Mehrere Abdominallymphknoten tumorös verändert, tägliches Erbrechen der Katze

  • Themenstarter Katzenfreundin37
  • Beginndatum
  • Stichworte
    cerenia erbrechen gingivitis lymphknoten magenschutz omeprazol sucrabest tumor übelkeit ulmenrinde

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
K

Katzenfreundin37

Neuer Benutzer
Mitglied seit
30. Juli 2021
Beiträge
22
Bei unserer Katze wurden letzten Montag bei einem Ultraschall vom Abdomen (Bauch) durch die Tierärztin mehrere Abdominallymphknoten tumorös verändert festgestellt. Diese befinden sich im Bereich vom Dünndarm. Sie ist 17 Jahre alt, Europäisch Kurzhaar, Schildpattkatze und wiegt 4200 g.

Seit Ende April 21 hat sie immer wieder täglich erbrochen. Wir waren schon im April 21 deswegen mit ihr in der Tierklinik. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich aber durch Medikamente der Gesundheitszustand wieder verbessert (Sucrabest 1/4 Beutel morgens und abends, Omeprazol 1/2 morgens und abends sowie Mitrazapin 1/4 Tablette morgens und abends) insgesamt 2 Wochen lang.

Seit letzter Woche 21.07.21 bricht unsere Katze nun täglich im Halb- bis Stundentakt. Sie hat daraufhin von der Haustierärztin am 23.07.21 Prevomax 0,3 ml gespritzt bekommen gegen Übelkeit und Erbrechen und Virbac Nutribound 150 ml erhalten sowie den Hinweis, dass Futter so fein wie möglich zu machen bzw. mit Wasser zu mischen, da die Ärztin einen Tumor durch Abtasten entdeckt hat.

Durch die Medikamente war sie 3 Tage brechfrei. Am Montag, 26.07.21 ging es wieder erneut los mit Erbrechen. Wir waren dann bei einer anderen Tierärztin, weil diese einen Ultraschall besitzt. Bei unserer Katze wurden bei dem Ultraschall vom Abdomen (Bauch) durch diese Tierärztin mehrere Abdominallymphknoten tumorös verändert festgestellt. Zudem presst sie beim Toilettengang auch immer sehr stark damit überhaupt ein Kotabsatz funktioniert. Sie verliert manchmal auch kleine Kotkugeln beim Gang nach der Toilette.

Diese befinden sich im Bereich vom Dünndarm. Dieser Befund wurde im April 21 nicht in der Tierklinik festgestellt. Dort wurde nur geröntgt und abgetastet ohne Ergebnis. Außerdem aktuell eine kleine Stelle mit Gingovitis Zahnfleischentzündung. An diesem Tag wurde erneut eine Spritze Prevomax gegen das Erbrechen gegeben. Am Donnerstag dann erneut eine Spritze Prevomax von der Tierärztin, da es wieder mit Erbrechen losging.

Ich habe nun seit dem Ultraschall folgende Medikamente von der Ärztin erhalten: Cerenia 16 mg 1/2 oder 1/4 Tablette täglich, insgesamt 4 Stück, Sucrabest Granulat 1/4 Beutel morgens und abends insgesamt 10 Beutel, Omeprazol 10 mg Tablette 1/2 Tablette morgens und abends ingesamt 28 Tabletten und Onsior 6 mg 1 Tablette täglich gegen Zahnfleischentzündung, insgesamt 6 Tabletten.

Nun hatte ich erstmal nur Sucrabest Granulat 1/4 Beutel morgens und abends sowie Onsior 1 Tablette täglich gegen Zahnfleischentzündung seit der letzten Prevomax Spritze am Donnerstag gegeben. Dies reicht aber nicht aus um das Erbrechen und die Übelkeit zu stoppen.

Seit heute gebe ich Omeprazol 10 mg Tablette 1/2 Tablette morgens und abends und kein Sucrabest gegen Erbrechen sowie Onsior 1 Tablette täglich gegen Zahnfleischentzündung. Das Cerenia als Tablette soll ich im Bedarfsfall bei Erbrechen geben.

Kann mir jemand sagen ob man eher nur Omeprazol 10 mg geben sollte wegen dem Erbrechen oder immer in Kombination mit Sucrabest? Was ist eher bei dieser Erkrankung empfehlenswert bzw. richtet weniger Schäden an?

Auf Dauer möchte ich ihr die ganzen Medikamente ungern geben, bin mir jedoch bewusst, dass sie schwer krank ist.

Habt ihr eine Empfehlung für einen pflanzlichen Magenschutz bzw. pflanzliche Mittel gegen Übelkeit und Erbrechen und auch Futterempfehlungen bei Krebs? Ich habe von Ulmenrinde gelesen. Bei der Ulmenrinde bin ich mir unsicher, ob es das Wachstum vom Tumor der Lymphknoten fördern könnte wegen Kohlenhydraten. Der Krebs soll nicht durch Kohlenhydrate/Zucker wachsen.

Wir haben nächsten Freitag noch einmal einen Termin in der Tierklinik wegen dem Befund ,,mehrere Abdominallymphknoten tumorös‘‘ verändert. Hat/hatte jemand auch so eine Erkrankung bei seiner Katze bzw. gehabt und hat Erfahrungen dazu auch in Bezug auf die Behandlung?

Vielen Dank für eure Hilfe.

Katzenfreundin37
 
Werbung:
M

Max Hase

Erfahrener Benutzer
Mitglied seit
13. Oktober 2012
Beiträge
1.769
Ganz ehrlich, Angst vor Medis oder ihren Nebenwirkungen hätte ich hier am Allerwenigsten.
Jetzt zählt Lebensqualität. Und dauerndes Erbrechen gehört nicht dazu.
 
Poldi

Poldi

Forenprofi
Mitglied seit
25. März 2008
Beiträge
6.766
Alter
59
Ort
Kreis Recklinghausen
Ganz ehrlich, Angst vor Medis oder ihren Nebenwirkungen hätte ich hier am Allerwenigsten.
Jetzt zählt Lebensqualität. Und dauerndes Erbrechen gehört nicht dazu.
Dem schließe ich mich an.
Eine Frage habe ich noch.
Man kann im US und Abtasten eindeutig sehen, das die Lymphknoten tumorös sind?
Bei Lily war der Darmlymphknoten im US auch verdickt zu sehen. Es gibt da den Verdacht auf Lymphom.
Meine TÄ hat mir gesagt, das man nur ein eindeutiges Ergebnis durch eine Biopsie, bzw Laparotomie bekommt.
 
M

Max Hase

Erfahrener Benutzer
Mitglied seit
13. Oktober 2012
Beiträge
1.769
Ja, ich hatte den großen Mauser mit gesichertem Lymphom, Luna mit dringendem Verdacht auf einen Magenausgangstumor, Stallkater Alfred mit Verdacht auf Lymphom, Nachbarkater Felix mit Leukämie.

Felix war sechs, starb eine Woche nach Diagnosestellung.
Alfred haben wir erst in spätem Stadium erwischt, Behandlung beim fast wilden Kater nicht möglich.
Luna wurde ein gutes Jahr mit Prednisolon behandelt und ging dann mit 18 Jahren.
Beim großen Mauser haben wir nur geschallt, Symptome und Ultraschall passten. Mit Predni haben wir noch knapp zwei Jahre gewonnen. Dann hat das Lymphom zurück geschlagen.
 
M

Max Hase

Erfahrener Benutzer
Mitglied seit
13. Oktober 2012
Beiträge
1.769
@ Poldi
In jeder Situation war es traurig.
Aber Luna hat mit 18 eine für Katzen normal bis hohe Lebenserwartung gehabt.
Und beim im Ultraschall fortgeschrittenen Lymphom noch zwei Jahre, das ist gewonnene Lebenszeit.
 
F

ferufe

Erfahrener Benutzer
Mitglied seit
31. Dezember 2016
Beiträge
1.839
Hallo,
Sucrabest wird nur 1 x tgl. gegeben, es dient der Regeneration der Magenschleimhaut bei Geschwür und bei Gastritis wo solch eine Gefahr besteht. Omeprazol, auch 2 x tgl. ist alles zusammen viel zu viel. Omep verhindert die Magensäurebildung. Nur, ohne Magensäure hat man auf Dauer auch Verdauungsprobleme, ihr befindet euch so in einem schlimmen Kreislauf. Entweder Sucrabest oder Omeprazol, 1 x tgl., das ist die Dosierung die gegeben wird. Und dies dann nüchtern bzw. nur minimale Futteraufnahme. Mist wirkt sowohl das eine wie andere über Nacht ganz gut.
Alternativ kannst du es gut mit der Ulmenrinde versuchen. Als Schleim oder je nach Hersteller auch ins Futter gemischt. Wichtig ist jeweils, viel Flüssigkeit. Kann auch helfen bei zu festem Kot, da könntest du jedoch auch Macrogol geben um den Kot gleitfähiger zu machen. Bei Ulmenrinde musst du zu Medis 2 Stunden Abstand geben, weil sie eine optimale Aufnahme von Wirkstoffen verhindert.
Futterempfehlungen bei Krebs ist hier vermutlich nicht angebracht. Es sollte zählen, dass sie frisst und dies möglichst bei sich behält.
VG
 

Ähnliche Themen

C
Antworten
17
Aufrufe
1K
Max Hase
M
L
Antworten
18
Aufrufe
5K
pfotenseele
P
E
Antworten
33
Aufrufe
3K
E

Über uns

Seit 2006 stehen dir in unserem großen Katzenforum erfahrene Katzenhalter bei Notfällen, Fragen oder Problemen mit deinem Tier zur Verfügung und unterstützen dich mit ihrem umfangreichen Wissen und wertvollen Ratschlägen.
Oben