Medikamentenanwendung bei FIV: Zylexis, Cortison, Interferon, Antibiotika

  • Themenstarter Mariele
  • Beginndatum
  • Stichworte
    cortison fiv interferon medikamente zylexis

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
M

Mariele

Benutzer
Mitglied seit
4. Januar 2012
Beiträge
49
Ich bin neu hier. Ich habe einen 6-jährigen FIV-kater, der in letzter Zeit einige Infekte hatte und mit Antibiotika und Zylexis behandelt wurde.
Meine TÄ meinte Zylexis könne man sogar wöchentlich anwenden.
ein Klinik-TA meinte, Antibiotika seien bei FIV's nicht unbedingt sinnvoll.
Beide meinten, Interferon würde bei meinem Kater bis zu 700 Euro kosten bei ungewissem Therapieerfolg.

Da ich den Eindruck habe, dass das Wissen bei TÄs bei FIV ziemlich begrenzt ist, aber man genausowenig irgendwas Konkretes recherchieren kann:

Wer mit FIV-Katzen hat welche Erfahrungen mit Zylexis, Cortison, Antibiotika gemacht?
Ist von Zylexis und Cortison abzuraten? Meine TÄ sind da ja relativ bedenkenlos, aber ich habe zu beiden Medikamenten auch Negatives gerade in Anwendung bei FIV-Katzen gelesen.
Sind Antibiotika bei FIV's wirklich nicht unbedingt sinnvoll? Immerhin töten sie doch die Viren/Bakterien der Sekundärinfektionen ab...

Wie lange hält die Wirkung einer Interferon-Therapie an, wenn sie denn anschlägt? Muss die Katze hierfür gesundheitlich stabil sein, darf sie keine Akutphase haben? Über wie viele Tage/Wochen geht eine Behandlung?

Kennt jemand Kliniken oder TÄ, die man wirklich zu FIV fragen kann bzw. die einen beraten könnten.

Wäre schön, jemand könnte mir antworten! Ich hänge sehr an meinem kleinen Süßen, vor allem nachdem sein Bruder im Juni durch Unfall schon gestorben ist...
 
Werbung:
Faulaffenschaf

Faulaffenschaf

Forenprofi
Mitglied seit
24. November 2009
Beiträge
11.651
Wenn du magst, schreib mir eine PN-
eine Freundin von mir kennt sich sehr gut in der paliativen FIV-Behandlung mit Zylexis & Co aus, und ich stelle gerne den Kontakt her
 
M

Mariele

Benutzer
Mitglied seit
4. Januar 2012
Beiträge
49
@faulaffenschaf:
Gott sei DAnk ist meine Katze noch nicht palliativ, sie erholt sich immer noch. Wobei mir die Unberechenbarkeit des GEsundheitszustandes schon ziemlich Angst macht. Nie weiß ich, wie ist er heute abend bzw. morgen früh dran. Hat Deine Freundin auch eine kranke FIV-Katze und schon einiges erlebt? Ich versuche Dir mal per PN zu antworten, falls ich das technisch hinkriege (wiegesagt bin ich neu hier)

Was Zylexis und Cortison angeht, halten meine TÄ's die Präparate ja für unbedenklich (zumindest bei Zylexis sind sie sich einig). Gelesen hab ich aber im Internet, dass man bei FIV die Finger von Sachen lassen soll, die das Immunsystem entweder rauf- (Zylexis) oder runterfahren (Cortison).

Zu Interferon hab ich noch nix Negatives in Zusammenhang mit FIV gelesen. Meine 2 TÄ sehen es aber wegen dem fraglichen Verhältnis von Kosten zum ungewissen tatsächlichen Therapieerfolg kritisch. Wiegesagt: Bei meinem schweren Kater wirds wirklich teuer mit 600 -700 Euro und es kann sein, dass man eine Kur wiederholen muss sagte meine TÄ heute. Ich glaub, ich muss einen NEbenjob suchen, um ihm diese Chance zu geben:( Eine Lebensverlängerung bzw. länger Ruhe von Infektionen würde ich ihm gerne gönnen.
 
M

Mariele

Benutzer
Mitglied seit
4. Januar 2012
Beiträge
49
Soweit ich das bisher Recherchierte verstanden habe, stimuliert das Interferon nicht das Immunsystem, sondern soll die Viren angreifen bzw. die Viruslast senken... Aber ich bin Laie und Carlo ist meine 1. FIV-Katze, weshalb ich keine Ahnung hab, wie ich ihm am besten helfen kann.

Deshalb:
Wer mit FIV-Katze hat mal eine Interferon-Therapie machen lassen?
Lohnt sich die Interferon-Therapie trotz hoher Kosten?
Wie war der Therapie-Erfolg?
Wie lange hielt - bei Erfolg - die positive Wirkung an?

Meinte TÄ meinte auf Nachfrage, dass bei Therapiebeginn die Katze einigermaßen stabil sein sollte (keine Akutphase). Nach der 1. Spritzenkur in der Pause wäre die Katze aus ihrer Erfahrung sowieso stabiler als vorher. Hört sich ja eigentlich gut an :confused:

PS:
Die TÄ will jetzt mit Zylexis wöchentlich (!) weitermachen (da ich mit Interferon noch am Überlegen bin). Antibiotika würden nur was nützen, wenn eine wirkliche Infektion vorliegt. Carlo war aber "nur" matt, appetitlos, das Fell leicht struppig, hatte aber kein Fieber.
Ich glaube die TÄ hat nicht so viel Erfahrung mit FIV: sie hat zwar FIV-Katzen in Behandlung, aber keine außer Carlo zeigt Symptome.
Nach allem was ich so lese, sehe ich Zylexis als unspezfischen Immunstimulierer mittlerweile kritisch, während meine TÄ das Mittel sorglos sieht ...

Wo krieg ich nur einen kompetenten TA her??? Wohnt jemand zufällig in Rheinland-Pfalz und kann mir einen Tip geben?
 
rlm

rlm

Forenprofi
Mitglied seit
19. Februar 2011
Beiträge
16.065
Ich habe gelesen, das die Leukozyten in einen bestimmten Stadium abfallen können.

Bei der Gabe von Cortison fallen diese dann wohl noch mehr ab, dies wäre sehr schlecht.

Ich würde mich bei verschieden Tierärzten/Tierkliniken befragen.

Interferon ist auch in manchen Chemo's der Humanmedizin gegen Krebs enthalten.

Edit: Vielleicht hilft dies bei der TA-Suche

http://www.katzen-forum.net/tieraerzte/57291-empfohlene-tas-28.html

--
 
Zuletzt bearbeitet:
Frau Sue

Frau Sue

Forenprofi
Mitglied seit
17. Juni 2010
Beiträge
12.066
Ort
NDS
Ich weiß nur, dass man vorsichtig sein soll bei zB Cortison, weil es das eh schon schwache Immunsystem unterdrückt und starke Immunpusher wie zB Echinacea auch nicht nutzen soll. Folglich würde da Zylexis auch mit drunter fallen soweit ich weiß.

Zum Interferon hab ich die Kenntnis wie du, Mariele - dass es eher unterstützt aber nicht negativ pusht.

Wir haben es unserem FIVie bereits auch gegeben. Wegen einer ZFE, allerdings damals nur oral. Unser FIV negativer Kater hat es übrigens auch bekommen - mit dem gleichen nicht vorhandenen Erfolg.
Den Stress der Verabreichung hätten wir uns sparen können.

Allerdings soll oral eingenommenes Interferon generell eher in der Wirkung versagen, als wenn man Interferon eben spritzt.
Für uns war's das erst mal mit Interferon - jedenfalls im Hinblick auf die ZFE.
Ich denke in einem Schub würde ich abwägen, ob wir es mit der Spritzentherapie nicht doch noch mal versuchen. Allerdings ist unser Filou auch versichert, für uns stellt sich da gar nicht erst die Kosten-Nutzen-Abwägung. Ich weiß, die darf man sich bei seinem Tier generell eigentlich nicht stellen ... aber ich kann verstehen, dass man bei so hohen Kosten erst mal schluckt und überlegt "was ist, wenn's nicht hilft?" - zumal ich gehört hab, dass so eine Interferontherapie für's Tier auch nicht ohne ist. Kann da aber nicht aus Erfahrung sprechen, unsere haben das gut weggesteckt ... so gab's keine Probleme, nur dass die Art der Verarbreichung bei Pepper zu Wesensveränderungen führte insofern, dass er sich am Ende kaum noch von uns anfassen lies. -.-


Unsere Tierärztin ist übrigens auch nicht unbedingt ein Spezialist in Sachen FIV. Wenn sich sowas nicht in der Nähe finden lässt, ist ein guter Kompromis ein Tierarzt, der bereit ist sich zu informieren.
Als wir bei unserer Tierärztin das erste mal aufgeschlagen sind, hat sie sich richtig bemüht an Informationen zu kommen im Hinblick auf meine Fragen und dafür auch ewig lang mit Labore und anderen Tierärzten telefoniert.
 
M

Mariele

Benutzer
Mitglied seit
4. Januar 2012
Beiträge
49
@ robbielailamoritz;

Danke für den Link, muss ich mal durchackern ob ein TA darunter ist, der sich mit FIV auskennt (diese TÄ's sind ja scheinbar selten).
 
M

Mariele

Benutzer
Mitglied seit
4. Januar 2012
Beiträge
49
@ Frau Sue
Meine TÄ wollte eine Interferon-Spritzenkur machen, nicht oral. Und da ich einen properen Süßen habe, der normalerweise sehr gerne isst:D (über 6 kg), käme man da auf Therapiekosten von mind. 600 bis 700 Euro. Letzten Endes würde ich das - auch wenns finanziell weh tut - bezahlen, um ihm wenigstens die Chance auf Besserung zu geben. Wenns nicht anschlägt, hab ichs zumindest versucht. Ich befürchte nämlich, dass das Zylexis auf längere Sicht die Krankheit eher fortschreiten lassen könnte. Das Interferon würde meinem Verständnis nach bei Erfolg/Wirksamkeit die Virusvermehrung behindern, so dass es erst mal nicht schlimmer würde mit dem FIV.

Weißt du einen User hier, der schon mal eine Interferon-Spritzenkur hat machen lassen?
 
Faulaffenschaf

Faulaffenschaf

Forenprofi
Mitglied seit
24. November 2009
Beiträge
11.651
  • #10
Frag mal hier nach
 
janicka

janicka

Forenprofi
Mitglied seit
18. Mai 2010
Beiträge
1.637
Ort
Regensburg
  • #11
Was ist bitte FIV-Katze?:confused:
 
Werbung:
Faulaffenschaf

Faulaffenschaf

Forenprofi
Mitglied seit
24. November 2009
Beiträge
11.651
  • #12
Eine Katze, die einen FIV.Titer hat- also HIV für katzen
 
Azar

Azar

Forenprofi
Mitglied seit
24. September 2020
Beiträge
1.022
  • #14
Du gehst dafür auf das Profil von dem User und klickst auf "Unterhaltung starten".
Allerdings war er/sie das letzte mal am 12. Dezember online, aber ich hoffe dass deine Nachricht schnell gesehen wird.
Wenn es ein sehr dringendes Anliegen ist, würde ich sonst doch einen eigenen Thread eröffnen, da hier noch viele User sind, die dir eventuell auch helfen könnten.
 
Faulaffenschaf

Faulaffenschaf

Forenprofi
Mitglied seit
24. November 2009
Beiträge
11.651
  • #15
Hallo faulaffenschaf, kann ich sie mal dringend kontaktieren.? Das waere total lieb. Wie kann ich ihnen eine private PN senden. Liebe Grüße Laetitia
war gerade nach Monaten Mal wieder hier online...wie kann ich helfen?
 

Ähnliche Themen

Über uns

Seit 2006 stehen dir in unserem großen Katzenforum erfahrene Katzenhalter bei Notfällen, Fragen oder Problemen mit deinem Tier zur Verfügung und unterstützen dich mit ihrem umfangreichen Wissen und wertvollen Ratschlägen.
Oben