Lymphom Erfahrungsaustausch

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
H

HerrMiene

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Hallo liebe Katzenliebhaber

Mich würde sehr interessieren, wer hier schon Erfarhungen mit einem Lymphom bei seiner Kaze gemacht hat. Und zwar interssiert mich ALLES dazu! Wie waren die ersten Symptome, wie wurde die Diagnose gestellt, wie wurde behandelt, wie war der Verlauf ... etc. Gerne auch alternative Methoden bzw. alles was irgendwie nützlich sein könnte.

Vielleicht kurz zum traurigen Anlass meines Interesses: Bei meiner 13 Jahre alte EKH Katze wurde letzte Woche ein Tumor im Darmbereich entdeckt, der den oberen Dünndarmbereich und den Magenausgang ziemlich einengt. Die TÄ meinte, eigentlich müsste man biopsieren, um eine genaue Diagnose stellen zu können, aber es gebe ohnehin nur eine Behandlungsmöglichkeit: eine bestimmte Lymphomart spreche gut und schnell auf Leukeran an und eine andere Chance hätten wir sowieso nicht.

Also hat sie mir probeweise für über´s Wochenende Leukeran mitgegeben. Am Montag waren wir wieder beim U-Schall und der Tumor schien tatsächlich etwas kleiner geworden zu sein. Aber so wenig, dass es sich auch die TÄ nicht definitiv zu sagen getraut hat.

Ich war grundsätzlich etwas skeptisch, da der Allgemeinzustand der kleinen Mieze auch schon nicht mehr so berauschend war, aber die TÄ meinte, wir sollten ihr noch ein paar Tage Zeit lassen. Ich habe also eine hochkalorische Paste (Nutri-plus Gel) mitbekommen, da die Kleine ja praktisch nicht mehr freiwillig gefressen hat (konnte ja weder richtig schlucken, noch viel auf einmal fressen) und die arme Socke wieder mit nach Hause genommen.

Da ich sie nun ohnehin schon zwangsernähren musste, habe ich ihr auch gleich noch ein wenig Katzenkrallensud mit verabreicht (bekommt auch meine Krebshündin und ich schwöre mittlerweile drauf). Heute (Tag 5 der etwas nervenzermürbenden Behandlung) hat die Tigerdame nun tatsächlich wieder selbständig zu fressen begonnen :wow:. Nur immer in kleinen Häppchen und alles püriert, aber immerhin, sie frisst und das freiwillig. Mir kommt auch vor, dass der Tumor (so weit von außen beurteilbar) tatsächlich kleiner geworden ist. Dennoch bin ich erhlich gesagt nach wie vor ein wenig skeptisch ... oder will mich vielleicht einfach nicht zu früh freuen ....

Aber wie gesagt, mein Hund lebt auch schon seit drei Jahren mit einer Krebserkrankung, also hoffe ich mal auf das Beste und lasse mich überraschen.

Bezüglich meines Hundes habe ich damals sehr viel im Internet recherchiert und sehr viele Informationen und Erfahrungsberichte gefunden. Jetzt, bei der Mieze bin ich dagegen kaum fündig geworden, aber vielleicht klappt es ja hier.

Ich hoffe auf einen regen Erfahrungsaustausch! Also, nur zu!

Grüße
Die Frau HerrMiene ;-)
 
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Saleme

Saleme

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Hallo!


Zum Lymphom selbst kann ich dir leider nich viel sagen. Allerdings hatte mein Kater bis vor ein paar Wochen auch eine große Umfangsvermehrung im Bauch. Auch bei ihm stand der Verdacht im Raum, dass es sich dabei um ein malignes Lymphom handelt. Ich hab das Teil in 'ner OP zum Großteil rausnehmen und einschicken lassen. Dabei hat sich herausgestellt, dass es ein stark entzündeter Lymphknoten war. Nach drei Wochen Antibiotika war die Sache wieder gut.
Ich für meinen Teil würde dir also zu einer Biopsie raten. Dafür muss man wohl nich zwangsläufig 'ne riesige OP machen. In einer Tierklinik hier in der Nähe hätten sie die Stelle wohl einfach von außen punktiert.

Hat die Tierärztin deiner Katze Blut abgenommen?

Lieben Gruß und alles Gute für die Patientin! :)
 
chrissie

chrissie

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Hi, das tut mir leid, dass Deine Katze ein Lymphom hat.
Ich kann Dir davon berichten, mein Sternchen Pastis hatte eines 2008.
Kann Dir gerne berichten wie es damals war und kann Dir auch ein paar Links noch schicken, bin allerdings heute zu müde dazu. Würde dies am Wochenende machen.
Vorab gefragt: wo wohnst Du?
Alles Gute Deiner Katze!
 
R

ragdolly

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Ich muss leider dieses Forumthema wieder anstoßen.
Ich möchte meine Katze aufgrund einer Lymphomerkrankung mit Leukeran und Prednisolon behandeln.
Das Lymphom betrifft auf jedem Fall den Halslymphknoten, dieser ist sichtbar vergrößert. Das Lymphom wurde aufgrund einer Aspiration vom veränderten Lymphknoten festgestellt.
Ich verzichte auf eine Biopsie und kann somit nicht sagen, ob eher ein B- oder T-Zellenlymphom oder ein kleinzelliges Lmphom vorliegt.

Sie hat eine Schilddrüsenüberfunktion, die gut eingestellt ist und weist einen gesunden Appetit auf. Sie ist bereits ca. 18 Jahre alt. Da sie aber gut im Futter steht und noch fit und verspielt ist, möchte ich sie trotz des Alters mit dem Chemoprotokoll Leukeran und Prednisolon behandeln. Bei schweren Nebenwirkungen breche ich die Behandlung ab.

Ich würde mich sehr über Erfahrungsberichte freuen. Die Entscheidung für eine Chemo ist nicht einfach.
 
shopgirlps

shopgirlps

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Hallo,

es tut mir leid, daß Deine Katze in einem so hohen Alter noch mit so einer schweren Erkrankung zu kämpfen hat.

Ich kann Dir zum Thema "Lymphom" folgendes berichten:

Bei meinem Kater Berti (aktuell ist er 15 Jahre alt, wird im Juli 16 Jahre) wurde vor 2 Jahren anläßlich eines Ultraschalls per Zufallsbefund ein Lymphom in der Milz festgestellt. Berti fraß zu diesem Zeitpunkt nichts und wir waren in der TK, wo eine Entzündung der Bauchspeicheldrüse festgestellt wurde. Beim US der BSD wurde sodann eine "löchrige Milz" festgestellt. Das stellte sich im US so da, daß die Milz lauter keine schwarze Pünktchen ("Lochfras") aufwies. Aufgrund des schlechten Allgemeinzustands von Berti und aufgrund der Tatsache, daß er in der TK absolut nichts fressen wollte und aufgrund seiner Wehrhaftigkeit weder durch TÄ noch bei uns zuhause eine Assistenzfütterung/zwangsweise Fütterung möglich ist, entschieden wir uns dazu, die Milz nicht entfernen zu lassen. Lt. US hatte das Lymphom zu diesem Zeitpunkt noch nicht gestreut. Eine Punktion der Milz zur genauen Beurteilung des Tumors hielt die TK aufgrund des hohen Blutungsrisikos nicht für möglich und riet daher davon ab.

Eine Chemotherapie wäre für uns aufgrund des großen Streßfaktors für Berti auch nie in Frage gekommen. Auf Anraten der TK haben wir uns für die Behandlung des Lymphoms mit Cortison (Prednisolon in Tablettenform: funktioniert aber nur, solange Berti dies oral in irgendwelchen Leckerlies versteckt nimmt, was manchmal recht schwierig ist).

Vor einem Jahr traten erneut Schwierigkeiten in Bertis Fressverhalten auf. Von einem auf den anderen Tag futterte er nichts mehr und es wurde in derselben TK ein Diabetes - hervorgerufen durch das Cortion - festgestellt. Auch dies haben wir in den Griff bekommen durch ein sehr gutes Diabetes-Forum speziell für Katzen im Internet. Vor einem Jahr wurde auch nochmal ein US gemacht und dort hatte sich lt. Aussage der Onkologin der TK das Lympom noch nicht weiter ausgebreitet, ja die Milz sah sogar ein bißchen besser aus wie im Jahr zuvor.

Aktuell haben wir leider wieder einen schlimme Entzündung der Bauchspeicheldrüse mit einhergehender Appetitlosigkeit, welche wir seit über 1 Woche versuchen, irgendwie in den Griff zu bekommen. Wir wissen nicht, wie es diesmal ausgehen wird. Aber wir bleiben weiterhin dran. Aufgrund des TA-Stresses für Berti mit Infusionen und zahlreichen Medis für die BSD haben wir noch keinen weiteren US mehr machen lassen. Aktuell sind wir auch nur bei einer guten TÄ hier bei uns vor Ort, da die TK einfache Wegstrecke von uns ca. 50 Minuten entfernt ist. Wir hoffen, daß es diesmal auch "nur" die BSD ist und wir die Probleme in den Griff bekommen werden.

Falls es Dich interessiert, kannst Du hier über unseren Krankheitsverlauf seit 2014 im Thread nachlesen:

Auch bei uns hat die Bauchspeicheldrüse zugeschlagen

Berichte doch mal, wie Du Dich entschieden hast. Ich weiß nicht, ob ich mich im Alter Deiner Katze noch für eine Chemo entscheiden würde. Denn es geht ja nicht allein um die Nebenwirkungen, sondern auch um den Stress während der Behandlungen.

Ich hatte aufgrund des schlechten Zustands von Berti damals die Befürchtung, daß er ohnehin nicht mehr lange durchhalten würde. Doch er hat mich eines besseren belehrt. Er hat durchaus noch sehr viel Freude am Leben, genießt das Schmusen und die Streicheleinheiten, das Liegen in der Sonne etc., auch wenn er altersbedingt eben doch recht ruhig ist im Vergleich mit unseren beiden anderen (jüngeren) Katzen. Ich bin froh, ihm noch eine schöne Zeit zu ermöglichen und hoffe, daß diese noch ein wenig andauern wird.

PS: Am besten machst Du einen eigenen Thread zu diesem Thema für Dich und Deine Katze auf. Gerne können wir uns auch per PN austauschen.
 
K

katjoeus

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Hallo Shopgirlps,


ich habe grade deinen Beitrag gelesen und bin sehr verwundert - dein TA geht automatisch von einem Lymphom in der Milz aus, ohne irgendwelche Zelluntersuchungen??? Es stimmt, dass eine Biopsie der Milz normalerweise nicht gemacht wird wegen der hohen Blutungsgefahr, aber man kann ganz einfach und problemlos Feinnadelaspirate machen - da werden per Ultraschall gesteuert mit einer Spritze durch die Nadel Zellen entnommen, die dann per Zytologie im Labor ausgewertet werden. Fuer die Diagnose eines kleinzelligen Ly,phoms ist diese Technik nicht geeignet, weil beim SCL (small cell lymphoma) die Zellen kein anderes Erscheinungsbild haben (Lymphozyten als solche sind normal und zu erwarten), aber bei den haeufigsten Krebserkrankungen der Milz - Mastzell und large cell - ist das eine gute Diagnostikmoeglichkeit, da in diesen Faellen andere Zellen vorliegen.
Ausserdem wundert mich auch, dass dein TA nicht erwaehnt hat, dass die Milz auch aus anderen - gutartigen - Gruenden diese "loechrige" Erscheinung haben kann - zB wenn sie auf eine Entzuendung woanders im Koerper reagiert oder wenn sie sich regeneriert.
Also ich finde das extrem unprofessionell, da sofort von einem Lymphom zu sprechen!!
Ich wuerde da auf jeden Fall nochmal weitere Tests machen lassen - wuerde zu einem Spezialisten gehen, sofern das bei dir moeglich ist.

Liebe Gruesse,
Katrin
 
K

katjoeus

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Ich muss leider dieses Forumthema wieder anstoßen.
Ich möchte meine Katze aufgrund einer Lymphomerkrankung mit Leukeran und Prednisolon behandeln.
Das Lymphom betrifft auf jedem Fall den Halslymphknoten, dieser ist sichtbar vergrößert. Das Lymphom wurde aufgrund einer Aspiration vom veränderten Lymphknoten festgestellt.
Ich verzichte auf eine Biopsie und kann somit nicht sagen, ob eher ein B- oder T-Zellenlymphom oder ein kleinzelliges Lmphom vorliegt.

Sie hat eine Schilddrüsenüberfunktion, die gut eingestellt ist und weist einen gesunden Appetit auf. Sie ist bereits ca. 18 Jahre alt. Da sie aber gut im Futter steht und noch fit und verspielt ist, möchte ich sie trotz des Alters mit dem Chemoprotokoll Leukeran und Prednisolon behandeln. Bei schweren Nebenwirkungen breche ich die Behandlung ab.

Ich würde mich sehr über Erfahrungsberichte freuen. Die Entscheidung für eine Chemo ist nicht einfach.

Hallo Ragdolly,

ich dachte eigentlich, dass das kleinzellige Lymphom nur im Magen-Darm-Bereich auftritt - das ist dann die Form, die sich genauso praesentiert wie IBD und die man dann mit einer Kombination von Leukeran und Pred behandelt? Wenn das Problem in einem Lymphknoten am Hals ist, liegt dann nicht eher die Vermutung nahe, dass es eine andere Form von Lymphom ist? Die man dann soweit ich weiss auch mit einem anderen Chemo-Protokoll behandeln wuerde? Soweit ich weiss, kann man in diesem Fall ganz gut mit Feinnadelaspirat eruieren, um was fuer Zellen es sich handelt - das wuerde ich an deiner Stelle auf jeden Fall machen lassen, das geht ganz schnell und ist kaum invasiv fuer die Miez...waere ja doch sinnvoller, wenn du weisst, was du bekaempfst!

ich wuerde auf JEDEN Fall die Chemo machen (ausser, es geht dem Tier schon allgemein ganz schlecht), aber dazu wuerde ich definitiv erstmal raufinden, was es genau ist. Hast du bei dir in der Naehe einen Onkologen??

Viel Glueck,
Katrin
 
shopgirlps

shopgirlps

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Hallo Katrin,

wir waren damals in der besten Tierklinik hier im Umkreis und die US-Bilder wurden von einer Onkologin angeschaut. Da wir hier eher auf dem platten Land wohnen, sind die TK nicht so üppig.

Sie riet von einer von einer Punktion der Milz ab wegen der Blutungsgefahr. Es gab für sie nur die Option der Entfernung der Milz insgesamt. Das konnten wir Berti aufgrund seines Verhaltens beim TA und auch aufgrund seines Gesundheitszustands nicht zumuten.

Das löchrige Aussehen der Milz ließ für sie nur den Schluß auf ein Lymphom zu; da war sie sich ganz sicher. Andere Gründen für das "löchrige Aussehen" hatte sie nicht angeführt.

Berti ist mittlerweile nochmal 2 Jahr älter und hat zudem einen Diabetes entwickelt. Aktuell hat er eine schlimme Entzündung der BSD. Eine weitergehende bzw. gar invasive Diagnostik kommt nicht in Frage und möchten wir ihm auch nicht zumuten.
 

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