Nierenwerte normalisieren sich trotz Tumor

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Andropoli

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4. Januar 2011
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Hallo zusammen,

erst einmal eine kurze Zusammenfassung zur Geschichte:
Berta wird im September neun Jahre alt. So um Ostern herum haben wir bei ihr ein merkwürdig verändertes Fressverhalten festgestellt. Sie brauchte ungewöhnlich lange und hat dabei auch Futter um ihren Napf herum verteilt.
Wir haben sie dann getrennt von unserer anderen Katze Millie gefüttert, da diese ihr sonst alles weggefressen hätte.
Zunächst kam uns das nur seltsam vor, aber der Zustand verschlimmerte sich und sie fraß auch deutlich weniger. Später kam dann Kopschütteln hinzu und sie nahm auch ab. Da ohnehin der jährliche Besuch beim TA anstand haben, wir das dort erwähnt, allerdings ohne großen Erfolg. Vielleicht mag sie ihr Futter nicht mehr. Berta war nie mäkelig und wollte offensichtlich auch fressen, konnte aber nicht mehr. Wir haben ein Blutbild machen lassen, das nach Aussage des TA aber weitgehend unauffällig war. Im Maul konnte er nichts feststellen. Nun, das Ganze wurde immer schlimmer und wir wurden bei jedem TA Besuch weiter vertröstet. Nach Internetrecherche, unter anderem auch hier im Forum kamen wir auf FORL und teilten das unserem TA auch mit. Davon wollte der aber nichts wissen. Eine andere Diagnose hat er auch nicht gestellt und der Katze ging es zusehends schlechter. Wir haben uns dann an eine Spezialistin gewandt, die schon nach relativ kurzer Untersuchng und Videos, die wir von Bertas Fressverhalten gemacht hatten, bestätigte, daß es sich wohl um FORL handele. Berta wurde geröngt, die Diagnose bestätigte sich und ein OP Termin wurde anberaumt. Sie wurde ca. die hälfte ihrer Zähne los. Wir waren zugleich glücklich und sauer. Unser Stamm- TA hatte die Videos auch gesehen, dem aber keine Bedeutung beigemessen.
Wir dachten, nun wird alles gut. Berta bekam Schmerzmittel und ein Antibiotikum, da bei dem vor der OP angefertigtem Blutbild eine leichte Entzündung vermutet wurde. Hier waren auch die Nierenwerte erhöht.
Die tage vergingen und die Wundheilung lief zufriedenstellend. Die Katze fraß aber trotzdem nicht richtig und zog sich auch ein wenig zurück. Bei einem weiteren Blutbild sahen die Nierenwerte noch schlechter aus und auch die Entzündung schien nicht zurückzugehen. Daraufhin gab es einen Termin beim Internisten zum Ultraschall. Dann kam die Diagnose: ein riesiger Tumor in der Niere, der auch schon auf die Leber übergriffen hatte. Wir fielen aus allen Wolken. Nach Rücksprache mit unserer neuen TA, wir sind dort geblieben wo sie auch operiert wurde, wurde die Behandlung dann auf palliativ umgestellt. Da Berta offensichtlich auch starke schmerzen hatte, wurde von Metacam auf ein Opiat gewechselt. Berta hatte inzwischen so stark abgenommen ( von knapp vier auf etwas mehr als drei KG), daß es am wichtigsten war, sie wieder zum Fressen zu animieren. Zwischenzeitlich mussten wir ihr wirklich schon Rconvales per Spritze ins Maul verabreichen, da sie es leider nicht freiwillig wollte. Leider auch kein anderes der gängigen Päppelpräparate. Zusätzlich zu dem Opiat bekam sie auch eine kleine Dosis Cortison. Sollte appetitanregend wirken und das Wohlbefinden verbessern.
Nun gut, das hat soweit geklappt. Berta frisst wieder einigermaßen und wir sind auch durchaus in der Lage ihr ihre Medikamente oral zu verabreichen.
Jetzt waren wir gestern nochmal bei der Tierärztin um schauen zu lassen, wie es ihr geht und Blut abnehmen zu lassen um nach den Nierenwerten zu schauen. Berta geht es soweit ganz gut, sie schläft tagsüber viel, geht aber abends raus und fängt sogar Mäuse. Heute kam das Ergebnis des Bluttests: Die Werte sind praktisch wieder im Normbereich. Das hat uns jetzt doch sehr gewundert. Ist das normal? Die Werte sollten doch schon allein durch die Cortisongabe negativ beeinflusst sein? Also natürlich freuen wir uns, da es Berti anscheinend viel besser geht, als irgendjemand gedacht hätte, aber wir sind auch verwirrt. Wenn jemand von Euch Erfahrung damit hat, freuen wir uns über Kommentare.

PS: ich habe leider gerade nicht im Kopf, wie das Opiat heisst, Blutwerte kann ich, wenn nötig, auch die ganze Historie nachreichen.
 
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