Leberbiopsie ohne voherige Blutuntersucheng?

Warnhinweis bei medizinischen Ratschlägen

Achtung: Bei medizinischen Problemen sollte stets die Meinung eines niedergelassenen Tierarztes oder einer Tierklinik eingeholt werden.
R

Reinhard14

Neuer Benutzer
Mitglied seit
6 April 2015
Beiträge
2
Hallo,

wir waren am Samstag mit unserer Mietzekatze beim Tierarzt, weil sie in letzter Zeit nur noch wenig gefressen hat, dauernd versucht sich zu übergeben und nur noch apatisch rumgehangen hat.
Er hat sie sich angeschaut und gesagt, das die Schleimhäute gelblich sind, was auf eine Lebererkrankung hinweißt. Beim Ultraschall ist ihm eine flüssikeitsgefüllte Blase im Bauchraum aufgefallen, die da nicht hingehört.
Er meinte, eine Blutuntersuchung bringt oft keine eindeutigen Ergebnisse und er würde empfehlen die zu Katze operieren, eine Leberbiopsie zu machen und zu schauen, was es mit der Blase auf sich hat. Das Ganze soll schon morgen vormittag stattfinden. Ich hatte einen sehr guten Eindruck vom Tierarzt, aber irgendwie geht mit das zu schnell. Meine Kinder sind auch gegen eine sofortige OP, ohne vorher wenigsten eine Blutuntersuchung zu machen. Er hat ihr noch eine Spritze gegeben die gegen die Entzündung wirken soll, falls es eine ist.
Ihr Zustand ist auch nicht so, das die Zeit wegläuft und sie in den nächsten Tagen sterben würde. Sie geht raus, frisst auch etwas, kommt an und will schmusen und schnurrt. Allerdings versucht sie sich dauernd zu übergeben, aber es kommt nichts raus.
Sie ist übrigens 14 1/2 Jahre alt.
Was würdet ihr tun, lieber erst eine Blutuntersuchung oder gleich eine OP? Was das im Bauchraum ist, wüßte man dann immer noch nicht. Allerdings hatte er auch Schwierigkeiten, die Leber und die Gallenblase zu orten, im Nachhinein hatte ich schon die Idee, das es vielleicht die Gallenblase war. Ist sicher Blödsinn, aber ein kleiner Hoffnungsschimmer für mich.

Frohe Ostern noch Allerseits.

Gruß Reinhard
 
Werbung:
minna e

minna e

Forenprofi
Mitglied seit
22 Januar 2010
Beiträge
28.502
Alter
53
Ort
NRW
ein bb wäre sicher sinnvoll. ich weiß nur so gar nicht eine "fremde" blase im bauchraum einzuordnen.....

hm. schwierig.
 
Doc

Doc

Forenprofi
Mitglied seit
16 November 2014
Beiträge
2.615
Ich könnte mir auch vorstellen, das es die Gallenblase war.
Bei Katzen ist oft bei einer Gallengangsentzündung und/ oder Pankreatitis die Gallenblase extrem gestaut weil der Abfluß durch die Entzündung verlegt ist.
Blutwerte wären auf jeden Fall wichtig. Aber vielleicht läuft euch inzwischen die
Zeit weg, denn wenn die Katze schon gelb ist und wenig frißt, ist es allerhöchste Eisenbahn, damit sie nicht am Leberversagen stirbt.
Oft bringt wirklich das operative Entleeren der Gallenblase eine schnelle Besserung, wichtig,ist aber den Inhalt der Gallenblase ins Labor einzuschicken unter anderem für eine bakterielle Untersuchung.
Der TA scheint allerdings nicht soviel Routine mit Ultraschall zu haben, wenn er schon Schwierigkeiten hat, die Leber richtig anzusprechen.
Wäre bei euch eine gute Tierklinik eine Alternative?

Wenn nicht, würde der Kompromiss für mich so aussehen:
Vor der OP erst nochmal kontrollieren, ob die Blase in der Form noch da ist.
Wenn OP, dann nur mit Venenkatheter und während und nach der OP sehr gut infundieren, wegen der bereits vorhandenen Gelbsucht.
Ist es wirklich die Gallenblase, unbedingt punktieren und leer machen und nicht nur eine Biopsie durchführen.
Gleichzeitig Blut abnehmen und ins Labor einschicken: Geriatrisches Profil mit Bilirubin und unbedingt auch Feline spezifische Pankreaslipase ( fpli) testen.
Ich denke nicht das ihr noch viel Zeit habt, eurer Katze zu helfen, denn wenn sie schon gelb ist und dauernd versucht zu erbrechen, deutet das bereits auf eine Vergiftung durch Ammoniak hin, der nicht mehr ausgeschieden werden kann.
 
R

Reinhard14

Neuer Benutzer
Mitglied seit
6 April 2015
Beiträge
2
Hallo,

vielen Dank für eure Antworten!

ein bb wäre sicher sinnvoll.
Denke ich auch und werde ich auch erst mal machen lassen.

Ich könnte mir auch vorstellen, das es die Gallenblase war.Der TA scheint allerdings nicht soviel Routine mit Ultraschall zu haben, wenn er schon Schwierigkeiten hat, die Leber richtig anzusprechen.
Wäre bei euch eine gute Tierklinik eine Alternative?

Vielleicht schaut er morgen noch mal und dann klärt es sich auf. Eine Tierklinik kenne ich hier in der Nähe nicht, lässt sich ja rausbekommen, ich warte aber erst mal ab, was sich morgen ergibt.

Ich denke nicht das ihr noch viel Zeit habt, eurer Katze zu helfen, denn wenn sie schon gelb ist und dauernd versucht zu erbrechen, deutet das bereits auf eine Vergiftung durch Ammoniak hin, der nicht mehr ausgeschieden werden kann.

Wußte ich nicht, daß sich das so äußert. Insgesamt macht sie heute einen recht guten Eindruck, aber das hatte ich ja schon geschrieben.
Ich werde mich morgen noch mal ausgiebig mit dem TA unterhalten und dann weitersehen. Das mit der Gallenblase und der Ammoniakvergiftung werde ich auch ansprechen, in die anderen Sachen muß ich mich erst mal einlesen, habe ja bis morgen vormittag Zeit.

Gruß Reinhard
 
D

danone

Erfahrener Benutzer
Mitglied seit
1 März 2012
Beiträge
120
Meine Erfahrung

Also ich habe ebenfalls ein 14 1/2 Jahre alten BKH Kater mit einer kranken Leber. Er hat auch leicht gelbe Augen, Zahnfleisch sieht man bei ihm leider nicht so gut,da es rassebedingt eh dunkel bei ihm ist. Zwei TÄ haben Blutbild und Schall gemacht und er wird nicht operiert! Er hat deutliche Veränderungen in der Leber(Tumor) und zudem ist er Herzkrank
(HCM mit Medis eingestellt: 2x10mg Dimazon,1x5mg Fortecore)
Alle Leberwerte sind sehr hoch(trotz Antibiotika)
TBIL-2,6(vor AB 3,7)
GAL-140
ALT-327
und ein Nierenwert(CREA) neuerdings auch. Er bekommt Infusionen die helfen etwas und er frisst auch wieder, aber ich nehme grade Abschied da es keine Heilung mehr gibt.

Das waren seine Symtome:
-wenig bis keine Nahrungsaufnahme,sogar der sonst begehrte Thunfisch wurde nicht beachtet...TroFu,NaFu,gekochtes Huhn ect.
-Erbrechen nach dem fressen...später kein fressen mehr weil dem Kater übel ist
-Gewichtsverlust,aber teilweise rundlicher Bauch. eingefallene Hüfte/Becken
-Mundgeruch...evtl.vom erbrechen. Erbrochenes richt auch eher säuerlich.
-trinkt nicht so oft,wenn dann aber lange am Wasserhahn...trotz 5 Trinknäpfe in der Wohnung
-kaum Stuhlgang,wenn dann eher fest und sehr dunkel.Pipi normal
-noch mehr Schlafbedürfniss und weniger Mauzen (sonst "redet"er viel)
-Fell wurde stumpf und strupig, Hinterläufe Fell etwas knotig (mit Bürste leicht nachgeholfen)

Weiß nicht ob das hilft,muss bei dir ja nicht so schlimm sein. Aber du solltest nicht so lange warten, da er sich sonst wirklich vergiftet und immer schwächer wird. Ich bin zur Zeit quasi in Dauerbereitschaft, das ich sofort reagieren kann wenn es ihm schlechter geht.
Falls das hier nicht angebracht ist ,bitte entsprechend verschieben. War mir da nicht so sicher,aber ein eigenen Bereich für Leber hab ich leider nicht gefunden.

LG Danone
 
Werbung:

Ähnliche Themen

Antworten
15
Aufrufe
542
Sammy13
Werbung:
Lucky Kitty Pets Nature

Über uns

Seit 2006 stehen dir in unserem großen Katzenforum erfahrene Katzenhalter bei Notfällen, Fragen oder Problemen mit deinem Tier zur Verfügung und unterstützen dich mit ihrem umfangreichen Wissen und wertvollen Ratschlägen.
Oben