Nach der Kastration wird der Hund angegriffen :-(

John *ronron*

John *ronron*

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Hallo liebe Katzen-Forum-Freunde,

seit gestern hat sich unser friedlicher Familienalltag in ein Horror-Szenario verwandelt.....gestern Abend habe ich hier geschrieben aber ich war so fertig, dass ich aus Versehen alles gelöscht habe :mad:

Meine Tochter und ich leben mit unseren 5 pelzige Lebensbegleitern, es sind zwei Hunde ( Rüde groß und Mädchen mittelgroß ) und drei Katzen ( 1 Katze, 6 J., kastriert, 1 Katze, 2 ½ J. WURDE AM MITTWOCH KASTRIERT, 1 Kater, 11 Mon., kastriert ).

Chili, die 2 ½ J. Katze wurde gerade am Mittwoch, dem 4.6., kastriert, Narkose und OP alles ok, nur die Wartezeit m.M.n. extrem lang ( um 8 Uhr los gefahren, bei TA um 8.30 Uhr angekommen, und dort erfahre ich, dass die Kastration erst in der Mittagspause statt finden wird. Nun war ich etwas perplex, aber alle versicherten mir, Chili ist in einer großen Box, es ist besser, ich nach Hause fahre, sie rufen mich an wenn sie langsam aufwacht und ich kann dabei sein......das passierte um 17.30 Uhr ca. und erst um 19.30 Uhr haben wir die Praxis verlassen....also ein sehr langer Tag für Chili ).

Erste Nacht nach der Kastration: Chili schläft bei meiner Tochter, trägt bis in den Morgen den Trichter, danach mache ich ihn ab, alles super, sie geht nicht an die Wunde.....ich schon fast erleichtert, sie frisst, sie trinkt, nur fällt mir auf, dass sie plötzlich extrem „gurrt“: „rrrrhhhh“....“mmmrrrrr“.....etc., besser gesagt ununterbrochen, Tag und Nacht.
Ich denke an den stressigen Kastrationstag, vielleicht die Trennung, vielleicht Schmerzen ( die Wunde sieht aber super aus, nichts ist entzündet, juckt nicht, und sie bekommt noch Antibiotika bis Montag ), sie war noch nie von uns getrennt an einem fremden Ort, also mache ich mir keine große Sorgen.

Donnerstag alles ok ( aus meiner Sicht, außer das Miauen und Gurren ), Freitag fast alles ok ( immer weiter Miauen und Gurren ), Chili verkloppt weiter wie immer den jungen Kater John, aber ich merke auch, dass die 6 J. alte Morgana plötzlich Chili anfaucht, mit der Pfote unterdrückt ( Morgana beißt nicht, kratzt nicht, faucht und legt die Pfote auf den Rücken des Anderen ) und Chili unterwirft sich.
Hmmmm.....ich habe schon öfter gehört und gelesen, dass die Rangordnung nach einer Kastration öfter wieder in Frage gestellt wird und es auch zu heftigem Streit unter Katzen kommen kann, die sich vorher mochten.

Nun verläuft die Nacht von Freitag zu Samstag super, alle drei Katzen und Elektra schlafen bei mir im Bett, Chili liegt bei Elektra, Morgana und John etwas weiter weg aber alle friedlich, kein Streit!

Also denke ich, es war nur wegen der Narkose, bzw. der Schmerzen, alles wieder ok, auch vorm Aufstehen kuschele ich mit allen und Chili ist total friedlich ( gurrt und miaut aber weiter ).

Dann fahre ich mit den Hunden am Samstag vormittags in den Wald, wie immer.
Komme nach 3 Stunden zurück, und dazu muss ich etwas erzählen: wir haben hier im Wald ein Wildschwein namens Otto, das immer überall liegt und kein Problem weder mit Hunden noch mit Menschen hat ( deshalb wird es auch bald getötet.....ich könnte kotzen....aber das ist ein anderes Thema ), meine Hunde waren schon sehr oft mit ihm „spazieren“, sie beschnuppern sich und die Hündin Elektra hat sich an dem Tag in eine Pfütze reingelegt, wo auch Otto war.
Also hat Elektra nach Wildschwein gerochen, was ich aber nicht so wahr genommen habe, weil sie dann trocken war. Elektra hat sich schon sehr oft in dies Pfütze gewälzt, es war also nicht das erste Mal, dass sie mit Wildschweingeruch nach Hause kam.

Jedenfalls komme ich nach Hause, setze mich in die Küche, unter dem Tisch liegt Chili in der Katzenhöhle und gurrt die ganze Zeit ununterbrochen, unter meinem Stuhl liegt Hündin Elektra - platt vom Austoben im Wald.
Ich lese Mails am Laptop, plötzlich springt Chili aus der Höhle und greift Elektra ins Gesicht an, ich falle fast vom Stuhl runter, Chili greift Elektra so heftig an, dass ich auch einen Biss bekommen habe plus mehrere Löcher am Bein ( nicht schlimm für mich, ich will nur die ernste Lage beschreiben ) und das Trennen der beiden ist richtig heftig gewesen ( habe Chili dann eine Decke zugeworfen und sie mit Decke weg getragen, weil sie immer wieder angriff und ich konnte Elektra nicht schützen ), Hündin Elektra stand unter Schock, Katze Chili war wie verrückt ( sie hat mich aber nicht angegriffen, überhaupt nicht ! ), die anderen Familienmitglieder total gestört, jeder auf seiner Art....

Chili habe ich ins Tochterzimmer eingesperrt ( ist ein sehr großes Zimmer mit Katzennetz am Fenster, Katzenklo, etc., also für eine kurze Zeit denke ich artgerecht ).

Meine Tochter kam dann um 18 Uhr ca. nach Hause und wir haben gemeinsam versucht, Chili und Elektra wieder zusammen zu fügen.....KEINE CHANCE !!!! Chili wollte die Hündin sofort wieder angreifen und war nicht mehr zu beruhigen, dabei hat sie immer gegurrt und gemiaut.

Eifersucht? Hormonelle Umstellung nach der Kastration? Wildschweingeruch + Empfindlichkeit nach der Kastration?

Ich bin am Ende mit meinem Latein und sehr traurig, heute musste ich arbeiten, Töchterchen hat mit den Tieren alles gut hinbekommen, sie sind aber den ganzen Tag getrennt.

Ich bitte Euch um Rat, falls jemand von Euch solche Situationen schon erlebt hat.

Ich arbeite nur drei Tage die Woche, aber möchte nach dem Geschehen nicht alle zusammen lassen, auch wenn ich nur 4 Stunden weg bin.

Die Tiere voneinander getrennt zu halten ist aber auch nur eine Notfall-Lösung!

Soll ich morgen mit Chili am Geschirr und Leine den Kontakt zu Elektra wieder probieren? Oder lieber nicht, weil sie durcheinander ist?

Ist es besser sie getrennt momentan zu halten, oder riskiert man doch, dass die Trennung zum „Feindverhalten“ führt?

Die TA-Praxis hat leider heute und morgen zu, also kann ich erst am Dienstag wieder jemanden erreichen.

Habt vielen Dank für´s Lesen, ich würde mich sehr freuen, wenn sich jemand meldet......

herzliche Grüße,

Costanza :(
 
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Starfairy

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Ach du lieber Himmel! Das kann ich mir gut vorstellen, das ihr alle geschockt davon seid.

Ich glaube eigentlich nicht, das der Vorfall mit der Kastration zusammenhängt. Ich denke, dann hätte sie ziemlich gleich, nachdem sie wieder voll "da" war, angegriffen.

Der Wildschweingeruch eher. Vielleicht war der dieses Mal stärker? Oder sie hat wirklich ein Ventil gebraucht.

Bitte laßt die Tiere morgen noch nicht zusammen. Bei Katzen dauert es ziemlich lange, bis das Stresshormon abgebaut wird. Lange heißt mehrere Tage. Und so lange solltet ihr die Tiere auch erst einmal getrennt halten.
Ich würde sagen, mind. 1 Woche. Auch keinen Blickkontakt.

Bitte badet die Hündin vor dem nächsten Versuch. Baden und danach mit einem getragenen T-Shirt o.ä. abrubbeln. Oder gleich baden, wenn sie ja im Bett schläft, nimmt sie den richtigen Geruch wieder an.

Und wenn ihr es dann versucht, macht kein Drama draus. Tut so, als ob alles völlig normal ist. Aber haltet eine Decke bereit, falls ihr wieder dazwischengehen müßt. Oder ein Sofakissen, das man "unauffällig" dazwischenwerfen kann, um die Tiere bei Bedarf abzulenken.
Wobei schnelle Ablenkung dann eh gut sein kann.
Z.B. eine Leckerlierunde, sobald Chilli aus dem Zimmer kommt.

Die Rangordnung wird sich möglicherweise schon ändern. Aber das passiert jetzt nicht innerhalb von 3 Tagen, jetzt sind durchaus noch genug Resthormone vorhanden, die erst abgebaut werden müssen.

Viel Glück!
 
John *ronron*

John *ronron*

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...ich werde verrückt, schon wieder geantwortet und alles gelöscht :alien::alien::alien:

Dankeschön, Starfairy, für Deine Antwort, wir machen genau so wie Du es uns empfiehlst!!!

Die Tiere bleiben getrennt, Elektra bade ich morgen ( heute habe ich es nicht mehr geschafft ), Bettwäsche werden gewechselt aber bleiben alle trotzdem getrennt.

Am 14.6., also am kommenden Samstag werden Chili die Fädchen gezogen, bis dahin bleibt es so!

Ich gehe schlafen, diesmal bei Chili im Kinderzimmer!

Es tut mir richtig weh, dass Chili momentan lange alleine bleibt, aber sehe keine andere Möglichkeit......

Dankeschön und bis bald, ich berichte weiter :oops:

lg,
Costanza
 
doppelpack

doppelpack

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Katzen unterwerfen sich nicht, indem sie sich auf den Rücken werfen.

Warum wurde die Katze erst so spät kastriert?

Ich schätze das ganze ist eine Verkettung von unglücklichen Umständen. Das Gurren würde mir Sorgen machen, vlt hat sie Schmerzen.
Ich würde mit dem Tier definitiv nochmal zu einem Tierarzt so schnell wie möglich. Vor dem 14.
Dann Zyklene / Feliway oä besorgen und die Katze erstmal in dem Raum separiert lassen. Dann langsam (erst nur Geruch austauschen, dann Sichtkontakt) zu den anderen.
 
John *ronron*

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Hallo Doppelpack, vielen Dank für Deine Antwort!
Katzen unterwerfen sich nicht, indem sie sich auf den Rücken werfen.

Was bedeutet es also?

Warum wurde die Katze erst so spät kastriert?

Weil sie ein Fundtier ist und wir sie im Herbst 2013 bekommen haben, blöderweise habe ich mich von einer TÄ immer wieder vertröstet lassen, habe einen Termin nach dem anderen für die Kastration bekommen, jedes Mal fand sie eine Ausrede....bis wenn ich jetzt endgültig den TA gewechselt habe.

Ich schätze das ganze ist eine Verkettung von unglücklichen Umständen. Das Gurren würde mir Sorgen machen, vlt hat sie Schmerzen.
Ich würde mit dem Tier definitiv nochmal zu einem Tierarzt so schnell wie möglich. Vor dem 14.
Dann Zyklene / Feliway oä besorgen und die Katze erstmal in dem Raum separiert lassen. Dann langsam (erst nur Geruch austauschen, dann Sichtkontakt) zu den anderen.

Du hast recht, ich gehe gleich am Dienstag zum neuen TA.
Feliway haben wir seit November 2013 - 2 Stück. 2 Mal schon nachgefüllt, wenn sie zu Ende gehen, kaufe ich keine neue.

LG,
Costanza
 
John *ronron*

John *ronron*

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@ doppelpack:
ich wollte Chili nicht während der Rolligkeit kastrieren lassen, deshalb wurden immer wieder neue Termine ausgemacht, die dann aber die TÄ absagte.....die Zeit ist schnell vergangen und ich habe immer weiter gehofft, dass es klappt.
 
S

Starfairy

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Ja, Zylkene ist auch eine gute Idee. Für Katze und Hund, damit von Anfang an eine entspanntere Stimmung da ist.

Du kannst für die Katze auch die Kapseln für Hunde verwenden, da bekommt die Katze die Hälfte von dem Pulver.
Einfach übers Futter, von den meisten Katzen wird das sehr gerne gefressen.

Das Gurren ist schon merkwürdig, aber ich habe noch nie gehört, das eine Katze bei Schmerzen gurrt.:confused:

Geh vorsichtshalber nochmal zum Tierarzt, das schadet auf gar keinen Fall.
 
John *ronron*

John *ronron*

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Hallo zusammen,

war gestern mit Chili beim TA. Es ist alles i.O., sie hat keine Schmerzen ( beim Abtasten ), der Bauch ist schön und weich, die kleine Op-Wunde trocken, nicht entzündet, nichts zieht, Chili geht auch nicht ran.

Das Gurren, Miauen und Schnurren ( hatte im Stress vergessen zu schreiben, dass sie immer sehr viel geschnurrt hat, aber jetzt noch mehr ) geht weiter, sobald ich mich bewege, sie anspreche oder was mache.
Ich brauche sie nur kurz anschauen, bzw. in ihre Richtung schauen, und sie fühlt sich sofort angesprochen.

Hündin Elektra ist gebadet, alles gewechselt ,alles gewaschen, mehr kann ich nicht tun.

Hauptsächlich sind alle am Tag getrennt, d.h. Chili im Kinderzimmer und die anderen zusammen, dann Chili mit nur mit uns und alle andere im WZ, dann alle Katzen frei und die Hunde im WZ eingesperrt, u.s.w.

Habe damit den ganzen Tag zu tun.....kaum komme ich nach Hause, warten schon alle ( wie immer aber momentan extrem ) und Chili schreit und schreit im Kinderzimmer, weil sie raus will.
Also gehe ich schnell eine Runde mit den Hunden, damit ich dann sofort mich um Chili kümmern kann.....es tut mir alles sehr weh, weil ich merke, dass keiner dabei glücklich ist.
Es war hier ein kleines Paradies, alle die zu Besuch kommen haben immer gesagt, wie schön es ist, dass Hunde und Katzen zusammen fressen, schlafen, kuscheln, etc.
Ich hätte mir nie vorstellen können, dass "gerade" bei unseren Tieren sich etwas ändern könnte.....bin naiv vielleicht, oder habe ich immer Glück gehabt.

Eine der TÄ meinte gestern, dass sie Fälle gehabt hat, bei denen nichts mehr ging.....weder unter Katzen noch unter Katzen und Hunden.
Sie meinte, dass es mit dem genauen Empfindungspunkt der Kastration zu tun hat, so dass wenn eine Katze z.B. unter Trennungsängste kastriert wird, kann sie dann extrem reagieren, indem sie jede Trennung vom Besitzer nicht mehr verkraftet.
Das Gleiche, wenn vor der Kastration Streit unter den Katzen war, bleibt dann so bzw. kann noch schlimmer werden.

Ich weiß es nicht, aber die Sache mit der Trennung klingt für mich im Fall Chili ziemlich glubwürdig, sie war so viele Stunden in der Box, dann die Kastra, dann das Aufwachen - ich war bei ihr -, nach Hause gefahren, zwei Nächte mit meiner Tochter ( obwohl Chili immer wieder bei meiner Tochter geschlafen hat, alle Türen sind bei uns offen, jeder kann sich aussuchen bei wem er schlafen möchte ), ich musste auch mit den Hunden in den Wald.....und gerade danach ist es passiert.

Während ich jetzt schreibe, sind alle andere ( Tochter inklusiv :D ) im WZ, nur Chili hier bei mir in der Küche, alle andere Räume offen.....und wo liegt sie? Hier auf dem Tisch neben meinem Laptop und schaut mich die ganze Zeit an. Ab und zu dreht sie eine Runde ( Flur, Bad, etc. ) aber kommt immer wieder miauend und gurrend zurück.
Und schnurrt.......schnurrt, schnurrt.....
Hunger hat sie ja immer, aber bei 3-4 Mahlzeiten ( alle werden gebarft und Chili bekam nach der Kastra kleine Portionen öfter, also 5-6 am Tag, jetzt gerade 3-4 ) plus Leckerchen ist wie immer.
Ihr Gewicht ist 7 Tage nach der Kastra gleich geblieben.

Habe Zylkene für mittelgroße Hunde bestellt, ist morgen da.

Danke für´s Lesen!
 
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