Nachrichten aus dem gemischten Katze–Kater–Haushalt

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Wir wagen es einmal und machen diesen Faden auf für alle diejenigen, die einen gemischten Zwei-Katz-Haushalt haben, also dasjenige, von dem so oft als typischer Problemkonstellation abgeraten wird. Um die grundsätzliche Problematik soll es aber gar nicht gehen, jedenfalls nicht vorrangig – sondern um die positiven Möglichkeiten und Erfahrungen des Gelingens, wo ein Kater und ein Katzenmädel zusammenleben.

Denn es ist ja eine Tatsache, daß es diese Haushalte gibt. Das kann sehr unterchiedliche Gründe haben, und diese Konstellation kann auf sehr verschiedene Weise zustande gekommen sein. Dafür muss sich ja niemand rechtfertigen.

Aber alle diejenigen hier, welche – vielleicht sogar schon lange – in einem gemischten Zwei-Katz-Haushalt leben, haben damit Erfahrungen. Es gibt hier in diesem Forum überall verstreut immer wieder mal verstreute Aussagen dazu.
Es wäre doch schön, wenn diese Erfahrungen hier zusammengetragen werden könnten, daß, damit und wie auch ein gemischter Zwei-Katz-Haushalt ein gelungenes Katz-Mensch-Glück sei.
 
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Bei uns sind es Kater Duman & 'Lady' Damla (→ auch hier). Sie sind BKH-Wurfgeschwister und zum jetzigen Zeitpunkt ziemlich exakt 7 Monate alt. Die beiden haben von Anfang an immer zusammengehangen, wie uns berichtet wurde (und wie wir auch schon früh bevor sie zu uns kamen beobachten konnten). Die beiden waren also diejenigen aus dem Wurf, die immer die grösste Nähe zueinander hatten.

Beide spielen lange und konzentriert miteinander, aber halten sich auch ihre Freiräume. Das Haus ist mit über 150 qm auf drei Etagen auch groß genug dazu, sie haben praktisch überall hin Zugang, und so hat jede/r auch Rückzugsmöglichkeiten. Überwiegend findet man sie aber zusammen.

Unterschiede in Charakter und Temperament sind natürlich unübersehbar, und natürlich auch Größe und Gewicht, was bei einer Rauferei, die praktisch täglich auch vorkommt, schon mal zu Damlas Ungusten ausgehen kann, wenn sich der zur Zeit 4,3-kilo-Duman auf die 3-Kilo-Damla wirft. Sie entwindet sich dem aber meist recht geschickt, wenn es ihr zu viel wird.

Beide spielen fangen, beide raufen, beide fangen auch mit Raufen an, beide tragen Papierknüddel durch die Gegend, und sie lernen voneinander. Sie entwickeln sich sehr schön zu eigenständigen Charakteren. Duman schwätzte von Anfang an – Damla konnte nur leise Piepsen. Nun schwätzt sie auch, leise zwar noch, wird aber immer lauter und man hört, wie sie sich mit eigener Stimme einmischt, das Piepsen wird differenzierter. Duman gurrt oft, wenn Damla nicht in der Nähe ist, und ruft sie. Er mag nicht so gerne allein sein (sie kann das eher). Dafür beginnt sie meistens, wenn es darum geht, sich gegenseitig zu lecken, und es dauert eine Weile bis er das erwidert.

Erstaunlich ist, wie Duman in den Phasen, wo es der konstitutionell nicht ganz so robusten Damla nicht so gut ging, irgendwie 'rücksichtsvoller' war. Man fragt sich dann verwundert, ob das nicht Einbildung sei – aber es ist wirklich so. Aber er ist sowieso ein Gemüts-Bärchen (und sie manchmal eine kleine eitle Zicke, die Süsse) …

So viel jetzt mal.
 
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Daannem

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Da hängen wir uns doch glatt mal ran.

Wir, das sind Coco und Milo, ein gemischtes BKH-Geschwisterpaar und Ihre beiden Dosi‘s.

Wir sind am 13.04.2020 geboren und somit aktuell knapp über 6 Monate alt.
Auch wir haben uns von Anfang an aus dem 5-köpfigen Wurf am Besten verstanden. Auch als unsere zukünftigen Dosenöffner uns besuchten, haben wir zusammen gerauft und gekuschelt, während die anderen 3 geschlafen haben. Man muss sich ja auch von seiner besten Seite zeigen 😉

Jedenfalls geht es bis heute so harmonisch zu. Klar wird mal gezankt und Coco hat so gar keine Lust sich mit Ihrem Bruder zu kloppen, aber dann wird halt mal Fange gespielt, daran soll es ja nicht scheitern.

Die Beiden sind unsere ersten Katzen und wir hätten uns keine bessere Konstellation wünschen können.3C5D59F0-160B-4810-8372-D6798E5619A2.jpeg
 
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Ich habe ebenfalls ein gemischtes Geschwisterpäärchen und zwar seit ca. 10 Jahren Ich habe damals eine vernetzten Tierschützerin gesagt das ich einen Kater suche, Alter und Farbe egal, zahm muß er auch nicht sein, darf auch aggressiv mit Menschen sein. Einzige Bedingung ist das es ein erfahrener Freigänger ist der schon kastriert ist und mit Hunden leben kann.
2 Tage später wurde ich von einer Dame angerufen die eine Futterstelle betreute die aufgelöst werden mußte. Wir wurden uns einig und sie hat mich gefragt ob ich auch seine Schwester nehmen kann die extrem an ihm hängt.
Ich habe zugesagt und wir haben es alle nicht bereut.
Die Beiden waren alle Jahre lang ein Herz und eine Seele. Zusammen spielen tun sie eh nicht, aber sie liegen viel zusammen, schmusen, küssen sich zur Begrüßung. Was nicht heißt das es nicht malnchmal was auf die Glocke gibt ;)
Es ist die Katze die wirklich extrem am Kater hängt und der Kater extrem an mir
 
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sleepy

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Ich habe schon öfter erwähnt, wie froh ich darüber bin, dass ich von der Katzer-Katze Problematik nichts wusste als bei mir diese Kombination eingezogen ist. Wurfgeschwister waren sie nicht, Murphy war viel älter als Krümel. Etwa eine ganze Woche. :ROFLMAO:

Sie haben sehr aneinander gehangen, gemeinsam gespielt, gekämpft, gefuttert und geschlafen. Alles was Katzen halt so machen. Obwohl Murphy deutlich größer und schwerer war als die Katze, ist das nie zum Problem geworden. Krümel war allerdings auch nie zimperlich. Leider ist der Kater kaum mehr als 5 Jahre alt geworden. http://up.picr.de/6183981csh.jpg
 
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Neporick

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Ich schließe mich dann ebenfalls an. Bei uns war es allerdings keine bewusste Entscheidung. Der eigentliche Plan war zwei gleichgeschlechtliche Fellnasen zu adoptieren. Nachdem in dem Wurf unserer Freundin nur noch ein Katerchen übrig war, war die Entscheidung schnell getroffen. Klar war, es sollte ein zweiter Kater als Kumpel dazu . War gar nicht so leicht, denn mittlerweile hat sich Mann in BKH verliebt und wünschte sich einen zweiten BKH - Kater. Er sollte auch übrig geblieben sein,so dass ihm ein eventuelles Einzeldasein erspart bleiben würde und etwa im selben Alter sein. Wir wurden bei einer Vereinzüchterin fündig und so zogen die zwei Kater ein. Als beide da waren und angekommen sind, sind uns von hinten betrachtet dann große Unterschiede aufgefallen. Lange Rede kurzer Sinn wir sind mit zwei Katern zum Tierarzt und mit einem Kater und einer Katze aus der Praxis rausgekommen. Wie das passieren konnte, keine Ahnung, schließlich waren beide vorher zwei Mal zu den Impfterminen beim Tierarzt.

Ich war zuerst bestürzt, denn durch die ganzen Infos im Netz wusste ich, dass die Kombination ist sehr ungünstig ist und bekam Angnst. Aber einen von beiden zurückbringen kam auch nicht mehr in Frage (von unserer Seite aus). Wir beschlossen das Wagnis einzugehen. Beide sind nun fast 6 Monate alt. Sie kennen sich seit drei Monaten und werden nächsten Freitag kastriert (auch das hätten wir lieber schon früher erledigt, aber - No Way. Wir hatten keinen Tierarzt gefunden, der beide gleichzeitig vor dem 6. Monat kastriert). Noch kommen beide super miteinander zurecht. Ihnen steht ein ganzes Haus zur Verfügung inclusive abgesicherter Terasse.

Sie spielen miteinander. Mal mehr oder weniger heftig, aber meist merkt Nepomuk wann es Olivia reicht. Es gibt genügend Rückzugsmöglichkeiten, falls es Olivia doch mal zu viel wird. Wobei auch sie ganz schön austeilen kann :giggle:. Noch ist das Gewichtsverhältnis sehr ausgeglichen, beide wiegen 2,8 kg wobei Nepomuk etwas größer als Olivia ist. Sie liegen mal nebeneinander gekuschelt, mal in der Nähe voneinander und mal weit auseinander -so wie es ihnen in dem Moment beliebt. Sie putzen sich gegenseitig. Im Moment sind wir optimistisch und erfreuen jeden Tag an den zweien. Sie sind, wenn auch nicht aus einem Wurf so doch, wie Geschwister. Ist Olivia zu lange draußen auf der Terasse, geht Nepomuk miauend auf die Suche nach ihr. Liegt Nepomuk zu lange in seiner Höhle unter Bett in der Bettkastenschublade, krabbelt Olivia zu ihm und kuschelt sich an. Beim Spielen mit der Spielangel schaffen es beide ohne Zoff sich abzuwechseln aber auch gemeinsam zu spielen.

Ich weiß, dass Nepomuk erst in die Pupertät kommt und es kippen könnte. Sollte dies wirklich der Fall sein, dann gibt es eben für Nepomuk einen Raufpartner oder aber für beide einen Spielpartner, den Platz dafür haben wir. Ein Plan B für alle Fälle gibt es also.


Als kleiner Einschub bevor hier wieder eine "Vermehrer -Diskusion losgestampft wird: Der Wurf unserer Freundin kam Zustande, indem sie eine trächtige BKH - Dame übernahm. Die süße Maus wurde während ihrer Trächtikeit über ebay als Notfall angeboten wurde. Notfall von Seiten des ursprünglichen Besitzers sei mal dahin gestellt. Im Gespräch stellte sich heraus, das die Dame dann doch keine Lust auf die die Arbeit/ "den Dreck" mit 6 Babykätzchen hatte. Sie hatte gedacht es würden nur ein oder zwei Kitten werden ... unfassbar:mad:. Egal, meine Freundin nahm die Mamakatze auf, nur war klar, dass sie kein Kitten behalten kann. Mit drei Katzen waren ihre Kapazitäten erschöpft. Sie zog die kleine Familie liebvoll auf und gab sie mit 12 Wochen gegen Übernahme der Impfkosten ab. Die Mamakatze ist mittlerweile kastriert.
 
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Vitellia

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Wir sind ja auch ein Kater-Katze-Haushalt (nachdem ich mich im Forum schlau gelesen hatte und eigentlich nach einem gleichgeschlechtlichen Pärchen gesucht hatte. Aber erstens kommt es anders ... :zufrieden:)

Unsere beiden (beide ca. 5 1/2) sind ehemalige Straßenkatzen aus Spanien, die als Teenies unabhängig voneinander auf der Straße gefunden wurden und auf eine Pflegestelle kamen. Wo sie einander unter zahlreichen anderen Katzen auswählten und seitdem unzertrennlich sind.

Bei uns haben sie ein Haus mit ausreichend Rückzugsmöglichkeiten zur Verfügung und sind zudem Freigänger, was die Sache auch noch mal entzerrt (aber auch nicht gänzlich vor "Ehestreit" schützt, siehe unten). Sie fressen friedlich nebeneinander (nur manchmal hat der Kater Anwandlungen, der Katze auf den Kopf zu patschen, damit sie Platz macht), kuscheln und stapeln sehr gern miteinander, putzen sich gegenseitig und sind die meiste Zeit ein Herz und eine Seele. Wirklich ernsthaften Stress zwischen den beiden gab es bisher nicht.

Und doch kann ich auch bei unserem "Traumpaar" hin und wieder kleinere Unstimmigkeiten und Ansätze von Katze-Kater-Missverständnissen erkennen, und in Sachen "was ist das coolste Spiel" sind sie sich nicht so ganz einig.

So würde Willy schon mal ganz gern ein wenig raufen (wobei ich ziemlich sicher bin, dass ein echter Raufekater ihn umgekehrt auch überfordern würde) und springt übermütig aufs Fienchen drauf und lutscht an ihr herum (beißen geht mangels Zähnen nicht mehr), was sie so gar nicht goutiert. Wenn er es schafft, sie in die Mangel zu bekommen, hat sie aufgrund seiner Körpergröße und höheren Gewichts auch wenig Chancen, meistens schafft sie es aber sich herauszuwinden.

Dann setzt es entweder gleich Ohrfeigen, manchmal flüchtet sie kurz unters Sofa, meistens aber auf einen höher gelegenen Ort (Kratzbaum oder Regal), den man gut verteidigen kann. Er setzt ihr kurz nach, lässt aber spätestens dann meistens ab, weil er aus Erfahrung weiß, dass sie richtig zuhaut. (Fienchen hat eine ordentliche Rechte ... und Linke). Daher dauern diese Kabbeleien meistens maximal eine halbe Minute.
Und grundsätzlich ist der Kater es, der zu deeskalieren versucht, wenn es doch mal "ernster" werden sollte (wobei sie dann immer noch wirken wie zwei Vierjährige, die sich mit der Schaufel auf den Kopp hauen *g*). Bei ihm ist es doch in erster Linie Spiel, während sie schneller Ernst macht. Was auch an ihrer Vergangenheit als Mobbingopfer liegen mag (von der man außer im Umgang mit fremden Katzen sonst so rein gar nichts merkt).

Ich habe aber auch durchaus schon beobachtet, wenn auch seltener, dass sie ihn anrauft (und dabei nicht zimperlich ist), dann aber die Antwort nicht verträgt. ;) Auch hüpft sie manchmal wie ein Kitten seitwärts buckelnd vor ihm her, um ihn zum Fangenspielen aufzufordern, dazu ist er dann aber wieder zu faul. :aetschbaetsch1: Er spielt gerne auch das Spiel "Ich will deinen Platz" und drängelt sie weg. Wobei sie in der Regel recht cool reagiert "Meine Güte, dann geh ich halt und leg mich woanders hin." Da wird meistens kein großes Drama gemacht. Außer bei der Heiligen Hängematte. Die ist ihre!

Alles in allem geht es hier also sehr harmonisch zu und so ein bisschen Ehekrach gehört ja auch mal dazu. In gleichgeschlechtlichen Katzenhaushalten ist ja auch nicht immer alles Peace, Fun & Pancake.

(Und trotzdem finde ich es nicht verkehrt, bei Kitten eher zu gleichgeschlechtlichen Kätzchen zu raten. Einfach weil es gewisse Risiken minimiert).
 
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Sandfrau

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Ich traue es mich ja kaum zu sagen, aber bei uns ist es eine "geht gar nicht" Konstellation. Seit einem Jahr leben hier ein 9 jähriger roter Kater (Pumuckl) und eine fast 4 jähige Katze (Alaska) friedlich und ich würde sagen in Freundschaft zusammen.

Vor fast 2 Jahren zog hier ein ein 7jähriges Geschwisterpaar (m/w) ein, welches in der vorherigen Familie mit dem Kleinkind nicht klarkam. Hier wohnen auch 2 Kinder, die aber schon älter sind und anfangs hatten wir schon Bedenken, ob die neuen Katzen sich hier wohlfühlen können, aber sie sind gut klargekommen. Die sehr schüchterne Katze hat sich sogar ganz eng an meine Tochter angeschlossen.
Leider war unsere Zeit in der Konstellation sehr begrenzt und wir mussten nach ganz kurzer aber sehr heftiger Krankheit die Katze nach nur 5 Monaten bei uns erlösen. Ein sehr großer Schock für alle.

Nachdem wir uns allen Zeit gelassen haben, den Schock zu verdauen, war uns klar, dass Pumuckl nicht alleine leben soll. Die Aufgabe war also ein Tier zu finden, das zu einem 7 Jahre alten Kater passt, zu einer Familie in der auch Leben herrscht und dann musste es sich mit Wohnungshaltung begnügen, da Pumuckl in seinem Leben nichts anderes kennengelernt hat. Eine Vermittlung über das Internet kam für uns wegen den Kindern nicht in Frage, da wir schon gucken wollten, ob die Chemie stimmt. Was soll ich sagen- wir haben einfach nichts gefunden. Ich war nachher auch schon ganz verwirrt, denn natürlich hatte ich hier als stille Mitleserin viel gelernt und wußte genau, was ich wollte. In der Praxis habe ich von nahezu allen (Tierheime, Pflegestellen, Tierärtze) immer ganz andere Informationen bekommen (ein Kitten- das ordnet sich unter, nur Katzen, sonst gibt es Revierkämpfe usw). Und dann immer das schlechte Gewissen, wenn man das arme Tier dann doch nicht nehmen wollte! Ich fing schließlich an, die Suche auch auf Züchter auszuweiten. Gelegentlich werden dort ja auch ältere Tiere abgegeben und durch die Gruppe sind diese gut sozialisiert.

Durch Zufall haben wir dann bei einer Züchterin ganz bei uns in der Nähe Alaska (BKH) gefunden. Die Züchterin hat fest daran geglaubt, dass die beiden Katzen gut zusammen passen würden und schließlich haben wir sie uns angesehen. Was soll ich sagen, spätestens als sie wie mit einer Stoppuhr versehen, die Besuchszeit gerecht auf beide Kinder aufgeteilt hatte, war es um uns geschehen:). Also haben wir es gewagt. Das war nicht leicht für mich. Die Kinder waren noch zutiefst mitgenommen vom Tod der Katze und nach allem, was ich hier gelesen habe, war ich dabei einen großen Fehler zu machen. Das Alter passte nicht und das Geschlecht auch nicht. Anderseits spielte unser Kater immer noch ganz gerne und war auch noch recht fit. Er hatte bislang in einer harmonischen Beziehung zu seiner Schwester gelebt und schien auch nicht sehr dominant. Gleichzeitig waren wir hier nach nur 5 Monaten natürlich auch noch in der Kennenlernphase- konnte ich das alles überhaupt beurteilen? Wenn es nicht geklappt hätte, hätte die Züchterin wieder zurückgenommen. Aber wie schlimm wäre das geworden? Es musste einfach klappen! Es gab hier eine sehr langsame und von uns übervorsichtige Zusammenführung mit Gittertür, aber beides sind sehr soziale Tiere.

Gut dass die Züchterin Recht hatte und es hier alles so gut passt. Alaska ist eine eher ruhige Katze, die auch gerne mal mit sich spielt und Federwedel liebt. Er guckt ihr gerne beim Spielen zu und genügt sich mit gelegentlichem Nachlaufen und anschließendem Schattenboxen. Daran haben beide Spass. Man "macht Dinge" gemeinsam und er leckt sie auch regelmäßig ab, aber zusammen kuscheln oder schlafen, wollen sie dann doch nicht. Er ist klar der dominante Teil, aber das lässt er selten raushängen. Ich glaube, das Verhältnis zu seiner Schwester war inniger, aber er liebt flauschige Sachen und wir haben ihm die flauschigste Partnerin geholt, die wir finden konnten.
 
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Was für eine wunderschöne Geschichte, liebe Sandfrau, und dann auch noch mit Happy-End!😻
 
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  • #10
Vielen Dank! Ja, es war eine echt schwierige Zeit und meine Kinder wissen nun mehr über die Verantwortung, die man für ein Tier übernimmt, als mir lieb war, aber es läuft nun alles gut und wir haben wieder normale Sorgen wie keine Lust auf Katzenklodienst;)
 
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  • #11
Fienchen hat sich nach einer Willy-"Attacke" an einen totaaal sicheren Safe Place zurück gezogen ... :cool:

20201018_220347.jpg
 
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  • #12
Duman & Damla verabreden sich nachts immer, wie sie am nächsten Tag mit Gender-Klischees umgehen und machen dann Rollenspiele …

Was machst Du da in meiner Tüte?
Wieso Deine Tüte???​
DSC_1714.JPG
Raus da aus meiner Tüte!
Hol sie Dir doch - ich bin schon drin, Du nicht!​
DSC_1699.JPG
Ich krieg Dich da schon raus!
DSC_1701.JPG
Raus da!
Nö. Du nervst - ich bleib drin.
Kompromissvorschlag: Wie wärs denn, wenn es unsere Tüte wäre?​
DSC_1704.JPG

Eigentlich keine schlechte Idee - und wenn die dann auch noch mit Dir gepolstert ist – super!
DSC_1708.JPG

Jedenfalls sind Versandtüten aus Packpapier einfach suuper!!!
 
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  • #13
Und wer hat hier das Sagen? Wer ist wer, wer rauft …?
Es scheint sich einiges zu ändern oder schon geändert zu haben im gemischten zwei-Katzen-Haus MagnifiCat.

So manches Mal, vor und auch nach der Kastration, war Duman auch recht grob zu Damla, die dann auch gelegentlich jaulte, sich aber immer tapfer zur Wehr setzte, wenn es ihr zu viel wurde. Wir haben uns zwar manchmal Sorgen gemacht, ob wir nun auch ein "Kater-Katze-Problem" bekämen, uns aber auch immer wieder klargemacht, daß das womöglich durch eine Wahrnehmungsblase getriggert sein könnte, denn: wenn es ok ist, verliert ja kaum je jemand ein Wort drüber (auch hier in diesem Forum kaum: hier werden ja die Probleme thematisiert – mit Recht, das suchen ja Leute Rat!). So steht für uns weiterhin der Verdacht einer vorurteilsgesteuerte Fehlwahrnehmung oder Genderklischee-Projektion im Raum. Wir erwischen uns ja selbst mitunter bei so einigen Gender-Klischees – oder wieso eigentlich, verdammt nochmal, sagt oder denke ich bei dem Kater, wenn er Madame-Damla überfällt, daß der raufen will, wenn aber Damla-Madam das Gleiche tut, sie sei ja doch eine Kampfzicke? Wenn Duman sich an Damlas Fressnapf zu schaffen macht, ist das dann Dominanzgehabe? So sahen wir das, doch nun frisst gerade Damla mehr als er. Wenn Damla nun sich also über Dumans Reste hermacht, hat das arme Mädel noch Hunger? Oder ist es umgekehrt: Wenn Duman eine Fressphase hat, dann ist das eben so, weil er ja ein grosser starker Kater ist, der das braucht, aber wenn Damla eine Fressphase hat, muss man das genau beobachten, denn sie könnte ja fett werden?
Wir finden, daß es gar nicht so leicht ist, sich von genderklischee-induzierten Deutungen einzelner Verhaltensweisen unserer beiden freizumachen – und sei es auch nur, weil uns unsere eigene menschliche Sprache dabei immer wieder Fallen stellt.

D&D raufen jetzt seit einigen Wochen praktisch gar nicht mehr miteinander. Jedenfalls nicht agressiv (ok, wenn Duman mit dem 1,4-fachen Gewicht von Damla auf die fällt, schnappt sie auch nach Luft. Das ginge wohl jedem von uns auch so). Aber auch die oben abgebildeten Versandtüten-Szenen waren vor allem Spiel (bei dem Damla nun grad mal 'oben' war). Es ist dagegen geradezu auffällig, wie sehr sie beobachtend kooperieren, bei der noch von der Züchterin mitgegebenen Rollbahn, ihrem Klein-Kitten-Speilzeug, welches sie vorübergehend vernachlässigten und nun neu entdeckt haben mit dem Ziel, die Kugeln da rauszufummeln (nebenbei: eindeutiger Vorteil einer Kugelbahn aus Pappe ist, daß man sie bei fortgeschrittener Nutzung mit Zähnen und Pfoten zerlegen kann!!), und bei der Pfotelmatte, aber auch sonst. Unternehmungen, wo auch immer im Haus, finden überwiegend zu zwein statt – oft mit einer handelnden und einer beobachtenden Rolle, die durchaus zwischen beiden wechselt. Sie kommen auch praktisch fast immer zu zweit hoch in unser Dachstudio, wo unsere Schreibtische stehen.

Dabei fällt aber auch auf, daß sie nicht mehr so oft zusammen schlafen. Ja, sie liegen noch zusammen irgendwo und dösen, davon haben wir ja auch aktuelle Bilder ins Forum gestellt. Aber für die langen Haupt-Schlaf-Phasen ziehen sie sich nun öfter auf einen je eigenen Platz zurück, der bei Duman vorzugsweise hoch und 'oben' ist, bei Damla tendeziell eher ebenerdig – oder auf eine spezielle Stufe der Treppe, welche freie Stufen hat (auch dies also ein 'oben' mit viel Kontroll-Aussicht ins Treppenhaus hinein).
Der größte Konflikt sind zur Zeit Anflüge von Kuschel-Eifersucht: Wenn Damlah morgends im Bett die erste (immer zwischen uns) ist, kommt Duman mit leichtem, schüchternen "njiüü" an die Seite, und wenn man nicht sofort reagiert und ihn auch "versorgt", haut er ab und hat für den Rest des Vormittags schlechte Laune. Wenn Duman morgends im Bett der erste ist (immer an der Seite und mit leisem "njiüü" angemeldet), kommt Damla in der Mitte hochgeschnurrgelt, und wenn man nicht sofort reagiert und sich ihr zuwendet (ohne grosses Streicheln, sie ist nicht so 'haptisch' veranlagt), haut sie wieder ab und hat für den Rest des Vormittags schlechte Laune.

Es ist im Moment insgesamt schön zu beobachten, wie beide sehr eigenständige Charaktere werden, die irgendwie (menschlich gesprochen) souverän in sich selbst ruhen.

Wer ist hier dominant?
Wer hat welches Spielverhalten?
Und wer kontrolliert das Revier Haus MagnifiCat?
Wir reden oft darüber, und: Nein, wir können kein unterschiedliches Spielverhalten konstatieren, das konfliktträchtig wäre. Vorlieben, ja. Die wüden aber wohl auch eher überraschen, also lassen wir das hier erstmal, und wünschen uns selbst, daß das nicht wieder verloren geht.
 
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  • #14
Ich glaube der Schlüssel zum friedlichen Zusammenleben liegt bei uns darin, dass unsere beiden recht entspannt sind. Das wiederum liegt daran , dass sie nicht um Ressourcen kämpfen müssen. Wir haben viel Platz, genug Futter und genug Menschen, die sich kümmern und Liebe schenken. Da ist es für die Katzen wahrscheinlich leicht zu gönnen. Natürlich kann das ganze schöne Konstrukt irgendwann mal kippen, aber das kann in jeder Gruppe passieren. Dann muss man dann nochmal gucken, was eine gute Lösung wäre.
Als unser Kater noch mit seiner Schwester bei uns lebte, war uns auch nie klar, wer dominanter war. Wir haben auch viel gerätselt. Ich glaube allerdings die Katze war die Dominante. In unserer jetzigen Konstellation ist es eindeutig; Alaska ist jünger und körperlich unterlegen. Aber unser Pumuckl ist ein Chef, der selten auf den Putz haut. Bei uns heißt es immer „die bewerfen sich wieder mit Wattebäuschchen“ .
 
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  • #15
Das ist, glaube ich, wirklich der Schlüssel zu einem schönen gemeinsamen Leben: entspannt zu sein und sich daran zu freuen, wie sich die lieben Tierchen entwickeln. Vielleicht ist ja auch niemand dominanter - wir rätseln da auch immer wieder dran herum und geben es langsam auf. Unsere beiden sind so unterschiedlich, aber die mögen sich sehr und "bewerfen sich auch mit Wattebäuschchen"! :grin:
 
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  • #16
Bei uns ist das mit der Dominanz glaube ich auch relativ ausgeglichen. Zwar ist es schon meistens er, der sie von irgendwelchen Plätzen vertreibt (bzw. sie lässt sich vertreiben - und legt sich dann eben auf ein anderes schönes Plätzchen), dafür wird er häufiger von ihr "zwangsgeputzt", was meines Wissens ja auch ein Zeichen für Dominanz sein kann. Und sie fängt durchaus auch mal Streit an (besonders wenn sie hungrig ist ...)

Ich merke aber auch, dass sich die Dynamiken zwischen den beiden gerade auch wieder ändern und zwar in dem Maße wie beide auch uns gegenüber und allgemein immer mehr (Selbst)Vertrauen gewinnen. Fienchen war ja bisher immer die "Scheuere" oder sagen wir eher die "Unabhängigere". Schritt für Schritt wird sie aber immer zugänglicher (bzw. hat uns als ihr dienstleistungsorientiertes Personal erkannt :aetschbaetsch1:) und das wirkt sich mE auch auf das Verhalten Willy gegenüber aus.

Nachtrag: Streng genommen liegt sie auch meistens zuerst auf den "besseren" Plätzen, also ganz oben auf dem KB oder dem Regal oder in der Hängematte (da liegt Willy eigentlich nur mal, wenn sie gerade nicht da ist). Ganz begehrt ist übrigens Die Blaue Decke (TM) (irgendso ein Billig-Polyesther-Teil) auf der Couch. Da werde selbst ich schräg angeguckt, sollte ich mich mal versehentlich drauf gelegt haben. :yeah:
 
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  • #17
Bei uns ist aktuell nicht ganz klar, was Sache ist.

Mal wird sich angezickt, mal geht's harmonisch zu, so zum Beispiel heute:
Ich bin im Homeoffice und da klebt der Kater immer formlich an mir. Gelegentlich kommt Coco angelaufen und fängt an Ihren Bruder abzuschlecken, da könnte man dahin schmelzen.
Keine Minute später provoziert Sie dann ein Geraufe (was ja grundsätzlich in Ordnung ist, ist ja schön wenn Sie spielen), rennt dann aber quickend und jammernd weg, sobald er darauf einsteigt. Gefaucht wird da auch. Und das geht andauernd so, wenn Sie nicht gerade schlafen.

Sieht für mich zwar jetzt nicht nach einem Problem aus, aber so war es halt bisher nicht. Wir sind gespannt wie sich das weiter entwickelt.
 
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  • #18
Keine Minute später provoziert Sie dann ein Geraufe (was ja grundsätzlich in Ordnung ist, ist ja schön wenn Sie spielen), rennt dann aber quickend und jammernd weg, sobald er darauf einsteigt. Gefaucht wird da auch.
Das kenn ich auch, nur ohne das Quieken. Sie kommt an, buckelt seitwärts und beißt ihm von unten in den Hals. Oder attackiert gleich seinen Kopf und bolzt ihn um. Und wenn er dann drauf einsteigt, is auch wieder nicht recht ...

Derzeit kabbeln sie sich eigentlich jeden Tag (streng genommen auch sonst, aber im Sommer kann man sich als Schönwetter-Freigänger halt doch besser aus dem Weg gehen), stapeln aber ebenso oft auch. Von daher ...
 
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  • #19
Ein Kavalier ist der Willy ja nicht gerade. Folgendes Szenario: Fienchen liegt nichts Böses ahnend vor dem Pelletsofen und döst. Kommt Willy an und stellt sich einfach auf sie drauf. :rolleyes: Sie bleibt aber cool, nur ihre Mimik spricht Bände: "Dein Ernst?". Dann geht sie einen halben Meter weiter und legt sich halt in "sein" Pappbettchen.

Und kurz darauf sah es hier so aus:

IMG-20201105-WA0017.jpeg
 
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  • #20
Umsturz? Revolution? Polsprung? Umwertung aller Werte?

Vor ein paar Tagen fiel Duman etwas zu grob Damla an, worauf sie ihm derart gehörig eine über die Rübe zog, daß er erstmal ein paar Stunden derangiert war. Nein, ohne Fauchen oder Knurren und so, einfach nur so eine 'volle Tatze'.
Na gut, das kommt immer mal wieder vor, auf der einen wie der anderen Seite.
Aber Damla frisst jetzt demonstrativ (auch) aus Dumans Napf (hat sie vorher nie gemacht).
Duman frühstückt schlecht und futtert weniger als Damla.
Damla liegt auf dem 'Schinkenbrett‘ (der begehrte höchste Liegeplatz im Haus) und Duman ist sichtlich frustriert, weil nämlich seit Bau desselben eigentlich immer Duman dort lag. Damla war eher die Höhelnschläferin (in der Trempel-Höhle).
Vorgestern Nachmittag schlief Duman erstmalig in der Trempel-Höhle, während Damla wieder auf dem 'Schinkenbrett' lag.
Den ganzen Tag waren sich die Geschwister nicht grün. Neid, Eifersucht, Missgunst … Duman macht Schulverweigerung beim Klickern. Damla selbstbewusst wie noch nie. Heute Mittag Damla auf dem 'Schinkenbrett' im Tiefschlaf, und Duman guckt mir zu, wie ich 40 Meter Sisal-Seil vorbereite, um die Klettersäule zu erweitern.
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Dann, während ich am Schreibtisch sitze, klettert Duman den üblichen Bücherregal-Walk rauf zu Damla aufs 'Schinkenbrett' – und ohne Vorwarnung Versuch, sie runterzuschmeissen. Das sind immerhin fast 3 Meter. Ich merke es erst, als Damla ihn anjault und ihm wieder eines über die Rübe zieht. Beobachte das und überlege, ob ich jetzt zu Auffangmassnahmen greifen sollte, erinnere mich aber, daß Duman da schon mal im Schlaf bei einer Umdrehung runterfiel und sich an nur einer Pfote, ins Brett festgekrallt, wieder hochzog. Ok, das schafft Damla im Falle des Falles auch (ich nicht, ich kann keine Klimmzüge). Damla gibt keinen Zentimeter Gelände preis (wäre auch schlecht, hinter ihr geht's abwärts), Duman gewinnt keinen Zentimeter Gelände. Kurzes Innehalten, dann leckt Damla ihrem Bruder übers Gesicht. Er legt sich hin und geniesst. Schliesslich stellen sie fest, daß sie noch beide aufs 'Schinkenbrett' passen. Prima.

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Kompromiss, oder nur Harmonie pur?
Von hinten sieht das besonders vorteilhaft aus.
Harmonie pur!
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Passt! denke ich … noch! … mit 8 Monaten. Aber dann … mit 12 Monaten, 15 Monaten? … wenn sie nicht mehr 3,2 und 4,3 kg wiegen, sondern 6 und 8 oder gar mehr??? Muss wohl demnächst mal an Umbaumassnahmen denken. Das 'Schinkenbrett' war nicht auf Doppelbelegung hin konzipiert. Eigentlich gibt es ja auch noch den Ost-Turm. Ich dachte, die könnten sich da doch gefälligst abwechseln. Das war wohl zu zivilisiert gedacht.
Immerhin, vorläufig geht's noch.

Und später, während ich das hier schrieb, beobachten sie einträchtig gemeinsam eine Feldwanze, die hier auf dem Fussboden krabbelt. Hab sie aus Sicherheitsgründen aber doch lieber entsorgt.
Es sei euch ja eigentlich gegönnt, aber die kann kleinen Katzen ziemlich weh tun.
… Alles gut, sie haben schon die blaue Murmel wiedergefunden… und den Pilker, der vom Regal herabhängt, mit dem Damla so gerne spielt [den Drillingshaken hab ich natürlich entfernt!].
Und jetzt toben sie durchs Treppenhaus.
Alles wie gewohnt.
 
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