Leeno & Poncha (Brüder mit fel. Asthma) und Tarhana

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
Cat_Berlin

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Hallo Ihr Lieben,

nach monatelangem Mitlesen muss ich mich nun auch einmal in eigener Sache an Euch wenden, weil ich gesehen habe, dass hier teilweise wirkliche Auskenner am Start sind :)
Ich versuche mich kurz zu fassen, aber doch auch, nichts zu vergessen. Ansonsten fragt gerne nach!

Wir haben seit Oktober (da waren sie 12 Wochen alt) 2 Brüder-Kater. Tigerchen Leeno und Panther Poncha. Beide sind jetzt 9 Monate alt, und nun haben wir einen akuten Fall, der sich vorher erst langsam ankündigte bzw. den wir nicht sofort als solchen erkannten:
Von Beginn an war Leeno beim hektischen Toben mit der Angel oder Hin- und Herjagen mit Poncha schnell aus der Puste, lag irgendwann erledigt in der Ecke, der Bauch hob und senkte sich im Eiltempo, und er atmete durch den Mund. Poncha machte das auch ab und an, aber seltener und weniger. Wir dachten uns naiverweise (wir hatten zwar beide früher schon Katzen, aber keine mit solchen Krankheiten), sie werden eben aus der Puste sein, und Leeno, der etwas kräftiger und plüschiger ist, eben mehr aufgrund seiner Statur. Beim Erstbesuch bei der Ärztin - zum Nachimpfen nachdem wir sie bekommen hatten - wurden sie abgehört, abgetastet und die TÄ attestierte uns 2 kerngesunde Katerchen (sofern man das eben anhand äußerer Untersuchungen feststellen kann).
Nachdem im Februar/März aber verstärkte Würgeanfälle hinzukamen (bei Leeno vermehrt, bei Poncha weniger), bei denen nie etwas herauskam, wurden wir hellhörig. Wir fuhren zu unserer TÄ, die sich beide anschaute (wieder keine Herzgeräusche, sonst auch nichts zu merken), riet sie uns zu einer Röntgenaufnahme, um zu sehen, ob nicht evtl ein Fremdkörper dahintersteckt. Auf dem Bild war zu sehen, dass Leenos Lunge zu wenig Platz im Brustraum hat und ein Schatten auf dem Herzen. Das „Platzproblem“ könne sich aber noch verwachsen, da sie noch nicht ausgewachsen wären, und wir sollten in ein paar Monaten nochmal zu einem Kontrollbild vorbeikommen, solange Staubfänger aus der Wohnung entfernen, ihn viel an die frische Luft lassen etc, falls es eine Allergie oder Asthma sei. Der Schatten auf dem Herzen könne mit Bewegungen beim Röntgen zusammenhängen, sagte sie.
Nachdem wir ein paar Dinge umgestellt hatten, schien es erst einmal kurz besser zu werden. Aber nur kurz. Das Würgen wurde doller, passierte nun fast täglich, und er fing an, weniger zu fressen.
Beide haben von Beginn an immer vollkommen synchron ihre Wachstumsphasen gehabt, mal eine Weile weniger gefressen, dann wieder viel mehr als sonst, sie schienen sich wirklich parallel zu entwickeln. Nun fraß aber Poncha wie ein Scheunendrescher und Leeno weniger. Nicht bedenklich, aber doch sehr auffällig für mich.
Wir fuhren also zu einer anderen (großen, klinikartigen) Praxis, um ein Herzultraschall machen zu lassen. Ich hatte mich inzwischen in HCM etc etwas eingelesen und fand den Ultraschall eine sinnvolle Idee.
Bei dem Termin letzten Montag wurde also ein Herz-Echo mit Doppler und EKG gemacht. Dies ergab eine verdickte rechte Herzkammer, was laut Ärztin dafür spricht, dass sein Problem aus der Lunge kommt. Diese sei verengt. Löcher hätte er keine, und wir bekamen für ihn Fortekor (1 Tablette 1x am Tag) und Solosin aus der Humanmedizin (1/4 Tablette 2x am Tag) für die Lunge, vereinbarten einen Kontrolltermin in 2 Wochen, um zu sehen, ob sich etwas verändert.

Kurzbefund:
FS 43%
HF 220
LA/Aol 1,52
Myokard homogen, ggr verdickt
Klappen o.B.
prominentes rechtes Herz
ggr HCM

Er war die Tage zuvor schon unruhig, miaute viel und schien teilweise rastlos. Die nächsten Tage hielt auch das noch an. Teilweise schliefen wir überhaupt nicht, weil er auch die Nacht über miauend durch die Wohnung tigerte, von einem Zimmer ins nächste, rauf auf den Tisch, wieder runter, rein ins Bad, wieder raus, auf die Fensterbank wieder runter… Außerdem fiel uns auf, dass er immer weniger fraß, dafür (auch vor dem Arztbesuch schon) plötzlich sehr viel trank. Wir riefen in der Klinik an, und sie bestellten ihn sofort und dringlich wieder ein.
Dort wurde festgestellt, dass er in den 2 Tagen 400g verloren hatte, was 1/10 seines Gewichts bedeutete! Er wurde nochmal abgehört und diesmal wurde auch Blut abgenommen (bei der Gelegenheit testeten wir auch endlich FIP, FIV und FeLV mit: alles negativ!). Seine Werte waren super, auch die Nierenwerte (yeah!).

Auszug aus den Laborwerten:
Gerinnung 49
QBC und VetScan soweit o.B.

Wenn jemand den kompletten Befund sehen möchte, kann ich ihn gerne hochladen.

Um seinem rapiden Gewichtsverlust entgegen zu wirken, beschlossen wir in Absprache mit der Ärztin, ihm nun zu geben, worauf er Lust hat. Sonst bekamen beide nur hochwertiges Nassfutter, Trockenfutter gab es nur als Leckerli beim Klickern o.ä. Sofort nach dem Tierarzt füllten wir also eine Schale mit Trockenfutter, die Leeno in kurzer Zeit 3x leerte!
Bevor er verhungert sollte er nun alles essen, was ihm hilft, wieder zuzulegen. Wir finden, er frisst die letzten Tage immer noch nicht viel, aber er scheint doch wieder zuzulegen, denn als wir ihn gestern mit unseren beschränkten Mitteln mal gewogen haben, lag er wieder bei ca. 4,4 Kg!

Vorhin rief mich die Ärztin noch einmal zurück, um mir ein paar Fragen zu beantworten. Das Ergebnis davon:
° bzgl. der beginnenden HCM: Muskel liegt bei 0,49cm, es käme aber auf den Zusammenhang an, am Wert an sich könne man noch nichts festmachen
° keine Wassereinlagerungen, keine Löcher im Herzen, keine Trikuspidalinsuffizienz erkennbar
° ziemliche Bronchialzeichnung
° bzgl. des Herzens ist sie vorsichtig optimistisch, dass wir das in den Griff kriegen und er evtl. gar nicht sein Leben lang Tabletten nehmen muss (die Lunge kann sich ja noch verwachsen, und das Solosin ist dafür da, die Lunge etwas zu weiten, somit könne sich auch das Herzproblem noch erledigen)

Beim Besuch am Montag bekommen wir den ausführlicheren Befund von Echo, Doppler und EKG wohl ausgehändigt. Er wird nochmal kontrolliert und auch ein Röntgenbild in 2 Ebenen gemacht (bei unserer alten TÄ gab es nur ein Bild von 1 Ebene). Wenn sich demnächst keine Besserung einstellt, stünde dann noch eine Endoskopie/Lavage auf dem Plan.

Ich habe eigtl. keine konkrete Frage an Euch, aber mich würde schon interessieren, ob jemand Erfahrungen mit lungenkranken Katzen hat, die dadurch auch ein beeinträchtigtes Herz haben, oder ob Ihr am Vorgehen der Ärzte Zweifel habt… wir fühlen uns da eigtl. ganz gut aufgehoben, aber jede Meinung ist mehr als willkommen.
Ich hänge Euch ein Bild vom Patienten an :)
Danke fürs Lesen des Romanes!
Katja
 

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Cat_Berlin

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Niemand?
Also das wäre ja gut für Euch, wenn keiner so einen Fall mal hatte, aber ich bin halt so (neu)gierig auf Erfahrungswerte :)
 
P

potatoiv

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Hat CatBin!

Ich habe keine eigenen Erfahrungen, aber wollte euch mal ganz viel Glück dalassen!
Ich denke, ihr habt ja schon viel gemacht und es klingt jetzt für mich schon so, als wäre das alles seriös!
Es werden sich sicher noch andere melden- manchmal braucht das ein bisschen Zeit in dem Forum!

Alles Gute,
Eva
 
Cat_Berlin

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Vielen Dank, das ist lieb!
Ja, ich weiß natürlich, dass mein Problem nicht automatisch auch für alle anderen Leute das wichtigste der Welt ist und manche hier und da auch noch ein eigenes Leben haben, aber trotzdem... :D
Und ja, wir haben versucht, alles gründlich zu machen (bzw. die Ärzte), und er ist noch jung - dennoch denken wir ab und an "wenn wir früher gegangen wären..", aber das Gefühl kennen wohl auch alle anderen Forumuser mit tierischen Patienten hier.
 
Lehmann

Lehmann

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Inhaltlich kann ich nichts dazu beitragen, meine damals einjährige Kätzin hat beim Spielen oder grosser Hitze gehechelt, sodass ich mir Sorgen machte und einen Herzultraschall in Duisburg bei Stosic machen liess, G.s.D. ohne Befund, aber vll kann man deinen Beitrag pushen, und es meldet sich doch noch jemand mit Erfahrung....viel Glück!
 
Cat_Berlin

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Danke, das ist super lieb!
Schön, dass mit Deiner Katze alles in Ordnung ist.
Wir haben am Montag die Kontrolle, um zu sehen, ob die Medikamente anschlagen und er bekommt auch noch ein Röntgen in2 Ebenen, bei der anderen TÄ hatten wir ja nur eine Ebene.
Daumen drücken :)
 
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Totti

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Inhaltlich kann ich nichts dazu beitragen, meine damals einjährige Kätzin hat beim Spielen oder grosser Hitze gehechelt, sodass ich mir Sorgen machte und einen Herzultraschall in Duisburg bei Stosic machen liess, G.s.D. ohne Befund, aber vll kann man deinen Beitrag pushen, und es meldet sich doch noch jemand mit Erfahrung....viel Glück!
Hallo Elke, ich habe gerade gelesen, dass deine Katze, als sie 1 Jahr alt war, viel gehechelt hat. Unser Kater ist jetzt ca. 1 Jahr alt und seit 5 Wochen vorsichtiger Freigänger, stundenweise. Er hechelt bei sehr viel Bewegung und heußem Wetter auch öfter mal. Zum Beispiel kam er heute mit einem Nachbarkater von den Dächern. Unser hechelte kurz, der andere Kater nicht. Sie waren auch nicht gerannt, sind ganz gemächlich abgestiegen. Unsere TÄrztin meinte als er Freigänger wurde, das Hecheln könnte daran liegen, dass er bis zum 1. Geburtstag Stubenarrest gehabt hat und sich nicht auspowern konnte. Wäre denkbar, oder? Wir sollten mal seine Atemfrequenz messen, wenn er tief schläft. Das haben wir xmal versucht, aber der Bursche schläft nicht fest, wenn er beobachtet wird. Nun denken wir, dass das Hecheln inzwischen ein bisschen seltener geworden ist, aber es ist nicht weg. War das Hecheln bei deiner Katze nur vorübergehend und hat sich dann wieder verloren?
LG Christa
 
Roma

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Auch ich kann trotz HCMchen zuhause nicht wirklich konstruktives beitragen. Nur Hecheln und Gewichtsverlust kommen mir bekannt vor.

Arthus hat auch nach der Diagnose rapide abgenommen (Details hab ich im HCM-Thread geschrieben, in den letzten Posts). Das lag mutmaßlich an mehreren Faktoren: zum einen hatte er zuvor einen Unfall, war also körperlich schon angeschlagen. Zum anderen bekam er sehr plötzlich sehr viele Medikamente, die ihm wohl auf den Magen und/oder das Allgemeinbefinden schlugen. Arthus bekommt allerdings andere Medikamente als euer Sorgenkind. Er verlor einen Monat lang Gewicht, ich habe ihn zum Schluss mit einer Päppelpaste vom TA gefüttert. Aber dann, ganz plötzlich, gab sich das und jetzt frisst er wie eh und je. :)

Auch uns ist laaaaaaaange vor der Diagnose aufgefallen, dass Arthus viel schneller und auch länger hechelt als sein Kumpel, wenn es heiß ist oder er spielt. Beim normalen TA hab ich ihn auch untersuchen lassen, allerdings gab es keine Hinweise auf ein Herzproblem und HCM können sie halt nur in einer Klinik zuverlässig erkennen. Deshalb war ich dann aber über die Diagnose nicht wirklich überrascht, heimlich hatte ich immer schon geahnt, dass er vielleicht mal Herzprobleme bekommen könnte - ich dachte allerdings, das würde dann im Alter kommen (Arthus ist jetzt 7, die Diagnose bekam er mit 6 Jahren).

Arthus kommt trotz deutlich verdickter Herzwand und Problemen am Anfang inzwischen sehr sehr gut klar. Bei Leeno kam die Diagnose (bzw. Ein Verdacht) ja sehr früh, das ist gut! Ich kann mir vorstellen, dass Leeno bei guter Einstellung der Medikamente und regelmäßiger Kontrolle vielleicht auch tatsächlich irgendwann gar keine Medikamente mehr nehmen muss. Ihr scheint medizinisch sehr gut aufgehoben zu sein, das ist klasse! Ich drücke auf jeden Fall die Daumen für euren Kontrolltermin! :zufrieden:
 
Cat_Berlin

Cat_Berlin

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Hallo Roma, auch an Dich ganz lieben Dank!
Mir ist klar, dass diese Geschichte (Herz durch - hoffentlich noch nicht ausgewachsene - Lunge beeinträchtigt) sicher hier selten vorkommt, aber es tut gut, wenn man sich austauschen kann, und man weiß nie, ob nicht doch jemand etwas beitragen kann.
Die Medikamente scheinen nicht auf seinen Appetit zu drücken, er hat ja vor der Gabe schon erschreckend wenig Appetit gehabt und da vor dem 1. Besuch sicher auch schon was verloren gehabt, und dann die 400g in den 2 Tagen waren sicherlich nur ein Fortschritt der eh schon laufenden Abnahme. Wir haben ihn gestern noch einmal gewogen, da war er bei 4,45Kg, also zumindest alles wie vor dem 1. Klinikbesuch.
Wenn wir am Montag eine hoffentlich gute Nachricht über den aktuellen Zustand bekommen, kann ich ihm dann hoffentlich langsam wieder den Trockenfutter-Mist abgewöhnen. Er frisst das momentan wirklich lieber als Nassfutter, wenn er auch hier und da daran schlabbert. Aber wohl fühlen wir uns dabei nicht. Naja, momentan hat er ja Verwöhnphase, da soll er mal machen :)
Was bekommt Arthur denn für Medis?
Die Ärztin meinte im Telefonat auch, es ist nicht so unrealistisch, dass er evtl. doch keine Tabletten bis ans Ende seines Lebens benötigt, wenn sich alles gut entwickelt. Wir hoffen einfach, dass alles anschlägt und sich die Herzgeschichte mit Verwachsen der Lunge/des Brustkorbes in die hoffentlich richtige Richtung dann geben wird. Noch wachsen sie ja ein paar Monate (oh Gott, sie sind doch schon so groß :grin: ).
Ich danke Dir für Deine Antwort!
 
Cat_Berlin

Cat_Berlin

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  • #10
Update.
Hier fand sich zwar bisher niemand, dem es ähnlich geht, aber ich werde mal trotzdem von heute berichten, denn wer weiß, ob nicht doch mal jemand reinschaut, dem unsere Erfahrungen helfen.

Heute war also die erste Kontrolle nach der Medikamentengabe und der fiesen Gewichtsabnahme.
Die guten Nachrichten zuerst: er wiegt wieder 4,4 Kg (unsere Wiegerei hier zu Hause war also korrekt)! Und auf den Röntgenbildern ist eine Verbesserung der Lunge zu erkennen. Auch die Herzwerte - es gab heute auch nochmal ein Herzecho - sind verbessert.
Aber beides eben noch lange nicht gut genug.

Ich kann Euch ja mal die wichtigsten Werte einstellen, so kann man auch mit denen aus meinem ersten Post vergleichen:

FS 45%
HF 168 (besser als die 220, aber heut war er auch viel ruhiger und hat sich nicht so gewehrt)
LA/Aol 1,2
Myokard homogen, ggr verdickt
Klappen o.B.
prominentes rechtes Herz
ggr HCM

Thorax-Rö:

"Herz normal groß, VHS 7,0, nach cranial etwas schlechter abgrenzbar, mgr-hgr bronchiale Lungenzeichnung über das ganze Lungenfeld, Zwerchfellkuppel nun ganz rund, zur Zeit kein Hinweise auf Hernie
D: bronchiale Lungenzeichnung"

Er bekam heute außerdem ein Entwurmungs-Spot On gegen Lungenwürmer, weil es als Nicht-Freigänger zwar äußerst unwahrscheinlich ist, dass er welche hat, die Symptome aber eben doch darauf hinweisen könnten. Und so blöd es klingt, es wäre toll, wenn er welche hätte, denn dann hätten wir eine bekämpfbare Diagnose.

Nun steht in ca. einer Woche nochmal ein Röntgen an, um zu sehen, ob es evtl. tatsächlich Lungenwürmer sind/waren, und sollte dort keine hochgradige Verbesserung zu sehen sein, werden wir wohl eine Bronchoskopie mit Lavage machen lassen. Das würde knapp 600€ kosten :hmm: Bisher find ich deren Preise relativ human, aber das erscheint mir schon viel, was meint Ihr?

Wir sollen ihn nun (weiter) beobachten, aber es wird schwer sein, zu sehen, ob das Spot On was bewirkt hat, denn wirklich zu erkennen wird es ja erst beim Röntgen sein... sie sagte nur, wenn er Lungenwürmer hätte, wäre er wohl die nächsten 2 Tage etwas schlapp, denn wenn die Würmer absterben, kann das so einen kleinen Körper ordentlich schaffen.

Ich danke Euch fürs Lesen, und wer mag, darf gern seinen Senf dazu abgeben.
Ansonsten betrachte ich das hier als eine Art Tagebuch für den kleinen Pelzknubbel :)
 
missimohr

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  • #11
Oh je, jetzt weiß ich, warum der kleine Euer Sorgenkind ist :sad:.

Ich kann Dir leider auch keine Ratschläge geben, obwohl es bei meiner Amy anfangs auch hiess, sie hätte HCM und sie bekam Fortekore. Später stellte sich dann heraus, dass sie eben keine HCM hat, GsD.

Ich kann Dir also nur beide Daumen drücken, dass es sich bessert!
 
Cat_Berlin

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  • #12
Danke! Das ist lieb. Wie es aussieht, ist seine beginnende HCM ja durch die Lunge bedingt, heute war der IVSd bei 8,2 statt wie beim letzten Mal 9,7, aber das ist natürlich immer noch weit über 5. Wir machen einfach weiter...
 
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little-cat

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  • #13
Ich hätte jetzt erst der Kot untersucht - denn im Kot stellt man fest ob Lungenwürmer vorliegen oder nicht - zu finden sind Wurmeier im Kot. 3 Tage sammeln und prüfen lassen.

Alles Gute dem Sorgenkind
 
Cat_Berlin

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  • #14
Oh man, Du hast natürlich Recht. Ich war aber heute nicht dabei, weil ich arbeiten musste und mein Freund ist mit Leeno allein dort gewesen. Naja, nun hat er es schon bekommen, da warten wir mal ab. Aber wir fragen morgen am Telefon mal, wenn wir eh dort anrufen müssen, wieso das nicht so gemacht wurde.
 
Lehmann

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  • #15
Ich denke, dass war von der Tierklinik eine Risiko / Nutzen Abwägung.

Es kann auch bei 3-tägiger Kotsammelei passieren, das keine oder extremst wenig Wurmeier ausgeschieden werden, und dann ein falsch Negativer Befund vorliegt.
Das Risiko eines Spotons ist nicht besonders gross und man kann relativ schnell schauen, wie die Lunge dann aussieht...
 
Cat_Berlin

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  • #16
Ich denke, dass war von der Tierklinik eine Risiko / Nutzen Abwägung.

Das Risiko eines Spotons ist nicht besonders gross und man kann relativ schnell schauen, wie die Lunge dann aussieht...
Ja, so denke ich inzwischen auch. Die Ärztin scheint schon dringlich darauf bedacht, schnell eine Ursache zu finden. Gestern am Telefon hat sie wieder gesagt, dass die BAL sehr sinnvoll wäre (sofern er keine Lungenwürmer hat), weil man dann schnell weiß, woran man ist und es hoffentlich gezielt angehen kann.

Bisher ist er nicht schlapp, sondern eher aufgekratzt, was gegen absterbende Würmer spricht. Morgen telefonieren wir wieder und machen dann einen Termin zum Kontrollröntgen und nehmen danach dann wohl die Bronchoskopie/BAL in Angriff.
Der arme Fratz :sad:
 
Cat_Berlin

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  • #17
Sooo, also das Kontrollröntgen ist erstmal gestrichen. Dafür wäre es noch zu früh, und da er auch keine Anzeichen macht, wirklich Lungenwürmer gehabt zu haben, bekommt er nun gleich die BAL. Und zwar schon übermorgen.
Auf der einen Seite toll, weil wir dann hoffentlich bald wissen, was nun der Grund für alles ist. Auf der anderen machen wir uns natürlich Sorgen, weil... Vollnarkose bei Atemproblemen :( Aber er wird vorher nochmal untersucht und alles findet mit Monitorüberwachung statt. Und da er auch seine Kastration (1,5 Std, weil ein Ei im Bauchraum versteckt war) gut überstanden hat, sollten wir eigtl. guter Dinge sein. Er hat damals keine Probleme gemacht, außer dass er die Narkose so turbomäßig verstoffwechselt hat, dass sie 2x nachspritzen mussten.

Seit ein paar Tagen bekommt er auch nur noch 2x 1/8 Solosin am Tag statt 2x 1/4 (die halbe Fortekor am Abend bekommt er nach wie vor), die Hoffnung der TÄ war, dass sich seine Rastlosigkeit evtl dadurch bessert - tat sie aber nicht. Wir sollen es trotzdem erstmal so beibehalten.
Letze Nacht war wieder schlimm. Von ca. 20 Uhr - 1:30 Uhr war er dauermaunzend unterwegs, rein in ein Zimmer, wieder raus, durch die ganze Wohnung, nicht mal auf den Balkon wollte er, und das bringt ihn normalerweise immer schnell zur Ruhe. Er hat bloß die Nase rausgestreckt und hat dann seine Wohnungstour fortgesetzt. Einmal kam er kurz zur Ruhe bis sein Bruder ihn durch Geräusche wieder aufgeschreckt hat, dann ist er für 10min den Flur raus und runter galoppiert.
Er tut uns da so leid, weil es offensichtlich kein "los, gebt mir Essen/spielt mit mir/mir ist langweilig"-Gemaunze ist. Es wirkt eher, als merkt er selbst, dass etwas nicht in Ordnung ist und er nur nicht weiß, wie er zur Ruhe kommen soll. Wenn wir ihn mit spielen ablenken wollen, geht er meist nach ein paar Sekunden aus dem Zimmer und dreht weiter seine Runde oder setzt sich kurz ans Fenster, bis ihn die Unruhe wieder runtertreibt. Wenn er ruft bzw. jammert und wir zu ihm gehen, läuft er trotzdem weiter, guckt sich zwar nach uns um und fordert uns auf ihm zu folgen, tigert aber trotzdem ruhelos von einem Zimmer ins nächste.
Es wird wirklich Zeit, dass wir wissen, was er hat und es gezielt behandeln können. Hoffentlich :(
 
missimohr

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  • #18
Ich drücke Dir beide Daumen, dass endlich die Ursache gefunden wird. Das macht einen ja fertig, wenn der kleine so von Unruhe geplagt ist und man weiß nicht, woher das kommt :sad:.
 
Cat_Berlin

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  • #19
Danke! Ja, das ist wohl wahr. Er tut einem schon sehr leid... plus dass es einem natürlich auch Schlaf raubt. Was jetzt egal ist, da langes Wochenende, aber vor Arbeitstagen... Aber er geht vor!
 
Cat_Berlin

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  • #20
Gestern war nun Leeno‘s BAL-Termin. Um 8 ging es in die Klinik, und um 14:30 Uhr konnte er munter wieder abgeholt werden. Er war natürlich halb verhungert und hat erstmal ordentlich gefressen. Abgesehen von seinem doch sehr krächzigen Miauen geht es ihm aber gut.
Die Pathologiebefunde bekommen wir schon am Freitag. Auf den ersten Blick war aber in der Lunge eine Menge Schleim zu sehen, sagte uns die Ärztin nach der Op. Da das vieles bedeuten kann, machen wir uns jetzt nicht verrückt (versuchen es jedenfalls) und warten auf Freitag.
Er hat gestern noch ein Schmerzmittel gespritzt bekommen und seine Tagesdosis Solosin, so dass wir abends nur das Fortekor geben mussten.
Wegen seiner immernoch andauernden Rastlosigkeit haben wir gestern auch noch NH3 im Blut testen lassen, weil die TÄ meinte, dies könne auch ein Indikator dafür sein, der Wert war aber vollkommen in Ordnung bzw sogar im unteren Normbereich.
Wir warten jetzt mal die Ergebnisse ab und wenn sich dann mit entsprechender Behandlung nichts an seinem Verhalten ändert, müssen wir mal weitersehen. Das ist keine Langeweile und auch kein Aufmerksamkeitsmiauen, denn wenn wir kommen und spielen wollen o.ä., dreht er sofort wieder um und setzt sein „rein in ein Zimmer, raus aus dem Zimmer“ maunzend fort. Manchmal wirkt es, als sei er einfach überfordert oder dass er spürt, dass etwas ist, aber er selbst nicht so richtig weiß, was mit ihm nun los ist und ihm solche Hummeln in den Hintern setzt.
 
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