Komische Verhaltensweisen

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Willi-Schnilli

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Ich habe eben einen "Roman" geschrieben und beim Dingsen war alles weg. Ok, dann nochmal.

Ich habe vor ca. einem Jahr eine Katze von einem Bekannten bei mir aufgenommen. Sie war diesem zugelaufen. Damals war sie ca. 1-1,5 Jahre alt und ein kleines verspieltes Kätzchen.
Nach 2 Monaten ist sie mir durchs geöffnete Schlafzimmerfenster entwischt und kam nach 3 Tagen schwanger nach Hause. Von da an war es vorbei mit dem verspielten Kätzchen - sie war eine Madame - quasi erwachsen.
Im Mai kamen 3 süße Katzenbabys zur Welt und Madame bestand drauf, dass ich bei der Entbindung dabei war. Ich durfte das "Entbindungszimmer" nicht verlassen. Ich habe das als "große Ehre" angesehen.
In der Folgezeit kümmerte sie sich liebevoll um die 2 Katzenmädchen und das Katerchen. Nach ca. 8 Wochen habe ich sie dann kastrieren lassen, da sie Freigängerin werden sollte. Die beiden Mädels habe ich in gute Hände abgegeben und das Katerchen blieb bei uns.

Kurz darauf fing dann das Dilemma an. Sie kam nur noch knurrend und fauchend nach Hause, ließ das Katerchen nicht mehr als 2 Meter an sich ran und dieses Verhalten übertrug sie dann auch auf mich. Streicheln war nicht mehr drin ... außer vor dem Füttern. Nach dem Fressen zog sie knurrend und fauchend wieder von dannen. Sie kam auch nur noch selten nach Hause.
Was ich allerdings bemerkte war, dass sie an der nahegelegenen Bushaltestelle die Passanten anmauzte und ihnen um die Beine strich.
Ich habe mal gelesen, dass sich Freigänger - wenn sie sich zu Hause nicht mehr wohlfühlen - sich ein neues zu Hause suchen. Diesen Eindruck machte sie extrem auf mich.
Wenn sie dann nach Hause kam, brachte sie Mäuse und andere "Geschenke" mit.
Mittlerweile kommt sie wieder öfter, schläft auch auf ihrem Barhocker. Aber dieses Fauchen und Knurren ist nach wie vor. Ich habe auch schon Kloppe von ihr bezogen, wenn es mit dem Futter nicht schnell genug ging.

Und nun meine Frage: Was könnte meine Katze für ein Problem haben? Vielleicht hat ja jemand eine Idee.

Das Katerchen ist nicht kastriert und die beiden Mädels habe ich mit 12 Wochen abgegeben.
 
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Pinguine1983

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Ist der Sohn kastriert?
Wenn nicht, kann es gut daran liegen, eine kastrierte und eine potente Katze stressen sich oft. Außerdem meine ich mal gelesen zu haben, dass gerade Katzenmütter auf ihre unkastrierten Söhne "allergisch" reagieren um instinktmäßig Inzuchnachwuchs zu vermeiden.
 
Havanna=^^=

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Ist der Kater kastriert?

Hast du die kleinen wirklich mit nur 8 Wochen abgegeben? :(
 
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Willi-Schnilli

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Katerchen ist nicht kastriert ... noch nicht ...
Aber warum kriege ICH Kloppe und werde angefaucht und angeknurrt. Die Mädels habe ich mit 12 Wochen abgegeben ... zusammen in einen Haushalt, worüber ich sehr glücklich war.
 
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Pinguine1983

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Wahrscheinlich weil sie sich tatsächlich nicht mehr so wohl bei euch fühlt und gerade kratzbürstig drauf ist. Lass den Sohn so schnell wie möglich kastrieren und dann kannst du weitersehen, ob sie sich danach wieder besser verstehen.

Oder vielleicht hat sie auch Schmerzen und zeigt das so. Warst du schon beim TA mit ihr?
 
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anna1987

anna1987

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Hallo Willi-Schnilli,

schön, dass du dich um die Mietze kümmerst, ihr auch bei der Geburt geholfen hast und einen hoffentlich guten Platz für die Mädels gefunden hast :).

Den Kater zu kastrieren ist ziemlich wichtig. Allerdings ist das 'natürliche' Verhalten bei Kätzinnen, dass sie ihre Söhne nach einer Zeit vertreiben. Das hat auch mit der beginnenden Potenz des Katers zu tun.

Wie alt ist der Kleine? Schon ein paar Monate, wenn ich dich richtig verstanden hab - bitte lass ihn schnellstmöglichst kastrieren!

Ja, das kann ich mir gut vorstellen, dass es deiner Dame keinen Spaß mehr zuhause macht...

Alles Gute!
 
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Willi-Schnilli

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Echt? Das hätte ich jetzt nicht gedacht, dass es solche Auswirkungen auf Madame hat, dass der Kleene nicht kastriert ist. Er war ja auch erst 12 Wochen, als das Theater los ging.
 
doppelpack

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Das Problem ist auch, dass Katzen häufig ihren Nachwuchs wegjagen wollen. Das ist so gesehen ein Schutzmechanismus der Natur, um eben zu enge Verwandtschaftsgrade zu vermeiden.

Dass sie lange unkastriert war, wirkt sich zusätzlich aus.

Ich hatte einen Kater, der war mit 16 Wochen schon langsam potent am werden- wer weiß also, wie "frühreif" der Kater bei dir vlt ist. Auf jeden Fall sollte er umgehend kastriert werden.
Leider war er eine "schlechte" Wahl. Auch nach der Kastration kann es also durchaus sein, dass sie sich nie wieder verstehen werden.
Dann wäre Abgabe des Kater wohl die bessere Lösung.

Allerdings, bei so einem extrem Verhalten würde ich sie auch zwingend tierärztlich untersuchen lassen, sollte dies noch nicht geschehen sein. Vielleicht hat sie Schmerzen, gerade als Freigänger kann häufig etwas passieren, was man nicht mitbekommt und nicht sofort sehen kann.
 

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