Mimyr und Hydrocephalus

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DonMahon

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Hallo Zusammen,

ich hoffe das hier ist das richtige Unterforum, ansonsten bitte verschieben.

Unsere beiden Fellnasen habe ich schon hier kurz vorgestellt:
Mimyr und Majvi

In diesem Thema geht es aber besonders um unsere kleine Mimyr.
Die kleine ist leider wirklich gestraft.

Früh wurde ein Rolllid diagnostiziert, und die Wurfmama ging schon davon aus, dass wir sie deswegen nicht mehr nehmen würden.
Wir haben Sie natürlich trotzdem genommen.

Bei der Untersuchung beim Tierarzt kam dann jetzt doch eine viel schlimmere (vorläufige) Diagnose:
Hydrocephalus, ein Wasserkopf.

Jetzt wo man es weiß, und sich eingelesen hat, ist es ziemlich eindeutig.
Ihre Stirn und generell ihr ganzer Kopf ist ziemlich groß und "aufgebläht". (Siehe Foto)
Sie ist etwas koordinationsschwach, was wir Anfang einfach als Tapsig wahrgenommen haben.
Sie lernt auch langsamer dazu wie ihre Schwester und wirkt manchmal ein... klein wenig verwirrt. :cry:
Das ganze müsste noch durch ein MRT bestätigt werden, aber im Grunde ist es bei den Symptomen schon eindeutig...

Wir haben sowohl über Arzt als auch im Internet schon einiges zu der Krankheit rausgefunden.

Das Hauptproblem ist leider, dass wir das Geld für die aufwendige OP nicht haben...
Auch das Rolllid lässt sich wohl aufgrund der Neurologischen Erkrankung eventuell nicht gut behandeln, da eine neurologische Erkrankung in diesem Maße wohl starke Komplikationen bei der Narkose verursachen kann, bzw. sehr anspruchsvoll sei.

Daher jetzt die Frage in die Runde:

Hat jemand mit dieser Erkrankung bei Katzen Erfahrung?
Mimyr geht es scheinbar relativ gut. Sie scheint keine Schmerzen zu haben und spielt auch ausgiebig sowohl mit uns über Spielzeuge als auch mit ihrer Schwester.
Die Frage ist nur, ob und wie lange das eventuell so bleibt.
Die medikamentöse Behandlung soll, nunja, weniger vielversprechend sein, höchstens zum hinauszögern.
Wir möchten der Kleinen es so gut es geht ermöglichen ein tolles, wenn vielleicht auch zu kurzes Leben zu ermöglichen, wir möchten aber keinesfalls, dass sie irgendwie leidet.
Könnt ihr uns Tipps geben? Oder eure Erfahrungen mit uns teilen? Dafür wären wir wirklich dankbar.
Auch im Hinblick auf ihr Rolllid. Das scheint ja schon Stress für die Kleine zu sein, bei dem was man so liest. Wenn aber eine Narkose in ihrem Zustand so gefährlich ist, würde ich auch hier ungern ihr Leben dabei aufs Spiel setzen....

Hilfe...! :cry:

Lieben Gruß und Danke im voraus,
Annika und Stephan
 

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Kayalina

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Hallo und herzlich willkommen im Forum :)
Den Wasserkopf sieht man ja leider schon auf eurem Vorstellungsfoto sehr eindeutig. Mit Erfahrungen kann ich euch leider nicht helfen. Aber ich hätte ein paar Fragen aus Interesse, vielleicht möchtet ihr ja noch ein bisschen genauer berichten. Was würde man denn bei der OP machen? Hätte sie damit die Chance ganz gesund zu werden und eine normale Lebenserwartung? Was kostet so eine OP denn?
 
Celistine

Celistine

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Ich habe mir mal eben einige Info´s über Google eingeholt, weil das auch für mich, "absolutes Neuland" ist.
Die Prognose betreffend einer OP scheint aber sehr positiv zu sein, oder?

Ich würde an eurer Stelle, ihre Geschichte auf einem Spendenportal veröffentlichen....ich bin mir sicher, es finden sich genug Katzenfreunde, die Euch helfen werden, die OP zu bezahlen.
 
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DonMahon

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Hallo Zusammen,

Also bei der OP wird ein sogenannter Shunt im Gehirn eingesetzt welcher mittels eines Schlauches mit Ventil die überflüssige Hirnflüssigkeit in den Magen ableitet.

Die OP sei wohl nicht ganz ungefährlich aufgrund der neurologischen Aspekte bei der Narkose sowie des Eingriffs selber. Im Internet wird viel von positiven Verläufen berichtet, jedoch gibt es auch Tiere welche in der Narkose oder Post OP versterben. Es gibt hier deutlich mehr bei Hunden dazu zu finden als bei Katzen.

Wir müssten hierzu noch einen Experten hierfür finden. OP Kosten können sich mal schnell auf 3000 bis 4000€ belaufen. Das MRT schlägt auch mit gut 400€ zu buche...
Die Rolllid OP liegt übrigens irgendwo zwischen 200 bis 400€.

So ein Spendenportal wäre natürlich eine super Sache, sofern sich genug hilfsbereite Menschen finden lassen...
Welche Portale eignen sich denn da für solche Zwecke?
 
bohemian muse

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Hallo Zusammen,

Also bei der OP wird ein sogenannter Shunt im Gehirn eingesetzt welcher mittels eines Schlauches mit Ventil die überflüssige Hirnflüssigkeit in den Magen ableitet.

Die OP sei wohl nicht ganz ungefährlich aufgrund der neurologischen Aspekte bei der Narkose sowie des Eingriffs selber. Im Internet wird viel von positiven Verläufen berichtet, jedoch gibt es auch Tiere welche in der Narkose oder Post OP versterben. Es gibt hier deutlich mehr bei Hunden dazu zu finden als bei Katzen.

Informationen zu Hydrocephalus bei Katzen findet man eher im englischsprachigen Raum. Sowohl auf Fachliteratur als auch Erfahrungsberichte bezogen.

Ich habe keine persönlichen Erfahrungen mit HC, kenne aber einige Fälle aus dem US-Tierschutz. Mit der richtigen Behandlung (je nach Fall operativ, medikamentös oder eine Kombination aus beidem) hat man vor allem bei jungen Katzen gute Chancen die Lebensqualität und -dauer deutlich zu erhöhen. Unbehandelt ist die Prognose für HC sehr schlecht.

Zu bedenken möchte ich außerdem geben, dass es in der Regel mit einer einmaligen OP nicht getan ist. Die meisten dieser Katzen benötigen ihre Leben lang Medikamente und eine sehr intensive Betreuung.
 
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teufeline

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Hallo Zusammen,

Also bei der OP wird ein sogenannter Shunt im Gehirn eingesetzt welcher mittels eines Schlauches mit Ventil die überflüssige Hirnflüssigkeit in den Magen ableitet.

Die OP sei wohl nicht ganz ungefährlich aufgrund der neurologischen Aspekte bei der Narkose sowie des Eingriffs selber. Im Internet wird viel von positiven Verläufen berichtet, jedoch gibt es auch Tiere welche in der Narkose oder Post OP versterben. Es gibt hier deutlich mehr bei Hunden dazu zu finden als bei Katzen.

Wir müssten hierzu noch einen Experten hierfür finden. OP Kosten können sich mal schnell auf 3000 bis 4000€ belaufen. Das MRT schlägt auch mit gut 400€ zu buche...
Die Rolllid OP liegt übrigens irgendwo zwischen 200 bis 400€.

So ein Spendenportal wäre natürlich eine super Sache, sofern sich genug hilfsbereite Menschen finden lassen...
Welche Portale eignen sich denn da für solche Zwecke?
Moin und willkommen hier,

aber ich bin jetzt mal die böse mit einer unpopulären Meinung. Warum lässt man sich so einen "züchterischen Unfall" andrehen?
Das gehört emotional und moralisch in die Verantwortung des "Züchters" so ein Tier zu behandeln und es abgabefähig zu machen (ich hatte schon Kätzchen mit Nabelbruch und habe das richten lassen, auf meine eigenen Kosten, damit die neuen Besitzer ein gesundes Tier haben).
Sollte dieser Zustand nicht erreicht werden, muss das gehandicapte Tier im Züchterhaushalt verbleiben, mit allen Konsequenzen. Ich würde die "Kittenmama", was ich als scheußliche Beschreibung empfinde, das Tier wieder zurückbringen, anstatt über Spenden für ein kaum zu rettendes Tier nachzudenken.
Die "Kittenmama" hat sich prima aus der Verantwortung für das von ihr in die Welt gesetzte Leben gestolen und lässt euch jetzt allein:devilish:
 
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Kayalina

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Vor allem wundert mich etwas, dass die Verkäuferin das Rolllid erwähnt hat. Wenn sie mit der Katze beim Tierarzt war und das dort diagnostiziert wurde, dann hätte er sicherlich auch den Hydrocephalus erwähnt. Wenn die Katze bisher noch nie beim TA war und sie das Rolllid selbst erkannt hat, dann scheint sie genug zu wissen um auf den ersten Blick zu sehen, dass mit dem Kitten noch mehr nicht stimmt.

Sind die OP-Kosten eine Schätzung des behandelnden Tierarztes?
Ich würde mir hier eine zweite Meinung aus einer Uniklinik einholen, sowohl was die Kosten als auch was die Prognose betrifft. In Gießen gibt es beispielsweise eine entsprechende Forschungsgruppe.
 
teufeline

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Ich zweifele auch das Rolllid an. Das Bild ist nicht besonders gut, aber das Auge sieht völlig kaputt aus: kleiner als das gesunde, Pupille größer als beim gesunden Auge. Die Augenhöhle ist halb leer. Es macht vermutlich mehr Sinn das Auge komplett entfernen zu lassen.
Ich bin kein TA, nur langjährige ehemalige Züchterin, aber vermutlich hat sich dann auch der Wasserkopf erledigt.
Ein ähnliches Jungtier hatte ich auch schon mal, den dicken Onyx, dem durch eine Herpesinfektion auch der Schädel linksseitig angeschwollen war. Den Kater habe ich übrigens wirklich behalten.
 
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