn DEINE Katze gerettet werden könnte, wenn nur 50 andere vorher nicht auch so reagiert hätten - was dann?
Das ist mir schon klar, aber trotzdem denke ich, dass das Geld bestimmt auch eine Rolle spielt.
 

nicker

Forenprofi
Mitglied seit
28 Dezember 2013
Beiträge
15.156
Ort
Klein-Sibirien
Die Wahrscheinlichkeit, dass so ein Tierchen fast direkt nach dem Einzug bei den neuen Dosis verstirbt, ist - so meine Meinung - bei weitem nicht so hoch wie die, dass das Tier beim Liebhaber für lange Jahre ein schönes Leben hat, bevor es verstirbt.

Aber wenn tatsächlich das Kitten versterben würde, hätte eine Obduktion schon in dem Punkt Sinn, wenn der Käufer würde beweisen wollen oder müssen, dass züchterseitig ein "Fehler" vorlag, dass das Kitten also bereits beim Kauf krank gewesen war und aufgrund dieser Krankheit verstarb.
 

biveli john

Forenprofi
Mitglied seit
27 März 2011
Beiträge
2.867
Ort
Steiermark
Ich habe mich da vielleicht schlecht ausgedrückt. Nichts gegen seriöse Züchter, aber es gibt auch einen Graubereich, ein Gesetz ist so gut wie es auch exekutiert wird. Wo kein Kläger da kein Richter. Ich kenne genug Rassekatzen die ein armseliges Dasein fristen. Herzkrank schon in jungen Jahren, Plattnasen
die jämmerlich am Ersticken sind. Viele Züchtungen bringen Krankheiten hervor
und das gehört ausgemerzt. Sicher lernen die Mediziner in der Pathologie am Objekt und das sollte wenigstens allen Katzen dienen. Ich bin da ein wenig radikal, die Tierheime sind zum Bersten voll, für mich sind Katzenzüchter
auch Vermehrer. Es ändert nichts an der Tatsache dass die Katzen der Eitelkeit des Menschen dienen, so schön ich sie auch manchmal finde. LG Biveli
 

A (nett)

Forenprofi
Mitglied seit
25 Juli 2009
Beiträge
16.020
Ort
(S)paradies Katzachstan
Nein ich habe mir bislang keine weiterführenden Gedanken zum Thema Genetik gemacht und werde das auch in Zukunft nicht tun, da ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht in die Situation kommen und mir ein "designtes" Tier beim Züchter aussuchen werde.

Meine rudimentären Kenntnisse zu der Thematik reichen aber soweit, um zu wissen, dass es für molekularbiologische Untersuchungen heutzutage lediglich einen Maulhöhlenabtrich und/oder eine EDTA Vollblutprobe braucht, was man im übrigen gerne auch am lebenden "Objekt" abnehmen kann; dafür brauchts KEINE Obduktion.

Mit einer molekularbiologische Untersuchung kann:
RdAC-PRA
Rdy-PRA
PK
PKD
GM1
GM2
HCM1
HCM2
HCM3
SMA
GSD IV
MPS1
festgestellt werden.
Auf Basis dieser Erkenntnisse werden dann wohl (oder auch nicht) die Tiere entsprechend aus der Zucht genommen.

Was das Thema HCM betrifft, habe ich mich missverständlich ausgedrückt.
HCM ist keine Erkrankung, die durch Zucht entsteht, sondern eine Erkrankung, die bei der Zucht u.U. vererbt werden aber von seriösen Züchtern aufgrund diverser Diagnosemöglichkeiten am lebende Tier auch aus der Zucht "raus designt" werden kann.

Kann ich durch eine Obduktion zweifelsfrei feststellen, ob die Krankheit die letztlich zum Tode geführt hat eine erworbene oder eine vererbte Krankheit ist?
Das ist meine Frage und damit würde sich auch die Frage nach der Sinnhaftigkeit der Obduktion von Zuchttieren beantworten.

In der Humangenetik lehnen wir den genetisch durchdesignten Menschen aus ehtischen und moralischen Gründen ab.
Bei Tieren ist das genetisch durchdesignte Lebewesen absolut normal und in keinster Weise unethisch oder unmoralisch. Parallel fordern wir für Tiere einen annähernd gleichen Schutz und gleiche Rechte wie für Menschen.
Für mich ein philosphisches Paradoxon.

Und deswegen nehme ich die Natur so wie sie ist; auch mit Wundertüten im Gesundheitsgepäck.
 

dieMiffy

Forenprofi
Mitglied seit
10 Februar 2013
Beiträge
10.861
Alter
35
Ort
Jena
Oder nimm HCM - inzwischen kennt man eine Handvoll Genloki, aber bei weitem immer noch nicht alle, auf denen man (bei MOC!) erbliche HCM erkennen kann. Aber auch hier: Wenn der Test positiv ausfällt, ist das Tier betroffen, 100%, fällt er negativ aus, heißt das leider nicht, dass es gesund ist, weil es eben noch so viele andere Möglichkeiten gibt. Die Komplexität des Körpers und der genetischen Komponenten ist unfassbar hoch.
Wenn Du hier die Maine Coon meinst, tatsächlich gibt es einige Tiere, die im Gentest positiv waren und nicht erkrankt sind, was eigentlich der prophezeiten autosomal-dominanten Vererbung total entgegen steht. Aber das zeigt sicher auch nochmal die Komplexizität in der Vererbung dieser Erkrankung auf, die Du auch schon angesprochen hast.

Aber auch eine Obduktion kann nicht immer zweifelsfrei die Todesursache klären, da kenne ich zwei Fälle, wo es auch nach der Obduktion leider nicht klar war :(
Aber ich finde es gut, wenn es gemacht wird.

Zugegebenermaßen wüsste ich nicht, ob ich es könnte :oops: Falls ich mal ein Rassetier kaufe, würde ich aber darüber nachdenken und es schon vorher irgendwie für mich versuchen festzulegen, ob ja oder nein im Fall der Fälle.
 

biveli john

Forenprofi
Mitglied seit
27 März 2011
Beiträge
2.867
Ort
Steiermark
Schön müssen sie, der Norm entsprechend, sein. Ein liebes sanftes Wesen ist auch Bedingung, ja nicht kratzbürstig. Der Optimierungswahn macht auch vor Tieren nicht halt und unterliegt auch den Modetrends. Wenn Qualzüchtungen verboten sind, warum gibt es sie? Ich habe eine kratzbürstige 20 jährige,
einen Schmierteufel und einen Schisser. Alle drei allerliebst und interessante Charakterdarsteller. Ob sie schön sind? Für mich schon, auf jeden Fall nicht genormt. LG Biveli
 

CasaLea

Erfahrener Benutzer
Mitglied seit
22 März 2019
Beiträge
341
Alter
61
Ort
Erlangen
Aber ist das neben der emotionalen Belastung nicht auch zusätzlich eine finanzielle? Ich kann mir vorstellen, dass ich, wenn ich gerade hohe TA Kosten hatte - und meistens sterben ja Tiere nicht aus bester Gesundheit - nicht auch noch eine Obduktion bezahlen möchte, die mir und meiner Katze ja nicht wirklich hilft.
Ich kenne es so, dass die Kosten für die Obduktion die Züchterin übernommen hat (bzw. hätte, wenn die Besitzerin einer solchen zugestimmt hätte).
Die Kosten für eine Kremierung fällt so oder so an und wird dann natürlich vom Katzenbesitzer getragen.

Zum Rest:
hab' grad keine Zeit und muss erstmal noch gründlich lesen ... aber es geht hier um verantwortungsvolle Züchter, die eh schon alles testen lassen, was sinnvoll/möglich ist (und nicht nur HCM-Gentests machen, sondern schallen lassen etc.).
Einen "schlechten" Züchter interessiert es doch eh nicht die Bohne, weshalb ne Katz tot umfällt ... interessiert sind die Züchter, deren Katzen aus durchgeschallten und selektierten Linien kommen (und die auch Tiere aus der Zucht nehmen, die PL und HD Röntgen nicht mit Best-"Noten" bestehen).

P.S.:
biveli: Du bist hier völlig OT ... bitte lass Deine Kommentare, die mit dem eigentlichen Thema nix zu tun haben!
 
Zuletzt bearbeitet:

biveli john

Forenprofi
Mitglied seit
27 März 2011
Beiträge
2.867
Ort
Steiermark
Hast recht, bin schon weg. Schönen Abend noch. LG Biveli
 

balulutiti

Forenprofi
Mitglied seit
4 Februar 2008
Beiträge
32.212
Ort
Wien
Ich kenne es so, dass die Kosten für die Obduktion die Züchterin übernommen hat (bzw. hätte, wenn die Besitzerin einer solchen zugestimmt hätte).
Die Kosten für eine Kremerierung fällt so oder so an und wird dann natürlich vom Katzenbesitzer getragen.
das wäre für mich nur logisch, es liegt ja im hauptsächlichen Interesse des Züchters.
 

saurier

Forenprofi
Mitglied seit
2 August 2016
Beiträge
1.491
Nein ich habe mir bislang keine weiterführenden Gedanken zum Thema Genetik gemacht und werde das auch in Zukunft nicht tun, da ich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht in die Situation kommen und mir ein "designtes" Tier beim Züchter aussuchen werde. [...]
Aber dann - und das ist jetzt nicht böse gemeint - fehlt dir etwas der Überblick, was sinnvoll ist und was nicht und warum das so ist.

Meine rudimentären Kenntnisse zu der Thematik reichen aber soweit, um zu wissen, dass es für molekularbiologische Untersuchungen heutzutage lediglich einen Maulhöhlenabtrich und/oder eine EDTA Vollblutprobe braucht, was man im übrigen gerne auch am lebenden "Objekt" abnehmen kann; dafür brauchts KEINE Obduktion. [...]
Das gilt aber NUR für bereits erforschte Krankheiten (deren Erforschung übrigens auch nicht vom Himmel gefallen ist) und die nutzen auch nichts, wenn das Tier z.B. an einem Leberriss stirbt, man deren Ursache (z.B. Amyloidose) aber nicht (er-)kennt.

[...] Was das Thema HCM betrifft, habe ich mich missverständlich ausgedrückt.
HCM ist keine Erkrankung, die durch Zucht entsteht, sondern eine Erkrankung, die bei der Zucht u.U. vererbt werden aber von seriösen Züchtern aufgrund diverser Diagnosemöglichkeiten am lebende Tier auch aus der Zucht "raus designt" werden kann. [...]
So ist es, dann haben wir uns missverstanden, aber es geistert tatsächlich in vielen Köpfen noch die Annahme, dass Zucht die Ursache dieser Krankheiten sei. Sicher, sie kann sie (leider) begünstigen, wenn man nicht weiß, was man tut, sei es, weil man einfach nicht seriös verpaart oder weil es sich eben um eine noch nicht erforschte Krankheit handelt, deren Erbgang man gar nicht kennt, aber im Rahmen verantwortungsvoller Vereinszucht (und auch nur die sollte man unterstützen, ansonsten sollte man zum TS gehen) wird darauf eben - so gut es derzeit geht - geachtet.

[...] Kann ich durch eine Obduktion zweifelsfrei feststellen, ob die Krankheit die letztlich zum Tode geführt hat eine erworbene oder eine vererbte Krankheit ist?
Das ist meine Frage und damit würde sich auch die Frage nach der Sinnhaftigkeit der Obduktion von Zuchttieren beantworten. [...]
Ich habe hierzu extra noch einmal beim Fachpersonal nachgefragt, die Antwort lautet: Jain. Bei HCM z.B. ist es wohl kaum bis gar nicht möglich, den Unterschied zu erkennen, es sei denn - und das gilt eben auch für die anderen Krankheiten - man beachtet neben der eigentlichen Obduktion die Begleitumstände.
Wird ein Tier z.B. als jüngeres Exemplar geschallt und hat keinen Herzfehler, verstirbt dann laut Obduktion aber eben an einer HCM, ist davon auszugehen, dass die Krankheit wohl eher erworben war. Ähnlich verhält es bei anderen Erkrankungen, man muss etwas den Zeitpunkt des Todes, ggf. Ablagerungen oder die Krankenvorgeschichte mit hinzuziehen. Aber dann kann man das wohl ganz gut einschätzen.

[...] In der Humangenetik lehnen wir den genetisch durchdesignten Menschen aus ehtischen und moralischen Gründen ab.
Bei Tieren ist das genetisch durchdesignte Lebewesen absolut normal und in keinster Weise unethisch oder unmoralisch. [...]
Kommt darauf an, was man unter 'durchdesignt' versteht - wenn sich das auf das Ausschließen von Krankheiten bezieht, sehe ich daran nichts Verwerfliches. Und in der Humangenetik werden bei Menschen, die wissentlich einen Gendefekt in sich tragen, sehr wohl auch Tests vor einer geplanten Schwangerschaft durchgeführt. Die Frage ist, wie man mit den Ergebnissen umgeht, aber das ist dann tatsächlich ein wohl abendfüllendes anderes Gesprächsthema, was mit dem hier meiner Meinung nach nichts zu tun hat, eben weil es Unterschiede zwischen Menschen und Tiere gibt.

[...] Parallel fordern wir für Tiere einen annähernd gleichen Schutz und gleiche Rechte wie für Menschen. [...]
Ich fordere das so nicht und bin sogar froh, dass es da Unterschiede gibt (Stichwort: Euthanasie). Ich finde gut, dass man Tieren ein letztes sinnfreies Leiden ersparen kann. Aber auch das kann man eben leider wieder im negativen Sinne einsetzen und Tiere, die man gut behandeln könnte, einfach sterben lassen, eben weil es 'so einfach' ist. Ich denke, man muss eben immer beide Seiten der Medaille sehen. Und solange es Zucht gibt (worüber man sicher trefflich streiten kann, das ist aber HIER nicht das Thema), sollte jeder, der davon 'profitiert', sprich ein Kätzchen von einem Züchter kauft, auch daran interessiert sein, dafür zu sorgen, das die Rasse so gesund wie möglich erhalten werden kann.

Und Erkenntnisse aus der Rassekatzenzucht kommen ja auch wieder allen anderen Katzen zu Gute, denn viele der Tests, die du aufgezählt hast, gibt es nur DANK Rassekatzenzucht.

[...] Und deswegen nehme ich die Natur so wie sie ist; auch mit Wundertüten im Gesundheitsgepäck.
Das ist auch völlig in Ordnung, wenn du das für deine Katzen so willst, ich will für meine aber etwas anderes und da wir hier im Züchterbereich sind (in dem es eben nicht um wahllose Vermehrung von Hauskatzen-Mixen, sondern gezielte Verpaarungen geht), sollte man sich über das Thema im Vorfeld Gedanken machen damit es einen dann, wenn es soweit ist, nicht überfällt bzw. gar dann, wenn es zu spät ist, ärgert, dass man nichts getan hat, obwohl man gekonnt hätte, wenn man es nur gewusst hätte.
 
N

Nicht registriert

Gast
Das ist auch völlig in Ordnung, wenn du das für deine Katzen so willst,
Was heisst „wollen“. Anett bestellt keine kranken Katzen, sie adoptiert Katzen, die krank sind oder werden ;)

ich will für meine aber etwas anderes und da wir hier im Züchterbereich sind (in dem es eben nicht um wahllose Vermehrung von Hauskatzen-Mixen, sondern gezielte Verpaarungen geht), sollte man sich über das Thema im Vorfeld Gedanken machen damit es einen dann, wenn es soweit ist, nicht überfällt bzw. gar dann, wenn es zu spät ist, ärgert, dass man nichts getan hat, obwohl man gekonnt hätte, wenn man es nur gewusst hätte.
Wenn schon so viel untersucht und geforscht wird (und das müssen diese Katzen über sich ergehen lassen....nicht für sich selbst, sondern für für Andere) was genau möchtest Du noch wissen oder erfahren? Um welche Krankheiten bzw deren Ausschluss geht es Dir dabei?
 

saurier

Forenprofi
Mitglied seit
2 August 2016
Beiträge
1.491
Was heisst „wollen“. Anett bestellt keine kranken Katzen, sie adoptiert Katzen, die krank sind oder werden ;) [...]
Ich adoptiere meine Katzen auch, aber eben aus einer Zucht, weil ich zumindest versuchen 'will', ein möglichst gesundes Tier zu erwerben, muss aber damit, dass es trotz aller Vorsorge natürlich auch krank werden kann, genauso leben. Wenn ich aber dafür sorgen kann, dass man im Vorfeld vielleicht etwas machen kann, um ihre Gesundheit und damit ihre Lebensqualität zu verbessern, dann möchte ich das gerne tun - genauso wie andere das gerne tun möchten, aber nicht können (weil sie ihre Tiere aus dem TS haben). Ich könnte, andere könnten - und ich finde eben, dass man das dann auch sollte.

[...] Wenn schon so viel untersucht und geforscht wird (und das müssen diese Katzen über sich ergehen lassen....nicht für sich selbst, sondern für für Andere) was genau möchtest Du noch wissen oder erfahren? Um welche Krankheiten bzw deren Ausschluss geht es Dir dabei?
Bitte, was muss eine Katze bei einer Obduktion "über sich ergehen lassen"? Mir geht es um all die Krankheiten, deren Erbgang man eben noch nicht genau kennt, denn z.B. auch bei HCM ist man bei vielen Rassen noch weit entfernt davon, genau zu wissen, auf welchen Genloki die einzelnen Veränderungen liegen können. Ebenso verhält es sich mit einigem, was auf der Liste als 'testbar' steht. Das sind dann zum Teil Tests, die nur für einzelne Rassen zugelassen sind oder die eben zwei von x Orten abfragen und somit sicher noch wenig aussagekräftig sind. Oder nimm Amyloidose oder Skelettdeformierungen undundund.

Man sollte, zumindest finde ich das so, du darfst gerne anderer Meinung sein, nie aufhören, zu versuchen, der Gesundheit Förderliches zu tun, wenn man kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Werbung:
Lucky Kitty Pets Nature

Über uns

Seit 2006 stehen dir in unserem großen Katzen Forum erfahrene Katzenhalter bei Notfällen, Fragen oder Problemen mit deinem Tier zur Verfügung und unterstützen dich mit ihrem umfangreichen Wissen und wertvollen Ratschlägen.
Oben