Mal wieder das leidige Thema: Einzelhaltung

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Murmel916

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Hallo ihr Lieben,

ich versuche mal direkt auf den Punkt zu kommen. Mir liegt schon lange etwas auf der Seele, das einfach mal raus muss.

Mir fällt immer wieder auf, wieviele Menschen, vor allem in den sozialen Netzwerken, Einzelhaltung beschönigen. Sei es mit Sätzen wie:

"Manche Leute sind eben nicht gut situiert und können sich nur eine Katze leisten, dafür bekommt sie ganz viel Liebe."

"Meine Katze war schon immer ein Alleinherrscher."

"Meine Katze fühlt sich auch alleine wohl und ist glücklich."

"Meine Katze hat schon als Kitten andere Kitten verkloppt."

Oder der Satz, der meinen Puls am höchsten treibt:

"Das muss jeder für sich selber entscheiden, ob er eine oder zwei Katzen halten möchte."

Und dazu möchte ich kurz was sagen.

Es kommt nicht darauf an, was der MENSCH will, sondern was die KATZE braucht. Keine Katze ist von Natur aus ein Einzelgänger. Darum sage ich ganz klar, dass nicht der Mensch zu entscheiden hat, ob er sich eine oder zwei Katzen holt. Wenn ich mir nur eine Katze leisten kann, dann hole ich mir entweder a) eine desozialisierte Katze (jahrelange Einzelhaltung) aus dem Tierheim oder b) Ich lasse die Katzenhaltung ganz bleiben zum Wohl des Tieres. Das hat auch was mit Tierliebe zu tun.

Sehr egoistisch finde ich jedoch die Sorte von Menschen, die sich ein kleines Kitten holen und der Meinung sind, das Kitten braucht keinen Artgenossen, der Mensch reicht aus, wenn er viel Liebe gibt. Um Himmels Willen nein! Kein Mensch und auch kein Hund kann einen kätzischen Spielgefährten ersetzen! Nie. Nicht. Niemals. Es ist unglaublich, wie sehr der Mensch sich selbst belügen kann. Mich macht das regelrecht traurig, wenn ich lese, dass ein Kitten die (eventuell) nächsten 20 Jahre seines Lebens nun alleine verbringen muss, ohne je wieder einen Artgenossen gesehen zu haben. Und das nur, weil der Mensch das so entschieden hat. Katzen können sich soviel untereinander geben und das alles wird dem kleinen Tierchen verwehrt. Kein gegenseitiges putzen über dem Kopf oder am Po, keine Katzensprache mehr mit jemanden austauschen, der dieselbe Sprache spricht, kein gemeinsames Spielen, kein gemeinsames kuscheln im Körbchen usw. Das ist doch traurig. Und das nur wegen dem Menschen, der immer alles haben will, um sich nicht alleine zu fühlen, aber dem Tier kein artgerechtes Leben bieten kann bzw möchte.

Ehrlich gesagt habe ich auch für die "Unwissenden" kein Verständnis. Wenn ich überlege, mir ein Tier anzuschaffen, dann mache ich mich doch schlau über die artgerechte Haltung, bevor ich mir ein Tier hole.

Wir haben seit einem Jahr zwei Kater zu Hause. Ich habe vorher mehrere Jahre auf Katzen verzichtet, weil die Lebensumstände nicht passend waren für eine Katzenhaltung (zu kleine Wohnung etc.). Als es allerdings konkret wurde, habe ich mich Monate vorher informiert, was meine Tiere brauchen um sich wohl zu fühlen und ich habe nach seriösen Züchtern gesucht. Und was soll ich sagen. Die beiden Brüderchen lieben sich über alles. Wenn der eine nur mal für fünf Minuten außer Sichtweite ist, wird er direkt gerufen und es wird geschaut, wo er ist. Beide putzen sich öfter oder spielen miteinander. Ich finde es immer wieder schön, die beiden zusammen zu sehen. Alleine das Bild, wenn ich einem von beiden einen Spielpartner verwehrt hätte, mag ich mir gar nicht vorstellen.

So, das wars erstmal von meiner Seite.

LG:)
 
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Wasabikitten

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Herzlich willkommen, dass hast du sehr schön geschrieben.
Hast du noch Fotos von deinen Süßen, die du vielleicht mit uns teilen magst und möchtest du dich noch etwas mehr vorstellen?
Liebe Grüße von der bunten Bande und Dosis.
 
Christian89

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Das Thema mit der Einzelhaltung ist halt leider sehr verbreitet, das wird noch lange so weitergehen.

Ich könnte mir eine einzelne Katze nicht vorstellen. Was soll die denn machen wenn ich schlafe oder zur Arbeit bin?

Und tatsächlich ich habe nie Ärger mit unruhe wenn ich schlafen will oder zerstörten Sachen. Und die Katzen haben Gesellschaft.


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Ehrlich gesagt habe ich auch für die "Unwissenden" kein Verständnis. Wenn ich überlege, mir ein Tier anzuschaffen, dann mache ich mich doch schlau über die artgerechte Haltung, bevor ich mir ein Tier hole.

Willkommen Murmel916

Da hast du recht. Für einen Staubsauger-Kauf machen sich die Leute schlau, für ein Lebewesen machen sich gewisse im Zeitalter des I-net nicht die Mühe ☹

Bei Problemen fordern dann einige hier im Forum um Rat und pampen, wenn man sie auf die Grundbedürfnisse der Katzenhaltung und Kauf aufklärt.

Wünsche dir viel Spaß hier und würde mich auch auf Fotos deiner Süssen freuen 🙂
 
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Christian89

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sMuaterl

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Vollkommen richtig, aber tatsächlich kenne ich noch sehr viele, die nur eine einzelne Katze halten. Ich muss allerdings zugeben, dass mir dieser Punkt jetzt, seitdem ich hier mitlese, viel stärker auffällt als zuvor. Und ich kaue jetzt immer auf meiner Zunge herum, wenn ich sowas mitbekomme und weiß nicht so Recht, was ich sagen soll, ohne die Betreffenden anzugehen - das bewirkt ja oft das Gegenteil.
Hier drei Beispiele, bei denen ich mich gerne "einmischen" würde:
  • Eine sehr gut befreundetes Ehepaar (eigentlich meines Mannes) hält schon seit Jahren eine Einzelkatze in der Wohnung. Seit ca. einem Jahr ist es so, dass das Paar fast jedes Wochenende weg fährt. In dieser Zeit wird der Kater - der mittlerweile schon ziemlich alt ist - meistens von Nachbarn betreut, die halt vorbei schauen und füttern.
    Die beiden sind eigentlich herzensgut und wollen bestimmt nur das Beste für ihr Tier. Ein zweites Tier kommt inzwischen nicht mehr in Frage, aber mir tut der Arme so leid, weil er jetzt so oft alleine ist.
  • Letztens war eine ehemalige Kollegin meines Mannes mit ihren Mann bei uns zu Besuch. Sie haben seit kurzem eine junge BKH (ich glaube nur ein paar Monate alt), ich nehme mal an nicht von einem "offiziellen" Züchter. Der Mann hatte vorher nur Hunde und ist von manchen "Verhaltensmustern" der Katze irritiert. Vor allem nervt sie, dass die Katze sie jeden morgen zwischen 5 und 6 Uhr aus dem Schlaf schreit.
    Ich habe hier die Gelegenheit gesehen anzusetzen und habe bemerkt, dass ein zweiten Tier helfen könnte. Aber das wurde gleich mit einem "kommt gar nicht in Frage" abgeschmettert.
  • Ich habe nur durch einen anderen Kollegen mitbekommen, dass sich ein frisch verheirateter junger Kollege von mit jetzt eine BKH zugelegt hat. Wieder einzeln und ich denke auch nicht aus seriöser Quelle oder Tierheim (da würden sie kein Tier in Einzelhaltung bekommen).
    Nachdem ich das ja nur von einem anderen Kollegen weiß, will ich jetzt meinen jungen Kollegen auch nicht direkt darauf ansprechen. Ich denke auch, dass er da keinerlei Einmischung haben will.
Wie macht ihr das denn, wenn ihr sowas in eurem Bekanntenkreis mitbekommt? Ich will keinen Streit mit den Leuten, mit denen ich ja meistens ein sehr gutes Verhältnis habe. Aber ich suche einer "netten" Methode, auf den Missstand hinzuweisen, ohne dass ich jemanden auf die Füße trete.
 
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Vitellia

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Ich habe den Vorteil dass unsere Katzen wirklich sehr eng und lieb miteinander sind. Die bieten mir also die besten Argumente, wenn Leute zu Besuch sind und sich wundern, dass die sich so gut vertragen. Ich erkläre dann möglichst sachlich, dass das mit der Einzelhaltung überholt ist ubd Katzen zwar Einzeljäger aber keine Einzelgänger sind. Was dann jeder daraus macht, liegt nicht in meiner Hand. Was ich versuche zu vermeiden ist belehrend zu klingen, das mag ich ja selbst auch nicht.

Wenn man selbst zu Besuch ist, ist es schwieriger, in den eigenen vier Wänden mögen die meisten Menschen noch weniger belehrt werden. Also erzähle ich auch da, wie es bei uns ist und welche Vorteile das alles hat und kann dann wieder nur hoffen, dass der Groschen fällt.
 
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Evi34

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Ich kenne auch viele die Katzen in Einzelhaltung haben, allerdings nur Freigänger und hier ist es schier unmöglich sie von Zweitkatzen zu überzeugen. Man braucht nur googeln, auf den meisten Infoseiten steht, dass das absolut in Ordnung ist.
 
tokaroma

tokaroma

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  • #10
Ganz heikles Thema. Ich muss gestehen, dass wir früher (vor 35 Jahren, bei meinen Eltern), auch einzelne Katzen, immerhin Freigänger, gehalten haben. Kater Nummer 2 hatte dann aber sowas wie eine Freundin, ebenfalls eine Einzelkatze aus der unmittelbaren Nachbarschaft. Die durfte sogar bei uns ins Haus.
Seit ich selbst Katzen habe, hat sich meine Meinung zu 100% pro mehrere Katzen geändert. Allerdings hat sich auch so einiges anderes geändert, zum Beispiel die Haltung zu Trockenfutter.
Meine neuen Überzeugungen teile ich natürlich auch mit Freunden, Kollegen und Bekannten. So habe ich schon zwei Personen davon überzeugen können, dass zwei Katzen besser sind. Aber es gibt natürlich auch die Fraktion der unbelehrbaren. Ich möchte eigentlich auch gar nicht belehren, ich versuche eher, durch positive Eindrücke Werbung zu machen, also niedliche Zusammen–Liege–Bilder, Filmchen, wie sich die beiden putzen oder miteinander spielen. Manchmal hilft es. Bei den unbelehrbaren denke ich mir, es ist immer noch besser, als wenn die Katze sich irgendwo als Streuner durchschlagen müsste.
Meine Hoffnung ist einfach, dass sich das langsam aber stetig in die richtige Richtung bewegt (so, wie es bei Hasen, Meerschweinchen usw. ja auch passiert ist).
 
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Murmel916

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  • #11
Herzlich willkommen, dass hast du sehr schön geschrieben.
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Liebe Grüße von der bunten Bande und Dosis.

Gerne. Darf ich vorstellen? Meine zwei Birmchen Balu und Benji 🤗😺 13 Monate alt, sehr verschmust und aktiv 😁 Beide sind allerdings vom Charakter her unterschiedlich. Balu ist der etwas sensiblere, schüchterne Kater (bei Besuch) und Benji der selbstbewusste und stolze Kater. Auf dem Bild ist Benji zu sehen, wie er Balu am Kopf leckt 😊
 
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  • #12
Hallo und herzlich willkommen..😊

Vorweg.. ich habe eine Katze in Einzelhaltung mit Freigang.


Ich habe vor einem Jahr eine ältere Katze (jetzt 12) bei mir aufgenommen, ohne mir über irgendwas Gedanken zu machen. Die Katze wurde vernachlässigt, musste hungern, ich hatte Platz und die nötigen Mittel.. also wurde ich dazu überredet, die Katze zu mir ziehen lassen. So kam es, dass die Süße ihren Platz bei mir bekam.

Über Fütterung, Haltung usw habe ich mich nicht informiert, es musste zu dem Zeitpunkt schnell gehandelt werden. Ich hatte immer schon Tiere, auch sehr viele Katzen. Allerdings hatte ich die letzten 20 Jahre nur Hunde, hatte immer noch im Kopf, dass Katzen draußen Einzelgänger sind. Zuhause wuselten immer so an die 4 Katzen um mich rum, draußen hab ich die nie in Rudeln gesehen, also war das für mich „logisch“ dass die draußen wirklich alleine sein wollen.

Erst als ich mich hier im Forum angemeldet hab, bekam ich eine Flut an Informationen, die ich zuerst mal verarbeiten musste. Wäre ich sensibler, hätte ich mich vermutlich in diesem Forum abgemeldet, wenn man sich manche Beiträge an Neu-User ansieht. Allerdings gehör ich doch zu den Menschen, die dazulernen wollen und hab dann irgendwann auch mal verstanden, warum man so barsch auf manche User reagiert.

Ich werde meiner Süßen eine Zusammenführung nicht mehr antun, dafür musste sie in ihrem Leben schon zuviel mitmachen. Falls es dich interessiert, hier die kompakte Zusammenfassung eines Jahres: 1 Jahr mit Baghira
Sie bekommt jedoch mittlerweile täglich Besuch vom Nachbarskater, den sie mal mehr, mal weniger duldet. Ich misch mich da nicht ein, sie kann selber entscheiden, ob er hier sein darf oder nicht.
Sie beobachtet auch die anderen Nachbarskatzen ständig durch die Hecken, geht ihre Wege und kann entscheiden, ob sie zuhause mit mir kuscheln will oder ob sie einen Streifzug durch ihr Viertel macht und dort mit den anderen Katzen interagieren möchte.

Allerdings rate ich jedem, der in meinem Umfeld EINE Katze möchte, dass er 2 nehmen soll und erkläre auch immer gleich warum. Ich habe es neulich auch geschafft, dass nach fast einem Jahr gutem Zureden bei meinem Lehrling eine 2. Katze eingezogen ist.

Es kommt nicht darauf an, was der MENSCH will, sondern was die KATZE braucht.
In meinem Fall brauchte die Katze schnell ein Zuhause und tägliches Fressen, da war keine böse Absicht oder der Wille von nur einer Katze dahinter.
Ehrlich gesagt habe ich auch für die "Unwissenden" kein Verständnis. Wenn ich überlege, mir ein Tier anzuschaffen, dann mache ich mich doch schlau über die artgerechte Haltung, bevor ich mir ein Tier hole.
Nicht alle sind in Foren unterwegs, viele Tierärzte nicken alles ab, die Nachbarn haben auch nur eine und im Freundeskreis sind alle anderen Katzen auch alleine glücklich und im Internet findet man viele Seiten, dass Freigänger alleine gehalten werden können.
Ich denke nicht, dass die „Unwissenden“ dies absichtlich machen. Es gibt zuviele (falsche) Informationen.
Wenn ich jemanden rate, 2 Katzen statt einer zu nehmen, dann kommt immer ein erstaunter Blick und die Frage? Warum? Katzen sind doch Einzelgänger.. Das hält sich leider hartnäckig.

Dazu kommt noch, dass nicht alle so gut auf ihre Katzen schauen, wie hier im Forum. Wenn ich daran denke, wie meine Nachbarin ihre Katze hält, bekomm ich einen Groll. Morgens Türe auf, Katze raus, abends Türe auf, Katze rein. Wenn sie in Urlaub geht, darf die Katze nie rein, muss im Wintergarten schlafen.
Alle Versuche, da was zu richten, scheitern kläglich. Ich konnte bisher nur erreichen, dass sie zumindest warme Decken rauslegt.
Wie macht ihr das denn, wenn ihr sowas in eurem Bekanntenkreis mitbekommt
Versuchen zu erklären.. 🤷🏻‍♀️ funktioniert am besten, wenn die Halter den ganzen Tag arbeiten und die Katze alleine ist. Dann kann man mit Argumenten kommen. zb die Katze kratzt nur an Möbel, weil ihr langweilig ist, sie pinkelt aus Langeweile, was soll sie denn den ganzen Tag machen usw…
Wenn jemand zuhause ist, dann versuche ich es mit der Erklärung, dass sie beim Spielen ihre Krallen einsetzen und der Mensch nicht so robust ist. Man muss allerdings auch aufpassen, wann der richtige Moment zum aufhören da ist, sonst machen viele dicht.
 
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Moonstone

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  • #13
Ich glaube sehr, sehr viele Leute wissen schlicht nicht, dass Einzelhaltung Mist ist. Ich und mein Partner wussten es, bevor ich mich hier angemeldet habe, auch nicht. Wir haben zum Glück, wenn auch quasi ungeplant, Spotis Bruder dazugeholt. Als Fy dann da war wurde alles schon bald so viel entspannter. Die Kater hatten sich und wir Menschen konnten wieder abschalten.

Häufig holt man Katzen dann auch von Orten (aka nicht vom Züchter) wo einem gar nicht gesagt wird, dass man zwei Katzen bzw Kater halten sollte. Selbst Tierheime sagen einem das nicht immer bzw vermitteln in Einzelhaltung. Vom Katze/Kater Problem mal ganz zu schweigen, davon las ich bisher ausschließlich hier.
 
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tokaroma

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  • #14
@Murmel916: deine beiden sind ja Zucker :love: Würde ich sofort klauen, wenn ich könnte😉
 
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Andersland

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  • #15
Sie bekommt jedoch mittlerweile täglich Besuch vom Nachbarskater, den sie mal mehr, mal weniger duldet. Ich misch mich da nicht ein, sie kann selber entscheiden, ob er hier sein darf oder nicht.

Ich hoffe du nimmst mir das nicht übel... Ein Neuuser mir einer 12 jährigen Katze, die offensichtlich Interesse und Akzeptanz gegenüber anderen Katzen zeigt, sich zudem gern und überwiegend Zuhause aufhält und sich so sehr auf den Menschen fixiert, wie deine Süße, würde hier allerdings nicht durchgewunken werden.

Ich möchte deine Entscheidung nicht kritisieren, hätte es vielleicht ähnlich entschieden. Aber das unterschiedliche bewerten finde ich manchmal wirklich ätzend.
 
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Rumpelteazer

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  • #16
Ich möchte schon einräumen, dass es Katzen gibt, die absolut nicht zu vergesellschaften sind. Meine Tochter hat vor 15 Jahren eine solche aus dem Tierheim geholt, wo sie sich auch von anderen Katzen ferngehalten hat. In unserem damals gemeinsamen Haushalt waren bereits zwei Katzen, und trotz einfühlsamer Zusammenführung gab es täglich stundenlange Kämpfe. Der Rat einer Tierheilpraktikerin, "Sitzen Sie es aus." Wir hatten viel Hilfe durch sie sowie auch von unserer Tierärztin, haben Bachblüten und auch sonst noch einiges angewendet, nach zehn Monaten konnten die Katzen aneinander vorbeigehen, ohne einen größeren Kampf anzufangen. Die Lösung kam, als wir mit unseren beiden Katzen übersiedelt sind, von da an blühte die zurückgebliebene Sina auf. Sie kann heute, mit fast 18 Jahren, am im Haushalt lebenden 75 kg-Hund in Ruhe vorbeigehen, aber wenn sie auf die Couch möchte, auf der der Hund soeben sitzt, sieht sie ihn scharf an, und er geht. Als meine Tochter auf Urlaub gefahren ist, kam Sina in mein Zuhause zu meinen zwei Katzen - es war überhaupt nicht mehr möglich, ich musste sie in ihr Zuhause zurückbringen und habe sie dort betreut.

Solche Fälle gibt es eben auch, vereinzelt. Ausserdem kann es Schwierigkeiten geben, wenn aus einem Dreamteam eine Katze wegstirbt und eine neue dazukommt. Bei uns waren solche Schwierigkeiten immer in eng begrenztem Rahmen, aber es kann auch anders sein. Und ich suche noch immer nach einer Lösung für mich. Mein Dreamteam ist zehn Jahre alt, und ich kann altershalber keine weitere Katze mehr dazunehmen; was, wenn nur eine übrigbleibt? Die ist möglicherweise dann auch nicht mehr jung genug, um woanders unterzukommen.

Es kann eben nicht alles über einen Kamm geschoren werden.
 
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  • #17
Ich hoffe du nimmst mir das nicht übel... Ein Neuuser mir einer 12 jährigen Katze, die offensichtlich Interesse und Akzeptanz gegenüber anderen Katzen zeigt, sich zudem gern und überwiegend Zuhause aufhält und sich so sehr auf den Menschen fixiert, wie deine Süße, würde hier allerdings nicht durchgewunken werden.

Ich möchte deine Entscheidung nicht kritisieren, hätte es vielleicht ähnlich entschieden. Aber das unterschiedliche bewerten finde ich manchmal wirklich ätzend.
Ich wurde ja auch nicht einfach so „durchgewunken“
Auch jetzt gibt es immer noch User, die mir zu einer 2. Katze raten.
Ich vertrete jedoch nicht vehement die Meinung, dass es Einzelkatzen gut geht. Ich würde es nicht mehr so machen, bzw würde ich beim nächsten Mal gleich 2 Katzen gleichzeitig holen.
 
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  • #18
Ich wurde ja auch nicht einfach so „durchgewunken“
Auch jetzt gibt es immer noch User, die mir zu einer 2. Katze raten.
Ich vertrete jedoch nicht vehement die Meinung, dass es Einzelkatzen gut geht. Ich würde es nicht mehr so machen, bzw würde ich beim nächsten Mal gleich 2 Katzen gleichzeitig holen.
Wie gesagt, ich möchte dich auch nicht kritisieren. Ich finde es manchmal nur sehr massiv, wie mit dem Thema umgegangen wird, wenn jemand " Neu ist und das nicht wusste" oder zum Teil eine Katze vom Tierheim als Einzelkatzen vermittelt wurde, auch das wird oft scharf kritisiert. Es gibt halt Umstände und Gründe, auch bei Neulingen
 
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  • #19
Selbst Tierheime sagen einem das nicht immer bzw vermitteln in Einzelhaltung.
Ich schaue hin und wieder auf unsere TH Seite. Fast jede Katze wird als Einzelkatze vermittelt, überall steht, sie vertragen sich nicht mit anderen.
Baghira kam ja durch die Umstände ebenfalls für 6 Wochen in ein TH, ehe ich sie abholen konnte. Sie wurde in der Zeit alleine in einem Raum gehalten, man sagte mir auch im TH, dass sie niemals mit anderen Katzen klarkommt, sie duldet keine anderen Katzen in ihrem Umkreis.

Meine damaligen Beobachtungen deckten sich mit der Aussage des TH, sie hat wirklich alle Katzen im Umkreis vertrieben.
Woher soll nun also jemand wissen, dass es auch anders geht, wenn er sich nicht gerade in einem Forum anmeldet? Mittlerweile weiß ich, dass dies einfach Revierverhalten ist und fremde Katzen eben nicht geduldet werden.
Wie gesagt, ich möchte dich auch nicht kritisieren. Ich finde es manchmal nur sehr massiv, wie mit dem Thema umgegangen wird, wenn jemand " Neu ist und das nicht wusste" oder zum Teil eine Katze vom Tierheim als Einzelkatzen vermittelt wurde, auch das wird oft scharf kritisiert. Es gibt halt Umstände und Gründe, auch bei Neulingen
Ja, ich weiß.. ich halte mich da auch immer zurück, rate nur bei jungen Katzen zu einem Partner.
Man weiß oft nicht, weshalb und warum so entschieden wurde, es gibt nicht nur schwarz weiß auf dieser Welt. 😬
 
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  • #20
Es kann eben nicht alles über einen Kamm geschoren werden.
Das denke ich mittlerweile allerdings auch, dass es bei Katzen selten eine für alle passende Pauschalantwort gibt (außer bei Kitten und Einzelhaltung, das halte ich tatsächlich für ein No go!).

Bei schon erwachsenen Katzen würde ich erst einmal davon ausgehen, dass Katzen grundsätzlich soziale Tiere sind (wenn auch Individualisten) und den allermeisten kätzische Gesellschaft gut tut. Dies vorausgeschickt, kann ich mir aber schon vorstellen, dass es auch Ausnahmen gibt, ebenso wie es bei uns Menschen verträglichere und eigenbrötlerischere Zeitgenossen gibt. Falsch finde ich es mE allerdings, von Anfang an davon auszugehen, bei sich diese Ausnahme sitzen zu haben. Die Katze sollte zumindest die Chance erhalten zu zeigen, ob sie wirklich so unverträglich ist.

Wobei ich das Thema Einzelhaltung bei Wohnungskatzen auch strenger sehe als bei Freigängern (selbst wenn ich persönlich mittlerweile die Mehrkatzenhaltung auch bei Freigängern befürworte).
 
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