Neue Katze sehr aggressiv

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Aljona

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Hallo ihr Lieben!

Ich entschuldige mich schon mal für den langen Text und bedanke mich für eure Antworten 🥰

Nachdem ich vor ein paar Wochen hier im Forum einen Kumpel für Miró gesucht habe, sind wir kurz darauf fündig geworden und es durften 2 Katerchen bei uns einziehen - Watson und Peret, im Abstand von ca. 2 Wochen.
Als erstes zog Watson bei uns ein, wahnsinnig schüchtern und er wollte am liebsten 24/7 auf dem Arm getragen werden.
Er hat sich eingelebt und nach wenigen Tagen haben wir ein Netz in die Tür eingebaut.
Miró war anfangs interessiert, wir haben den beiden an der Tür Leckerlis gegeben und geclickert.
Leider ist uns Watson in einer der ersten Nächte durch das Netz entwischt, er hat sich wohl irgendwie durchgezwängt und ist so unbeobachtet auf Miró gestoßen - Am nächsten Tag saß Watson verängstigt im Badezimmerschrank.
Wir haben sofort ein stabiles Gitter eingebaut.
Miró hat von da an das Zimmer mit dem Netz gemieden, wir haben ihn in der Nähe (nur so weit er wollte) gefüttert und geclickert.
Dann ist Peret eingezogen, hier haben wir direkt ein stabiles Gitter eingebaut.
Er hat sich sehr schnell eingelebt und wollte raus!
Miró hat mal geguckt, blieb aber vor allem in der Küche, wo er beide nicht sehen muss.

Und nun haben wir einen Fehler gemacht:
Watson wollte unbedingt ins Wohnzimmer und wir dachten, dass es vielleicht gut wäre, wenn er auf Miró zugeht, weil wir dachten, dass er sonst niemals Kontakt zu ihm aufnehmen wird.
Watson kam also sehr selbstbewusst (Was wir niemals dachten!) ins Wohnzimmer, markierte alle Ecken mit seinen Bäckchen und ging demonstrativ aufs Klo, ohne es zu vergraben. Dann griff er Miró an. Wir haben die beiden sofort getrennt und die Tür geschlossen.

Anschließend haben wir die Gittertür im Wohnzimmer angebracht, sodass sich die beiden riechen, da wir gelesen haben, dass man mit einer geschlossenen Tür immer wieder von neuem anfängt mit der Zusammenführung.
Miró hatte immer noch ähnlich viel Angst, wir haben viel geclickert.
Und letztendlich Watson mit Peret vergesellschaftet, was super schnell ging.
Peret dominiert(!) Watson etwas, gibt ihm mal eine Schelle und faucht, aber sie liegen auch gemeinsam am Fenster und spielen zusammen.

Und heute Nacht geschah ein weiterer, schlimmer Fehler:
Watson ist irgendwie über die Gittertür gesprungen (Er ist über einen sehr hohen Schrank irgendwie drübergekommen, das Netz hat oben einen ca. 20cm großen Spalt) und war in der Nacht alleine mit Miró und Pippin im Wohnzimmer.
Als wir runter kamen, war alles vollgepinkelt, es gab wenige Blutspuren (Aber keine sichtbare Wunden - Wir beobachten die Kater aber akribisch, ob es Anzeichen für einen Abszess und Co. gibt!) und jemand hat sogar groß in die Ecke gemacht.
Pippin und Miró saßen verängstigt in Ecken.

Wir haben nun eine Tierpsychologin kontaktiert und die Tür wieder geschlossen.

Natürlich geben wir Watson und Peret ab, wenn es nicht funktioniert, Miró und Pippin waren zuerst hier.

Aber habt ihr eventuell noch weitere Tipps?
Ist die Zusammenführung gescheitert und wir sollten Watson abgeben? Oder lieber mit Peret zusammen?
Sollten wir vielleicht lieber eine Katze holen? Unsere verstorbene Katze kam mit Miró ja super zurecht.
Watson hat chronische Probleme mit einem Auge, kann es auch daran liegen? Wir klären es morgen beim TA ab.
Hatte jemand mal eine ähnliche Situation?

Dadurch, dass Watson einerseits so dominiert, aber eben auch dominiert wird, bin ich absolut ratlos.

Herzliche Grüße!

PS: Die Kater sind alle fast gleich alt. Miró = 04/2019, Watson = 11/2019, Peret = 02/2020
PPS: Watson kam am 31.05. zu uns, Peret am 12.06.
 
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Wer ist Pippin? Deine andere Katze neben Miró?
 
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Wer ist Pippin? Deine andere Katze neben Miró?

Genau, Pippin ist der ältere, der durch Miró immer aus Langeweile spielerisch angegriffen wurde, nachdem unsere 10-jährige Dulce starb, und das überhaupt nicht mochte.
Miró und Dulce hatten ein gutes, spielerisches Verhältnis.
Wir wollten durch die neuen Kater wieder mehr Ausgeglichenheit und damit auch Ruhe für Pippin.
Pippin ist 6,5 Jahre alt.
 
GroCha

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Ich kann Dir aus meiner Erfahrung heraus leider nur sagen, dass für mich eine Zusammenführung gescheitert ist, wenn eins der Tiere sich einkotet oder einnässt.
Bei Katzen ist das Todesangst.
Das wieder zu kitten ist schwierig bis unmöglich.
Ich hab einmal den Fehler gemacht, mir das zu lange anzusehn. Das mach ich nie wieder.
 
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Aljona

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Ich kann Dir aus meiner Erfahrung heraus leider nur sagen, dass für mich eine Zusammenführung gescheitert ist, wenn eins der Tiere sich einkotet oder einnässt.
Bei Katzen ist das Todesangst.
Das wieder zu kitten ist schwierig bis unmöglich.
Ich hab einmal den Fehler gemacht, mir das zu lange anzusehn. Das mach ich nie wieder.

Danke für deine Erfahrung!
Eingekotet hat sich niemand, das Würstchen lag in einer Ecke.
Ob sich einer der Kater eingenässt hat, wissen wir nicht - Wir waren ja (leider) nicht da.

Oder spricht man hier schon von einkoten und einnässen?
Ich komme aus der Humanmedizin, verstehe es so, dass die Katze dann unter sich macht :unsure:

Was wäre dann der nächste Schritt, den du gehen würdest?
Watson weg und Peret vorerst da? Oder den beiden ein neues Zuhause suchen?
 
Pitufa

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Also Blut (egal ob wenig oder viel), zeigt ja schon mal, dass es einen Kampf gegeben haben muss. Und jetzt nicht nur einmal, sondern zweimal...erst mit Peret und später mit Watson.
Was ich nicht verstehe, wieso mussten es gleich zwei Kater sein zum vergesellschaften? Besser wäre es gewesen einen langsam in die Gruppe zu integrieren, und, wenn die Gruppendynamik stimmt, dann hättest du dir immer noch einen Drittkater holen können.🤷🏻‍♀️
Es kamen jetzt zwei Kater auf einmal und mit denen ist auch nun alles schiefgelaufen, was schieflaufen konnte.
Ich tendiere auch eher zu @GroCha . Für mich sieht es nicht so aus als ob das noch was werden würde.
Aber, vielleicht meldet sich ja noch jemand, der eine ähnliche Situation hatte und die Zusammenführung doch noch geklappt hat.
 
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Also Blut (egal ob wenig oder viel), zeigt ja schon mal, dass es einen Kampf gegeben haben muss. Und jetzt nicht nur einmal, sondern zweimal...erst mit Peret und später mit Watson.
Was ich nicht verstehe, wieso mussten es gleich zwei Kater sein zum vergesellschaften? Besser wäre es gewesen einen langsam in die Gruppe zu integrieren, und, wenn die Gruppendynamik stimmt, dann hättest du dir immer noch einen Drittkater holen können.🤷🏻‍♀️
Es kamen jetzt zwei Kater auf einmal und mit denen ist auch nun alles schiefgelaufen, was schieflaufen konnte.
Ich tendiere auch eher zu @GroCha . Für mich sieht es nicht so aus als ob das noch was werden würde.
Aber, vielleicht meldet sich ja noch jemand, der eine ähnliche Situation hatte und die Zusammenführung doch noch geklappt hat.

Hallo Pitufa,
danke für deine Antwort!

Mit Peret gab es keine Kämpfe, nur Watson hat das Gitter zweimal überwunden - und einmal haben wir ihn selbst reingelassen.
Das haben wir aber gelernt und werden es nie wieder so kopflos machen!
Bei Peret ist beim Vergesellschaften auch nichts falsch gelaufen, er kennt die beiden (Pippin und Miró) nur durch das Gitter.

Zwei Kater sind es, weil es Missverständnisse im Vermittlungsvorgang gab - Unser Plan war auf jeden Fall nur einer.
Das ist blöd gelaufen, aber war dann letztendlich so :sad:

Was wäre da dein Vorschlag?
Erst Watson weg und dann nochmal mit Peret versuchen?
Oder beide weg, da sie sich recht gut verstehen?
(Weg klingt so fies, natürlich würden wir eine Familie suchen, die die beiden liebt :))

Wir haben auch das starke Gefühl, dass bei uns - entgegen aller Empfehlungen - eine Katze besser wäre.
Miró kennt z.B. bis auf Pippin, der auch eher "sanfter" spielt, keine Kater.

Herzliche Grüße
 
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Ach, Entschuldigung, hab jetzt noch einmal alles durchgelesen. Den Zusammenstoss gabs also zweimal mit Watson.
Und Peret? Wie reagiert Miró auf Peret?
 
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Ach, Entschuldigung, hab jetzt noch einmal alles durchgelesen. Den Zusammenstoss gabs also zweimal mit Watson.
Und Peret? Wie reagiert Miró auf Peret?

Kein Problem!
Genau, den Zusammenstoß gab es zweimal ungewollt mit Watson und einmal von uns gewollt, das haben wir aber gelernt und werden es nie wieder so machen!

Ich hoffe ich kann es gut beschreiben, ohne dass es ausufert:
Peret war, als er kam, die ersten Tage in einem Zimmer im Erdgeschoss. Dort war die Gittertür und er schrie das Haus zusammen (Wir vermuten, dass da Siam drin ist! Klingt zumindest so wie auf den YT-Videos :)) Nun ist das Haus aber so geschnitten, dass Miró dem gut aus dem Weg gehen konnte und im Wohnzimmer saß, gleiches Stockwerk, aber außer Sichtweite. Wir haben mit ihm geclickert, sind aber nicht bis zur Gittertür gekommen. Pippin aber war interessiert und stand auch vor der Gittertür.

Dann haben wir Peret mit Watson vergesellschaftet, was Peret sehr gut getan hat, da er Gesellschaft braucht. Sie leben jetzt beide im Obergeschoss. Der Vorteil ist, dass die Gittertür, die die Paare trennt, nun zentral im Untergeschoss steht, der Nachteil ist, dass Miró und Pippin etwa die Hälfte des Hauses „verlieren“ und das auch der Teil mit den Schlafzimmern ist. Ein Schlafzimmer ist aber exklusiv für Pippin reserviert, wir tragen ihn hoch, wenn er dort schlafen will. Ansonsten verbringen Pippin und Miró aber eh viel Zeit unten, da dort der große Kratzbaum steht und sie Teilzeit-Freigänger sind.

Peret verhält sich unserer Meinung nach ähnlich wie Dulce - Aber ob das viel aussagt über die Kompatibilität?

Interessant ist auch, dass Dulce eine recht temperamentvolle, dominante Katze war. Sie patrouillierte im Garten und „ließ sich von den anderen nichts sagen“. Es gab auch immer Schellen, wenn man ihr zu Nahe kam, während sie darauf bestand, den anderen am Po riechen zu dürfen, sie zu putzen, etc.
Und jetzt im Nachhinein hat das wirklich harmoniert!

Nur Watson ist anders dominant, er hat eben diese aggressive Komponente, die Dulce nicht hatte.

Ich entschuldige den langen Text und verabschiede mich bis morgen :)
 
bohemian muse

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  • #10
Nur Watson ist anders dominant, er hat eben diese aggressive Komponente, die Dulce nicht hatte.

Ich habe den Eindruck, dass du das Verhalten der Kater grundsätzlich etwas missinterpretierst. Eine Katze, die faucht und mit der Pfote droht/schlägt, ist normalerweise nicht dominant sondern in erster Linie unsicher und überfordert. Die häufigste Form der Aggression bei Katzen ist Angstaggression.
 
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  • #11
Oder spricht man hier schon von einkoten und einnässen?
Ich komme aus der Humanmedizin, verstehe es so, dass die Katze dann unter sich macht :unsure:
Genau. Und wenn Kot in einer Ecke liegt, ist es, unter den Gegebenheiten, sehr wahrscheinlich, dass über dem Häufchen ein verängstigter Kater lag, dem das entfleucht ist.
(Ich gehe nicht davon aus, dass da einer absichtlich hingemacht hat. Katzen platzieren Kot und Urin ja auch gerne zum Reviermarkieren.)


Ja, wie weiter?
Zunächst einmal: Manchmal passt es einfach nicht.
Wenn die Tiere sich nicht riechen können, kannst Du Dir als Mensch ein Bein rausreißen und quälst trotzdem nur alle Beteiligten.
Das ist niemandes Schuld - ein Mensch mag auch nicht zwingend jeden anderen Menschen. Gleiches Recht für alle 😁
(Mit kleinem Scherz hinten dran, weil ich weiß, dass es trotzdem weh tut, wenn eine Zusammenführung scheitert.)

Ihr müsst ja eh erst mal mit dem TSV reden, wo die Kater her sind. Dann würde ich mit denen die Situation und das weitere Vorgehen besprechen.


Es tut mir wirklich leid, dass ich Euch nichts anderes sagen kann.
Ich musste bisher zwei Katzen wegen blutigem Streit untereinander hergeben und es ist schrecklich. Man fühlt sich ganz furchtbar hilflos, weil man doch nur das Beste für alle will und auch die Neuen sich immer so schnell ins Herz schleichen…
Aber manchmal ist das berühmte Ende mit Schrecken einfach besser.

Das ist natürlich, wie gesagt, alles aus meiner Erfahrung heraus und nicht in Stein gemeißelt.
Wir geben aber auch nicht schnell auf bei Vergesellschaftungen. Unsere drei Katzen sind heute noch kein komplett vergesellschaftetes Rudel. Wir haben hier täglich Fauchen und Knurren. Aber im Rahmen. Nicht so, dass einer weg müsste. Unsere Katzen arrangieren sich, aber lieben tun sich nur zwei.
Damit will ich sagen, dass ich von Katzen nicht erwarte, dass sie nach Zusammenführung ein gemeinsames Ponyhof-Leben führen müssen. Es is okay, wenn man sich duldet. Alles is okay, so lang kein Blut fließt und alle Geschäfte im Klo landen.
 
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  • #12
Das ist jetzt wirklich eine schwierige Situation, die auch nicht leicht zu druchblicken ist (ich hoffe ich habe da alles richtig verstanden)! Ihr habt zu viel zu schnell gewollt und dann auch noch schwere Mißgeschicke gehabt. Mein Erfahrung ist nur, dass man sehr sichere Gittertüren braucht (die müssen auch schwere Angriffe abkönnen), die auch eine ganz Weile konsequent zu bleiben müssen, damit die Katzen überhaupt das Sicherheitsgefühl untereinander entwickeln können, dass sie einander ohne Gefahr kennenlernen können.
Verstehe ich das jetzt richtig dass ihr die beiden Paare Miró + Pippin und Peret + Watson einigermaßen sinnvoll trennen könntet? Und die sich untereinander schon verstehen?
Dann würde ich es so mindestens für 2 Wochen erneut versuchen. ABER rigoros getrennt! Keine Mißgeschicke mehr! Und gaaaanz langsam nach einiger Zeit erneut versuchen am Gitter zu tainieren, mit gleichzeitigem Füttern und Spielen und alles erst auf Abstand. Und mit Dufttausch. Aber dabei darf sich m.E. keiner so änstigen, dass er unter sich lässt. Es sollten nach einigen Tagen erste mini kleine Fortschritte zu sehen sein, dann lohnt sich weitermachen. Ansonsten kann man leider wahrscheinlich wirklich nur die Gruppe verkleinern.
 
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Aljona

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  • #13
Ich habe den Eindruck, dass du das Verhalten der Kater grundsätzlich etwas missinterpretierst. Eine Katze, die faucht und mit der Pfote droht/schlägt, ist normalerweise nicht dominant sondern in erster Linie unsicher und überfordert. Die häufigste Form der Aggression bei Katzen ist Angstaggression.

Du, das kann sehr gut sein!
Ich habe mal gelesen, dass Menschen das intuitiv falsch machen und da möchte ich uns nicht ausnehmen :hmm:
Okay, dann also eher so:
Peret: Tendenziell unsicher, überfordert (Er lebt ja erst seit wenigen Tagen bei uns, kennt Watson noch kürzer)
Watson: Angst

Das mit Watsons Angst finde ich aufgrund seiner Vorgeschichte absolut plausibel!
Das einzige, was für mich nicht ganz passt:
Er zeigt definitiv Dominanzverhalten. Also Urinieren vor den anderen ohne es zu vergraben, Duftmarkierungen.

Genau. Und wenn [...]

Danke dir für deine ausführliche Antwort!
Wir nehmen uns das zu Herzen und werden es definitiv dauerhaft als Alternative betrachten.
Wir sind in Rücksprache mit dem TSV von Watson und bekommen am Freitag eine Einschätzung der Tierpsychologin.

[...] Mein Erfahrung ist nur, dass man sehr sichere Gittertüren braucht (die müssen auch schwere Angriffe abkönnen), die auch eine ganz Weile konsequent zu bleiben müssen, damit die Katzen überhaupt das Sicherheitsgefühl untereinander entwickeln können, dass sie einander ohne Gefahr kennenlernen können.
Verstehe ich das jetzt richtig dass ihr die beiden Paare Miró + Pippin und Peret + Watson einigermaßen sinnvoll trennen könntet? Und die sich untereinander schon verstehen?
Dann würde ich es so mindestens für 2 Wochen erneut versuchen. ABER rigoros getrennt! Keine Mißgeschicke mehr! Und gaaaanz langsam nach einiger Zeit erneut versuchen am Gitter zu tainieren, mit gleichzeitigem Füttern und Spielen und alles erst auf Abstand. Und mit Dufttausch. Aber dabei darf sich m.E. keiner so änstigen, dass er unter sich lässt. Es sollten nach einigen Tagen erste mini kleine Fortschritte zu sehen sein, dann lohnt sich weitermachen. Ansonsten kann man leider wahrscheinlich wirklich nur die Gruppe verkleinern.

Danke dir, dass du dich durch die Posts durchgelesen hast! (y)
Ja, das mit den Gittertüren mussten wir leider auf diesem Weg lernen.
Bei unseren anderen Zusammenführungen hatte das Netz immer ausgereicht.

Genau, das hast du richtig verstanden.
Und danke für deinen Vorschlag!
Unsere Tendenz ist jetzt, es noch einmal "richtig" zu versuchen und es aber, wenn es nochmal so eskalieren sollte, es dabei zu belassen.

Heute Nacht war zum Glück alles ruhig.
Pippin hat bei seinem Lieblingsmenschen im Zimmer geschlafen, Miró unten auf dem Sofa.

Der Plan ist jetzt folgender:

Tagsüber sind die beiden Paare strikt getrennt in Ober- und Untergeschoss.
Nachts sind Watson und Peret in einem Zimmer, die Glastür ist geöffnet, sodass Pippin und Miró also auch das Obergeschoss minus das Zimmer, in dem Watson und Peret sind, für sich haben.
So kann Pippin z.B. auch nachts aus dem Zimmer oder im Bad liegen, was er sehr gerne mag.

Nun habe ich folgende Fragen:
1. Sollten wir, weil es eine Glastür ist, diese verhängen?
2. Ist es in Ordnung, nachts die Tür zu öffnen, oder ist auch das schon aktuell kontraproduktiv?

Die Frage stellt sich jetzt natürlich nicht nur im Hinblick auf eine mögliche Vergesellschaftung,
sondern auch, falls wir die beiden abgeben sollten!
Denn auch dann müssen sie ja noch bei uns bleiben bis sich eine Pflegestelle oder eine neue Familie gefunden hat.

Herzliche Grüße :)
 
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  • #14
Gerne!
Also das mit dem Öffenen der Tür Nachts müsste sogar gut sein, wenn Watson und Peret sicher in ihrem Zimmer sind, denn dadurch erreichst Du ja quasi auch den empfohlenen Raumtausch, das ergänzt den Dufttausch.
Ich verstehe jetzt nur leider noch nicht ganz, wo die Gittertür ist und wo die Glastüre ist. Uns hatte man hier nur gesagt, dass eine Glastüre als Gitterersatz ungeeignet ist (wir hatten es so versucht) weil sie sich dadurch nicht richtig riechen können und wir haben auch beobachtet, dass man druchaus mit Pföteln durchs Gitter anfängt und das geht durch Glas natürlich nicht.

Ich denke auch, ein Versuch ist es noch wert, wenn die Katzen es tolerieren und sich dabei sicher fühlen können. Und ja, eine etablierte Situation ist ohnehin nicht schlecht, wenn ihr sie bei Euch behalten könnt, bis sie dann vielleicht doch abgegeben werden müssten...
 
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Aljona

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  • #15
Gerne!
Also das mit dem Öffenen der Tür Nachts müsste sogar gut sein, wenn Watson und Peret sicher in ihrem Zimmer sind, denn dadurch erreichst Du ja quasi auch den empfohlenen Raumtausch, das ergänzt den Dufttausch.
Ich verstehe jetzt nur leider noch nicht ganz, wo die Gittertür ist und wo die Glastüre ist. Uns hatte man hier nur gesagt, dass eine Glastüre als Gitterersatz ungeeignet ist (wir hatten es so versucht) weil sie sich dadurch nicht richtig riechen können und wir haben auch beobachtet, dass man druchaus mit Pföteln durchs Gitter anfängt und das geht durch Glas natürlich nicht.

Ich denke auch, ein Versuch ist es noch wert, wenn die Katzen es tolerieren und sich dabei sicher fühlen können. Und ja, eine etablierte Situation ist ohnehin nicht schlecht, wenn ihr sie bei Euch behalten könnt, bis sie dann vielleicht doch abgegeben werden müssten...

Die Gittertüre ist ein "Steckeinsatz" für die Glastüre. Sie steckt also fest in deren Rahmen, sodass man die Glastüre öffnen und schließen kann. Der Halt ist auch recht gut (Wir prüfen das aber nochmal auf Angriffssprünge!) ,
da wir diese Türe nicht brauchen, das Gitter also nicht regelmäßig rausnehmen müssen.
Wir gehen dann einfach über den Garten einmal ums Haus.
 
basco09

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  • #16
Jetzt fällt mir noch etwas auf, Du schreibst: Tagsüber sind die beiden Paare strikt getrennt in Ober- und Untergeschoss.

Ich dachte jetzt, dazwischen ist die Gittertüre? Habe ich das falsch verstanden? Sehen sie sich tagsüber gar nicht? :unsure: Könnt ihr nicht aktiv mit ihnen am Gitter arbeiten?
 
GroCha

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  • #17
1. Sollten wir, weil es eine Glastür ist, diese verhängen?
Im Zweifelsfall, ja.
Es ist aber auch so, dass Katzen relativ schnell begreifen, wenn sie hinter einem Gitter sicher vor dem anderen sind.
Wie das bei Glas aussieht, weiß ich nicht. Da könnte ich mir vorstellen, dass offen/zu nicht so leicht erkannt wird und der Geruch geht halt net so durch.

Bei unserer ersten Vergesellschaftung ist Groot immer auf Charles los gegangen. Charles hatte wahnsinnige Angst (ich wusste es nicht besser), und hat sich nur verkrochen, wenn ich sie zusammen gelassen hab. War aber das Gitter zu, wurde der ängstliche Charles ganz keck, kam ans Gitter, hat Kontakt gesucht.
Also er hat schnell begriffen, dass der Killerkater ihm nichts tun kann und hat so die Möglichkeit genutzt, sich den Kameraden mal aus der Nähe anzusehen.
Leider habe ich das dann fehlinterpretiert als Interesse am Killerkater seitens Charles. Es war aber schlicht nur Interesse an überhaupt irgendeiner anderen Katze. Kein spezielles Interesse an diesem Kater. Also Charles wollte nen Freund, aber eben nicht diesen.


Mal kurz ot:
Aljona, Du bist ein wirklich angenehmer Neuzugang hier im Forum. Du hast nen freundlichen Ton, beantwortest Fragen, gehst auf alles ein, zeigst Einsicht und Interesse und sagst halt echt mal danke. Und das ist hier so echt nicht üblich.
 
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  • #18
Das einzige, was für mich nicht ganz passt:
Er zeigt definitiv Dominanzverhalten. Also Urinieren vor den anderen ohne es zu vergraben, Duftmarkierungen.

In meinen Augen passt das sogar sehr gut.
Markieren ist nämlich in vielen Fällen auch ein Zeichen von großer Unsicherheit und Stress.

Die Glastür würde vorerst in jedem Fall abhängen, so dass kein direkter Sichtkontakt möglich ist. Andere Artgenossen zu sehen, sie aber nicht zu riechen und hören ist für viele Katzen extrem stressig und kann in einer ohnehin schon angespannten Situation wie der euren im schlimmsten Fall auch zu umgeleiteter Agression führen.
 
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  • #19
Jetzt fällt mir noch etwas auf, Du schreibst: Tagsüber sind die beiden Paare strikt getrennt in Ober- und Untergeschoss.

Ich dachte jetzt, dazwischen ist die Gittertüre? Habe ich das falsch verstanden? Sehen sie sich tagsüber gar nicht? :unsure: Könnt ihr nicht aktiv mit ihnen am Gitter arbeiten?

Dazwischen ist aktuell die Glas- mit Gittertüre und die Glastüre ist aufgrund der Ereignisse zu!
Diese Tür, die das Haus in 2 Hälften trennt, liegt recht gut, da einsehbar vom Kratzbaum, Pippin und Miró müssen aber auch, um zum Futterplatz zu kommen, so laufen, dass sie die Tür sehen.
Es gibt aber auch einen alternativen Weg (um das Sofa herum), wo sie das nicht müssen.
In den Freigang können sie auf der rechten Hausseite.

Ich hab mal das EG aufgemalt:
Haus - Umriss.png
Die Glastür ist übrigens beschriftet! Ich weiß aber nicht, ob die Katzen das als "sicher" empfinden.
Wir werden sie wahrscheinlich abhängen.

Im Zweifelsfall, ja.
Es ist aber auch so, dass Katzen relativ schnell begreifen, wenn sie hinter einem Gitter sicher vor dem anderen sind.
Wie das bei Glas aussieht, weiß ich nicht. Da könnte ich mir vorstellen, dass offen/zu nicht so leicht erkannt wird und der Geruch geht halt net so durch.

Bei unserer ersten Vergesellschaftung ist Groot immer auf Charles los gegangen. Charles hatte wahnsinnige Angst (ich wusste es nicht besser), und hat sich nur verkrochen, wenn ich sie zusammen gelassen hab. War aber das Gitter zu, wurde der ängstliche Charles ganz keck, kam ans Gitter, hat Kontakt gesucht.
Also er hat schnell begriffen, dass der Killerkater ihm nichts tun kann und hat so die Möglichkeit genutzt, sich den Kameraden mal aus der Nähe anzusehen.
Leider habe ich das dann fehlinterpretiert als Interesse am Killerkater seitens Charles. Es war aber schlicht nur Interesse an überhaupt irgendeiner anderen Katze. Kein spezielles Interesse an diesem Kater. Also Charles wollte nen Freund, aber eben nicht diesen.


Mal kurz ot:
Aljona, Du bist ein wirklich angenehmer Neuzugang hier im Forum. Du hast nen freundlichen Ton, beantwortest Fragen, gehst auf alles ein, zeigst Einsicht und Interesse und sagst halt echt mal danke. Und das ist hier so echt nicht üblich.

Ach, das freut mich!! 🥰
Ich finde es auch super, dass keine Vorwürfe kommen und ihr auf meine Fragen eingeht.
Katzenhaltung ist echt nicht einfach und wir merken vor allem in solchen Situationen, auch nach 8 Jahren noch, wie viel wir nicht wissen und noch dazu lernen können und müssen.

Danke dir auch für deine Erfahrung!
Wir werden, sollte es noch zu einer weiteren, aktiven Zusammenführung kommen, darauf achten, wie es bei Miró ist.

In meinen Augen passt das sogar sehr gut.
Markieren ist nämlich in vielen Fällen auch ein Zeichen von großer Unsicherheit und Stress.

Die Glastür würde vorerst in jedem Fall abhängen, so dass kein direkter Sichtkontakt möglich ist. Andere Artgenossen zu sehen, sie aber nicht zu riechen und hören ist für viele Katzen extrem stressig und kann in einer ohnehin schon angespannten Situation wie der euren im schlimmsten Fall auch zu umgeleiteter Agression führen.

Je länger ich hier im Thread schreibe und lese, desto mehr erschleicht mich das Gefühl, dass wir es bei Watson mit einem Angstkater zu tun haben.
Er hat sich die ersten Tage nur versteckt und lag wie erstarrt dort.
Sobald man ihn rausgeholt hat (Wir haben das nur zufällig entdeckt, als er verängstigt im Bad saß und wir ihn zurücktragen mussten), hat er angefangen zu schnurren wie verrückt und war extrem anhänglich, hat sehr intensiv getretelt.
Er hatte den Schwanz "verängstigt" um sich gewickelt (Kennen wir von Katzen, die wir zum Kastrieren eingefangen haben)
und wollte nicht abgesetzt werden.
Auch hat er Angst, wenn man die Hände zu schnell auf ihn zubewegt.
Oder vermenschliche ich hier wieder zu sehr?
 
bohemian muse

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  • #20
Je länger ich hier im Thread schreibe und lese, desto mehr erschleicht mich das Gefühl, dass wir es bei Watson mit einem Angstkater zu tun haben.
Er hat sich die ersten Tage nur versteckt und lag wie erstarrt dort.
Sobald man ihn rausgeholt hat (Wir haben das nur zufällig entdeckt, als er verängstigt im Bad saß und wir ihn zurücktragen mussten), hat er angefangen zu schnurren wie verrückt und war extrem anhänglich, hat sehr intensiv getretelt.
Er hatte den Schwanz "verängstigt" um sich gewickelt (Kennen wir von Katzen, die wir zum Kastrieren eingefangen haben)
und wollte nicht abgesetzt werden.
Auch hat er Angst, wenn man die Hände zu schnell auf ihn zubewegt.
Oder vermenschliche ich hier wieder zu sehr?

Ich benutze nicht so gerne Begriffe wie "Angstkatze", weil das in meinen Augen zu stark pauschalisiert. Man muss bei ängstlichen Katzen immer differenzieren, wodurch die Angst verursacht wird. Manche Katzen haben Angst vor Menschen, andere vor Artgenossen, wieder andere vor Hunden, etc.

In eurem Fall ist es meines Erachtens sehr sinvoll, dass ihr eine Tierpsychologin zu Rate ziehen möchtet, die das Verhalten der Katzen vor Ort beurteilen kann. Wenn ihr das Glück habt, jemanden mit genug Expertise und Erfahrungen ausgewählt zu haben, wird euch der Besuch bei der Entscheidungsfindung bezüglich des weiteren Vorgehens sicherlich weiterhelfen.
 
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