lautes rufen/brüllen bei alter Katze

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Charlix

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Hallo Zusammen, Unsere Katze Charly hatte jetzt über 15 Jahren mit unserem Kater Felix zusammen gelebt und dieser ist letzten Oktober gestorben. Sie haben sich als Revierkonkurrenz angesehen und sie führten eine Art "Hass Liebe" (z.B. revierkämpfe, eigene schlafplätze, wenn der bereits in besitzgenommene Schlafplatz von dem anderen verwendet wird -> Neid, aus Laune dem anderen das Fressen weg fressen aber zusammen spielen, auf dem Balkon sonnen etc.)

Jedenfalls hat Charly nach Felix seinem Tod nicht wirklich darauf reagiert. Sie wirkte eher so, als hätte er einfach ein neues Revier gefunden und würde jetzt dort weiter jemandem auf die Nerven gehen;). Nach so zwei drei Wochen allerdings, hat sich ihr verhalten nach dem fressen geändert. Sie hat haupsächlich dem Felix fressen weg gefressen und war demnach auch verwirrt, als sie das nicht mehr konnte.
Allerdings fing sie nach kurzer Zeit an wenn niemand bei ihr ist, laut los zu miauen/brüllen. Sie ist eh eine sehr gesprächige katze, aber das hab ich bei noch keiner Katze bis jetzt erlebt. Es ist wirklich so, als würde sie rufen oder weinen.

Wenn man dann zu ihr hin geht, ist sie meistens im Gang und guckt einen aus großen Pupillen an und wirkt ziemlich verwirrt.
Wenn wir sie einfach ignorieren geht das gute 10 min einfach weiter, bis sie in einen Raum kommt, wo wir sind oder bis sie sich an die Heizung legt.
Wenn wir nach ihr zurück rufen, hört sie meistens erst auf, wenn sie bei uns ist, guckt allerdings nicht so verwirrt.

Ich weiß halt nicht, ob es für sie eine Art "Ritual" geworden ist und ob sie so mit dem verschwinden vom Felix umgeht oder ob sie vielleicht einfach einen Gefährten/in braucht, der sie ablenkt oder vielleicht doch etwas Gesundheitliches ist, da ich noch nie so etwas erlebt habe bei ihr und bei anderen Katzen. (Allerdings ist noch keine so alt geworden wie sie)

Habt ihr vielleicht so ein ähnliches "Problem" oder habt ihr davon schon einmal gehört?
Oder habt ihr Ideen und Tipps?
 
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Poldi

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Herzlich Willkommen. Oh, da kann ich ein Lied von singen.
Meine Lily, sie und ihre Schwester werden im April 16 Jahre alt, fing damit an nachdem ihr Wurfbruder Felix gestorben ist. Das war Ende August 2019. Da aber erst nur verhalten, und nur Abends wenn wir noch auf waren. Zu der Zeit hat Lily auch auf Ansprache reagiert.
Dann kam im Juli letzten Jahres eine Zahn-OP dazu. Seitdem schreit Lily jede Nacht. Sie fängt an, sobald ich im Bett bin, in schlechten Nächten geht es bis 4 Uhr.
Meine Maßnahmen zur Hilfestellung sind Nachtlichter in verschiedenen Räumen, Futternäpfe in verschiedenen Bereichen aufstellen. Ich zeige mich, damit Lily weiß wo ich bin. Notfalls schlafe ich unten auf dem Sofa.
Axitane habe ich ausprobiert, davon erbricht Lily.
Calmin gibt es bei meiner TÄ nicht.
Seit einigen Tagen bekommt Lily in Absprache mit der TÄ Melosus (Metacam), das scheint sie zu beruhigen. Lily hat gesundheitliche Baustellen, IBD mit Lymphomverdacht, Caliciviren, und seit 9 Monaten Herpesviren in den Augen. Da läuft immer noch die Behandlung.
 
Canouk

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Hallo! Ich würde da auf jeden Fall mit einem Tierarzt Absprache halten. Lg
 
Minki2004

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Das klingt für mich, als ob sie als erstes von einem TA durchgecheckt werden sollte. Ich vermute ( große Pupillen ), das sie schlecht sieht, dadurch irritiert ist und ruft/ weint. Wenn der TA sie gecheckt hat, kann man konkrete Maßnahmen treffen, um der kleinen Maus wieder mehr Sicherheit zu geben.
Halte uns bitte auf dem Laufenden, was der Doc gesagt hat und dann können wir bestimmt hier den ein oder anderen Tipp geben.
 
Charlix

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Herzlich Willkommen. Oh, da kann ich ein Lied von singen.
Meine Lily, sie und ihre Schwester werden im April 16 Jahre alt, fing damit an nachdem ihr Wurfbruder Felix gestorben ist. Das war Ende August 2019. Da aber erst nur verhalten, und nur Abends wenn wir noch auf waren. Zu der Zeit hat Lily auch auf Ansprache reagiert.
Dann kam im Juli letzten Jahres eine Zahn-OP dazu. Seitdem schreit Lily jede Nacht. Sie fängt an, sobald ich im Bett bin, in schlechten Nächten geht es bis 4 Uhr.
Meine Maßnahmen zur Hilfestellung sind Nachtlichter in verschiedenen Räumen, Futternäpfe in verschiedenen Bereichen aufstellen. Ich zeige mich, damit Lily weiß wo ich bin. Notfalls schlafe ich unten auf dem Sofa.
Axitane habe ich ausprobiert, davon erbricht Lily.
Calmin gibt es bei meiner TÄ nicht.
Seit einigen Tagen bekommt Lily in Absprache mit der TÄ Melosus (Metacam), das scheint sie zu beruhigen. Lily hat gesundheitliche Baustellen, IBD mit Lymphomverdacht, Caliciviren, und seit 9 Monaten Herpesviren in den Augen. Da läuft immer noch die Behandlung.
Ah, es beruhigt irgendwie zu wissen, das das noch andere Katzen machen.
Charly ist jetzt mittlerweile über 16 Jahre alt und geht ziemlich gelassen auf die 20 zu. Allerdings bekommt sie kaum Medikamente, da sie nur eine Futterunverträglichkeit hat und spezielles Futter bekommt. Hab auch schon mal überlegt ob es deshalb ist, aber bei den Paar versuchen die ich mich getraut habe, ihr anderes Futter zu geben hat sie es immer noch gemacht. Zudem frisst sie ihr fressen problemlos schon über ein Jahr. Die Idee mit den Nachtlichtern werde ich auch mal ausprobieren, wir haben eh schon angefangen, das küchenlicht an zu lassen, wenn sie nachts oder abends frisst, vielleicht helfen ihr nachts auch kleine lichter im gang.
Danke für die Rückmeldung :).
 
tiha

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Es wäre sinnvoll, ein geriatrisches Blutbild machen zu lassen (z.B. auch bei Schilddrüsenproblemen schreien Katzen). Und auch mal Blutdruck messen wäre gut ;)
 
Charlix

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Das klingt für mich, als ob sie als erstes von einem TA durchgecheckt werden sollte. Ich vermute ( große Pupillen ), das sie schlecht sieht, dadurch irritiert ist und ruft/ weint. Wenn der TA sie gecheckt hat, kann man konkrete Maßnahmen treffen, um der kleinen Maus wieder mehr Sicherheit zu geben.
Halte uns bitte auf dem Laufenden, was der Doc gesagt hat und dann können wir bestimmt hier den ein oder anderen Tipp geben.
Das ist auch ein guter Punkt, allerdings zeigt sie in keiner anderen Situation dieses Verhalten. Auch nicht nach dem Katzenklo im dunklen Badezimmer oder wenn sie nachts den schlafplatz wechselt, kurz raus auf den Balkon geht oder vom Fenster aus die Welt beobachtet. Es ist spezifisch nach dem Essen, dass sie das macht. Aber den Tierarzt werde ich auf jeden fall auch kontaktieren und euch dann bescheid sagen. Hast du da schon mal Erfahrungen gemacht mit Sehverlust bei Katzen?
 
Charlix

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Hallo! Ich würde da auf jeden Fall mit einem Tierarzt Absprache halten. Lg
Ja, das werde ich auf jeden fall auch machen, ich wollte ja hauptsächlich fragen, ob es noch andere Erfahrungen dazu gibt;)
 
Charlix

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Es wäre sinnvoll, ein geriatrisches Blutbild machen zu lassen (z.B. auch bei Schilddrüsenproblemen schreien Katzen). Und auch mal Blutdruck messen wäre gut ;)
Okay, ja das ist auch gut zu wissen, ich schreib mir jetzt mal alles auf, damit ich den Tierarzt schön ausquetschen kann:devilish::LOL:.
 
Minki2004

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  • #10
Ah okay, dann könnten es vielleicht auch die Zähne sein, die Probleme machen?
Und ja ich musste Erfahrungen machen mit den zeitweiligen Sehverlust bei meiner Minki🥺. Es war schrecklich, sie hatte leider sehr viele Baustellen und schwere Erkrankungen.
 
Charlix

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  • #11
Ah okay, dann könnten es vielleicht auch die Zähne sein, die Probleme machen?
Und ja ich musste Erfahrungen machen kit den zeitweiligen Sehverlust bei meiner Minki🥺. Es war schrecklich, sie hatte leider sehr viele Baustellen und schwere Erkrankungen.
Ou, das tut mir leid. Ist ein zeitweiliger Sehverlust einer, der langsam voranschreitet oder einer , der nur hin und wieder auftaucht und dann stärker/schlimmer wird? (das mit den Zähnen, werde ich beim Tierarzt auch mal ansprechen, aber sie frisst noch komplett ohne Probleme -also ohne Pausen oder schlingen oder Auffälligkeiten)
 
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Poldi

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  • #12
Dann würde ich ein geriatrisches Profil machen lassen. Mit Nierenprofil (CNI) und Schilddrüsenwerte (T4).
Und den Blutdruck messen lassen.
 
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  • #13
Die Zahnschmerzen verstecken unsere Katzen leider viel zu lange. Laß es prüfen und denk an Forl.

Nein der Sehverlust kam von jetzt auf gleich und das schockte meine Maus gewaltig🥺. sie war sehr irritiert... ich möchte an diese Zeit ungern zurückdenken😩
 
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Max Hase

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  • #14
Tierarztcheck schadet nicht und ist oft erhellend.

Alten Tieren geht es wie alten Menschen. Alle Sinnesleistungen lassen in unterschiedlichem Tempo nach. Hören wird schlechter, ein grauer Star macht sich breit, Riechen wird schlechter, damit auch der Geschmack. Dazu wird der Darmtrakt trockener, Verstopfung ist nicht selten.
Schmerzen durch Arthrosen und Spondylosen verschlechtern schleichend die Beweglichkeit, das Hinhocken im Topf wird anstrengend bis schmerzhaft.
Dazu kommen oft auch Krankheiten.

Demenzen sind bei sehr alten Katzen nicht selten, die fallen durch Veränderung langjähriger Gewohnheiten auf.

Je nachdem, welches Symptom im Vordergrund steht, kann man helfend eingreifen.
 

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