kurze Abwesenheit, was genau beachten?

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Venya

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Hallöchen,

ich habe hier ja schon das Problem meiner manchmal beissender Katze durch den Einzug einer zweiten Katze beheben können. Auch die Hilfe bei der Zusammenführung, bzw das "Angst nehmen" hier im Forum, war toll. Deshalb dachte ich mir, ich frag auch mal bei euch nach, wie das mit einer kurzen Abwesenheit oder einem "Kurzurlaub" aussieht.

Folgendes war bei uns bisher Standard: Mein Männe fährt ab und an, grad an Geburtstagen und Feiertagen zu seinem Vater und bleibt da eine Nacht oder zwei. Normalerweise fahre ich mit, seit Hexe einzog, war ich nichtmehr mit. Wollte ihr ja die Anfangszeit nicht mit Einsamkeit vermiesen.

Nun haben wir zwei Katzen, die sich verstehen, keinerlei Mist machen, auch wenn wir mal 2-5 Std weg sind. Allerdings nutzen beide gern die Gelegenheit aus der Tür zu entwischen, wenn wir nach Hause kommen. Wir wohnen in einer Wohnung, im dritten Stock. Schliessen wir die Tür auf, dann steht zu 99,9% Pina an der Tür und wartet schon auf ihre Chance, zu entwischen. Hexe ist zwar seltener an der Tür, aber wenn sie dort ist, kann man davon ausgehen, dass auch sie ziemlich schnell rausrennt.
Hexe stiefelt dann entweder 10 Stufen nach oben oder nach unten, das wäre dann so ein "Zwischenabsatz" zwischen dem zweiten und dritten Stock, bzw zw dem dritten und vierten Stock. Dort wartet sie voller Sehnsucht, manchmal auch maunzend, wenns ihr nicht schnell genug geht, dass man sie abholt und nach Hause trägt: also die 10 Stufen runter oder hoch.
Pina erkundet noch im Moment. Scheint oben interessanter zu finden als unten, was ich persönlich sehr entspannend finde, denn oben zu suchen ist einfacher, als eventuell auf die Strasse zu müssen, da irgendwer grad die Haustüre offen gelassen hat/aufmacht.
Als "Notfallsitter" habe ich natürlich in erster Linie meinen Männe, in zweiter dann die Bewohner der Wohnung über uns (haben auch eine Katze) und danach dann meine Eltern, die einen Stock über uns wohnen.
Jetzt zu dem "Problem".
Wir möchten gern, bzw ich muss möchten, vor Silvester ein Wochenende zum Vater meines Männes fahren. Eine Übernachtung, Samstag früh hinfahren, Sonntag Abend zurückfahren. D.h. sie wären 36 Std ca allein. Ich hatte vor, ihnen vor der Abfahrt gut NaFu hinzustellen, so dass sie das nicht missen müssen. Dann noch TroFu, 2 Schüsseln voll, das als Ration auf jedenfall bis Sonntag Abend langt. Wasser in 4 Räumen verteilt, wie immer. KaKlos vor Abfahrt komplett säubern, 3 Stück haben sie.
Wäre das schlimm, die zwei Suessen diese 36 Std ohne anderen Kontakt allein in der Wohnung zu lassen? Natürlich bekommen sie dann Abends, wenn wir heimkommen, wieder ausführliche Streicheleinheiten und auch NaFu.
Zu dem Teil, warum ich meine Notfallsitter nicht nehmen möchte/kann:
Die Nachbarn über uns sind über Weihnachten und Silvester selbst nicht zu Hause, mein Mann ist ja natürlich mit dabei, sonst wär ich ja auch nicht weg*g* und meine Mutter möchte ich noch nicht einspannen, bevor Pina sich nicht "komplett eingelebt" hat.
Das Problem: Pina ist seit dem 7. November bei uns und genau das Gegenteil was "fremde Leute" angeht, als Hexe.
Hexe lässt sich von alles und jedem hochnehmen, maunzt höchstens mal und zappelt, aber kratzt und beisst nicht mehr. Anfangs, als sie einzog, tat sie das, aber seit gut 2 Monaten jetzt ist sie einfach nur "brav", wenn sie hochgenommen wird (aus guten Gründen). Rumtragen, damit man sie kraulen kann und dergleichen mag sie nicht, aber wenn man sie kurz hochnimmt, um sie zurück in die Wohnung zu tragen (wenn sie mal wieder im Hausgang war) oder man sie in ein Zimmer trägt, um sie kurz "einzusperren", dann lässt sie sich das von jedem gefallen.
Pina faucht und zickt, hochnehmen ist ja nur mit gebührender Sorgfalt und Einfühlsamkeit möglich, wobei man vorsorglich darauf achten sollte, ihre Pfoten nicht in der Nähe des eigenen Gesichtes oder gar ihre scharfen Zähnchen in der Nähe von schmerzlichen Stellen zu haben. Ein kurzes Tragen von Flur in Wohnzimmer ist gestattet, wenn es denn darum geht, das sonst Schlimmeres passieren könnte. Der Weg vom Balkon in die Wohnung ist nur unter angestrengtem Fauchen per menschlichem Tragen möglich, muss aber nunmal manchmal sein, denn allein geht sie nicht rein, wenn ich das möchte (es wird aber auch verdammt kalt). D.h. wenn sie mal wieder, trotz verdammt guten Aufpassens, in den Hausgang entwischt ist, dann rennt sie wie eine Irre die Treppen hoch, sitzt zw. viertem Stock und Dachboden und maunzt. Ich glaube sie will ein Konzert geben und ist dann immer sauer, das ich sie daran hindern will. Ich packe sie dann im Normallfall mit oben beschriebener Vorsicht, laufe langsam aber gleichmässig und vorankommend die Treppen runter und hoffe, das nichts unvorhergesehenes passiert. Es sind ja schliesslich insg. zw 20 und 30 Treppen, je nachdem wie hoch sie entschwunden war. Letzes mal passierte, was ich eben glaube, dass jedesmal passieren wird, wenn eine unbekannte (meine Mutter eben) sie einfangen müsste: Ich trug sie vom Dachboden Richtung Wohnungstür im dritten Stock. Es klappte bis fast vor die Tür supergut. Vorsichtig und langsam lief ich lautlos die Treppen runter, da passierte es: einer meiner Nachbarn (Kind, 11 Jahre, am Dauerpfeifen und wahrlich das lauteste Kind das ich kenne) reisst die Wohnungstür auf. In diesem Moment hatte ich Krallen im Gesicht, im Hals und an der Brust. Panisch zitternd bekam ich Pina in die Wohnung(Pina zitterte), indem ich die Zähne zusammenbiss, die letzten paar Schritte ging und die Tür schloss. Sie liess in der Wohnung von selbst ab, kam danach auch sofort zum Schmusen zu mir an den Tisch, wo ich sass und mir die Kratzer verarztete. Köpfelte sofort und schnurrte, wies schöner nicht mehr ging (Tauben sind ein Mist gegen sie).
Aber sie ist eben eine typische Zicke. Wenn was nicht nach ihrer Nase geht, wird sie zickig (faucht/knurrt). Ist es etwas ganz nerviges (in ihren Augen), dann kommt sogar mal die Pfote zum Einsatz und die Krallen sind ja schon mörderisch scharf bei ihr (ich glaub da muss mal ein TA ran zum Kürzen). Hochheben von Fremden glaube ich nicht, dass funktioniert. Und wenn sie jetzt abhauen sollte, weil meine Mutter hier reinkommt um sie zu füttern, dann erwarte ich das Schlimmste. Meine Mutter ist nämlich auch so eine "ach was das geht schon, da muss man nicht vorsichtig sein" Person. Sie lässt sich von niemandem etwas erklären, macht alles richtig und wenn dann was schief geht, sind die anderen Schuld. Deswegen glaube ich, sollte Pina entwischen, wird meine Mutter sie packen und wenn sie sich dann wehrt, wird sie fallengelassen und ignoriert, wenn sie von allein nicht dahingeht, wo sie hinsoll. Schlimmeres mag ich jetztmal nicht erdenken.

Deshalb also der Grund, sie diese 36 Std ca allein zu lassen.
Wäre das OK?
Mach ich mir zu viele Sorgen?
 
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Venya

Venya

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bei ~130 Views ohne Antwort geh ich mal davon aus, das 36 Std allein lassen nicht schlimm ist ?
 
seven

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Ich finde das o.k. und habe es auch schon gemacht. ;)
 
Venya

Venya

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Falls jmd mal die gleiche Lage kommt wie ich und sich fragt obs funktioniert hat:
Sie waren laut Nachbarn sehr ruhig. Ab und an hat mans Toben gehört. Aber das war sogar leiser, als wenn wir zu Hause sind :rolleyes:
Als wir dann zu Hause wieder ankamen und die Tür aufsperrten, kamen sie uns schon zum bespringen und köpfeln entgegen. Futter war noch etwas übrig (TroFu fast gar nicht angerührt), Klos waren benutzt aber nicht zu dreckig und ich habe nichts kaputtes/runtergeworfenes oder dergleichen gefunden.

Traumkatzis können sie doch mal sein :pink-heart:
 

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