Kratzen an Türen...

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praxon

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Hallo,

ich habe zwei 7 Monate alte Kater. Der eine ist relativ einzelgängerisch (Anton), der andere hingegen total anhänglich (Jesse).

Jesse kratzt, sobald ich eine Tür hinter mir zumache, an dieser (z.B. Badezimmer).
An sich würde mich das nicht stören. Was mich allerdings stört ist, dass er das auch an meiner Schlafzimmertür macht.

Tagsüber (wenn ich zu Hause bin) dürfen die Kater in mein Schlafzimmer, nachts ist das leider nicht immer möglich. In der Woche geht es nicht, da Anton nicht wirklich zur Ruhe kommt. Sobald sich ein Fuß oder sein Bruder unter der Bettdecke bewegt springt er drauf oder kratzt an der Decke rum.
Am Wochenende kann ich das durchaus mal verkraften, innerhalb der Woche komme ich so aber nicht zum Schlafen.
Konsequenz dadurch ist also, dass ich die beiden Nachts nicht ins Schlafzimmer lasse.

Nun zum hauptsächlichen Problem:
Ab ca. 06:00 Uhr beginnt hauptsächlich Jesse an wie wild an der Tür zu kratzen. Und das zieht er solange durch, bis ich aufstehe.
Vor 1-2 Monaten kam es auch schon dazu, dass er um 2:30 angefangen hat und dann bis 7 Uhr durchgekratzt hat. Ohne Pause.

Ich weiß, dass man das ignorieren sollte, damit die beiden lernen, dass ich darauf nicht reagiere und das Gekratze nichts bringt.
Da stellt sich allerdings ein Problem: Ich kann es zwar ignorieren, da er mit dem Kratzen aber einfach nicht aufhört, würde ich wohl den ganzen Tag im Schlafzimmer verbringen müssen :D.

Ich schlafe zur Zeit mit Ohropax, da es mir anders einfach nicht möglich ist.
(Sie tagsüber auch nicht ins Schlafzimmer zu lassen wäre auch eine Möglichkeit, allerdings keine sonderlich gute, da ich mich überwiegend dort aufhalte)
Ich habe auch schon gelesen, dass man eventuell doppelseitiges Klebeband an die Tür kleben soll. Das finde ich allerdings etwas fies.
Andere Möglichkeit wäre einen Wasserbehälter vor die Tür zu stellen, allerdings ist das auch nicht so klug, wenn man nachts auf die Toilette o.ä. muss.

Habt ihr eventuell einen Tip für mich, wie ich meinen Katern das Kratzen abgewöhnen könnte?
 
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Arosa582

Arosa582

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Hallo,

also das mit Wasser vergiss mal schnell. Das ist unangebracht.

Versetz dich mal in die Lage der beiden. Sie wollen vielleicht einfach nur bei dir sein. Wieviel Platz haben sie denn sonst zur Verfügung, ohne Schlafzimmer?

Ich bin der Meinung, entweder Tür immer auf oder immer zu. Bei einigen Foris hier klappt es auch wie bei dir. Tags auf, nachts zu. Aber ich für mich möchte das nicht.

Außerdem sind die beiden noch so jung. Wenn sie älter werden, beruhigt sich das sicherlich. Meine schlafen nachts durch, wenn ich auch schlafe.

Also, als Tipp kann ich dir nur raten, entscheide dich für auf oder zu. Und wenn sie kratzen, dann ignorier es komplett.

Edit: fällt mir grad noch ein. Wieviel bekommen sie denn zu essen?
 
JeLiGo

JeLiGo

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Du hast 2 Kater im absoluten Flegel- und Rüpelalter. Das wird sich mit der Zeit legen, wenn Du nur konsequent genug bist.

Und das zieht er solange durch, bis ich aufstehe.

Ja genau, bis Du aufstehst. Wenn Du das nicht mehr machst, hört er irgendwann auf (so Gott will :D). Bis dahin kannst Du Dich nur in Konsequenz, Ignoranz und Geduld üben und weiterhin Oropax benutzen.

Manchmal hilft es auch, wie Arosa schreibt, wenn die Jungspunde spätabends nochmal eine gute Portion Nassfutter reinschaufeln dürfen. Evtl. sonst auch mal ein Fummelbrett befüllen oder Leckerlierollen deponieren (kann man auch leicht aus Klopapier- oder Küchenpapierrollen selber basteln). Oder bevor Du ins Bett gehst, eine Trofu- oder Leckerliespur legen und einige Bröckchen im Kratzbaum oder einem Karton verstecken, sodass die beiden über Nacht was zur Ablenkung haben. Auch Auspowern mittels z. B. Federangel vor dem Schlafengehen könnte etwas helfen.
 
Murasaki

Murasaki

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Wir haben auch so einen Nervkater, der uns nachts weckt...
Geschlossene Tür ist hier keine Option, da die anderen Katzen im Schlafzimmer schlafen wollen und auch sollen, da wir tagsüber durch die Arbeit nicht immer so viel Zeit haben.

Wir haben die Nervensäge beobachtet und festgestellt, dass er weniger Terror macht, wenn wir ihn abends noch bespielen und Leckelies verteilen...
Also tun wir das und er hat sich inzwischen unserem Rhythmus gut angepasst und schläft inzwischen nachts meist durch.
Ausnahme bleiben Vollmondnächte und Nächte, in denen wir die Rituale - also schmusen, toben und Leckerlies - nicht vorschriftsmäßig durchführen.
Tun wir das, frißt er die Leckerlies oft nicht einmal, sondern überlässt seinen Anteil den anderen und legt sich direkt schlafen...

Unser Kater ist inzwischen 5 Jahre alt, als er einzog, war er 6 Monate und es hat schon ein paar Monate gedauert, bis es nachts erträglich wurde...
 
P

praxon

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Versetz dich mal in die Lage der beiden. Sie wollen vielleicht einfach nur bei dir sein. Wieviel Platz haben sie denn sonst zur Verfügung, ohne Schlafzimmer?

Ohne Schlafzimmer haben sie Diele, Küche, Wohnzimmer. Das sollten um die 30-40qm sein.

Edit: fällt mir grad noch ein. Wieviel bekommen sie denn zu essen?

Ich gebe beiden jeweils 200-300g Nassfutter pro Tag.
Das wären morgens/(mittags)/abends jeweils 100g/Kater.

Ja genau, bis Du aufstehst. Wenn Du das nicht mehr machst, hört er irgendwann auf (so Gott will ). Bis dahin kannst Du Dich nur in Konsequenz, Ignoranz und Geduld üben und weiterhin Oropax benutzen.

Wie oben bereits erwähnt: Würde ich versuchen nicht aufzustehen, wenn er kratzt, müsste ich den ganzen Tag im Bett bleiben. Er hört nicht auf, zur Not zieht er es 4 Stunden durch.




Noch eine Dose Nassfutter halte ich nicht für angebracht.

Das mit den Leckerlies wäre eine Idee denk ich :cool:
 
J

Jessue

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Ohne Schlafzimmer haben sie Diele, Küche, Wohnzimmer. Das sollten um die 30-40qm sein.

Das ist für junge Katzen ohnehin nicht ausreichend, von daher hat sich die Frage mit Tür nachts zu schon erledigt. ;)

Noch eine Dose Nassfutter halte ich nicht für angebracht.

Warum nicht? Katzen sollten immer so vie lbekommen, dass sie sich merhmals täglich richtig komplett satt fressen können. Das können mit 7 Monaten acuh gut mal 600g und mehr pro Tier sein. Und ewig hungernde Tiere sind eben acuh unausgeglichen.
 
JeLiGo

JeLiGo

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Er hört nicht auf, zur Not zieht er es 4 Stunden durch.

Ich kenne das von meiner Lilly aus ihrer Kittenzeit. Da muss man durch, so hart das ist. Ich bin monatelang mit Ringen unter den Augen rumgelaufen. Hab sie allerdings von Anfang ins Schlafzimmer gelassen, aber sie wollte natürlich nachts und frühmorgens spielen und toben. :D

Noch eine Dose Nassfutter halte ich nicht für angebracht.

Die beiden sind im Wachstum, da dürfen es durchaus auch teilweise 600 - 800 g sein. Ich kann Dir nur dazu raten, was Du letztendlich machst, bleibt natürlich Dir überlassen. Hunger ist aber sehr oft der Auslöser für nächtlichen Terror...
 
J

Jen77

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Also ich würde den beiden erstmal so viel zu Futtern geben, wie sie wollen. Ich kenne das von unseren, wenn die Hunger haben, wird extremer Terror gemacht. Katzen - gerade junge - dürfen und sollen soviel Futter bekommen, wie sie wollen.

Unsere Katzen haben sich relativ gut an unsere Schlafzeiten angepasst und selbst Emily, die recht nachtaktiv ist, weckt in der Regel niemanden, sondern spielt im anderen Zimmer. Dazu muss ich aber sagen, unsere Katzen dürfen in alle Zimmer. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass geschlossene Türen (wenn sich in dem Zimmer die Menschen aufhalten) viel mehr Probleme machen. Da wird dann gekratzt und gemaunzt...

Geholfen hat bei uns auch, vor dem Schlafengehen eine ordentliche Spiel- und Auspowerrunde zu machen (also die Katzen nochmal richtig austoben lassen).
 
H

hazelundpaul

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Hallo,

meine Katze war 9 Monate alt als sie zu uns kam und war ebenfalls sehr aktiv nachts. Das gab sich nach ca. 3 Monaten, dann hatte sie sich unserem Rhytmus angepasst. Jetzt turnt sie nur noch 1/2 Stunde vor der Aufstehzeit (5:00 Uhr) auf uns rum.
Wir haben das versucht zu ignorieren und ein Abendritual eingeführt. Vor dem Schlafengehen gibt es eine Spielzeit oder ein Gartenrundgang und zum Tagesabschluss gibt es noch einen Snack.

Unser Kater übrigens, kommt 1 Minute vor dem Wecker zum Wecken, der hat eine eingebaute Uhr:p. Am Wochenende weckt Paulchen nur mich, der hat ganz schnell geblickt, dass mein Mann ein Langschläfer ist und legt sich nach dem 1. Frühstück und seiner Gartenrunde wieder zu meinem Mann ins Bett.


Wenn ich noch eine Bemerkung zu Deiner Futtermenge machen darf:
Du fütterst zu wenig. Schön wären 4 Mahlzeiten. Morgens gleich nach dem Aufstehen, bevor Du das Haus verlässt, gleich nach der Arbeit und vor dem Schlafengehen - vielleicht sind Deine Nächte dann auch ruhiger!
 
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