Neuzugang nach Tod von Katze

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fragle

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Hallo

ich habe 2005 einen Kater und eine Kätzin adoptiert, die sonst wegen angeblicher Katzenhaarallergie im Tierheim gelandet wären. ( die Haarallergie hat sich dann kurz drauf als schweres Raucherasthma rausgestellt). Ich hatte die Katzen als ich sie abgeholt habe nicht mal auf Fotos gesehen..., allerdings hab ich seit ich so 6 oder 7 bin immer "arme" Katzen die keiner haben wollte angeschleppt. Die vorletzte habe ich mit 12 Wochen bekommen, gestorben ist diese dann mit 22,6 Jahren.
Katzenwissen also durchaus vorhanden, nur halt keine mit Zusammenführungen

Es sind/waren Halbgeschwister im Mai 2004 auf die Welt gekommen.
Leider mussten wir die Katze im September mit multiplen Tumoren einschläfern lassen.

Jetzt stehen wir vor dem Problem, ob wir unserem Kater noch einen ( zwei ?) Katzenkumpel holen sollen. Kater wird im Mai 10, ist aber noch sehr sehr aktiv und total auf meine Frau fixiert, bzw. auf denjenigen, der gerade Zeit zum schmusen hat.

Nur zum "kratzen und beißen" Spielen eignen wir uns beide weniger. Fremdkatzenkontakt hatte der Kater bis jetzt noch nie.

Zur Situation: 92 qm Wohnung mit 9m langem Balkon ( eingenetzt) Katzen dürfen in alle Räume ausgenommen Küche. Aktuell 1 decken hoher Kratzbaum vorhanden, zweiter war im Eigenbau, wurde wegen des Tods von Katze Tiger erstmal eingestellt.

Wir haben heute im Tierheim München, dort wurde uns empfohlen einen Kater mit gleichem Alter zu versuchen, Tierarzt ist eher der Meinung lieber 2 jüngere Kater bzw. Kitten nehmen.
Die 2 Kittenvariante wurde von der sehr netten Pflegerin im Tierheim vehement abgelehnt.

Jetzt sind wir uns total unsicher, was wir machen sollen.
Variante 1: Kater alleine Einzelkater lassen
pro: keine Änderung notwendig contra: Kater wäre häufiger 8-10 Stunden alleine
Variante 2: gleich alten Kater dazunehmen
pro: Kater hat Spielkumpel, ein schwer vermittelbarer könnte die letzten Lebensjahre schön verbringen
contra Risiko der Vergesellschaftung, relativ alt, ist die Frage, ob ich meiner Frau ( hat Multiple Sklerose ohne Neuro Ausfälle) den emotionalen Stress zumuten will, wenn der neue Kater dann möglicherweise bald stirbt. ( mir ist die klar, daß es hier nie eine Garantie gibt, nur bei einem 10 Jahre alten Kater ist die Wahrscheinlichkeit höher)

Variante 3: 2 junge Katzen/Kater dazunehmen

pro: Kater hat Katzenkumpanen, kann sich aber zurückziehen wenn es ihm zu viel wird, die 2 Jungen Katzen können sich untereinander beschäftigen)
Contra: Gefahr der Vergesellschaftung, kein Kittenschutz, möglicherweise massive Probleme bei der Vergesellschaftung

Hat vielleicht jemand eine Idee, was wir in diesem Fall am besten machen sollen ?
Tierheim hat vorgeschlagen es einfach mal mit einer anderen Katze zu versuchen ( jemand würde mit seiner privaten Katze 3 Jahre alt vorbeikommen)
Ich weiß nicht, was ich von diesem Vorschlag halten soll, würde für meinen Kater vermutlich relativ viel Stress bedeuten und meiner Meinung nach nix bringen, da eine vernünftige Vergesellschaftung meiner Meinung nach über einige Wochen/Monate behutsam gemacht werden sollte..

Ich will halt auch nicht, daß ich dann vielleicht mit 1 Kater und 2 Kitten ( oder anderen Kater), die alle unglücklich sind festsitze.
So etwas wie Katzen auf Probe bezüglich der Vergesellschaftung gibt es ja wohl nicht ?

Irgendwie habe ich bei der Frage schon Bauchschmerzen, eine Katze ist ja nix vom Versandhandel, was mach 4 Wochen zurückgeben kann, nur bringt es mir auch nix, wenn alle Fellies dann dauerhaft unglücklich sind.

Viele Grüße

Christian
 
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Lunalein

Lunalein

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Hallo

Ich würde Variante 2 wählen. Der Kater hatte bis jetzt Katzenkontakt und es ist nicht so gut, denn jetzt zu verwehren.
Tierärzte haben oft nicht so viel Ahnung von Katzenverhalten, die sind eher auf Krankheiten spezialisiert, also würde ich auf die Empfehlung des Tierheims vertrauen,aber der andere Vorschlag einen dreijährigen zu holen und es zu probieren, ist nicht gut. Vergesellschaftungen dauern oft Wochen! Außerdem ist das einfach nur Stress für beide Tiere.
 
Taskali

Taskali

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Ich kann mich den anderen nur anschließen.
Ihn alleine zu lassen ist keine wirkliche Option, da er ja Katzengesellschaft gewöhnt ist und wenn du Glück hast wird er auch 20.... dann hätte er jetzt grad man erst die Hälfte seines Lebens rum und das wäre doch echt traurig wenn er die allein verbringen müßte.
Die Sachen mit den 2 Kitten kann funktionieren - ich selbst hab schon derartige Vermittlungen gemacht, die auch gut funktioniert haben - aber es ist nicht unbedingt die erste Wahl, da es schwer bis unmöglich einzuschätzen ist, ob die Kitten ihn auch wirklich in Ruhe lassen, wenn er das möchte, oder ob sie in ihrem jugendlichen Übermut ihn dann doch als "Punching ball" benutzen. Das kann mächtig in die Hose gehen.
Mit einem passenden älteren Gefährten liegt ihr richtig, denn dann hat er die Art von Gesellschaft die er braucht.

Da ihr auch überlegt 2 Mietzen bei euch einziehen zu lassen und es mir scheint, als wenn ihr ein großes Herz für Notfälle habt, möchte ich gern mein Notfallpärchen Knubbel und Piri verlinken - mit Knubbel hätte er dann die Gesellschaft die er braucht - ruhig, lieb und souverän und trotzdem verspielt und Piri hätte auch die Gesellschaft, die sie vorzieht: ältere liebe Herren ;)

http://www.katzen-forum.net/speziel...erchen-2005-2011-ps-b-berlin-verm-d-weit.html
 
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mrs.filch

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Hallo Christian, und ein ganz herzliches "WELCOME" hier im Forum! :)

Schön, dass du so gründlich überlegst, was nun die passende Variante ist!


Auch ich bin der Meinung, dass ein Tier, das an Gesellschaft gewohnt ist, nicht alleine bleiben sollte. 2 Kitten dazu zunehmen halte ich allerdings für die denkbar schlechteste Variante - damit sind alle Beteiligten vermutlich überfordert.

Auch wenn es etwas dauern sollte, suche nach einem annähernd gleichaltrigen Tier, das charakterlich passt, und mach dann eine langsame Zusammenführung (Tiha hat bereits den Link eingestellt).

Ich bin schon gespannt, wie es weiter geht! :)
 
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fragle

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Das mit der langsamen Zusammenführung war mir schon klar und hatte ich vorher auch schon gelesen.


Knubbel und Piri sind echt süß, nur habe ich mit FiV noch keine Erfahrungen gesammelt. ( mal intensiv nachlesen... )

Wahrscheinlich wäre es aber für meinen Kater eher besser nur eine Katze/Kater dazu zu nehmen.

Meine Frau hat sich rein vom Bild http://tierhilfe-verbindet.de/pages/katzen/caspar.php hier in diesen 5 jährigen Kater verliebt. Nur ob das altersmäßig hinhaut ?
 
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mrs.filch

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ich denke, dieser Altersunterschied wäre akzeptabel, wenn es charakterlich gut passt. Dazu müsstest du mal genau überlegen (am besten eine schriftliche Aufstellung machen), wie dein Kater charakterlich gestrickt ist und was er als Gegenstück braucht
(sprich: wenn dein Kater eher faul ist, sich aber von einem Spielkameraden mitreißen lässt, muss der andere nicht faul sein. Wenn dein Kater auf Spielaufforderungen aber eher genervt reagiert, sollte der andere auch eher gemütlich sein... )

Und mit dieser Auflistung in der Hand kannst du mal den Kontakt zu Caspar aufnehmen und schauen, ob das passt...

... dabei hilft die schriftliche Liste für den Fall einer Spontanverliebung, noch die Fakten im Auge zu behalten ;)
 
Caryafee

Caryafee

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Wenn dein Kater gut sozialisiert ist, sollte es doch kein Problem sein mit einem anderen Katzentier. Wenn du meinst, es könnte mit einer Katze besser funktionieren, dann mal los.
Caspar könnte auch eine Option sein. Da hilft nur eins: Ausprobieren!

Nur mal zur Probe irgendeine Katze zu probieren würde ich nicht machen, das ist unnötiger Stress.
Richtig aussuchen und dann versuchen.

Ich habe alle meine Katzen ohne Gitter dazwischen aneinander gewöhnt. Wenn die Tiere etwas auszufechten haben, machen sie es sowieso irgendwann.
Eigentlich kann man am Verhalten der Katzen miteinander ziemlich schnell sagen, ob es passt oder nicht.
 
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fragle

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Wir haben gestern Caspar auf seiner Pflegestelle besucht, der gute ist ein ziemliches Schnuckelchen, allerdings befürchte, daß der 5 jährige etwas kleine Kater gegen unser 10 jahre altes "Mistvieh" ziemlich untergehen könnte.
Unserer ist halt locker 10 cm höher , deutlich länger und ca 2 kg schwerer ( alles in allem halt deutlich größer)

Ich würde Caspar ja liebend gerne nehmen, nur will ich halt das Beste für beide Kater.
Der arme Caspar war ja schon mal vermittelt wurde dort aber von der vorhandenen Katze total unterdrückt.

Oder ich nehm insgesamt 3, also Caspar und 2 etwas jüngere ( da wären auf der Pflegestelle noch ein 7 Monate /14 Monate altes Niederbayern/Österreicher Kater Gespann)
http://tierhilfe-verbindet.de/pages/katzen/oscargrau.php
http://tierhilfe-verbindet.de/pages/katzen/caspar.php

Nur ob das unser 10 Jahre Senior verkraftet ? Irgendwie blick ich bald nicht mehr durch, irgendwas bleibt anscheinend immer teilweise auf der Strecke.
 
Caryafee

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Weil ein Kater schwerer ist als der andere würde ich mir keine Sorgen machen.
Meine Harley wiegt locker 2 kg mehr als meine kleine Nala und die Maus lässt sich trotzdem nichts gefallen. Wenn der Kleinere im Kopf pfiffig genug ist und Schneid hat, dann passt das.

Wenn Casper allerdings schon unterdrückt wurde und das bei ihm noch sehr präsent ist, dann ist schwer zu sagen wie er reagieren wird. Aber das ist alles Spekulation und kann in der Realität ganz anders aussehen.
 
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fragle

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  • #10
deswegen war ja die Überlegung die beiden jungen aus der jetzigen Pflegestelle mitzunehmen, die kennt er schon, nur ob mein alter Kater da dann nicht überfordert wird :confused:

Schnuckelig sind alle :pink-heart:
 
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mrs.filch

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  • #11
Sind die Kleinen denn ein gutes Team?

Dann könnten sie sogar eher Entlastung bieten, haben einander und können agieren, und dein "Alter" kann sich einklinken, wenn er will, und Caspar genauso.

Ich hab es doch richtig verstanden, dass er die beiden kennt und mit ihnen klar kommt, ja?

Wenn es zu dieser Konstellation kommt, dann musst du auf jeden Fall ganz ganz langsam zusammenführen! Wenn die Katzen das Tempo anziehen, okay, aber das bleibt dann ganz in deren Hand!
 
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fragle

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  • #12
Die kleinen sind ein super Team, konnte ich gestern selber sehen, Caspar spielt zwar teilweise mit, hält sich aber dezent im Hintergund
 
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mrs.filch

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  • #13
Verkehrt klingt das nicht... Wenn Caspar spielen will, kann er sich an die Kleinen halten und dein Alter hat seine Ruhe, sofern er sie möchte.
 
Cynti

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  • #14
stimme Mrs. filch zu. Ich denke auch, das das eine gute Kombi sein könnte.

Ich bewundere nur deinen/euren Mut, gleich 3 Katzen im Kopf zu haben.
Aber bei dem Platzangebot ist ja nun auch viel Platz um sich aus dem Weg zu gehen :)

Man man und ich überleg, 1 Katze zu meinen beiden dazuzunehmen :)

Ich würd euch einfach raten, schaut euch doch mal länger die Katzen auf der PS an, und versucht, herauszufinden, ob sie zu eurem Mittleren alters dazu passen.


PS: Sagt nicht immer alle zu dem vorhandenen "Alter" :) Ihr wollt doch auch nicht mit 40 als Oma oder RENTNER bezeichnet werden. ... der arme Kater *inSchutznehm* :)
 
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mrs.filch

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  • #15
PS: Sagt nicht immer alle zu dem vorhandenen "Alter" :) Ihr wollt doch auch nicht mit 40 als Oma oder RENTNER bezeichnet werden. ... der arme Kater *inSchutznehm* :)

Du hast ja völlig Recht! :oops:

Problem ist nur, dass hier noch nie der Name des Katers genannt wurde, wohl hieß er mal Senior, auch mal Mistvieh, nur - wie heißt er nun eigentlich wirklich?
 
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fragle

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  • #16
Das ist Moritz ( weiß) mit seiner Tiger, die der Grund ist, warum wir einen neuen Kumpanen ( Kumpanin) für unseren Moritz suchen.
 

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mrs.filch

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  • #17
Danke!

Willkommen im Forum, Moritz!

nach dem Foto wird auch deutlich, wie sehr er seine Tiger vermissen muss... :oops:
die Beiden wirken wie ein wundervolles Team - so traurig, dass sie gehen musste!
 
Trifiliv

Trifiliv

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  • #18
Wie süß die beiden :pink-heart:
Es wird sich doch eine Dame in etwa dem Alter finden lassen, die Tigers Charakter hat?
Wenn die beiden sich so gut verstanden haben, dann wisst ihr doch eigentlich welchen Charakter Moritz braucht.
 
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