Malou hat FiV und wir haben viele Fragen und sind ratlos

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
Cary20

Cary20

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Hallo, ich habe schon in einem anderen Thread von mir geschrieben, dass unser Neuzugang (Malou 4-6 J.) FiV positiv ist.
Anfangs war das ein richtiger Schock für mich, aber dadurch, dass ich hier viel gelesen habe und schon einige, mutmachende Antworten bekommen habe, finde ich mich damit langsam ab.
Manche aus meiner Familie sind aber immer noch am Boden zerstört und sehen keine Hoffnung mehr für Malou..
Ich weiß nicht was ich machen kann/soll.
Sobald ich das Thema anspreche verliert meine Mutter die Nerven. Aber ich hätte jetzt lieber eine Behandlung für Malou..

Mal zur Geschichte.

Vor circa einer Woche waren wir erneut beim Tierarzt, weil Malou einen sehr üblen Schnupfen hat mit grünem Sekret und richtigen Niesanfällen.
Weil der Schnupfen zu dem Zeitpunkt aber schon 4 Wochen ging und sie auch von der Katzenhilfe AB bekam, wunderten wir uns darüber, dass kein AB bis lang angeschlagen hat. Also haben wir sie auf FiV und Leukose testen lassen. Der Schnelltest in der Praxis war positiv und der schnelle Bluttest auch, nun lassen wir von der Tierhilfe noch den Western Blot machen. Um 100 Prozentig sicher zu gehen ob sie wirklich FiV hat(der neue TA meinte der Test wäre nur in der Schweiz möglich und das würde dann sehr teuer.)
Laut Katzenhilfe gehts aber auch in DE.

Unser Tierarzt meint, man kann nicht feststellen ob FiV bereits ausgebrochen ist oder nicht, kann man das wirklich nicht?

Er meint, wenn die Krankheit ausgebrochen ist, kann man nicht mehr viel für das Tier tun.
Er sagt man kann lediglich eine Interferon Therapie machen. Er meint ein mal pro Jahr eine Therapie, würde um die 400 Euro kosten.
Handhabt ihr das ebenfalls so?

Kennt jemand einen guten Arzt oder Tierheilpraktiker oder sonst wen der Ahnung davon hat aus dem Raum 50*,51*,52*,53*,54* ?
Oder jemanden der telefonisch Auskunft, Tipps und Rat geben kann?

Worauf muss ich achten bei Malou wenn der Western Blot Test auch positiv ist?
Wir wollen Malou den gesamten Garten einzäunen, damit sie 1. keinen anstecken kann(wobei sie absolut gar nicht aggressiv ist) und 2. nicht "weg" kommt, da sie ein Maine Coon Mix ist und viel zu zuvertraulich.
Der Tierarzt sagt aber, dass eine FiV Katze, nicht nach draußen darf.
Die Gefahr, dass sie eine Sekundärinfektion bekommt sein zu groß.
Sind eure FiV's reine Wohnungskatzen?
Malou war früher immer Freigänger und will jetzt auch schon raus, aber momentan gehts noch nicht.

Gibt es noch etwas worauf wir achten müssen?
Was anders wird?
Kann mir einer sagen, wie hoch ungefähr die jährlichen Kosten für die Behandlung sind?

Und nebenbei am Rande noch eine Frage.
Malou miaut seit 2 Tagen ständig wenn sie mal kurz alleine ist.
Beschäftigt man sich mit ihr ist alles ok.
Allerdings habe ich gestern die Bemerkung gemacht, dass sie sich sehr seltsam fortbewegt.
Sie robbt quasi, steckt ihren Po in die Luft und legt den Schwanz beiseite..
Das kam mir sehr kurios vor..Sie rollt sich auch ständig hin und her und will am Bauch gekrault werden
Unser erster Verdacht war, dass sie rollig ist.
Aber vom Tierschutz wurde sie uns als kastriert vermittelt...
Jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?


Es tut mir Leid, dass ich euch so einen Roman geschrieben hab, aber ich weiß wirklich, wirklich nicht an wen ich mich wenden soll.
Weder Tierarzt, noch Tierhilfe noch sonstwer kann mir die Fragen beantworten, wenn ich sie aber weiter google werde ich noch wahnsinnig!
Bitte helft uns, wir möchten Malou so gerne ein schönes Leben schenken und alles dafür tun was in unserer Macht steht.

Danke und Liebe Grüße
 
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Floechen

Floechen

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Hallo erste einmal,

alle Fragen kann ich Dir leider nicht beantworten:oops:.
FIV ist nicht Augenblicklich das Todesurteil für Deine süße, fakt ist das Infektionen auftreten können und das die Behandlung in der Tat langwieriger ist.
Den Rotz kann sie sich auch im TH eingefangen haben.
Mein Fivi hat keinen Freigang (möchte er auch nicht), gesicherte Terasse ist hier aber auch vorhanden, ich seh kein Problem darin die Katze in den gesicherten Garten zu lassen.
Für eine Fiv Katze ist eine stabile Umgebung mit wenig Stress sehr wichtig, zu Unterstützung des Immunsystems kannst Du Bedenkenlos Kollostrum oder Umijo-Pet geben, hochwertiges Futter schadet auch nicht:D

Ich denke mal die kosten im Jahr kann man nicht pauschalisieren, bei uns war nach der Zahn OP erst mal Ruhe.

Mmmmhhh, wurde die Katze von der Tierhilfe kastriert? Das liest sich nach Rollen.......
 
lacroix

lacroix

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Hallo, ich finde es gut, dass Du Dich von Deinem TA nicht verunsichern lässt und alles dafür tun möchtest, Deiner Katze ein schönes, lebenswertes Leben trotz des FIV-Befundes zu ermöglichen :D

Zu Deinen Fragen:

Unser Tierarzt meint, man kann nicht feststellen ob FiV bereits ausgebrochen ist oder nicht, kann man das wirklich nicht?

Er meint, wenn die Krankheit ausgebrochen ist, kann man nicht mehr viel für das Tier tun.
Er sagt man kann lediglich eine Interferon Therapie machen. Er meint ein mal pro Jahr eine Therapie, würde um die 400 Euro kosten.
Handhabt ihr das ebenfalls so?

FIV ist "ausgebrochen", wenn die Katze symptomatisch wird und der Virus in signifikanter Anzahl (Viruslast) im Blut nachgewiesen werden kann; aufgrund des angegriffenen Immunsystem können die Symptome aber halt sehr unterschiedlich sein.

Um den Immunstatus festzustellen, gibt es verschiedene Verfahren; die Viruslast lässt sich über einen PCR-Test bestimmen, kostet aber halt wieder einiges (aus der Erinnerung ca. 50 - 60 Euro). Da wird der die Menge des Virus im Blut ermittelt. Dabei kann eine Katze klinisch durchaus symptomatisch sein, aber eine nicht messbare Viruslast haben (war bei meinem Kater vor 2-3 Jahren der Fall).

Oder man misst den Anteil der CD4+ bzw. T4-Zellen im Blut. Oder man macht eine Differentialanalyse der (weißen?) Blutkörperchen nach Typ; dabei ist eine niedrige Anzahl von weißen Blutkörperchen ein indikatives Warnsignal, aber sagt noch nichts darüber aus, in welchem Stadium sich die Katze befindet.
Fazit: Man kann den Immunstatus und damit den Schweregrad der "FIV-Ausbruchsphase" bestimmen, aber halt nur über Bluttests und entsprechende Auswertungsverfahren.

Darüber hinaus kann man FIV immer symptomatisch behandeln, aber halt nicht heilen.

Kennt jemand einen guten Arzt oder Tierheilpraktiker oder sonst wen der Ahnung davon hat aus dem Raum 50*,51*,52*,53*,54* ?
Oder jemanden der telefonisch Auskunft, Tipps und Rat geben kann?
Ich habe eine nette THP, mit der ich gute Erfahrungen gemacht habe, im Kölner Raum; sie arbeitet auch eng mit meiner TÄ zusammen. Wenn Bedarf besteht, schicke ich Dir gern die Kontaktdaten per PN. Sie hat meinen FIV-Kater mit Konstitutionsmittel gut unterstützt. Mein TÄ ist auch super, wir haben bei Lokis Behandlung gut zusammengearbeitet, sie ist aber nicht per se FIV-Experte, aber sie ist immer bereit, neue Argumente oder Erkenntnisse mit zu berücksichtigen.


Worauf muss ich achten bei Malou wenn der Western Blot Test auch positiv ist?
Wir wollen Malou den gesamten Garten einzäunen, damit sie 1. keinen anstecken kann(wobei sie absolut gar nicht aggressiv ist) und 2. nicht "weg" kommt, da sie ein Maine Coon Mix ist und viel zu zuvertraulich.
Der Tierarzt sagt aber, dass eine FiV Katze, nicht nach draußen darf.
Die Gefahr, dass sie eine Sekundärinfektion bekommt sein zu groß.
Sind eure FiV's reine Wohnungskatzen?
Das A und O bei einer FIV-Diagnose ist für mich, das Tier möglichst hochwertig zu ernähren, inkl. Nutzung von Vitaminen und Nahrungsergänzungsmitteln (je nach Bedarfslage) und möglichst stressfrei zu halten. Zumindest, solange es asymptomatisch ist; ist es symptomatisch, wären Antiviral-Medikamente ein weiterer Schritt.

Wichtig ist es, nicht einfach stumpf zu versuchen, dass Immunsystem zu puschen; denn je aktiver das Immunsystem, desto besser kann sich der FIV-Virus "einnisten" (der sich ja gerade in die Lymphozyten einklinkt).
Der Einsatz von Feline Interferon (nicht der "menschlichen" Sorte) scheint sich vielfach bewährt zu haben; ich selbst habe es aber bisher nicht einsetzen müssen; wäre bei meinem Kater auch ein Problem, da er absolut verrückt wird, wenn er zum TA muss (=> Stress = super schlecht).

Ansonsten:
Mein Kater hat auch gesicherten Freigang und ihm geht es damit blendend; natürlich sind Sekundärinfektionen der Fluch bei immunschwachen Katzen, aber Lebensqualität ist wichtig; bei Sekundärinfektionen muss man allerdings schnell und konsequent handeln, d.h. man kann nicht, wie bei gesunden Katzen länger warten, ob ein Infekt oder eine Entzündung von selbst wieder verschwinden. Da muss halt im Zweifel frühzeitig die chemische Keule her.


Kann mir einer sagen, wie hoch ungefähr die jährlichen Kosten für die Behandlung sind?

Und nebenbei am Rande noch eine Frage.
Malou miaut seit 2 Tagen ständig wenn sie mal kurz alleine ist.
Beschäftigt man sich mit ihr ist alles ok.
Allerdings habe ich gestern die Bemerkung gemacht, dass sie sich sehr seltsam fortbewegt.
Sie robbt quasi, steckt ihren Po in die Luft und legt den Schwanz beiseite..
Das kam mir sehr kurios vor..Sie rollt sich auch ständig hin und her und will am Bauch gekrault werden
Unser erster Verdacht war, dass sie rollig ist.
Aber vom Tierschutz wurde sie uns als kastriert vermittelt...
Jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

Kosten sind primär abhängig von den Symptomen/Sekundärinfektionen; grundsätzlich rechne ich mit einem großen Blutbild pro Jahr, ggf. bei einem stark symptomatischen Tier auch mit mehreren inkl. Viruslasttest o.ä.

Beispielhaft für meinen Kater, der vor 3,5 Jahren FIV positiv getestet wurde: 3 Kontrolltests (also ca. 150 - 200 Euro) + ZFE-Behandlung (ca. 1000 Euro inkl. der (fast) vollständigen Zahnextraktion) + 100 Euro THP über den gesamten Zeitraum. In späteren Phasen würden dann wohl noch Kosten für Antiviral-Medis und/oder Interferon hinzukommen, dies ist aber bisher nicht nötig gewesen, daher kann ich dazu keine Aussage treffen.

Seit die Zähne raus sind, ist mein Kater übrigens völlig asymtomatisch und hat keine weiteren Kosten verursacht ...

PS: Deine Katze klingt tatsächlich rollig; ggf. vom TA mal prüfen lassen bzw. beim Bluttest einen Hormonstatus mit abfragen, ggf. wurde sie nur sterilisiert und/oder hat noch hormonelles Restgewebe im Körper ...
 
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Cary20

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Super, danke für die Antworten!
Das hilft uns schon sehr viel weiter.
Wenn die Katze jetzt noch hormonelles Restgewebe hat oder nur sterilisiert wurde, müsste man sie erneut operieren?
Was ist denn stressiger/gefährlicher für die Katze?
Rollig sein oder eine Op?
Auf den Rest geh ich morgen ein. Danke schonmal !
 
Floechen

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Na ja, das Rollen ist der pure Stress für eine Katzendame. Frag am besten erst einmal die Tierhilfe ob sie dort kastriert wurde, wenn es nur Vermutet wurde das sie Kastriert ist............

Hab gerade auch mal Deine anderen Themen gelesen, ich habe hier eine gemischte Truppe ;)
 

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