Nachbar legt Stacheldraht aus, Kater darf kein Freigang mehr bekommen

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Micha1102

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Hallo zusammen,
wir haben uns im Juli 2021 einen Kater zugelegt, der nach der Eingewöhnungszeit von 5 Wochen auch Freigang bekommen hat. Wir haben ihn morgens rausgelassen und nach der Arbeit nachmittags wieder reingelassen. Gefühlt war der Kater auch in dieser Zeit sehr ausgeglichen. Vor zwei Wochen hat unser Nachbar überall auf seinem Grundstück Stacheldraht verlegt und unser Kater hat sich daran fies an seinem Näschen verletzt. Nach diesem Vorfall vor 2 Wochen haben wir unseren Kater nicht mehr raus gelassen. Wir haben zwar ein Haus mit 3 Etagen, wo der Kater sich verausgaben kann und haben ihm noch zusätzlich einen großen Kratzbaum gekauft. Aber ich habe das Gefühl, dass der Kater unglücklich ist, die Pupillen sind oft geweitet, er lässt sich nicht mehr so gerne streicheln und wenn man ihn kraulen möchte, dann zwickt er oft und geht auf Abstand. Rechtlich gesehen habe ich alle Hebel in Bewegung gesetzt (Ordnungsamt / Veterinäramt / Tierschutz / Polizei etc.). Leider ist hier nichts zu machen, der Nachbar darf Stacheldraht auf seinem Grundstück legen, wo er will.
Was wäre jetzt sinnvoll? Einen 2. Kater aus dem Tierheim adoptieren und beide als Hauskatzen halten? Oder sollte unser Kater noch eine Chance bekommen und wir lassen ihn wieder raus mit der Gefahr, dass er wieder in den Stacheldraht läuft? Ich muss dabei sagen, dass unser Nachbar nebenan eine große Vogelvoliere draußen hat und unser Kater natürlich immer wieder dorthin rennt und probiert, mit seinen Tatzen gegen das Netz zu schlagen von außen (wo der Nachbar übrigens auch schon überall Stacheldraht vorgebaut hat, nachdem unser Kater bei uns eingezogen ist). Abgeben möchten wir ihn auf keinen Fall. Wir haben keine Kinder und er ist unser ein und alles, möchten ihm aber auch ein glückliches Leben schenken.

Habt ihr reelle Vorschläge, was man in dieser Situation machen könnte?

LG
 
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TiKa

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Habt Ihr vielleicht auch einen Garten den Ihr einzäunen könnt, ein Katzenkumpel wär auf jeden Fall
empfehlenswert.;)
 
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Micha1102

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Wir haben zwar Stabmattenzäune aufgestellt, aber der Kater verschafft sich trotzdem über den Hang hinten raus einen Zugang zum Nachbarsgarten.

Worauf muss ich bei dem 2. Kater achten?
 
yodetta

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Hallo und Herzlich Willkommen! :)

So ein doofer Nachbar. :-(

Habt ihr reelle Vorschläge, was man in dieser Situation machen könnte?
Ich würde ebenfalls vorschlagen, Euren eigenen Garten katzensicher einzuzäunen.
Der arme Kerl versteht jetzt überhaupt nicht, warum ihm das wieder genommen wird, was ihm doch so sehr gefallen hat.

Einen Katzenkumpel sollte er auch unbedingt bekommen. :)

Liebe Grüße
Melanie
 
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Micha1102

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Hallo Melanie,
einzäunen funktioniert leider nicht vollständig. Nach links und rechts hinterm Haus befinden sich bereits 1,80m hohe Stabmattenzäune, aber nach hinten weg haben wir einen 20m hohen Hang aus Schieferstein, dort lässt sich nichts einzäunen. Das ist quasi der Flaschenhalt, wo der Kater zum Nachbarn rüberläuft und direkt vor die Voliere...Dort hält er sich manchmal stundenlang auf.
 
yodetta

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Wir haben zwar Stabmattenzäune aufgestellt, aber der Kater verschafft sich trotzdem über den Hang hinten raus einen Zugang zum Nachbarsgarten.
Ihr könntet den oberen Teil mit Streben schön tief nach innen abwinkeln, so dass er den Zaun nicht mehr überklettern kann. :)

Der zweite Kater sollte ebenfalls männlich und im ähnlichen Alter sein, außerdem würde ich darauf achten, dass der Charakter passt.
Also das Du keine Schlaftablette zu Deiner Rakete setzt (nur als Beispiel).
Hier würde Dich eine Pflegestelle sicher gut beraten können. :)
 
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Christian89

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Oh man, da scheint ja einiges im Argen zu sein.. Kann der Nachbar nicht einfach seinen Garten absichern anstatt alles mit Stacheldraht vollzulegen? Das wäre die beste Variante.
Allerdings befürchte ich wenn ihr ihn schon bei olizei, Ordnungsamt etc "angeschwärzt" habt, ist der Zug für Gespräche wohl abgefahren.
So rechtlich gesehen muss der Nachbar natürlich auch Nachbars Katze auf dem Grundstück akzeptieren.

Freigang entziehen würde ich ihm aber tatsächlich nicht, das ist immer ganz schlecht. Ein zweiter Kter wäre unabhängig von der Haltung besser.
 
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yodetta

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nach hinten weg haben wir einen 20m hohen Hang aus Schieferstein, dort lässt sich nichts einzäunen. Das ist quasi der Flaschenhalt, wo der Kater zum Nachbarn rüberläuft und direkt vor die Voliere.
Verstehe, dass ist natürlich Mist. :-(
Könntest Du denn ein Gehege im Garten bauen? :)
 
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Mrs. Marple

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Deine toller Nachbar kann zwar zunächst in seinem Garten machen was er will aber das hat auch Grenzen. Frag doch mal beim Ordnungsamt nach was die davon halten. Er gefährdet die Tierwelt, und "Müll" darf er auch nicht ständig im Garten lagern,es gibt Gesetze. Sonst würde ich sagen sieh zu,dass dein Freigang für den Kater sicher ist und sorgt für Gesellschaft.
 
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Soenny

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  • #10
Wollte ich auch eben schreiben. Ich würde mal bei der Stadt nachfragen, es gibt Städte/Gemeinden, da ist der Einsatz von Stacheldraht verboten!
 
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  • #11
Vorallem kann er doch seinen eigenen Garten dann gar nicht mehr nutzen, dumm sowas
 
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Micha1102

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  • #12
Wir arbeiten beide bei der Stadtverwaltung. Glaubt mir, rechtlich ist nichts zu machen, einzäunen ist nicht zu 100% möglich.

Dann werde ich einen 2.Kater zulegen und hoffen, dass die beiden sich verstehen und beide im Haus halten.

Würdet ihr den Kater trotz dieser Gefahren noch Freigang gewähren? (Nein, ich kann den Garten nicht absichern)
 
yodetta

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  • #13
Würdet ihr den Kater trotz dieser Gefahren noch Freigang gewähren?
Ich persönlich würde es nicht riskieren. :-(

Wie gesagt, vielleicht kannst Du ja ein Gehege bauen, so dass die Kater dann zumindest etwas Frischluft genießen können...
 
Mauseschnauz

Mauseschnauz

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  • #14
Was eine unschöne Situation, aber auch wenn ich mich jetzt etwas unbeliebt mache,habt ihr vorher schon mal dran gedacht, daß der Nachbar Vögel in einer Außenvoliere hält?
Ich wäre auch maximal angepi..t, wenn ich im Garten ein Kaninchengehege hätte und Nachbars sich einen Rotti zulegen würden, der mir in Regelmäßigkeit meine Tierchen verschrecken würde...
Ich denke, ein klärendes Gespräch schon im Vorfeld hätte einiges an Ungemach erspart, das jetzt vor allem die Vögel und der arme Kater auszubaden haben...
 
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Micha1102

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  • #15
Bevor wir uns den Kater geholt haben, wussten wir natürlich von der Situation der Voliere, diese ist aber doppelt gesichert, es streunen seit Jahren mehrere Katzen täglich über unser Grundstück zum Nachbarn zur Voliere. Das war nie ein Problem. Nur wo wir uns den Kater zugelegt haben, ist es für ihn plötzlich ein Problem. Der Nachbar mag uns seit Jahren nicht und die Katze sieht er höchstens noch als Provokation ihm gegenüber an (was absoluter Irrsinn ist).
 
Waterlily28

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  • #16
Was mir noch einfällt: Einen Rasensprenger mir Bewegungsmelder an der Grenze zum Nachbargrundstück aufstellen. Vielleicht bleibt euer Kater dann freiwillig dem Grundstück fern, wenn er die Richtung mit einem unangenehmen Nassgespritztwerden verbindet, und kann weiter seinen Freigang an unverfänglichen Orten genießen.
 
Celistine

Celistine

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  • #17
Bevor wir uns den Kater geholt haben, wussten wir natürlich von der Situation der Voliere, diese ist aber doppelt gesichert, es streunen seit Jahren mehrere Katzen täglich über unser Grundstück zum Nachbarn zur Voliere. Das war nie ein Problem. Nur wo wir uns den Kater zugelegt haben, ist es für ihn plötzlich ein Problem. Der Nachbar mag uns seit Jahren nicht und die Katze sieht er höchstens noch als Provokation ihm gegenüber an (was absoluter Irrsinn ist).
Was sagen denn die anderen Katzenbesitzer zu dieser "Gefahrenquelle"?

Ich habe Freigänger, die würden in reiner Wohnungshaltung die Wände hoch gehen, oder unsauber werden.
Ich denke auch, es geht gar nicht um die Katze, sondern um Euch.......solche Nachbarn hatten wir auch schon.
Da war auch nix mit friedlicher Lösung :cool:
 
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Micha1102

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  • #18
Also in den 2 Wochen, wo wir den Kater im Haus halten, scheint er viel zu schlafen tagsüber. Wenn wir nach Hause kommen, dreht er natürlich erst einmal richtig auf und wir beschäftigen uns erst einmal eine ganze Weile mit ihm, er möchte auch immer und überall mit dabei sein (in der Küche beim Kochen, Abends schaut er mit uns Fernsehen etc.). Aber er wirkt von Tag zu Tag distanzierter. Vielleicht ist es auch nur eine Phase, nur möchte ich nicht all zu lange damit warten und eine richtige Entscheidung treffen.
 
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Mrs. Marple

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  • #19
Was sagen denn die anderen Katzenbesitzer zu dieser "Gefahrenquelle"?
Das würde mich auch mal interessieren. Da ihr Arbeitskollegen seid ,kann es sein,dass da was im Argen liegt und dein Nachbar sich so rächt?
 
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Micha1102

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  • #20
Die anderen Katzenbesitzer sind zwar empört darüber, aber lassen ihre Katzen weiterhin raus und gefühlt sind die Katzen schlauer als unser Kater und rennen nicht geradeaus in den Stacheldraht.
 
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