Nierendiät Nassfutter - Welches Futter bei schlechten Nierenwerten ? (Kattovit NaFu)

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katze2000

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Hallo!

Meinem Kater Schumi (16 Jahre alt) wurden heute 5 Zähne gezogen. Bei dem Blutbild davor wurde festgestellt, dass sich seine Nierenwerte verschlechtert haben. (Das letzte Blutbild war vor einem Jahr, damals war noch alles in Ordnung)
Nun meinte die TA, 2/3 seiner Nieren funktionieren wohl nicht mehr, oder das Gewebe sei abgestorben etc. Nun bin ich daraus im Endeffekt aber doch nicht so schlau geworden, wie ich dachte. Sie meinte, es ist wichtig, ihm jetzt Nierendiät Futter zu geben und in 2 bis 3 Monaten ein erneutes Blutbild zu machen, da sich die Werte nach der Narkose noch mehr verschlechtert haben können.

Schumi hat bisher immer einen guten Appetit gehabt, nur wenn er gefressen hat, dann nur in kleineren Portionen. Ich dachte, es hätte an seinen Zahnschmerzen gelegen, aber vielleicht lag es eher an seiner Nierenkrankheit.

Heute nach der Narkose geht es ihm soweit gut, er hat auch schon gut gefressen. Nun soll ich nach 2 Wochen mit der Umstellung auf Nierendiätfutter beginnen.

Aber ich verstehe nicht so ganz, nach was für einem Futter ich nun suchen soll. Schumi hat doch noch keine Chronische Niereninsuffizienz, oder ? So wie ich es verstanden habe, arbeiten immer noch ca. 30 % seiner Nieren, und eine CNI wäre ja, wenn er nur 15 oder weniger Prozent Nierenfunktion hätte...
Er ist doch erst im Frühstadium einer Nierenschwäche, oder ?

Also muss ich ja nicht nach Futter suchen für CNI sondern lediglich nach einem Futter mit niedrigerem Proteingehalt ?
So eins lässt sich aber nicht auffinden :p

Ich habe nun bei zooplus eins von kattovit gefunden:

http://www.zooplus.de/shop/katzen/k.../katze_nierendiaet/kattovit_nierendiaet/10068

http://www.zooplus.de/shop/katzen/k.../katze_nierendiaet/kattovit_nierendiaet/12503

http://www.zooplus.de/shop/katzen/k...g/katze_nierendiaet/kattovit_nierendiaet/7485


Was haltet ihr von diesem Futter bzw. der Zusammensetzung ?
 
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Maiglöckchen

Maiglöckchen

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Die Nierenwerte können auch durch die Zähne erhöht gewesen sein. Welcher Wert ist denn drüber oder sind es beide?

Eine CNI kann aufgrund eines einzigen Blutwertes niemals diagnostiziert werden, zur Diagnose gehören auch Urinuntersuchung und ggf. Ultraschall und Blutdruckmessung.

Proteinreduzierung ist in der Regel in den ersten Stadien einer CNI Unsinn, das ist auch bei Fachleuten umstritten. Ggf. macht aber eine Phosphatreduktion Sinn, denn Phosphat ist das, was die Nieren belastet. Das kann man bei nicht zu drastisch erhöhten Nierenwerten auch mit Normalfutter plus Phosphatbinder erreichen.

Die Tierärztin hat Dir da ja wirklich nur dürftige Informationen an die Hand gegeben. Sollte sich bei Deinem Kater tatsächlich eine CNI herausstellen, würde ich mir eine TÄ suchen, die sich da besser auskennt.

Weißt Du, ob die Tierärztin wenigstens Infusionen während der Zahn-Operation gegeben hat? Wenn nein, dann würden mich keine zehn Pferde mehr in diese Praxis bringen.

Unter Umständen kann es auch hilfreich sein, die Nieren durch ein Komplexmittel wie SUC etc zu unterstützen, um die Narkosefolgen aufzufangen.

Es schadet sicherlich nicht, wenn Du jetzt für ein paar Wochen Kattovit Nierenschonkost etc. verfütterst. Ohne gesicherte Diagnose ist Nierendiät aber auf Dauer schädlich (Muskelabbau durch Proteinmangel etc.).
 
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katze2000

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Danke für deine Antwort!

Die TA hat mir wirklich nur sehr wenig Information gegeben, und ich war zu dem Zeitpunkt irgendwie nicht schlau genug, nachzufragen. War mit den Gedanken bei der bevorstehenden Narkose...
Weiß deshalb auch nicht, welche Niere welchen Wert hat.
Ich könnte nochmal dort anrufen, aber werden mir die Werte denn überhaupt was sagen/bringen ?
Weil du ja meinst, da wäre noch eine Urinuntersuchung oder Ultraschall nötig...

Doch doch, Infusionen hat er auf jeden Fall bekommen, während der OP und auch danach beim Aufwachen, ich sollte ihn extra ein wenig später abholen als normal.

Okay, also kann es sein, dass Schumi eine CNI hat, aber ich es nicht weiß? Müsste er dann nicht irgendwelche Symptome zeigen?

Reicht es denn, wenn ich in 1-2 Monaten ein erneutes Blutbild+ Urinuntersuchung machen lasse ? oder würdest du mir raten, das jetzt bald zu machen? Das Problem ist einfach das Budget, mussten für die Zahn-OP schon ganz schön viel hinblättern...

Und bis dahin erst mal mit Phosphatreduktion versuchen ?
Andererseits, wenn Schumi doch nicht in den ersten Stadien ist, dann wäre eine Proteinreduktion doch sinnvoll... ?
 
Maiglöckchen

Maiglöckchen

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Wenn es wirklich eine CNI sein sollte, was nicht gesagt ist, dann ist sie wahrscheinlich noch nicht weit fortgeschritten, denn sonst gäbe es nierentypische Symptome. CNI-Katzen saufen z.B. in der Regel wie Löcher.

Eine Urinuntersuchung ist ein Muss, auch wenn immer noch viele Tierärzte aufgrund eines einmalig erhöhten Nierenwertes sofort eine CNI diagnostizieren. Wir hatten hier schon einige Katzen, die fälschlicherweise zu CNI-Katzen erklärt wurden. Eine Urinuntersuchung ist schon deshalb ein Muss, um zu schauen, ob und wie viel Protein durch den Urin ausgeschieden wird.

Du kannst das BB ja mal hier unter Nierenerkrankungen einstellen und dort auch den Fragebogen ausfüllen. Dir sagen die Werte vielleicht (noch) nichts, aber einige User hier können was damit anfangen und Dir auf die Sprünge helfen :)

Ich würde in zwei, drei Wochen nochmal die Nierenwerte bestimmen lassen und mit der TÄ absprechen, ob man bis dahin die Nieren nicht durch SUC oder Renes Viscum unterstützen sollte.

Und hier noch ein wenig Lesestoff zum Thema:

http://www.felinecrf.info/
 
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katze2000

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Hallo, danke für deine Hilfe !

Dann lassen wir bald ein neues Blutbild + Urinprobe machen. Heißt das, wenn in der Urinprobe ein hoher Proteinanteil gefunden wird, erst dann ist sicher, dass Schumi ein proteinreduziertes Futter bekommen muss ?

Also erst mal das normale Futter lassen, evtl. dieses Renes Viscum oder SUC verabreichen und dann nach der erneuten Untersuchung erst die Futterumstellung ?

Werde morgen noch mal zum TA fahren und meine Fragen abklären lassen + das Blutbild drucken lassen. :)
 
Maiglöckchen

Maiglöckchen

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In dem link, den ich gesetzt hatte, steht einiges zur Proteinreduktion, ob und wann sie nötig ist und dass das auch unter den Experten umstritten ist. Leider ist das bei vielen Tierärzten noch nicht angekommen. Unumstritten ist es, dass bei erwiesener CNI Phosphat kontrolliert werden sollte, denn das ist der Stoff, der die Nieren am stärksten belastet.

Eine Urinuntersuchung macht man auch deshalb, um zu sehen, ob überhaupt eine CNI vorliegt. Nicht jeder erhöhte Nierenwert ist automatisch eine CNI, diese Werte können aus diversen Gründen steigen und auch wieder sinken.

Wenn eine Proteinurie vorliegt, dann könnte z.B. der Einsatz eines ACE-Hemmers sinnvoll sein. Da sollte man allerdings zeitgleich auch den Blutdruck messen.
 
Kuro

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Wenn eine Proteinurie vorliegt, dann könnte z.B. der Einsatz eines ACE-Hemmers sinnvoll sein. Da sollte man allerdings zeitgleich auch den Blutdruck messen.

Dazu würde ich gern mal eine Frage anhängen.
Wenn bereits ein ACE-Hemmer gegeben wird (HCM), macht dann die Urinuntersuchung überhaupt Sinn? Oder wird der Wert dann vielleicht gar nicht auffällig sein, eben wegen des ACE-Hemmers?
 
Maiglöckchen

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Dazu würde ich gern mal eine Frage anhängen.
Wenn bereits ein ACE-Hemmer gegeben wird (HCM), macht dann die Urinuntersuchung überhaupt Sinn? Oder wird der Wert dann vielleicht gar nicht auffällig sein, eben wegen des ACE-Hemmers?

Meines Wissens ist die Urinuntersuchung dann nicht mehr so aussagekräftig, aber mit Vorbehalt, ich bin jetzt nicht DIE Nierenexpertin;)

Eigentlich sollte es bei Verdacht auf CNI umgekehrt laufen: Erst Urinuntersuchung und am besten auch Blutdruckmessung, dann erst ein ACE-Hemmer. Denn hin und wieder kommt es auch vor, dass CNI-Katzen einen normalen Blutdruck haben, der dann durch den ACE-Hemmer in den Keller geht, was für die Nieren auch alles andere als prickelnd ist.

Bei HCM hat man da aber eh nicht die Wahl. Allerdings kann es auch da sinnvoll sein, den Urin zu untersuchen, weil nicht nur der Proteinverlust, sondern auch das spezifische Gewicht Aussagen über den Zustand der Nieren erlauben. Spezifisches Gewicht sollte man allerdings öfter mal testen, da diese Wert auch schon mal verfälscht sein kann, wenn Katze z.B. viel gefressen oder auch getrunken hat oder auch bei anderen Erkrankungen erniedrigt sein kann.
 
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Dazu würde ich gern mal eine Frage anhängen.
Wenn bereits ein ACE-Hemmer gegeben wird (HCM), macht dann die Urinuntersuchung überhaupt Sinn? Oder wird der Wert dann vielleicht gar nicht auffällig sein, eben wegen des ACE-Hemmers?

Nur mal kurz reingrätsch:):

Sinn macht es schon.
Wenn der Wert in Ordnung ist, weißt du daß die Katze kein Eiweiß über die Niere verliert. Das ist sehr wichtig.
Du weißt dann zwar nicht, ob das durch den ACE Hemmer kommt oder nicht, aber du weißt, das es im Moment in Ordnung ist. Natürlich würde es mehr über den Zustand der Nieren Aussagen, wenn kein ACE Hemmer gegeben wird, aber wenn das nicht möglich ist, muß eben der Ist- Zustand bewertet werden.
Sehr schlecht wäre, wenn trotz des ACE Hemmers noch Eiweiß verloren geht, was durchaus auch möglich sein kann. Dann müßte man die Therapie anpassen, ganz dringend.

Das bezieht sich jetzt nur auf den Eiweiß - Krea- Quotienten. Wie Maiglöckchen schon schrieb, das spez Gewicht ist genauso wichtig. Das wird ohnehin nicht durch den ACE Hemmer beeinflußt.

Blutdruckmessung sollte bei jeden chronisch internistisch kranken Patienten selbstverständlich sein. Ist es aber leider nicht.:(
 
Maiglöckchen

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  • #10
Wenn der Wert in Ordnung ist, weißt du daß die Katze kein Eiweiß über die Niere verliert. Das ist sehr wichtig.

Was macht man denn, wenn Katze trotz ACE-Hemmer noch Eiweiß über die Nieren verliert? Dosierung hoch setzen (falls der BD das erlaubt?). Oder den ACE-Hemmer wechseln? Oder bleibt da dann nur noch Nierendiät plus ACE-Hemmer?

Bei CNI-Erstdiagnose sollte aber doch immer erst die Urinuntersuchung erfolgen, nicht wahr? Denn wenn ich ohne diese Untersuchung ACE-Hemmer gebe und den Urin dann erst einige Wochen später untersuchen lasse, weiß ich ja nicht, ob überhaupt jemals Protein über die Nieren verloren gegangen ist und kann damit die Diagnose nicht absichern.
 
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  • #11
Was macht man denn, wenn Katze trotz ACE-Hemmer noch Eiweiß über die Nieren verliert? Dosierung hoch setzen (falls der BD das erlaubt?). Oder den ACE-Hemmer wechseln? Oder bleibt da dann nur noch Nierendiät plus ACE-Hemmer?

Kommt drauf an, was für eine Herzerkrankung vorliegt und ob weiter Bluthochdruck herrscht.
Man kann zum Beispiel die Dosis erhöhen oder auf Semintra umstellen. Oder bei persistierenden Bluthochdruck Amlodipin dazu geben.
 
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  • #12
Bei CNI-Erstdiagnose sollte aber doch immer erst die Urinuntersuchung erfolgen, nicht wahr? Denn wenn ich ohne diese Untersuchung ACE-Hemmer gebe und den Urin dann erst einige Wochen später untersuchen lasse, weiß ich ja nicht, ob überhaupt jemals Protein über die Nieren verloren gegangen ist und kann damit die Diagnose nicht absichern.

Huch, plötzlich war dein Post länger. :D

Auf jeden Fall, immer vorher. Vorher haben wir ja Strenggenommen auch gar keine Diagnose.
Es ist völliger Unfug ACE Hemmer bei Nierenerkrankungen zu geben, wenn keine Proteinurie oder Bluthochdruck vorliegt.

Aber gings ja in der Frage speziell um eine Katze, die es wegen einer Herzerkrankung schon bekommt, wenn ich das richtig verstanden habe.
 
Maiglöckchen

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  • #13
Huch, plötzlich war dein Post länger. :D

Auf jeden Fall, immer vorher. Vorher haben wir ja Strenggenommen auch gar keine Diagnose.
Es ist völliger Unfug ACE Hemmer bei Nierenerkrankungen zu geben, wenn keine Proteinurie oder Bluthochdruck vorliegt.

Aber gings ja in der Frage speziell um eine Katze, die es wegen einer Herzerkrankung schon bekommt, wenn ich das richtig verstanden habe.

Ich tippe manchmal so schnell, sende ab, dann fällt mir noch was ein und ich editiere;)

Ja, es ging um eine HCM-Katze, aber ich denke, für die TE, wo die Diagnose ja noch keineswegs gesichert ist, sind diese Informationen von Dir auch wichtig.
 
Kuro

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  • #14
Danke für die vielen Antworten dazu (auch wenn ich mich ja nur dazwischen gemogelt habe).

Ende nächsten Monats steht die Großuntersuchung an (jährlicher Herzschall, Nierenkontrolle etc.).
Die CNI ist hier auch nur über Blutwerte bekannt (seit Ende Januar diesen Jahres), allerdings waren Krea wie auch Urea in den letzten 1,5 Jahren vorher Stück für Stück auffälliger. Aber da ich immer häufiger auch wegen der Urinuntersuchung lese, möchte ich die nächsten Monat auch machen lassen. Das zieht eine Punktion nach sich, weil ich von ihr ganz sicher nicht einfach mal so eine Probe bekomme. Wäre das jetzt wegen des ACE-Hemmers nicht aussagekräftig, hätte ich ihr den Stress und mir die Kosten erspart. Aber nach den Erklärungen klingt das doch nach einer sinnvollen Untersuchung, also kommt das mit auf die Liste.

Das stimmt, Blutdruckmessungen wurden noch nie durchgeführt, aber auch die werde ich ansprechen.

Wegen des spezifischen Gewichts muss ich noch mal schauen, ich habe in den letzten Wochen so viel gelesen und komme gerade nicht drauf, was genau das war. Da herrscht noch einiges an Chaos in meinem Kopf.
Da die Erwähnung kam, dass "viel gefressen oder getrunken" Einfluss darauf haben kann, wie sieht es mit Barf aus? Das gibt es nämlich hier, weil sie kein Nassfutter annimmt. Abgesehen davon halte ich nicht viel von Proteinreduktion bei einer Katze, zumal die CNI als Folge der HCM auch noch im Anfangsstadium sein soll, es gibt auch kaum auffällige Symptome.
 
Margitsina

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  • #15
Ich denke, mit 16 Jahren spielt es keine Rolle mehr, was du fütterst.
In dem Alter gib ihm das, was er mag. Wichtig ist, dass er überhaupt frisst. BARF ist prima.
Es gibt sehr gute Homöopathische Mittel, die Leber und Nieren unterstützen und den Appetit anregen.
 
Maiglöckchen

Maiglöckchen

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  • #16
Wegen des spezifischen Gewichts muss ich noch mal schauen, ich habe in den letzten Wochen so viel gelesen und komme gerade nicht drauf, was genau das war. Da die Erwähnung kam, dass "viel gefressen oder getrunken" Einfluss darauf haben kann, wie sieht es mit Barf aus?

Das spezifische Gewicht zeigt an, wie gut die Nieren den Urin noch konzentrieren können. Gesunde Nieren konzentrieren den Urin sehr stark, also ist das spezifische Gewicht auch entsprechend (bei den meisten Laboren ist das der Wert größer als 1035).

Kranke Nieren können das nicht mehr in dem Ausmaß, der Urin wird stärker verdünnt. Aber auch bei Katzen, die vor der Untersuchung besonders viel gefressen und damit besonders viel Flüssigkeit zu sich genommen haben, kann der Urin schon mal etwas dünner sein, ohne dass gleich ein Nierenproblem vorliegt.

Wenn Du zum Barfen noch Flüssigkeit zugibst, dann dürfte das ungefähr der Feuchtigkeit entsprechen, die Katzen mit dem Nassfutter aufnehmen. Kennst Du die Seiten von du-barfst.eu oder einfach-barf.de? Da findet man noch einige Informationen zum Barfen von nierenkranken Katzen.
 
Kuro

Kuro

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  • #17
Danke für die ausführliche Erklärung, Maiglöckchen.

Ja, ich kenne sie, bin auch in beiden Foren registriert und habe mir den Rechner von einfach-barf geholt, probiere ihn gerade zum ersten Mal aus.
Vor Blutkontrollen lasse ich sie immer zwischen 10 und 12 Stunden nüchtern, um die Ergebnisse nicht durch Nahrung zu verfälschen.
 
ELIA

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  • #18
Ich möchte zu ACE-Hemmern oder AT 1 Blockern zur Behandlung der chronischen Niereninsuff.ein paar Anmerkungen machen.
ACE-Hemmer sind Nierenschützend und der Nutzen kann auch bei Pat. die nicht hypertensiv sind bestätigt werden.
Dazu mal ein Zitat aus dem Ärzteblatt
" Chronische Nierenerkrankungen verlaufen langsam progredient, es kommt zu einer zunehmenden Verschlechterung der Nierenfunktion selbst bei ausgeheilter initialer Erkrankung. Angiotensin II spielt bei diesen Prozessen eine entscheidende Rolle. Klinische Studien zeigen, dass eine Therapie mit ACE-Hemmern oder AT1-Rezeptorblockern bei Patienten mit Nierenerkrankungen teilweise blutdruckunabhängig zu einer Verlangsamung des Fortschreitens der Niereninsuffizienz führt. Häufig werden ACE-Hemmer bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz nicht eingesetzt, da befürchtet wird, dass sich die Nierenfunktion verschlechtert oder eine Hyperkaliämie auftritt. Diese Befürchtung ist nicht gerechtfertigt. Klinisch relevante Nebenwirkungen treten oft durch unsachgemäße Komedikation auf. Gerade Patienten mit schon eingeschränkter Nierenfunktion profitieren am meisten von der Therapie mit ACE-Hemmern, denn diese Medikamente sind evidenzbasierte nephroprotektive Substanzen und nicht nur einfache Antihypertensiva.!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!"
Ausserdem sind Blutdruckmessungen bei Katzen in der Praxis nicht sehr aussagekräftig,da die Aufregung den RR steigen lässt
 
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  • #19
Ich möchte zu ACE-Hemmern oder AT 1 Blockern zur Behandlung der chronischen Niereninsuff.ein paar Anmerkungen machen.
ACE-Hemmer sind Nierenschützend und der Nutzen kann auch bei Pat. die nicht hypertensiv sind bestätigt werden.
Dazu mal ein Zitat aus dem Ärzteblatt
" Chronische Nierenerkrankungen verlaufen langsam progredient, es kommt zu einer zunehmenden Verschlechterung der Nierenfunktion selbst bei ausgeheilter initialer Erkrankung. Angiotensin II spielt bei diesen Prozessen eine entscheidende Rolle. Klinische Studien zeigen, dass eine Therapie mit ACE-Hemmern oder AT1-Rezeptorblockern bei Patienten mit Nierenerkrankungen teilweise blutdruckunabhängig zu einer Verlangsamung des Fortschreitens der Niereninsuffizienz führt. Häufig werden ACE-Hemmer bei Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz nicht eingesetzt, da befürchtet wird, dass sich die Nierenfunktion verschlechtert oder eine Hyperkaliämie auftritt. Diese Befürchtung ist nicht gerechtfertigt. Klinisch relevante Nebenwirkungen treten oft durch unsachgemäße Komedikation auf. Gerade Patienten mit schon eingeschränkter Nierenfunktion profitieren am meisten von der Therapie mit ACE-Hemmern, denn diese Medikamente sind evidenzbasierte nephroprotektive Substanzen und nicht nur einfache Antihypertensiva.!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!"
Ausserdem sind Blutdruckmessungen bei Katzen in der Praxis nicht sehr aussagekräftig,da die Aufregung den RR steigen lässt

Das mit dem Blutdruckmessen stimmt einfach nicht, sondern ist eine uralte Ausrede von TÄ, die es nicht können. In guten Kliniken wird das routinemäßig gemacht im Rahmen vieler Untersuchungen, oft auch von den Helferinnen. Man kann das sehr gut beurteilen, wenn man es nur regelmäßig macht.
Und bei Katzen zumindest kenne ich nur die Empfehlung, sehr vorsichtig zu sein mit ACE Hemmern, wenn kein Bluthochdruck oder Proteinurie vorliegt, da es sonst bei Katzen nicht selten vorkommt, daß der Blutdruck zu niedrig wird und das wiederum sich sehr negativ auf die Nieren auswirkt.
Katzennieren haben eine im gesunden Zustand einen wesentlich geringeren Blutdurchfluß als zB die Niere vom Mensch oder Hund. Man geht davon aus, daß das ein Grund ist warum die Katzennieren auch vergleichsweise anfällig sind.
 
Maiglöckchen

Maiglöckchen

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  • #20
Zum Thema Blutdruck erklärte mir Dr. Hörauf, die es nun wirklich wissen muss, dass sie bei Katzen immer 15 bis 20 Punkte für den Weißkitteleffekt abzieht. Wenn eine Katze bei ihr also einen BD von 150 hat, dann rechnet sie was runter und der BD ist damit noch in der Norm.

Wir hatten schon bei mehreren Kardiologen eine BD-Messung und keiner davon hat mir was davon erzählt, dass es nichts bringt.
 
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