Leukose: Impfung nach eventueller Infektion?

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
Catmom65

Catmom65

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Ich bin gerade ein wenig verunsichert. Folgende Situation im Bekanntenkreis:
Eine Katze (ungeimpft) kommt zur Pflege in eine Familie, in der mehrere Katzen leben. Eine dieser Katzen ist Träger des Leukose-Virus, zwei Kitten, die ebenfalls im Haushalt leben, sind wohl kürzlich erkrankt. Die Pflegekatze soll nun weiter vermittelt werden; sie wurde vor ein paar Tagen geimpft, aber offenbar nicht getestet. Laut TA kann sie, wenn sie ihre drei Impfungen durch hat (die nächste vier Wochen nach der 1. Impfung) und die letzte in einem halben Jahr), nicht mehr erkranken und auch nicht mehr übertragen und dürfte somit in einen Mehrkatzenhaushalt ...

Mir ist das alles ein wenig suspekt. Meines Wissens nach hätte sie vor der 1. Impfung getestet werden müssen. Und wenn sie Virusträger ist, kann sie andere auch infizieren, egal ob mit Impfung oder ohne. Oder sehe ich das falsch?
 
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Jorun

Jorun

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Wer bitte ist so verantwortungslos und nimmt ein gesundes Tier zu einer Leukosekatze in die Pflege? Ehrlich den Leuten sollte man die Ohren langziehen.

Ebenso mit der Impfe. Die Katze hat wohl schon Kontakt mit dem Virus und da hätte vor der Impfung ABER SOWAS VON ein Test gemacht werden MÜSSEN!

Hat sie Kontakt zum Virus und ist infiziert, kann durch diese unsägliche Schlamperei die Leukose bei ihr ausbrechen.

Dass das dann das Todesurteil für die arme Miez ist, dürfte klar sein. :grr:
 
Fridolin und Ophelia

Fridolin und Ophelia

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Ebenso mit der Impfe. Die Katze hat wohl schon Kontakt mit dem Virus und da hätte vor der Impfung ABER SOWAS VON ein Test gemacht werden MÜSSEN!

Also laut meinem Ta bricht die leukose nicht durch eine Impfung aus, die Impfung ist lediglich unwirksam.

Beim Rest stimme ich dir voll und ganz zu.
Grüße
 
S

Schwarzfell

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"Leukose" dh das Feline Leukämievirus bricht nicht wie FIV aus, kann aber bei persistierender Virämie(dh das Virus ist dauerhaft im Blut,Speichel usw) das Abwehrsystem der Katze so schwächen,dass sie sich alle möglichen Sekundärerkankungen einfängt.
Oder sich eine Leukose(Krebsform entwickelt) usw.

Der Impfschutz besteht nicht zu 100% und nur bei gelegentlichem,eher seltenem Kontakt aber wohl kaum in einer Pflegestelle,wo die Katzen einander belecken,aus einem Napf fressen oder beschnüffeln,etc.
Jungkatzen sind generell gefährdeter,weil ihr Immunsystem das Virus schlechter von selbst eliminieren kann.Bei erwachsenen und älteren Katze sieht es hingegen besser aus.

Das Mindeste wäre nun,die Katze möglichts rasch testen zu lassen und von den anderen zu separieren,sollte sie FELV negativ sein.

Ich habe übrigens auch eine Leukosemietz und zwar von einer "tollen "Pflege"stelle":rolleyes: die sie als Kitten ungeimpft vermittelt hat und sie ungetestet zu ihren eignen Pflegekatzen zurücknahm.
Da ALLE Katzen auf der Vermittlungsseite getestet sind ,habe ich nicht mal im Traum daran gedacht,Mona könnte es nicht sein und nur die eigenen Katzen der "Pflege"stelle sind auch gegen FelV geimpft. Mona natürlich nicht.
 
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Catmom65

Catmom65

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Ich danke Euch für Eure Auskünfte. Ja, das deckt sich mit dem, was mir auch bereits bekannt war, deswegen bin ich ja gerade so irritiert, auch über die angebliche Aussage des TAs, dass eine Impfung verhindern soll, dass die Katze andere ansteckt, sofern sie infiziert bzw. Virusträger ist. Bin gerade relativ fassungslos! :mad:
 
S

Schwarzfell

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Ich danke Euch für Eure Auskünfte. Ja, das deckt sich mit dem, was mir auch bereits bekannt war, deswegen bin ich ja gerade so irritiert, auch über die angebliche Aussage des TAs, dass eine Impfung verhindern soll, dass die Katze andere ansteckt, sofern sie infiziert bzw. Virusträger ist. Bin gerade relativ fassungslos! :mad:

Ds ist völliger Blödsinn .Eine Impfung soll den Impfkandidaten
schützen-in diesem Fall wohl eher das Portemonaie des Ta:rolleyes:
 
Catmom65

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Ds ist völliger Blödsinn .Eine Impfung soll den Impfkandidaten
schützen-in diesem Fall wohl eher das Portemonaie des Ta:rolleyes:


Ich finde das alles auch etwas merkwürdig. Zumindest ist es wohl, trotz Impfung, noch möglich, sie zu testen, und das soll nun auch gemacht werden. Trotzdem ... :(
 
N

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Gast
Aber Vorsicht: FeLV ist mit dem normalen ELISA erst einige Wochen nach der Ansteckung nachweisbar. Das heißt, wenn sie jetzt negativ ist, bedeutet das nicht zwingend, dass sie sich nicht angesteckt hat, es kann auch sein, dass sie sich erst vor kurzem angesteckt hat und der Test deswegen noch nicht anschlägt. Etwas schneller geht's per PCR, damit funktioniert ein Nachweis schon nach ein bis zwei Wochen nach Ansteckung.

Eigentlich müsste man die jetzt erst einmal drei, vier Wochen separiert halten, um eine Neuansteckung in diesem Zeitraum auszuschließen und dann testen.
Und wenn sie positiv ist, noch mal ein paar Wochen separieren und dann noch mal nachtesten, um zu gucken ob sie das Virus evtl. wieder eliminiert hat.

Das, was diese Pflegefamilie da treibt ist absolut unverantwortlich den Katzen gegenüber.

Zum Rest wurde ja schon was geschrieben.
Eine Impfung führt bei bereits infizierten Katzen nicht zum Ausbruch oder zum Fortschreiten der Krankheit, sie ist halt nur wirkungslos (und sollte deswegen vermieden werden). Die Katze kann andere Katzen dann trotzdem noch anstecken.
Beim engen Zusammenleben mit FeLV-positiven Katzen schützt die Impfung nicht sicher vor einer Ansteckung. Deswegen sollte man positive und negative Tiere auch nie zusammen halten.
 
Catmom65

Catmom65

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Danke für die ganzen Infos! Leider werde ich in diesem Fall nicht allzu viel Einfluss darauf haben, wie es letztendlich gehandhabt wird. Offenbar gab es die Ausssage des Tierarztes, dass ein Test sowieso nicht eindeutig ist und von daher erst gar nicht gemacht werden müsste. Wenn sich dann auf diese Aussage verlassen wird ... :(
 
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