Mein Minie hat Mycosis Fungoides

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
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Kessy

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Hallo!

Mein Mann war am 11.6.08 mit Minie beim Arzt und es wurde Mycosis Fungoides diagnostiziert. Seit dem bin ich völlig fertig, weil ich nicht weiß wie lange mir noch mit ihm bleibt.

Eigentlich sind wir zum Arzt wegen des stark angeschwollenen Auges, womit er von kinderbeinen an ständig zum Arzt mußte. Den Abend vor dem Arztbesuch sah ich die riesige kahle Stelle an dem Hinterbein.
Nun kam die Diagnose.
Eine Spritze hat er auch noch bekommen.
Gestern wollten wir ihm die Stellen mit der Salbe einreiben und da haben wir gleich nochmehr Stellen entdeckt, die befallen sind.
Die eine Pfote ist , wie soll ich es ausdrücken, total runzelig trocken, wie verwuchert und bei allen anderen Tatzen sieht es zwischen den Krallen so aus, als wenn die auch befallen sind.

Er ist zwar noch ganz gut, aber das Naßfutter müssen wir Ihm immer in sehr kleinen Portionen reichen, da er es sonst wieder ausbricht.

Wie merke ich, das sich meine Katze quält oder ob er Schmerzen hat. Er zieht sich stark von mir zurück, läßt sich nur noch wenige Minuten von mir Streicheln. Mir tut es verdammt weh, für mich ist er mein Baby.

Und das schlimmste ist, wieviel Zeit bleibt mir noch mit Ihm?

Vielleicht hat von Euch schon jemand Erfahrung mit MF.

Lieben Gruß Kessy
 
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pünktchen

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Hallo Kessy,

zunächst herzlich willkommen hier im Forum, auch wenn der Grund ein nicht erfreulicher ist.

Dein Beitrag hatte mich echt verwirrt, da ich Mykosis -also eine Pilzgeschichte- nicht als schreckliche, todbringende Erkrankung sah. Aber das ist ja ein Non-Hodgkin-Lymphom.......:(:(

Deine Fragen kann ich dir leider in keiner Form beantworten, ich weiß auch nicht, ob wir hier im Forum schon Fellnasen mit dieser schlimmen Krankheit hatten.

Ich kann euch nur von Herzen viel Kraft wünschen.
 
Uli

Uli

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Hallo Kessy,

zunächst herzlich willkommen hier im Forum, auch wenn der Grund ein nicht erfreulicher ist.

Dein Beitrag hatte mich echt verwirrt, da ich Mykosis -also eine Pilzgeschichte- nicht als schreckliche, todbringende Erkrankung sah. Aber das ist ja ein Non-Hodgkin-Lymphom.......:(:(

Deine Fragen kann ich dir leider in keiner Form beantworten, ich weiß auch nicht, ob wir hier im Forum schon Fellnasen mit dieser schlimmen Krankheit hatten.

Ich kann euch nur von Herzen viel Kraft wünschen.

Ist das diese schlimme Krebserkrankung wobei so nach und nach Knochen, Lymphen, Mark und dann die Innerreien betroffen sind? Ohje, ich hoffe das ist es nicht!!! *daumendrück*
 
Orphi

Orphi

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Hallo Kessy, erst einmal herzlich Willkommen
Von dieser Krankheit habe ich noch niemals was gehört, habe aber gegooglet - von Dir steht auch schon was drin - und da habe ich ein Forum gefunden, wo es Dosis gibt, deren Tiere auch diese Krankheit haben --- allerdings beim Hund --- schau doch dort mal rein. Anmelden kostet ja nichts und vielleicht bekommst Du Tipps, damit das Leben von Minie leichter wird.
Mycosis fungoides (kutanes T-Zell Lymphom) beim Hund :: Portal

Gute Besserung
Heidi und die drei Fellbeutel
 
NellasMiriel

NellasMiriel

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Hallo und willkommen auch wenn es kein so toller Anlass ist - von der Erkrankung hab ich auch noch nie was gehört und hoffe Du erfährst für Dich Wesentliches!
lg Heidi
 
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Kessy

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Danke für Eure Willkommensgrüße

Ja leider bekommt man auch im Internet nicht so sehr viel über dies sch... Krankheit heraus, außer dass sie bei Hunden relativ bekannt ist.
Das einzigste was ich bisher herausgefunden habe ist, das wenn es Katzen haben, die Prognose schlecht ist und mir keiner wirklich sagen kann, wie lange mir noch mit meinem Baby bleibt.

Also halbwegs verständlich für jedermann bedeutet diese Krankheit:

bösartiger Krebs des lymphatischen Systems, u.a. der Lymphknoten, Mandeln, Milz, Nieren, Knochenmark, weiße Blutkörperchen sowie die Schleimhäute, wie z.b. Augen und die Haut.

Minie hatte seit Kinderbeinen an öfter mal Probleme mit seinem einen Auge, welches auch schon operativ versucht wurde zu beheben, aber der Kanal zwischen Auge und Nase war nicht freizubekommen, daher muckerte das Auge immer mal etwas.

Im Februar hatte er dann eine Bindehautentzündung, die wir dank der Augentropfen auch recht schnell überstanden haben.
Nun vor ca. 2 Wochen fing das mit dem Auge wieder an, nur das er sich so stark putzte und das Auge innerhalb kürzester Zeit sehr stark anschwoll und durch das dauerhafte Putzen verlor Minie ziemlich viel Fell am Auge und an der putzenden Pfote.
Den Abend bevor wir zum Tierarzt sind entdeckte ich eine riesige kahle Stelle am Hinterbein und ich war richtig geschockt und voller Sorge.:(

Falls ich mich hier wiederhole tut es mir leid, bin ziemlich durch den Wind.

Nunja, mein Mann fuhr dann mit dem Kleinen zum Tierarzt, dieser hat einen Abstrich am Auge gemacht und diese T-Zellen, oder wie die heißen diagnostiziert. Wir haben eine Salbe bekommen, mit der wir alle befallenen Hautstellen einreiben sollen. Er schrieb uns den Namen dieser Krankheit auf und hab uns den Tipp im Internet zu gucken, da es häufiger beim Hund vorkommt. Minie bekam noch eine Spritze und mein Mann kam mit gesenktem Kopf nach Hause und sagte erstmal nur das es nicht gut aussieht.
Ich brach sofort in Tränen aus, und mein Mann erklärte mir was der Arzt gesagt hat.

Zu Hause beim Einreiben habe ich dann noch entdeckt, das die Pfoten auch befallen sind.
Zwischendurch wollte ich Minie mal etwas Streicheleinheiten gönnen, da merkte ich, das er feucht war. Also Nochmal Tierarzt angerufen.
Das kommt wohl von der Spritze, bei Hunden müsse, man alle 2-3 std. vor die Tür. Hab nochmal nachgefragt, wegen der neu entdeckten Stellen und nun ...
Alles einreiben was wir entdecken und wenn die Salbe leer ist, wieder zum Arzt. Wenn sich der Zustand verschlechtert eben eher.

Ich hoffe, ihr könnt euch nun ein wenig etwas unter dieser Krankheit vorstellen, gern halte ich euch auf dem Laufenden.

Achso das was ich bisher noch gefunden habe:
Meistens Kater, ab 11 Jahre und meistens weißes Fell !!!
Bei Katzen fängt es wohl meist mit Schleimhäuten und Haut an.

Wenn man den Juckreiz mit Salben in den Griff bekommt, kann das Tier (z.b. Hund noch einige Zeit, sogar Jahre) relativ gut leben. Katzen werden aber
meist wahnsinnig, wegen dem reinlichen Putzverhalten. Und daher ist der Juckreiz bei Katzen schwer in den griff zu kriegen.

Alles in allem läuft es wohl darauf hinaus, das er über kurz oder lang erlöst werden muß.

Lieben Gruß Kessy
 
K

Kessy

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Hallo Ihr,

um Euch auf dem Laufenden zu halten, meld ich mich mal.
Die Salbe scheint den Juckreiz etwas zu mildern, an der Pfote und am Bein wächst das Fell, wenn auch sehr langsam, etwas nach.

Er kommt auch inzwischen wieder regelmäßig zu mir, um sich seine Streicheleinheiten abzuholen. Ich verwöhne ihn ja mehr als genug, lese ihm die Wünsche ja fast von den Augen ab.
Nur der Hund darf garnicht mehr in seine Nähe, dann folgt gleich eine Rauferei mit allem was dazu gehört, und das obwohl sie eigentlich unzertrennlich sind.

Nächste Woche werden wir wieder zum TA fahren, denn bis dahin müßte die Salbe aufgebraucht sein. Mal schauen was er dann sagt, vor allem zu dem Körper, denn ich finde immer mehr, das der arme Minie sich sehr hart anfühlt.

Aber Aufgrund der Wirkung der Salbe habe ich ein wenig mehr Hoffnung, das er noch nicht über die Regenbogenbrücke gehen muß.

Lieben Gruß Kessy

Ps. meld mich spätestens wieder nach dem TA Besuch .
 
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elvira

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Hallo Kessy,

ich hab von dieser Krankheit noch nie gehört aber es ist wirklich schrecklich. Der arme Minie:(
Ich wünsche euch ganz doll, dass die Salbe noch mehr Linderung verschafft und Minie soweit glücklich und zufrieden ist.

Verwöhnt ihn ganz doll, euren Schatzi.

Ich drück die Daumen für den TA Besuch.
 
K

Kessy

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Erneuter Tierarztbesuch ...

Hallo Ihr ...

Ich möchte euch mal kurz auf dem Laufenden halten ...

Heute war ich wieder mit Minie beim Tierarzt. Nachdem die Salbe zuerst recht gut angeschlagen hatte, hat sich der Zustand der betroffenen Stellen seit 2 Tagen wieder verschlechtert.

Heute erfuhr ich, das dieser Krebs bereits die Stufe 3 erreicht hat.

Minie bekam heute gleich 2 Spritzen und eine neue Lotion zum Einreiben, sowie eine Plastikkrause, damit er nicht an den ganzen Stellen rumleckt.

Der Arzt gab mir das Gefühl, das wenn wir den blöden Juckreiz in den Griff bekommen, ich noch einige Zeit etwas von meinem Süßen haben werde.

Nur die neue Creme müssen wir nun schon 2x täglich auftragen und ich hoffe mal durch die Krause, das es schneller wirkt und wir es alles schneller hinbekommen.

Der Arzt erklärte mir, das es immer wieder eine schlechte Entwicklung gibt, die aber immer wieder schubweise auftritt, dazwischen gäbe es immer mal eine Art Ruhephase.

Nunja, erstmal alles Neue für Euch und für mich ... nun heißt es wieder abwarten ... Der TA und ich bleiben im ständigen Kontakt, sowie sich etwas neues ergibt und werden dann weiter sehen.
Zumindest scheint die Regenbogenbrücke ein kleines Stück in die Ferne gerückt sein ... Ich Sorge mich sehr, aber für meinen kleinen Schatz kämpfe ich mit!!!

Liebe Grüße Kessy
 
romanticscarlett

romanticscarlett

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  • #10
Hallo Kessy,

ich lese die traurige Geschichte von Minie erst jetzt.:( Ich hoffe, dass ihr das Fortschreiten der Krankheit noch ein wenig aufhalten könnt und dass ihr den Juckreiz lindern könnt.

Du hast geschrieben, der Krebs wäre auf Stufe 3. Ich kann damit leider nichts anfangen. Wie viele Stufen gibt es denn?

Ist Minie eigentlich auch weiß? Denn du hast ja geschrieben, dass weiße Kater anfälliger für diese schreckliche Krankheit sind. Hast du vielleicht ein Foto von Minie?
 
Feathertail

Feathertail

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  • #11
Hallo Kessy,

ich bin auf deine Geschichte gestoßen, weil meine Katze Noffi heute gestorben ist, wahrscheinlich an Krebs. Du hast in einem anderen Thread geschrieben, daß du Angst hast, die endgültige Entscheidung zu treffen. Ich kann dich so gut verstehen. Ich trage diese Angst seit Tagen mit mir. Ich habe geweint und gehofft und mich immer wieder gefragt, was ich nur tun soll.Vor zwei Monaten ist meine Schwiegermutter an Krebs gestorben, vor einem Jahr mein Schwiegervater. Ich bin ein Stück des letzten Weges mitgegangen, habe mir gewünscht, ich könnte ihnen helfen, könnte ihrem Leid ein Ende bereiten. Aber für Menschen ist dieser Ausweg so viel schwerer...

Heute habe ich Noffi in der Tierklinik besucht. Irgendwie ahnte ich es schon, aber als sie mich ansah, wußte ich es. Ich habe auf den TA gewartet, ungeduldig, denn ich wollte nicht, daß sie noch länger leidet. Plötzlich war die Entscheidung gefallen, einfach so. Die TA kam zu spät, Noffi starb als ich sie streichelte. Ich hatte sie nur kurz, aber es tut so weh. Ich wünsche dir von ganzem Herzen, daß du noch viel Zeit mit Minie hast. Diese Forum gibt mir viel Kraft und ich hoffe, dir kann es auch helfen.

Wenn der Zeitpunkt der Entscheidung gekommen ist denke daran, du kannst ihr Schmerzen ersparen und den Leidensweg verkürzen. Das ist ein Geschenk, daß du ihr machen kannst. Hab keine Angst davor, es dann zu tun. Und wenn du gute TAs hast, werden sie dir bei der Entscheidung helfen. Bis dahin genieße jeden Tag, auf das es noch viele sein werden.
 
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Kessy

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  • #12
Hallo

Ja mein Minie is auch weiß ... und zu der Krebsstufe, kann ich dir leider auch nicht so viel sagen, da man im Internet nicht wirklich viel findet und diese Art von Krebs bei Katzen wohl extrem selten ist, im Gegensatz zum Hund, da kommt sie wohl häufiger vor und ist bei Hund auch mit Chemo oder Bestrahlung zu behandeln, aber bei Katzen bringt es wohl nicht. Soweit ich mich belesen habe gibt es bei dieser Krankheit 5 Stufen (beim Menschen). Bei Minie sind inzwischen alle Tatzen sowie auch zwischen den Krallen befallen, das linke Auge sieht sehr schlecht aus und mit am gravierendsten ist das rechte Hinterbein, wo sozusagen die Kniekehle inzwischen nackt ist und befallen ist. Von der Haut und den Schleimhäuten weitet sich dieser Krebs irgendwann auf alle Lyphischen Organe, wie z.B Milz, Leber und Lymphknoten und das Knochenmark und Blut aus. das Problem ist nur, das Katzen mit dieser Krankheit aufgrund ihres Putzdranges irgendwann verrückt werden und durchdrehen, so die Aussage des Tierarztes.

Wenn ich kann, beantworte ich gern alle Fragen die anfallen, denn seit der Diagnose versuch ich viel darüber herauszufinden.

Bilder hatte ich eigentlich in meinem Profil hochgeladen, aber ich schau gern nochmal nach ...

Liebe Gruß Kessy
 

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