Nachbarskater verjagt unsere Katzen!

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Cheriez

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16. April 2013
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ACHTUNG, LANGER TEXT

Liebe Forummitglieder,

vielleicht könnt ihr mir behilflich sein, ich bin echt verzweifelt.
Es geht um die Katze meiner Oma.Meine Oma besitzt zwei Katzen, einen Kater und eine Katze, beide kastriert, beide Freigänger, beide total lieb.

Das änderte sich allerdings, als der Nachbarskater,angeblich kastriert, hinzu kam.Der Nachbarskater wurde seit klein an von den Kindern der Besitzer nicht gut behandelt, getreten, mit Sachen nach ihm geworfen und ins Haus durfte er auch schon sehr früh nicht mehr mit der Begründung die Nachbarin habe seit/von ihrer Schwangerschaft eine Katzenallergie bekommen....

Seitdem hockte die Nachbarskatze vor der Haustür der Nachbarn, wurde dann später von den Kindern ziemlich geärgert, verjagt. Im Sommer, wie im Winter war das arme Tier nun draußen und suchte Schutz in unserem Garten, da die Häuser der Nachbarsseite Reihenhäuser ohne Vordergärten sind und der Hintergarten für Katzen nicht zugänglich ist. Ebenso konnten wir nicht mehr sehen, dass die Katze überhaupt gefüttert wurde.Gestreichelt sowieso nicht, da der Kater gelernt hatte, dass Menschen ihr eh nichts gutes wollen und sich demnach sofort mit beißen und kratzen zur Wehr setzte.
Auch als der Kater sichtlich humpelte, war das den Besitzern anscheinend
vollkommen egal... :mad:

Da kommt dann auch meine Familie ins Spiel.
Da wir sehr tierlieb sind, gaben wir dem Kater immer öfters Futter, versuchten ihn zu streicheln, wurden dabei sehr oft gekratzt und gebissen. Wir dachten dabei nicht an unsere Katzen, sie vertrieben den Nachbarskater anfangs noch. Irgendwann war es dann aber genau anders herum. Ich weiß auch, dass das wahrscheinlich unsere Schuld ist...hätten wir gewusst, dass das so ausgeht, hätten wir ihn wohl nie "angefüttert".

Unser Kater unterwarf sich schon eher, unsere zierliche Katze blieb noch sehr lange standhaft bis auch sie irgendwann nur noch verjagt wurde. Der Nachbarskater, der anfangs ein Minimum an Selbstbewusstsein hatte, ist nun King Louie in unserem Garten und unsere Katzen müssen weichen, wo es nur geht! Das geht nun schon einige Zeit so, unsere Katze wird immer ängstlicher, zieht sich immer mehr zurück,traut sich nicht mehr in unseren eigenen Garten da dort die Nachbarskatze ihr Revier nun hat.

Wenn unser Kater & unsere Katze morgens rausgelassen werden, sitzt dort der Nachbarskater vor der Tür, fordert sein Futter mit lauten mauen ein und lässt unsere Katzen nicht raus! Unser Kater geht trotzdem, er hat sich damit abgefunden, unsere Katze allerdings dreht sofort um, sobald sie den Nachbarskater auch nur hört... Sie geht höchstens noch in Flur und Keller, sehr selten ganz nach draußen.

Seit einiger Zeit brauch sie deshalb nun auch ein Katzenklo in der Wohnung. Als ob das alles nicht schon blöd genug gelaufen wäre, ist sie nun auch unsauber.
Sie pinkelt etwa jeden Tag neben das Katzenklo.
Meine Oma, ziemlich überfordert mit der ganzen Situation, schimpft die Katze dann an, wenn sie den sehr großen Urinfleck sieht. Ganz egal, ob das Urinieren wahrscheinlich schon zur Zeit des Entdeckens eine halbe Ewigkeit vorbei ist. Stellen wir das Klo genau auf die Stelle, wird daneben gemacht. Im Winter ist ihr Verhalten in der Wohnung relativ normal, im Sommer allerdings ist sie noch ängstlicher, da der Nachbarskater selbst IN die Wohnung kommt, um mit uns zu kontaktieren und das Fressen unserer Katzen aufzufressen.

Dies tut er meist ganz normal durch die Wohnungs- oder Kellertür, die
entweder bewusst offen gelassen wird von meiner Oma, da sie "es nicht einsähe wegen dem fremden Tier ihre Tür im Sommer zu zumachen" oder es einfach vergessen wird durch meinen Opa oder andere Besucher. Mein Opa lässt selbst im Winter die Türen offen, wenn niemand auf ihn Acht gibt..... ihr seht, es gibt viele Baustellen in dem Haus....

Habt ihr dennoch ansatzweise eine Lösung was die ängstliche Katze betrifft?
Den Nachbarskater vertreiben ist so gut wie unmöglich, da viel zu viele
Familienmitglieder täglich meine Oma besuchen, vom Nachbarskater draußen
begrüßt werden und diesen dann Fressen raustragen...
selbst, wenn das funktionieren würde, würde dann das Daneben-pinkeln
der Katze doch nicht von alleine aufhören, oder?
Bitte, habt ihr denn nicht vielleicht einen Tipp?

Vielen,vielen dank im voraus für ernstgemeinte antworten... :(
 
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Ina1964

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Ganz übel, wenn der Nachbarskater sogar in die Wohnung kommen kann! Da ist Unsauberkeit kein Wunder - die Katze versucht verzweifelt, ihren Anspruch auf ihr Zuhause klarzumachen.

Solange da nichts verändert wird, wird sich auch an der üblen Lage nichts ändern. Und mit einer unsauberen Katze zu schimpfen ist so, als würde man einem weinenden Kind noch eine runterhauen. Eine Katze kann nur auf ihre Art kommunizieren und genau das tut sie. Vielleicht kannst Du das Deinen Großeltern mit diesen Argumenten erklären. Strafe, Schimpfen usw. erzeugt nur noch mehr Unsicherheit.

Man könnte versuchen, mit Bachblüten und ggf. auch einem homöopathischen Mittel sowohl den Kater zumindest ein Stück weit einzunorden und auch der Katze bei ihrer Angst und Unsicherheit zu helfen. Wenn Du magst, schaue ich mir das mit Dir gemeinsam mal genauer an.
 
Jemynela

Jemynela

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Hast du denn Mal die ursprüglichen Besitzer drauf angesprochen, was sie davon halten würden, wenn du ihm ein neues Zuhause suchst? Vor allen Dingen kann man die ja wohl kaum mehr als Besitzer bezeichnen und er hat sich ja bereits ein neues Zuhause gesucht.
 
C

Cheriez

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Danke erst einmal für die schnellen Antworten!

Ina1964 :
Genau das denke ich auch. Wenn sie sich selbst in "ihrer" Wohnung als Revier nicht mehr sicher fühlen kann, bleibt das auch denke ich nicht aus.
Und meiner Oma zu sagen, sie solle mit der Katze nicht schimpfen, da diese überhaupt gar nichts dafür kann, bringt wenig - die ist mit ihren Nerven am Ende.Oma schimpft mit Katze, ich schimpfe mit Oma, Oma versteht es auch, wird aber trotzdem beim nächsten Fleck wieder wütend.....

Die Idee mit den Bachblüten finde ich interessant, inwiefern meinst du "einordnen"? Ja, bin über jede Hilfe dankbar. :)


Jemynela :
Ja, ich muss dazu sagen, der Nachbarskater rennt eigentlich die ganze Zeit über die Straßenseite von Tür zu Tür.
Die Nachbarn gehen allerdings meist wortlos an ihm vorbei und knallen ihn die Tür vor die Nase zu.....
Kommen die Nachbarn mit ihrem Auto an, rennt der Kater zu ihnen und maut.
Kommen wir mit dem Auto bei Oma an, rennt er wieder zurück und erwartet von uns Streicheleinheiten und Futter.
Mittlerweile beißt und kratzt er auch überhaupt gar nicht mehr so viel wie anfangs....das Einzige, was wir gut hinbekommen haben. :rolleyes:
Man sieht auch, dass er wirklich Kontakt zu Menschen haben will und gestreichelt werden will und Futter geht immer, da er ja auch nicht weiß, wann das nächste Mal überhaupt Fressen kommt.

Würde man den Nachbarn eine Standpauke halten, würden sie es sicher nicht einmal verstehen - für sie scheint das vollkommen normal zu sein, das Tier nicht rein zu lassen....und das auch im Winter. :(
Und Besitzer nennen sie sich selbst sehr wohl.Komischerweise.

Einmal kam die Nachbarin zu uns rüber am Gartenzaun, gaffte unseren dicken Kater auf dem Arm meiner Oma an und sagte wortwörtlich "Oh, der ist so schön und lieb, so einen lieben Kater zum streicheln und kuscheln wollte ich auch immer!" ganz frei nach dem Motto: "Mein Tier war ja von anfang an schon am kratzen und beißen........"

Wenn die Nachbarn Bekannte bei sich stehen haben, wird plötzlich nach dem Nachbarskater gerufen.Ganz komisch, als ob sie so tun würden, dass sie sich um ihn kümmern.Sonst wird er nicht beachtet. :mad:
 
AnnaAn

AnnaAn

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Schlag doch wirklich mal vor, ein neues Zuhause fuer das arme Tier zu finden. Das hoert sich alles so ungut an, was da passiert - ungut für alle Menschen und Tiere!

Versuch doch über den Tierschutz zunächst eine Pflegestelle zu finden und dann darüber die Adoptantensuche einzuleiten.

Ich würde das so nicht mitmachen. Das ist einfach eine unhaltbare Situation, die schon viel zu lange andauert.
 
AnnaAn

AnnaAn

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übrigens - ich hatte hier auch mal eine Pflegekatze, die meinen beiden Katzen gar nicht gut getan hat. Meine Katze fing das Pinkeln an und hat aufgehoert, als die Pflegekatze ausgezogen ist.

Dieser Stress für die Menschen ... und dann sich vorzustellen, dass diese Pinkelei ja ein Stresssymptom bei Katzen ist ... neeee, sowas wünsche ich niemandem.

Guck mal hier im Forum nach, wie man diese Pinkelflecken am besten entduftet

Ich nehme Ecodor, im Internet bestellt
Andere hier im Forum haben Biodor
Dann wird hier noch Wodka empfohlen etc. ...

Es ist ganz wichtig, die Stellen geruchsfrei zu bekommen.
 
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Cheriez

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16. April 2013
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Ja ich denke, ich werde einfach mal nachfragen müssen, ob die Leute ihren Kater in ein neues zuhause geben würden.
Leider werden die Nachbarn es wahrscheinlich nicht nachvollziehen können, da es in ihren Augen normal ist, eine Katze vollkommen draußen zu halten und sie natürlich auch nicht die Probleme mit ihrem Kater haben wie wir.

Die Besitzer haben ihren Kater schließlich nicht jede Sekunde vor ihrer Tür sitzen und mauen... :mad:
 
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mira_felidea

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respektvoller abgang

hi, ich hatte auch das problem mit solchen katern und katzen.
erstmal nie wie ne ne fremde katze anfüttern, einfangen und ins heim!
tut erstmal der tierfreundseele weh!
und jedesmal wenn du sie siehst vertreib den kater, von mir aus mit wasserschlauch, geh agressiv auf ihn zu, irgendwann verschwindet er schon.
es ist das territorium deiner katzen und du bist der dose. verteildige den raum
lg mira
ps: ich hätte auch längst schon den tierschutz alarmiert
 
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