Mäuse

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Fieps

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Hallo ihr lieben,

ich wollte mal wissen, ob es unter euch Leute gibt, die ihre Futtertiere selbst züchten und mir sagen können, wie man diese tierschutzgerecht...naja, ihr wisst schon. Bevor mans der Katze überlässt. Bei Schlangen ist das ja einfacher :)
Vielen Dank!

PS: Über die Haltungsgrundsätze von Mäusen habe ich mich schon ausreichend informiert.
 
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Miomomo

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Von der Idee an sich halte ich gar nichts.

Aber: Ich meine, dass man da so etwas wie einen Lehrgang absolviert. Erkundige dich doch mal beim örtlichen Veterinäramt. Die müssten so etwas meiner Ansicht nach wissen.
 
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Miomomo

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Das kann ich mir jetzt nicht verkneifen. Du willst Mäuse züchten, um sie an deine Katzen zu verfüttern. Vorher musst du sie "tierschutzgerecht töten".

Ich finde, wenn man etwas tun will (und kann), muss man das auch beim Wort nennen können.
 
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Fieps

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Ich hatte hier schonmal n Thread eröffnet, mit dem selben Thema, die Dinge auch beim Namen genannt, nur damit der dann gelöscht wurde, weil irgendwer nicht lesen wollte, das man töten schreibt. Hühner sterben auch bevor sie Chicken Nuggets werden.

Dann muss ich wohl mal beim Veterinäramt nachfragen...
 
WütenderWookie

WütenderWookie

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Der Thread wurde gelöscht, weil du eine Tiefkühltruhe als "tierfreundliches" Tötungsmittel betrachtet hast!!!!
 
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Miomomo

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Fleisch wächst nicht auf Bäumen und ich habe auch kein Problem mit dem "das". Aber ich habe ein großes Problem, wenn das "wie" nicht richtig ist.

Daher finde ich es gut, wenn man sich das von einem Fachmann zeigen lässt.



Töten per Tiefkühltruhe ist pervers und sadistisch. Mit so etwas habe ich auch ein Problem.
 
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Fieps

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Also, ganz ehrlich, ich habe es nicht als tierfreundlich betrachtet, sondern mir wurde gesagt, das es tierfreundlich wäre. Das ist ein Unterschied, den normale Menschen erkennen müssten...
 
Katerchen-Kain

Katerchen-Kain

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Erste Anhaltspunkte, wenn auch hauptsächlich zum "wie nicht" liefert ein Merkblatt vom TVT: Stellungnahme "Empfehlungen zum Töten von Kleinsäugern zu Futterzwecken" (April 2011)

Auch zur Haltung von speziell Futtertierzuchten gibt es seit neuestem ein Merkblatt. Zur Haltung steht im Grunde genommen drin, dass an Futtertierzuchten dieselben Haltungsanforderungen zu stellen sind wie an private Haustierhaltungen. Das Merkblatt hat angeblich schon zur Schließung einiger Zuchten geführt. Ich glaube dir zwar erstmal absolut, dass du dich über Haltung von Mäusen informiert hast, aber man weiß ja nie, an welche Quellen die Leute dabei geraten.
Es gibt zum Beispiel das "Projekt Biomaus", dass sich an Reptilienhalter richtet und ihnen eine artgerechte Futtermauszucht nahelegt. Aber selbst hier werden die Haltungsempfehlungen des TVT (welche im Zweifelsfall die sind, an denen sich ein kontrollierender Amtsveterinär orientieren sollte) noch unterschritten.
 
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Fieps

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  • #10
Ich hab mir Seiten von Züchtern durchgelesen....am besten große Gruppen, mindestens 10- 15 Tiere, dazu ruhig auch kastrierte Böcke, Gehege mit verschiedenen Ebenen und am besten in 2 m Länge und einem Meter tiefe, das ginge erstmal so, als Futter Sämereien für Wellensittiche oder ähnliches, ab und zu Sonnenblumenkerne, Mehlwürmer/ Heuschrecken, frisches Gras. Die Mäusinnen die Jungen zusammen aufziehen lassen und und und...ich glaube, so geht halbwegs artgerecht.

Im Grunde finde ich Mäuse einfach genial, will später welche haben und das was über ist, kriegt mein Fieps. Warum auch nicht. Dazu muss man auch wissen, wie man das Tier ums Eck bringt.

ZUm Normal sein Kommentar: Wer definiert schon Normalität? Ungefähr 7 % der Menschen in Deutschland sollen analphabeten sein. So hast du schon recht, es mag hier Menschen geben, die nicht so lesen können wie andere. Was absolut keine Schande ist.
Aber wenn sie dann auch einmal Dinge verstehen, die da nie standen finde ich das seeeehr gewöhnungsbedüfrtig.
 
Katerchen-Kain

Katerchen-Kain

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  • #11
Für eine normale Haltung klingt das super, bei einer Zucht musst du allerdings einige Punkte mit berücksichtigen.
In einer derart großen Gruppe können die Mütter ganz schön gestresst sein. Alle betüddeln mit, vielleicht übertreiben es einige Ammen auch und die Mutter fühlt sich nicht sicher und zieht oft mit ihren Babys in ein anderes Nest um. Außerdem, je mehr Ammen du hast, desto mehr Milch trinken die Lütten nicht bei der eigenen Mutter sondern bei Ammen. Diese Milch ist aber nicht so nahrhaft wie die richtige Muttermilch. Deshalb würde ich Nachwuchs eher in kleineren, überschaubaren Gruppen großziehen.

Außerdem musst du am Tag 28 nach der Geburt die Jungböckchen rausfischen. Je größer dein Gehege ist, desto mehr Unruhe bringst du mit jeder Geschlechtertrennung rein, bis du alle Jungtiere gefunden hast. In so einem großen Gehege weißt du nämlich bis zur Geschlechtertrennung nicht, wie groß der Wurf eigentlich war, du musst also die gesamte Einstreu durchkämmen, um ganz sicher alle zu finden. Das soll natürlich kein Plädoyer für kleine Zuchtkäfige mit wenig Einstreu sein, aber du musst schon ein gewisses Maß halten.

Auch das Zuchtböckchen würde ich nicht in einer allzu großen Gruppe halten. Wenn du einen verträglichen Stamm hast, kann er in Zeiten ohne Damenbesuch/ohne Einsatz mit Jungböckchen zusammen sitzen und diese noch ein wenig erziehen. Schöner finde ich persönlich es, wenn auch er in einer kleinen, eingespielten Gruppe mit wenigen Kastraten leben darf, also feste Sozialpartner hat. Je nachdem, wie du verpaarst, muss er nach Einsatz wieder friedlich von seiner Gruppe aufgenommen werden oder die Gruppe darf sich nicht zerstreiten, wenn sie Damenbesuch bekommt. Auch Kastraten können noch Interesse an Weibchen haben und decken.

In die Ernährung solltest du dich auch noch etwas mehr einlesen, "Sämereien für Wellensittiche oder ähnliches" ist zwar als Grundlage richtig, insgesamt aber doch noch ein wenig schlicht. Wer gesunde Jungtiere großziehen möchte, sollte sich schon ein wenig Gedanken über eine ausgewogene Körnermischung machen.

Das sind meine spontanen Gedanken zu dem Thema und natürlich gibt es da noch viele andere Meinungen und Erfahrungen. Und ganz bestimmt gibt es nicht den einen, optimalen Weg sondern viele Möglichkeiten mit entsprechenden Vor- und Nachteilen.

Ich würde sowieso empfehlen, eine Tierart, die man züchten möchte, erstmal einige Jahre in normaler Haltung kennen zu lernen. Dadurch lernt man erst richtig, das Verhalten einzuschätzen, Probleme zu erkennen, hat schon bei den meisten Stolpersteinen einen Lösungsansatz im Hinterkopf, kann besser einschätzen, wessen Ratschläge sinnvoll sind (vielleicht erzähl ich ja nur Mist :aetschbaetsch1:) und, und, und.
 
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WütenderWookie

WütenderWookie

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  • #12
ZUm Normal sein Kommentar: Wer definiert schon Normalität? Ungefähr 7 % der Menschen in Deutschland sollen analphabeten sein. So hast du schon recht, es mag hier Menschen geben, die nicht so lesen können wie andere. Was absolut keine Schande ist.
Aber wenn sie dann auch einmal Dinge verstehen, die da nie standen finde ich das seeeehr gewöhnungsbedüfrtig.

Liebelein,

Du hast von Töten mit Tiefkühltruhe gesprochen und fandest es in Ordnung.
Daraufhin kam die ein ziemlicher Gegenwind entgegen, und du wurdest deswegen pampig und persönlich beleidigend anderen Usern gegenüber.

Entweder du zeigst Größe und stehst zu dem, was du tust oder du führst dich weiterhin auf wie ein verwöhntes Rotzblag, bei dem ständig nur die anderen Schuld sind.
 
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Tigerjungsdosine

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  • #13
@Fieps

Ich schreibe jetzt mal was ich als Schlangenhalterin von deinem Vorhaben denke und weiß:

Es ist (im Rahmen der ganz normalen Futtertierzucht-Für Versuchstiere gelten andere Maßstäbe) tatsächlich per Tierschutzgesetz verboten, Mäuse lebend zu frosten!!!!

Selbst Neonaten, also Jungtiere, dürfen nur betäubt in die Tiefkühltruhe!!!

Alleine dass du den schmerzhaften Erfrierungstod eines Wirbeltieres anscheinend nicht sofort als tierschutzwidrig einordnen konntet zeigt deutlich, dass du von den im Tierschutzgesetz geforderten nötigen Fähigkeiten und Kenntnisse zur Tötung von Wirbeltieren noch sehr weit weg bist. Die solltest du dir vielleicht erst einmal aneignen, bevor du darüber überhaupt nachdenkst wie du deine Mäuse halten möchtest. Evl merkst du dann sehr schnell, dass du eben doch nicht jeden Tag Mäuse umbringen und verfüttern kannst und möchtest...

Außerdem gilt:

1)
Man sollte die vom Gesetzt geforderten "nötigen Kenntnisse und Fähigkeiten" zum Töten von Wirbeltieren möglichst nachvollziehbar belegen können. Siehe z.B Sachkundenachweis.

Das Tierschutzgesetz ist in dem Punkt leider sehr schwammig und definiert nicht genau, wann man als Privatperson genügend Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt.
Wer berufs- und gewerbsmäßig Tiere tötet, der hat es da einfach: Zootierpfleger, Tierärzte usw. müssen im Rahmen der Ausbildung/ des Studium spezielle Lehrgänge darüber absolvieren und besitzen danach deshalb natürlich eindeutig diese Fähigkeiten und Kenntnisse.
Da es, durch den Terraristikboom, aber mitlerweile genügend solcher Kursangebote für Privatpersonen gibt, in denen genau solche Leute (mit einer guten Ausbildung) Privatpersonen schulen (Zoos, Vetämter, Reptilienverbände usw. bieten so etwas oft an), sollte man bei Behördenproblemen unbedingt mehr bieten können als ein: "Hab ich mir von dem und dem mal abgeguckt! Ich mache doch alles richtig und ich mache das ja auch nicht gewerblich...":rolleyes:
Gerade wenn eine Privatperson eine Futtertierzucht betreibt und täglich mehrere Tiere tötet (was bei einer Katzenfütterung mit Mäusen ja schnell der Fall sein kann), ist eine Anzeige mit Sicherheit schnell auf dem Tisch und ohne einen schriftlichen Nachweise über seine Sachkunde kann es dann zu Probleme kommen.
Denn am Ende wird im blödesten Fall der Fälle immer ein Richter entscheiden ob die Kenntnisse und Fähigkeiten für ihn persönlich reichen, oder halt nicht. Er hat da wie gesagt noch keine richtig festen Vorgaben. Hat man dann etwas schriftliches in der Hand, wird der Richter wohl weit weniger dazu neigen einem die nötigen Fähigkeiten und Kenntnisse abzusprechen....

Ich hebe jetzt noch einmal die wichtigen Sachen aus diesem Merkblatt hervor, was ich übrigens sehr gut fand. Vielen Dank Katerchen-Kain:

Zu beachten ist außerdem, dass die Tötung von Kleinsäugern immer in einem anderen Raum
(getrennt vom übrigen Bestand) erfolgen muss. Vor allem Mäuse und Ratten stoßen unter Umständen im Tod Warnschreie im Ultraschallbereich aus, die die andere Tiere in Angst oder Panik versetzen können.

Zulässige Tötungsmethoden für Kleinsäuger:

Betäubungsschlag/Kopfschlag
Nur bei Kaninchen erlaubt, da bei anderen Kleinsäugern eine ausreichende Treffsicherheit nicht gewährleistet ist! (anatomische Verhältnisse, die enorme Aktivität...)
Schlag muss bei ausgewachsenen Kanninchen im Bereich des Hinterkopf, bei jungen Tieren im Stirnbereich erfolgen.

Dekapitation (Abtrennen des Kopfes)
-muss am Hals direkt hinter dem Kopf erfolgen
-Scherenschlag, z.B mit Nabelschnurschere, nur bei neugeborenen Säugern bis zur 1. Woche

Zervikale Dislokation (Synonyme „Genickbruch“, „Strecken“)
-bei Ratten nur bis zum Alter von 3 Wochen bzw bis 100g
-nicht bei Hamstern und Meerschweinchen erlaubt! (zu kurzer Hals, zu starke Nackenmuskulatur, zulockere Haut in dem Bereich...)
- es gibt noch weitere Vorgaben und Empfehlungen: siehe Stichwörter wie Fixierung, Hinterhauptbein, 45 Grad Winkel, Schwanzbasis....

Tiefgefrieren durch Verbringen in flüssigen Stickstoff:
nur nach einer vorherigen Betäubung

Inhalation von CO2
- es gibt Vorgaben zur Behältnisgröße, Anzahl der Tier, Konzentration des Gases, Zeit...
- Die Tötung wird aber bei Jungtieren von Maus, Ratte, Hamster frühestens ab dem 21 Tag uneingeschränkt empfohlen. Davor wird sie in der Versuchstierkunde als eine unzuverlässige und damit ungeeignete Methode gesehen. ( siehe physiologischen Hypoxieresistenz der Jungtiere)


Braucht man, aus Fütterungsgründen, ein totes aber noch heiles Jungtier, ist man also in einer sehr blöden Zwickmühle.
Der erlaubte Scherenschnitt geht nicht, weil dann ja der Kopf ab ist. Vergasen, mit CO2, dauert bei den kleinen Würmer halt länger als bei den adulten Tieren, bis sie nicht nur besinnungslos, sondern wirklich endgültig tot sind. Ist also auch eine Quälerei...
Deshalb ist man dann dazu übergegangen, die Zwerge erst mal mit einer sehr hohen Co2 Konzentration möglichst schnell und ordentlich zu betäuben und sie dann, z.B in flüssigem Stickstoff, einzufrieren. Die Tiere werden dann in sekundenschnelle Schockgefrostet. Die Temperaturen von Flüssigstickstoff sind weit von denen in einer normalen Tiefkühltruhe entfernt.
So sind die Tiere hoffentlich schneller tot als wenn sie im Gas weiter wegdämmern, sie sind wie benötigt äußerlich unverletzt, es sind keine schädlichen Rückstände in den Tieren, was bei anderem Gas der Fall wäre, die Tiere müssten für den Weiterverkauf eh eingefroren werden...

Tja, und dann hat der eine skrupellose Idiot sich vielleicht mal gedacht, er könne sich die Betäubung doch lieber sparen. Ein andere Idiot hat nur mal nebenbei gehört, dass in den großen Betriebe die Jungtiere noch lebend gefrostet werden. Ohne zu verstehen dass die vorher betäubt werden...Muss dann ja legal sein...Und schon gibt es ein paar Leute die es machen und so weiter geben....
Vor allem ist es ja auch so einfach:
Kühtruhe auf, Zwerge rein, und nach mir die Sinnflut. Wenn man den Froster nach einer halben Stunde Stunde wieder auf macht sind die Kleinen tot und man musste nichts hören oder sehen.....

Und die armen Tiere haben sich qualvoll zu Tode gezittert.

Ach, noch etwas zu Lebendfütterung:

Die Fütterung von Reptilien mit lebenden Wirbeltieren ist eine Grauzone und eigentlich nur erlaubt, wenn der Pflegling absolut kein Prekilled (frisch abgetötet) oder Frostfutter (natürlich aufgetaut) nimmt.
Da es aber eigentlich unmöglich ist nachzuweisen ob z.B eine Schlange wirklich ganz ohne Lebendfutter auskommt (Futterpausen, mal wird Frost gefressen, mal nicht usw), füttern auch viele Halter lebend, deren Tiere eigentlich auch ohne Lebendfütterung problemlos gut versorgt wären...

Bei Katzen ist das anders
Da gab es auch schon verschiedene Urteile und die waren alle sehr eindeutig.
Die Fütterung von lebenden Mäusen an Katzen wurde immer abgelehnt und untersagt. Die Richter waren alle der Meinung, dass wirklich jede Katze auch ohne Lebendfütterung artgerecht ernährt werden kann. Es gäbe im Handel mehr als genügend anderer Fütterungsformen (Nass-, Trofu-, Barffütterung usw), in unterschiedlichester Qualität und Auswahl und es ist nun einmal nicht nachgewiesen, dass eine Lebendfütterung gesünder wäre. Ganz im Gegenteil: Die Katzen werden heute ja immer älter, die Kunden/Käufer immer anspruchsvoller....

Draußen kann man Katzen nicht abhalten zu jagen, aber eine die gezielte Lebendfütterung ist wie gesagt nicht erlaubt.

Die Reptilienhaltung steckt einfach noch zu sehr in den “Kinderschuhen”. Ich gehe stark davon aus, dass die nächsten Jahre auch dort immer stärker reglementiert werden wird. Zum Beispiel ist es nun ja auch verboten worden, noch nestjunge Mäuse und Ratten ohne das Muttertier lebend zu befördern. Wer also z.B eine junge Kornnatter etc hat, die noch Pinkys frisst, der muss nun Frostfutter anbieten oder seine Mäuse selber züchten. Aber bei nur einer Schlange als Haustier wird niemand eine Futtertierzucht aufmachen...
Und auch andere Angebote nehmen zu. Einige Schlangenhalter lehnen z.B Frostfutter ab, weil sie Angst haben dass durch das Frosten zu viele wertvolle Vitamine im Beutetier zerstört werden. Die Meinungen und Erfahungen gehen da sehr weit auseinander. Einige Halter füttern schon seit zig Jahren ausschließlich Frost und sagen, dass das ausreicht. Solange die Mäuse abwechslungsreich und artgerecht ernährt wurden, schnell gut durchgefrostet werden und dass die meisten und wichtigen Vitamine sich dann bis zu drei Monate oder auch ein halbes Jahr im Futtertier sehr gut halten. Andere füttern zur Sicherheit jedes fünfte Beutetier prekilled oder lebend. Wieder andere beträufeln hin und wieder die Frostfuttertiere mit künstlichen Vitamine. Wobei hier die Meinung unter Experten eindeutig ist:
Es führt zu schnell zu einer Übervitaminisierung! Reptilien sind in der Hinsicht besonders heikel und viele Präperate gleich für mehrere Arten, von Schildkröte bis Schlang, zugelassen! Da gruselt es einen, wenn man mal guckt was da drin ist und welche Konzentration empfohlen werden.
Aber auch da tut sich was auf dem Markt. Da die Kunden halt immer anspruchsvoller werden, wird sich nun etwas mehr Mühe gegeben und es finden auch mehr Studien zu solchen Themen statt.
Ich schätze in ein paar Jahren wird man auch im Reptilienbereich weiter eher dazu übergehen die Akzeptanz und Qualität von Frostfutter zu verbessern und die Lebendfütterung mehr und mehr zu verpöhnen und einzuschränken. Witterungssprays usw. Der Großteil der Reptilienhalter ist ja eigentlich auch jetzt schon dagegen. Auch weil die Futtertiere recht häufig schwere Verletzungen verursachen...
 
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Tigerjungsdosine

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  • #14
Ich persönlich würde es mir an deiner Stelle sehr gut überlegen ob ich das Projekt wirklich umsetze. Was versprichst du dir davon? Die Futtertierzucht ist noch einmal sehr viel mehr Arbeit als sich nur Mäuse unter guten Bedingungen als Liebhabertiere zu halten. Deine Katzen werden durch diese Fütterung mit Sicherheit auch nicht gesünder sein und länger leben als andere Katzen, die eine gute Fütterung erhalten. Es gibt ja wie gesagt genügend Alternativen. Bis hin zu Barf mit Biofleisch samt Knochen usw wo die Katze auch ordentlich kauen muss. Und es gibt sogar Studien die behaupten, dass die Maus gar nicht die optimale Zusammensetzung aller Nährtsoffe für die Katze hat. Ich bin da weiß Gott nicht der Experte aber angeblich könnte der Phosphor-Calcium Anteil wohl noch einen Tick besser sein...Egal. Wie gesagt. Ich bin kein Experte. Aber nicht umsonst schnappen sich Katze draußen ja nicht nur Mäuse. Und selbst jede Maus wird sich draußen je nach Futterangebot auch noch etwas anders ernähren...
Deine Mäuse würden jedoch vermutlich alle die gleiche Ernährung erhalten. Die eben auch noch anders als bei wilden Mäusen wäre...
Dann wirst du auch in deinem Umfeld nicht gerade mit Begeisterungsstürmen rechnen können....
Ne, ich bin ehrlich. Für mich wäre das eindeutig nichts.
Obwohl ich schon über 10 Jahren Schlangenhalterin und auch nicht zimperlich beim Thema Futtertiere bin.
 
F

Fieps

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  • #15
Leute, nocheinmal und zum letzten mal die gerne nicht lesen können: Ja, mir wurde gesagt das einfrieren ziemlich gut und tierscxhutzgerecht ist und ja, ich fand die ERläuterung dazu auch nicht schlecht.
Eben weil ich sowas nicht einfach so machen will wollte ich nochmal andere MEinungen dazu. Da kam nix vernünftiges sondern nur Rumgezicken von den Prinzessinen.

Ich verspreche mir davon schöne Mäuse und Leckerbissen für Pussycat.
 
Paule&Filou

Paule&Filou

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  • #16
Kannst du nicht einfach Frostermäuse aus dem Tierbedarfladen nehmen?
 
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Miomomo

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  • #17
Leute, nocheinmal und zum letzten mal die gerne nicht lesen können: Ja, mir wurde gesagt das einfrieren ziemlich gut und tierscxhutzgerecht ist und ja, ich fand die ERläuterung dazu auch nicht schlecht.
Eben weil ich sowas nicht einfach so machen will wollte ich nochmal andere MEinungen dazu. Da kam nix vernünftiges sondern nur Rumgezicken von den Prinzessinen.

Ich verspreche mir davon schöne Mäuse und Leckerbissen für Pussycat.



Die Erklärung von Tigerjungsdosine zu dem Thema finde ich sehr hilfreich und einleuchtend.

Zum Einen ist Einfrieren-ohne Betäubung- auf gar keinen Fall tierschutzgerecht. Es ist grausam und sadistisch.
Zum Anderen denke ich, dass man das Equipment zu Hause gar nicht entsprechend da haben kann.

Und dass es ebenfalls nicht zu unterschätzen ist, dass die "Qualtität" der Futtertiere auch entsprechend sein muss. Das kann man m. E. zu Hause nicht leisten. Mit ein bischen Körnern ist es meiner Ansicht nach nicht getan.

Von daher macht es in meinen Augen auch keinen Sinn, Mäuse als Futtertiere für Katzen selber zu züchten. Es ist keine Kostenersparnis und man bekommt auch nicht unbedingt bessere Qualität.

Und wenn man das mal richtig durchdenkt: Kann man bei gekauften Futtertieren sicher sein, dass das gute Qualität ist?

Da würde ich lieber (teil)barfen und beim Einkauf des Rohfleisches auf gute Qualität achten.
 
Jiu

Jiu

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  • #18
Huhu,

auch wenn das Thema schon ein wenig älter ist, wollte ich als ehemalige Mäusehalterin noch etwas dazu schreiben.

Mäuse sind keine einfachen Haustiere - im Gegenteil, ich finde sie trotz ihrer geringen Größe sehr anspruchsvoll, was vor allem daran liegt, dass sie sehr anfällig für Krankheiten und Tumore sind.

In großen Gruppe ist fast immer jemand krank, es wird geschnupft, geniest oder es wachsen eben Tumore, denen man dabei fast zugucken kann. Ist einmal am Tag die Temperatur im Zimmer zu niedrig oder es herrscht Durchzug, können die Tierchen schon krank sein, denn sie wurden extra so gezüchtet, dass man leicht mit ihnen experimentieren kann.

Es versteht sich wohl von selbst, dass man keine kranken Tiere füttern sollte, dann ist nämlich der ganze Plan, der Katze etwas besonders Hochwertiges zu geben, wieder dahin (dann kann man auch auf Frostmäuse zurückgreifen). Lässt man die Mäuse jedoch nicht tierärtzlich versorgen, können sie schon an einem leichten Infekt (was bei uns eine Erkältung wäre) sterben - das wäre auch nicht Sinn der Sache.

Ich hab Farbis nur als Liebhabertiere gehalten, aber sie können schon deutlich ins Geld gehen. Das sollte man bei solche einem Vorhaben auch bedenken - ganz unabhängig davon, wie man die Tierchen töten muss und ob man dazu überhaupt in der Lage ist, wenn man einmal in ihre süßen Knopfaugen geguckt hat.
 
doppelpack

doppelpack

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  • #19
Man wundert sich ja nur noch, auf was für abstruse Ideen manche Menschen kommen.
Fieps, Lass deine Katzen doch in den Freigang. Denn wenn du schon so genau über artgerechte Fütterung nachdenkst, sollte die artgerechte Haltung ja auch ganz oben stehen. Und so löst sich dein Problem auch in Luft auf, draußen können sie sich ihre Beute (Mäuse) selber fangen.
Ich erinnere mich aber noch zu gut an den gelöschten Thread. Und genau, der wurde nur gelöscht, weil Fieps sich in Beleidigungen und Wutausbrüchen verlor.
 
Crazynic

Crazynic

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496
Alter
46
Ort
im schönen Schwarzwald.
  • #20
Frisst eine Katze überhaupt Frostmäuse???

Also unsere beiden sind Freigänger und fressen für ihr Leben gerne Mäuse, allerdings nur die selbst gefangenen! Bringt z. B. Katze 1 eine Maus und legt sie irgendwo hin, wird sie von Katze 2 maximal naserümpfend beschnuppert. Keine meiner beiden Katzen würde eine Maus fressen, die sie nicht selbst getötet hat, darum die obige Frage!

Und Mäuse lebend einzufrieren finde ich barbarisch und es ist mit Sicherheit NICHT vertretbar!!
 
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