Milztumor

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Maine Coon Butler

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Hallo ihr Lieben,

Sonntag war ich mit Smoke beim Nottierarzt, da er sich zwei Mal erbrochen hat und keinen Kot absetzen konnte.
Beim Tasten fiel der Ärztin etwas Vergrößertes im Bauch auf, auf dem Röntgenbild und beim Ultraschall war ein recht großer Fleck zu sehen. Sie sagte ich soll heute wiederkommen da sich das der Doktor ansehen soll, da er noch besser schallt als sie. Mit den Verstopfungen konnte sie aber dann doch noch etwas helfen.
Heute morgen wurde eine vergrößerte Milz festgestellt mit Verdacht auf Tumor.
Er behielt ihn direkt da und sagte er muss ihn operieren, danach sind wir schlauer.
Er wurde operiert und es war ein echt großer Tumor an der Milz, sie wurde inklusive Tumor entfernt. Nun heißt es hoffen, dass das Biest nicht bösartig war!
Ich bin ganz schön durch den Wind, bin nur froh, dass ich gestern direkt hin bin, wenn ich mir vorstelle der wäre geplatzt... Smoke hat keine Anzeichen einer Erkrankung gezeigt, er hat gefressen, ließ sich hochheben, war munter! Letztes Jahr war er ja von August bis Oktober regelmäßig beim Arzt, da er ja eine Ohrproblem hatte, da ist aber beim untersuchen auch nichts aufgefallen. Ich mache mir trotzdem ein bisschen Vorwürfe! Hätte man das irgendwie merken können? Er hat zugelegt in letzter Zeit und viel gefressenen, ich dachte noch, dass der junge Mann bald mal auf Diät muss... sonst war er wie immer.
Vor allem was kommt jetzt? Wenn er bösartig war - ich mag gar nicht dran denken! Hat jemand von euch Erfahrungen mit Milztumoren?

LG
 
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chacaranda

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Ojee:reallysad:
Dies tut mir leid.:sad:

Ich hoffe es meldet sich noch jemand.

ich wünsche dir viel Kraft und drücke die Daumen für deine Maus:pink-heart:
 
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Maine Coon Butler

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Vielen lieben Dank! Ich hoffe das Beste! Ich bin schon mal froh, dass er lebt, der Arzt hatte mich um telefonische Erreichbarkeit gebeten falls man während der OP sieht, dass in meinem Kleinen alles kaputt ist, dann hätten sie ihn für immer schlafen lassen!
LG
 
Maiglöckchen

Maiglöckchen

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Es gibt Tumore, die so schnell wachsen, dass man beim besten Willen nichts merken konnte, also mach Dir da keine Vorwürfe. Wenn er fit war, gut gefressen hat, woher hättest Du es auch wissen sollen?

Bösartige Milztumore bei Katzen (falls es einer war) sind wohl oft Mastzelltumore. Und bei denen besteht eine relativ gute Chance, dass sie nicht gestreut haben und auch nicht wiederkommen, wenn sie ganz entfernt wurden. Mehr wirst Du wohl erst wissen, wenn der Pathologiebefund da ist.
 
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Maine Coon Butler

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Hallo Maiglöckchen,

vielen lieben Dank für die aufbauenden Worte! Woher weißt Du das mit den Tumoren? Es hört sich so an, als hättest Du da eindeutig mehr Kenntnis als ich :) ich habe zwar heute so halb gegoogelt aber nicht so richtig, ich war zu aufgewühlt. Du machst mir auf jeden Fall Hoffnung, vielen Dank! :-*
Ich habe den Tumor gesehen, er war wie ein Ball mit Haut drumherum, ich habe große Hoffnung, dass er sich nicht ausgebreitet hat!
Er ist auch noch so jung, mein Kleiner, er wird im April erst 4 Jahre alt, ich hätte gern noch viele schöne Jahre mit ihm!
Ich bin immer noch ganz schön geschockt, allein die Vorstellung heute, sie hätten ihn nicht mehr aufwachen lassen, wenn sie gesehen hätten es macht keinen Sinn mehr, hat mich ganz schön mitgenommen!
Ich warte nun auf den Befund, bis dahin kann man leider eh nichts machen! Smoke geht es okay, am Mittwoch gehen wir zur Nachkontrolle... was für ein Tag!

Ganz liebe Grüße
 
Maiglöckchen

Maiglöckchen

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Mein Merlin hat einen Tumor im Rachen und der Pathologe tippte zunächst auf Mastzelltumor, daher habe ich mich ein wenig mit dieser Tumorart beschäftigt und u.a. gelesen, dass wohl die meisten bösartigen Milztumore bei Katzen dazu gehören.

Aber erst einmal drücke ich die Daumen, dass es bei Euch doch etwas Gutartiges ist.
 
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Maine Coon Butler

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Vielen Dank! Ach nein, und wie ist das ausgegangen bei Deinem Merlin? Du schreibst ja "hat einen Tumor", also ist der Tumor noch da? Was wird da gemacht?
Ganz scheiße ist das alles, ich mag gar nicht dran denken, wenn mein bester Kumpel das nicht schafft brauche ich echt viel viel Kraft. Seine Schwester hat ihn gestern, als er beim Arzt war, auch sehr gesucht, natürlich nicht, ohne ihn gebührend anzufauchen als er wieder da war, trotz T-Shirt Rubbelaktionen, damit der TA Geruch weg geht.
Heute ist Smoke noch sehr fertig, der arme Kleine. Morgen ab zum Arzt und dann, ja dann warte ich nur noch auf den Befund.

LG
 
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Maine Coon Butler

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Ich darf echt nicht im Netz lesen... zu 85 % sind Milztumore bösartig, etc. pp.
So wie sich das liest ist er in drei Wochen nicht mehr bei mir.
Ich höre jetzt sofort damit auf, obwohl es schwer ist.
 
Maiglöckchen

Maiglöckchen

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Wenn es nach der Tierärztin in der Tierklinik gegangen wäre, die bei Merlin die Endoskopie gemacht hatte, dann wäre er schon seit sechs Monaten nicht mehr hier;)

Er hat den Tumor immer noch, vor drei Monaten hat unsere Haustierärztin ihn zwar so weit wie möglich entfernt, aber sie konnte in dem Fall nicht ins gesunde Gewebe schneiden, da das am Kehlkopf halt nicht geht. Ergo kam der Tumor wieder und wir therapieren mit Cortison und machen eine Immuntherapie. Bei uns bietet sich das an, da es sich um ein Lymphom handelt und bei diesen Tumoren spielt das Immunsystem ja eine besonders wichtige Rolle.

Bei Euch sind die Bedingungen doch viel besser: Der Tumor war gut verkapselt, konnte ganz entfernt werden, also ist wirklich nicht gesagt, dass Katerchens Zeit schon zu Ende geht - im Gegenteil. Jetzt warte erst einmal den Histologie-Befund ab, dann weißt Du mehr.

Sollte es bösartig sein, würde ich mir dann auch sehr zeitnah eine zweite Meinung in einer guten Onkologie einholen. So was findest Du z.B. in der Tierklinik Hofheim oder auch in der TK Grussendorf (Bramsche), die da beide empfehlenswert sind.

Wie geht es Smoke denn heute? Hat er sich gut von der Operation erholt?
 
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  • #10
Hi Silvia,

oh das liest sich gut, dass Merlin schon wesentlich länger lebt, als ihm vorhergesagt wurde :) Das freut mich! Oh ja, Kehlkopf, das muss schlimm sein, klar, komplett wegschneiden fällt da leider weg :-(
Wo machst Du die Behandlung mit ihm?
Ja, sollte Smoke Krebs haben werde ich mir eine zweite Meinung einholen und alles versuchen, damit er erst einmal gut weiterleben kann. Das ist für mich eh das Wichtigste, ich mache alles solange es ihm damit gut geht und er nicht über längere Zeiträume leidet.
Er hat die OP gut verknust, vorgestern habe ich mir noch wirklich Sorgen um ihn gemacht, war nur unter dem Bett (naja okay, für einige Zeit auch mal drauf), aber er frisst wieder, war heute Nacht sogar kurz mit im Bett und hat morgens Alarm gemacht, damit ich endlich mal für gefüllte Näpfe sorge. Er hat gut gegessen, sich danach noch zu mir gesellt und dackelt mir auf Schritt und Tritt hinterher, so kenne ich ihn :)
Er ist ein sehr lieber Kater, der selbst bei unangenehmen Tierarztbesuchen nicht kratzt oder beißt, die waren da ganz erstaunt, er ist ja doch als Maine Coon eine recht imposante Erscheinung, aktuell hat er 12kg, da muss er aber ein bisschen runter, da er eine kleine Wampe mit sich rumschleppt.
Ich habe gelesen, dass Tumore auch für großen Appetit sorgen können, nicht nur zu Gewichtsabnahme, vor drei Monaten hatte er noch 10,6 kg, ich habe in letzter Zeit immer gestaunt, wie viel Hunger er hatte, das kann natürlich damit zusammen hängen.
Sollte er wieder ganz gesund werden droht ihm eine kleine Diät, doch das ist gerade das geringste Problem :-D
 
Maiglöckchen

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  • #11
Die BEhandlung machen wir bei unserer Haus-TÄ. Sie ist zwar keine Onkologin, aber auf Internistik spezialisiert und da sehr fit. Wie sich schon daran zeigt, dass die Tierklinik den Tumor für mehr oder weniger inoperabel hielt, während das meine Haus-TÄ und die Zweitmeinung anders sahen.

Ja, es stimmt, dass Tumore zu gesteigertem Appetit führen können. Bei vielen Tumoren verlieren die Katzen aber gleichzeitig an Gewicht, weil der Krebs zerrt. Das ist bei Smoke ja nicht der Fall.
 
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  • #12
Der Befund ist da. es ist ein Lymphom. Sie untersuchen jetzt noch den Typ. Prognose ist schlecht, es kann nach einem halben Jahr vorbei sein oder nach ca. 2..
Ich werde mich noch informieren doch das war jetzt gerade die Aussage.
Ich bin echt fertig.

LG
 
Maiglöckchen

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  • #13
Mist.

Ich weiß ja nicht, wie alt Smoke ist, aber bei jüngeren Katzen könnte man über eine Chemo nachdenken, die wird von Katzen im Allgemeinen gut vertragen. Oder die "sanftere" Chemo in Form von Leukeran wählen.

Bei uns ist es auch ein Lymphom und wir sind ja einen etwas anderen Weg gegangen. Unter anderem mit INterferon, das in der Humanmedizin wohl öfter bei Non-Hodgin-Lymphomen zum Einsatz kommt. Bei Katzen gibt es diesbezüglich leider noch keine Studien, aber Du kannst Deinen Tierarzt ja mal drauf ansprechen.

Cortison kommt bei Lymphomen auch oft zum Einsatz.
 
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  • #14
Meine Liebe,

wie lang lebt er nun schon seit der Diagnose?
Ich bin bei meinem so erstaunt, dass es nicht früher entdeckt wurde.
Ich war letztes Jahr ab Ende August bei drei verschiedenen Tierärzten und einer Tierheilpraktikerin, da er sich die Ohren aufgekratzt hat. Geschwollene Lymphknoten wurden auch einmal festgestellt, da hieß es das müsse von der Ohrenentzündung kommen. Er war damals auch nicht in einem super Zustand, nahm ab und war nicht gut drauf, ich dachte es liegt an den bösen Ohren und dem ständigen Kragen tragen...
Als der Verdacht Futtermittelallergie im Raum stand habe ich seine Ernährung umgestellt, nach einiger Zeit mit vielen Abs- und weniger Aufs war es dann gut. Die Ohren waren verheilt, er nahm wieder zu, eigentlich sogar zu sehr, war munter und schmusig.
Ich dachte eigentlich seit ca. Mitte November wir sind auf einem super Weg. Die Diagnose trifft mich wirklich hart. Er hatte letztes Jahr auch so viele Baustellen... Augen OP, Zahn OP, Ohren... nun hat man kurz Ruhe und was passiert? Krebsdiagnose. Ich habe einfach so Angst, dass er schnell stirbt. Ich dachte immer, er wird bei mir alt und grau (wobei, grau ist er ja eh), von diesem Gedanken muss ich mich wohl verabschieden. Wenn es der T-Typ ist laut TA noch ca. 0,5-1 Jahr, bei B kann ich evtl. mit Therapie zwei Jahre rausholen.
 
Maiglöckchen

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  • #15
Seit der Diagnose sind sechs Monate vergangen, die ersten Symptome tauchten vor siebeneinhalb Monaten auf. Da Merlin 15 ist, seit fünf Jahren eine Schilddrüsenüberfunktion hat und zudem noch Spondylose, haben wir uns gegen die Chemo entschieden, vor allem auch, weil wir dafür weiter fahren müssten. Er hat also nur mit OP und recht niedrig dosiertem Cortison der Prognose bereits die Stinkekralle gezeigt.

Er hat zwar den B-Zell-Typ, nur hilft das bei uns wenig, da der Tumor eben direkt am Kehlkopf sitzt und nur ein, zwei Millimeter wachsen müsste, damit es zu Atemnot kommt.

Krebs wird leider sehr oft nicht früh genug erkannt. Man legt eine Katze und nicht mal einen Menschen ja nicht vorsorglich alles sechs Monate ins CT oder MRT.

Und wer kommt schon bei aufgekratzten Ohren auf einen Milztumor? Auch die Lymphknoten sagen nicht immer etwas aus, Merlins Lymphknoten sind ganz normal.
 
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  • #16
Ach ja, Smoke wird vier im April.
Ich muss jetzt eh noch mal abwarten, was der Befund sagt ob B oder T...
Aber der Krebs ist ja eh im Blut, man bekommt ihn nicht raus. Ich werde mal ein neues Thema aufmachen, vielleicht hast Du ja Lust, mitzuwandern?
Nein, ich hätte evtl. ein großes Blutbild machen lassen können, da hätte man das evtl. früher erkannt und besser behandeln können.
Ich mache mir viele Vorwürfe aber ich versuche, das abzustellen. Es bringt ja nichts.
Ich weiß auch nicht, ob ich eine Chemo machen würde... ich warte nun den Befund ab, bespreche dann, was man tun kann, oberste Prio ist Smokes Befinden, ich werde ihn nicht quälen, damit er ein paar Monate länger hat.
Ich bin unsagbar traurig, aber ich lasse ihn gehen wenn es soweit ist.

LG
 
Maiglöckchen

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  • #17
Mach Dir keine Vorwürfe. Im Blutbild sieht man das oft nicht.

Als Merlins erste Symptome auftraten, hatte ich zunächst seine Schilddrüse in Verdacht, dass die gewachsen ist und auf den Kehlkopf drückt. Also haben wir die SD geschallt und bei der Gelegenheit auch noch ein Geriatrie-Profil gemacht. Im Blutbild deutete nichts, aber auch gar nichts auf einen Tumor hin, weiße und rote Werte waren allesamt gut in der Norm.

Vier Jahre ist natürlich verdammt jung und in dem Alter rechnet man ja noch weniger mit so etwas.

Und ja, ich ziehe mit um in den anderen Thread.
 
chacaranda

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  • #18
Dies tut mir soo leid:sad::massaker: So ein Mist.


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