Neuer Lebensabschnitt - viele Veränderungen

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Katzenmiez

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Liebe Foris!

Mein Posting wird etwas länger und passt in viele Kategorien: der Teil über meine Mutter in "Seelsorge" oder ins "Couchgeflüster", der Teil über Emma in "Notfellchen"... Es geht also nicht nur um Katzen. Ich fasse hier aber erstmal alles zusammen.

Ich suche einen neuen Lebensplatz für Emma. Nahezu von Anfang an (nur die ersten Tage nicht) gab es Probleme zwischen Emma und Antonio. Es gibt hier keinen Thread dazu, da ich mir keine Vorwürfe anhören wollte ("Warum musste es eine Rassekatze sein", "Warum hast du ein Kitten zu deinen erwachsenen Katzen genommen", "Es gibt keine Einzelkatzen" usw.). Ich habe fast ein Jahr nach dem idealen Katzenpartner für Emma und Othello gesucht: Einen Freund und Spielpartner für Othello und eine nicht zu aufdringliche Katze für Emma. GERADE WEIL Emma immer so verängstigt und scheu war, habe ich mich für den ruhigen gelassenen und absolut nicht dominanten Antonio entschieden. Was letztendlich dazu führte, dass Emma Antonio pausenlos anstarrt, jagt, verfolgt. Ähnlich wie Othello es bei ihr immer gemacht hat. Der große Unterschied: Othello war dabei niemals aggressiv. Emma ist jedoch richtig "bösartig" geworden. Sie knurrt und faucht nicht nur ihre Artgenossen, sondern teilweise sogar ihre Menschen an. Ich kenne sie so nicht.

Anfangs bin ich nicht dazwischengegangen (man soll die Katzen das ja alleine regeln lassen). Seitdem das erste Mal blut geflossen ist (Ohrverletzung bei Antonio) versuche ich, Emmas Angriffe zu unterbinden. Seitdem Emma Antonio wiederholt auf dem Klo beim Pinkeln verkloppt hat, traut sich Tönchen nicht mehr alleine zur Toilette. Ich trage ihn dreimal am Tag (nach dem Essen) dorthin, ansonsten pieselt er fremd. Wir hatten schon Tage, an denen er gar nicht mehr vom Kratzbaum runtergekommen ist. Er ist noch ein Baby und ich habe Angst, dass er in seiner ganzen Entwicklung geschädigt wird. Es ist echt kein Zustand. Das einzige, was ihm momentan noch Kaft gibt, ist das Spielen, Putzen und Schmusen mit Othello (siehe auch zahlreiche Fotos hier im Forum). Das ist auch der Grund, weshalb ich Emma (meine allererste Katze...) abgeben möchte und nicht Antonio (den seine Züchterin natürlich jederzeit zurücknehmen würde). Wenn Othello im Zimmer ist, gurrt Antonio, freut sich, kommt vom KB runter zum Spielen usw. Gegen Emmas Angriffe wehrt Antonio sich überhaupt nicht. Er ist einfach nur völlig verängstigt.

Man muss leider sagen, dass Emma ihren Artgenossen gegenüber keine positiver Kommunikation (anschnurren, lecken) zeigt. In der Hinsicht kennt sie nur knurren, fauchen und kloppen. Auch Othello hat sie ja auf diese Weise immer abgewehrt und ist dann vor ihm geflüchtet. Jetzt bei Antonio hat sie den Spieß quasi umgedreht. Ach ja: Feliway und Bachblüten haben wir natürlich ausprobiert - erfolglos.

Meine Mutter ist ja die Hauptbezugsperson von Emma. Ihr gegenüber war sie auch nach Antonios Einzug weiterhin fast immer schmusig, saß immer auf ihrem Schoß und schlief in ihrem Bett. Wir hatten bereits beschlossen, dass ich nach Ende meines Studiums in diesem Sommer mit den beiden Katern ausziehen werde, so dass Emma bei meiner Mutter als Einzelkatze leben kann.

Jetzt ist es aber so, dass meine Mutter wegen eines Lochs im Darm mit eitriger Bauchfellentzündung seit 2 Wochen im künstlichen Koma liegt. Falls sie überhaupt überlebt (was zum aktuellen Zeitpunkt eher unwahrscheinlich ist, da sich in den zwei Wochen noch absolut keine Besserung gezeugt hat), wird sie ein Schwerstpflegefall werden. Sie kommt also defintiv nicht mehr in diese Wohnung zurück. Emma wird ihre Hauptbezugsperson nicht wiedersehen. Von mir lässt sie sich zwar streicheln, hochheben usw., aber mehr auch nicht.

Ich habe zur Zeit daher viele Dinge zu klären und zu regeln (nicht zuletzt die Verschiebung meiner Abschlussprüfungen an der Uni, die eigentlich im Mai sein sollten) und schlafe nie mehr als 3 Stunden (da Emma nachts Ruhe hält und sich im Zimmer meiner Mutter befindet, dreht Tönchen nachts auf und tobt die ganze Zeit, weil er sich dann am ehesten vom Kratzbaum traut). Meine Mutter hat keinerlei Freunde, Bekannte oder sonstige Verwandte, deshalb bleibt alles an mir hängen und ich muss alle Entscheidungen alleine treffen.

Ich wünsche mir sehr, dass meine Mutter diese Erkrankung nicht überlebt. Das hört sich hart an und einige Leute werden es nicht verstehen, aber wenn meine Mutter ein Schwerstpflegefall wird, ist damit niemandem geholfen, zmal ich dann alles Geld, was noch irgendwo "lagert" für die Pflege aufbringen müsste, so dass ich überhaupt keine Reserven mehr hätte. Auch die Eigentumswohnung müsste ich verkaufen. Heute werde icherstmal einen Termin beim Anwalt machen und mich über meine Rechte aufklären lassen.

Danke, dass ihr alles gelesen habt...
 
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Los Gatos

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Nein, ich kann dich voll verstehen. Ich finde es bewundernswert, dass du es so offen aussprichst.

Ein Leben als Schwerstpflegefall wünscht man weder dem Patienten, noch den Angehörigen, von den finanziellen Problemen ganz abgesehen.

Was deine Katzen betrifft. Da wohl kein Freigang möglich ist, um die Kraft dort auszupowern, ist es vielleicht wirklich das beste, eine Trennung in Erwägung zu ziehen.

Jetzt schau mal, was die anderen meinen.
 
Uli

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Hallo,

Mensch, da hat Dich das Schicksal aber mächtig hart getroffen. Wir haben auch einen Pflegefall zu versorgen, das ist wirklich nicht leicht, sowohl zeitlich als auch finanziell. Daher kann ich jetzt nicht sagen, dass einige Dinge hart klingen, ich verstehe Dich.
 
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Katzenmiez

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Was deine Katzen betrifft. Da wohl kein Freigang möglich ist, um die Kraft dort auszupowern, ist es vielleicht wirklich das beste, eine Trennung in Erwägung zu ziehen.

Danke schon mal für deine Antwort!

Wir wohnen in einer Stadt mit rund 50.000 Einwohnern in einem Wohnblock im 2. Stock. Sogar über Freigang für Emma habe ich schon nachgedacht, da sie vom Bauernhof stammt und ich schon merke, dass sie einen "Drang nach draußen" hat. Auf dem Balkon blüht sie immer auf. Davon abgesehen, dass ich persönlich Freigang mit mir und meinem Gewissen nicht vereinbaren kann, dachte ich, dass es evtl. noch mehr Probleme gibt, wenn ich eine Katze habe, die raus darf und zwei, die drinnen bleiben...

Ich werde mich auch im meinem Bekanntenkreis umhören. Leider ist der nicht sehr groß... Am liebsten wäre es mir, wenn Emma zu Menschen kommt, die ich kenne. Wenn es verkehrsmäßig vertretbar ist, auch mit Freigang, wobei sie den (wie gesagt) nicht kennt.
 
Raupenmama

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oh jee.... Lass dich mal in den Arm nehmen...

ICh lese ja nciht voel im Couchgeflüster,deshalb habe ich das mit dener Mutter wohl nicht mitbekommen... es tut mir sehr leid. Ja, es klingt hart, aber ich kann dich absolut verstehen- Ich war vor fast 25 Jahren in der Situation, dass ich -neben meiner eigenen Trauer- FÜR meinen Vater glücklich über sein trotz aller Krankheit vergleichsweise friedliches Ableben war... Ich weiß,er war es auch


zu Emma:
Ich habe hier ja auch immer mal wieder Quäleren in der Gruppe ( übrigens auch in wechselnder Besetzung),udn es gibt neben Feliway und Bachblüten auch ande Möglichkeiten daraus.
Hast du es mit markieren versucht?

Ich finde/ fände es sehr schade, wenn sie gehen muss/müsste, aber
bei dem ganzen drum herum kann ich allerdings auch verstehen,wenn du nicht (mehr) die Kraft hast, es weiter zu versuchen.

Wenn du magst,melde dich heute Nachmittag mal bei mir-vielleicht lässt sich ja aus einem anderen Blickwinkel noch eine andere Lösung finden
 
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Katzenmiez

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ICh lese ja nciht voel im Couchgeflüster,deshalb habe ich das mit dener Mutter wohl nicht mitbekommen...


Ich finde/ fände es sehr schade, wenn sie gehen muss/müsste, aber
bei dem ganzen drum herum kann ich allerdings auch verstehen,wenn du nicht (mehr) die Kraft hast, es weiter zu versuchen.


Wenn du magst,melde dich heute Nachmittag mal bei mir-vielleicht lässt sich ja aus einem anderen Blickwinkel noch eine andere Lösung finden

Ich hatte zu meiner Mutter noch gar nichts gepostet, deshalb jetzt auch alles auf einmal in diesem "Sammelthread".

Ich fände es auch sehr schade, wenn ich Emma weggeben müsste, weil sie meine allererste Katze ist und vor allem, weil sie "inoffiziell" ja die Katze meiner Mutter ist.

Danke für das Angebot! Vielleicht rufe ich auch morgen erst an, ich muss heute noch arbeiten und mal schauen, wie ich das mit den Terminen bei der Bank, beim Anwalt usw. geregelt kriege.
 
Kleene*86

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hallo katzenmiez,

ich kann dir leider keinen rat o. ä. geben, allerdings wünsche ich dir ganz viel kraft, das alles durchzustehen. wir machen in unserer familie gerade ungefähr das selbe durch, zwar nicht in einem solch "schlimmen" umstand wie bei dir, aber ich kann nachvollziehen, wie du dich fühlst!

fühl dich unbekannterweise gedrückt!
 
hellyo

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Ich kann Dich verstehen.

Dass Du wünscht, Deine Mama möge nicht wieder aufwachen- einen Schwertpflegefall zu versorgen ist wahnsinnig schwer. Ich kenne das aus dem Freundeskreis aber auch in der Familie gibt es ein behindertes Kind (Stieftochter) und mein eigener Sohn ist nicht gesund geboren.

Ich denke auch, dass es für Deine Katze besser wäre, ein glücklicheres Leben als Freigängerin zu leben, bei netten Leuten, wo Du Kontakt halten kannst.

Ist Wunschdenken, ich weiß! Aber vielleicht habt Ihr ja Glück und so ne Stelle findet sich!

Alles Liebe und Gute
 
Alannah

Alannah

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Oh man, das ist ja echt hart, was du durchmachen mußt :( Mit den verschiedenen Methoden bei Problemen in der Gruppe kenne ich mich nicht so aus, aber wenn gar nichts geht, ist eine Trennung sicher am besten. Vielleicht bei einer älteren weiblichen Person für Emma, wo sie auch Freigang bekommt. Ich würde auf jeden Fall abwarten, bis definitiv sicher ist, daß deine Mutter nicht zurückkommt, denn manchmal geschehen doch noch Wunder.
 
rowlf79

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  • #10
Gott, gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.​

Ich wünsche dir Kraft, Mut und Gelassenheit. Das ist ein sehr schwerer Weg für Dich aber du wirst das Beste für dich und deine Mutter entscheiden.

Wenn du dich schlecht fühlst, dann geh hin und rede mit ihr, sie kann dich hören. Erzähl ihr alles was dir auf dem Herzen liegt, wenn es vielleicht das letzte Mal sein könnte das du mit ihr sprechen kannst. Und sag ihr du läßt sie gehen wenn sie das möchte, das ist jetzt wichtig für euch beide.

Ich schick dir eine Umarmung.
 
Anja86

Anja86

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  • #11
Die Situation mit Emma ist natürlich schwierig!
Leider kann ich dir dazu nicht viel sagen, aber ich wollte dir trotzdem ein paar Zeilen schreiben!

Ich weiß, wie schwer es ist, wenn ein Elternteil im künstlichen Koma liegt und man nicht weiß, wie es weiter gehen soll!
Ich kann gut nachvollziehen, wie es dir gerade geht!

Ich wünsche dir viel Kraft, Mut und Hoffnung, um diese schwere Zeit durchzustehen!
 
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KristinaS

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  • #12
Hallo Katzenmiez, hast eine PN...
 
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Ines82

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  • #13
Hallo Katzenmiez,

es tut mir leid das es mit Emma nicht besser wird und die Probleme ungelöst sind. Auch das deine Mutter schwerstkrank ist tut mir wahnsinnig leid für dich. :(

Umso bewundernswerter finde ich es das du so offen über das berichtest.

Ich kann deine Beweggründe verstehen und verurteile dich deswegen nicht. Eine Person die schwerst pflegebedürftig ist zu pflegen ist nicht jedermanns Sache, ich könnte es auch nicht.

Ich kann dir leider keinen Tip geben wie du weitermachen kannst, wünsche dir aber auf jeden Fall viel Kraft und Glück die derzeitige Situation zu meistern und die richtigen Entscheidungen zu treffen.
Fühl dich gedrückt.
 
shao

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  • #14
Hallo


Ich kann deine Gedanken bezüglich deiner Mutter gut verstehen. So hart es klingt, aber es wäre dann wohl wirklich besser, sie würde nicht mehr aufwachen :(

Was Emma angeht: Letztendlich solltest du gucken, was das Beste für alle Beteiligten ist. Und wenn Emma so nicht glücklich ist, hilft es auch nichts, wenn sie deine erste Katze war...

Fühl dich umarmt.

Lg
 
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Katzenmiez

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  • #15
Danke für all die lieben Beiträge und PNs!!!

Die Vermittlung von Emma ist jetzt erstmal nachrangig. Ich war inzwischen bei zwei Anwälten und habe erfahren, dass ich die Eigentumswohnung meiner Mutter verkaufen muss, um ihren Pflegeplatz zu bezahlen. Problem: Ich wohne in der Wohnung... Das heißt, ich muss mir eine neue Wohnung suchen. Hartz IV und den ganzen Kram kann ich natürlich nur beantragen, wenn mein Vermögen aufgebraucht ist. Das heißt also: Geld weg, Wohnung weg. Noch habe ich ja keinen Job, weil ich noch studiere (im Mai wären eigentlich meine Abschlussprüfungen...).

Mal sehen, wie alles weitergeht. Ich muss jetzt erstmal einen Pflegeheimplatz für meine Mutter suchen und alles ordnen und auf die Reihe kriegen. Schon blöd, wenn man keine Freunde und keine weiteren Verwandten hat. Aber irgendwie wird es schon weitergehen. Die drei Katzis stehen jetzt aber -ausnahmsweise- mal an 2. Stelle.
 
K

Katzenmiez

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  • #16
Sorry, dass ich mich länger nicht gemeldet habe, aber mir ging es die letzten Tage echt besch.issen, nachdem ich das mit der Wohnung erfahren habe. Heute war ich wegen der Vormundschaftssache (Betreuungsausweis) beim Amtsrichter und der meinte, dass ich die Wohnung behalten darf.

Zitat: "Na, das war ja `n toller Sozialrechtsanwalt, der Ihnen gesagt hat, dass Sie die Wohnung verkaufen müssen..." Wenn ich als Angehörige die Wohnung für den Eigenbedarf nutze, brauche ich die Wohnung NICHT veräußern. Da ist die Gesetzeslage wohl relativ eindeutig. Ich bin echt erleichtert!

Der Zustand meiner Mutter hat sich derweil laut behandelndem Arzt "dramatisch" verschlechtert. Es tauchen immer neue Löcher im Darm auf, die die Ärzte alle gar nicht mehr stopfen können, weil der Darm so verklebt ist und durch die ganzen OPs noch mehr zerstört wird.
 
Alannah

Alannah

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  • #17
Oh man, das tut mir leid, ist echt eine schlimme Zeit für dich :(
 
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  • #18
Liebe Katzenmiez,

ich habe deine Threads immer sehr aufmerksam verfolgt, auch wenn ich mich selten geäußert habe. Ich kann nur wiederholen, was andere vor mir gesagt haben: Es tut mir wahnsinnig Leid, was gerade bei dir passiert, was du durchmachen musst. Ich wünsche dir genug Kraft, das Schlimme durchzustehen, richtige Entscheidungen zu treffen und - vor allem auch - dafür zu sorgen, dass du selbst nicht auf der Strecke bleibst. Ich drücke dir dafür gedanklich ganz, ganz fest die Daumen.

Was deine Mutter und deinen Wunsch, sie möge nicht mehr aufwachen, betrifft: Ich kann dich so gut verstehen. Mein Opa lag nach einem Herzinfarkt (ich glaube, es war der 3. oder 4.) und inneren Blutungen ebenfalls im künstlichen Koma. Es sah sehr schlecht aus und wir alle wussten, würde er aufwachen, wäre sein Leben danach nur noch Quälerei. Ich habe mir - wie du - gewünscht, dass er so, wie er da lag, einschlafen darf.

Leider war ihm dieses Glück nicht vergönnt. Die Ärzte kriegten ihn soweit wieder hin, dass es zum Leben zu viel und zum Sterben zu wenig war. Sein Gehirn hatte gelitten, er hatte eine schmerzhafte, unheilbare Gürtelrose, seine Lungen haben noch zu 10 oder 20% funktioniert. Er lebte noch drei ganze, äußerst schmerzhafte Jahre, war im Schnitt alle drei, vier Wochen im Krankenhaus, bis er 2007 endlich, endlich gehen durfte.

Ich verstehe dich sehr gut - so etwas wünscht man niemandem, vor allem nicht den Menschen, die man liebt.

Was Emma betrifft, so macht mich die Entwicklung sehr traurig. Du hast geglaubt, mit Antonio den besten Kater für beide ins Haus zu holen und das ist so schief gegangen. Wenn ich das so höre, würde ich auch denken, dass für Emma ein anderes Zuhause das beste wäre. Dabei tut das bestimmt weh - wo sie doch deine erste Katze war ... Ich hoffe auch hier, dass sich die richtige Lösung findet und werde es weiterhin aufmerksam verfolgen. Alles Gute für euch!!

Mit herzlichen Grüßen,

Mel.
 
KristinaS

KristinaS

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  • #19
Gegenüber dem großen Stein auf der Seele wegen Deiner Mutter ist die Sache mit der Wohnung natürlich nur ein kleiner Stein, aber zumindest ist damit Deine Zukunft erst einmal gesichert. Auch wenn das wahrscheinlich nur ein schwacher Trost ist.
Ich denke sehr an Dich und wünsche Dir viel Kraft.
 
mighty

mighty

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  • #20
Hallo Katzenmietz

Ich habe Deinen Thread jetzt erst gelesen:mad::mad:

Es tut mir wahnsinnig leid was Du durchmachen mußt. Wenn ich ehrlich bin, fehlen mir die Worte...fühl Dich in Arm genommen..

Ich wünsche Dir für die Zukunft ganz viel Kraft.
 
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